Diese Arbeit mit dem Titel "Professionalität in der Weiterbildungsgesellschaft" bearbeitet folgende Aufgabenstellungen:
Anhand eines Beispiels soll erläutert werden, auf welche Kriterien eine kompetenzorientierte Gestaltung von Prüfung(en) und Zertifizierungen besonders achten sollte.
Anhand eines Beispiels soll erläutert werden, worauf eine erwachsenendidaktisch wirksame Inszenierung geeigneter Lernarrangements in besonderer Weise Bezug nehmen sollte und wie Haltungsbildung besonders gefördert werden kann.
Welche gesellschaftlichen Entwicklungen existieren, die den individuellen Wunsch fördern, sich immer wieder neu zu qualifizieren zu wollen und was veranlasst Menschen dazu, an Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen?
Die in der Touristikbranche angesiedelte Holiday GmbH hat als mittelständisches Unternehmen 126 Büros in Deutschland und vermittelt vor allem Flugreisen (75% Anteil am Umsatz), führt aber auch Reisen als Veranstalter durch (17%). Die Holiday GmbH unterhält zudem 9 Stützpunkte in Ferienzentren des europäischen Auslands in denen örtliche Reiseleitungen angeboten werden. Teil des Unternehmens ist ebenfalls ein kleiner Verlag, der touristische Bücher herausgibt und deren Autoren in der Regel unternehmenseigene Mitarbeiter sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einsendeaufgabe 1
2. Einsendeaufgabe 2
3. Einsendeaufgabe 3
4. Einsendeaufgabe 4
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich im Rahmen des Moduls „Professionalität in der Weiterbildungsgesellschaft“ kritisch mit aktuellen Anforderungen an die Erwachsenenbildung auseinander, wobei der Fokus insbesondere auf kompetenzorientierten Prüfungsdesigns, der Förderung individueller Haltungsbildung sowie den sozioökonomischen Treibern für lebenslanges Lernen liegt.
- Kompetenzorientierte Diagnostik und Zertifizierung (KODIZ)
- Emotionalität und Haltungsbildung im Lernprozess
- Gesellschaftliche Rahmenbedingungen für Weiterbildungsmotivation
- Strategische Personalentwicklung in der Touristikbranche
- Anforderungsprofile für Bildungsmanagement-Positionen
Auszug aus dem Buch
Einsendeaufgabe 1
War es lange Zeit eine input-orientierte Sichtweise, die von Weiterbildungen verfolgt wurde, in dem in Lehrplänen festgeschrieben wurde, welche konkreten Inhalte im Unterricht zu behandeln sind, die am Ende in Form von Wissenskenntnissen abgefragt wurden, haben inzwischen veränderte Gesellschaftsstrukturen und Bildungsreformen dazu geführt, dass wichtiger ist, was jemand weiß, versteht und in der Lage ist zu tun. Der Fokus der berufs- und erwachsenenpädagogischen Debatten liegt also mehr auf der output-orientierten Betrachtungsweise, also auf den Kompetenzen.
Kompetenzen werden verstanden als die Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen, Kenntnisse und Fertigkeiten sowie persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten zu nutzen und sich durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten. Der European Qualification Framework (EQF) definiert „Kompetenz“ als „Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung und Selbständigkeit bei der Lösung (fachlicher) Probleme“.
Bei entsprechenden Prüfungsverfahren ist grundsätzlich zu beachten, dass sich die zu bewältigenden Prüfungssituationen am gelernten Inhalt orientieren und darauf abgestimmt sind. Nur so kann festgestellt und abgeglichen werden, ob die zu erwerbenden Kompetenzen (in Anwendung auf eine konkrete praktische Situation) auch wirklich gelernt wurden. In einer Prüfungskonstellation sind die Prüflinge also mit tatsächlich kompetenzrelevanten Aufgaben zu konfrontieren, die den Kriterien einer vollständigen Aufgabenlösung entsprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einsendeaufgabe 1: Das Kapitel erläutert den Übergang von einer input- zu einer output-orientierten Bildungsbetrachtung und führt das KODIZ-Modell zur kompetenzorientierten Prüfung ein.
Einsendeaufgabe 2: Hier wird die Bedeutung emotionaler Labilisierung und Haltungsbildung als Grundlage für tiefgreifende Lernprozesse und Persönlichkeitsentwicklung analysiert.
Einsendeaufgabe 3: Dieser Abschnitt untersucht die sozioökonomischen Ursachen und individuellen Motive hinter dem Bedürfnis nach kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung.
Einsendeaufgabe 4: Anhand einer Fallstudie der Holiday GmbH werden strategische Umstrukturierungen in einer Weiterbildungsabteilung und entsprechende Anforderungsprofile definiert.
Schlüsselwörter
Weiterbildung, Kompetenzorientierung, Haltungsbildung, KODIZ, Lebenslanges Lernen, Personalentwicklung, Bildungsmanagement, Output-Orientierung, Qualifizierung, Lernarrangements, Selbststeuerung, Professionalität, Individualisierung, Arbeitswelt, Kompetenzreifung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte der Professionalität in der heutigen Weiterbildungsgesellschaft, insbesondere die Gestaltung von Lern- und Prüfungsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten gehören Kompetenzmessung, die Rolle von Haltungen bei Lernprozessen sowie gesellschaftliche Triebkräfte für Weiterbildung.
Welche Ziele verfolgt die Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die theoretische Fundierung und praxisnahe Anwendung moderner didaktischer Konzepte auf konkrete berufspädagogische Szenarien.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die durch angewandte Fallbeispiele und Transferaufgaben auf konkrete betriebliche Situationen veranschaulicht wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Aufgaben zur Prüfungsdidaktik, zur emotionalen Persönlichkeitsentwicklung, zur Analyse gesellschaftlicher Weiterbildungsbedarfe und zur operativen Personalentwicklung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kompetenzentwicklung, KODIZ, Lernarrangements, Haltungsbildung und betriebliches Bildungsmanagement.
Was unterscheidet das KODIZ-Modell von klassischen Prüfungen?
KODIZ fokussiert nicht auf die Abfrage repetitiven Wissens, sondern bewertet die Handlungsfähigkeit und Problemlösekompetenz in realitätsnahen Situationen.
Warum ist laut Autor emotionale Labilisierung für Lernprozesse wichtig?
Tiefgreifende Veränderungen gelingen oft nur, wenn bisherige Deutungsmuster durch emotionale Erfahrungen aufgebrochen werden, um eine neue Haltungsbildung zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Individualisierung für den Weiterbildungsmarkt?
Die zunehmende Individualisierung führt zu einer Erosion traditioneller Biografien, was den Zwang zur ständigen Selbstqualifikation und Orientierung erhöht.
Wie wird die Umstrukturierung bei der Holiday GmbH begründet?
Die Umstrukturierung ist eine direkte Antwort auf den verschärften Wettbewerb in der Touristikbranche und die Notwendigkeit, strategische Personalentwicklung professionell neu auszurichten.
- Arbeit zitieren
- Michael Lindner (Autor:in), 2017, Professionalität in der Weiterbildungsgesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593480