Diese Arbeit besteht aus vier Aufgaben. In Aufgabe 1 werden Lernmöglichkeiten und -grenzen von Outdoor-Trainings beschrieben. Aufgabe 2 behandelt das Prinzip der "Vollständigkeit von Aufgabenstellungen" und deren Voraussetzungen und Konsequenzen. Eine Skizzierung des Konzepts des gleichberechtigten Vergleichens erfolgt in Aufgabe 3. Die abschließende vierte Aufgabe befasst sich mit Persönlichkeitsmerkmalen und geht dabei auf das Verhalten ausgeprägt extrovertierter sowie introvertierter Personen ein.
Inhaltsverzeichnis
Einsendeaufgabe 1: Lernmöglichkeiten und -grenzen von Outdoor-Trainings
Einsendeaufgabe 2: Das Prinzip der „Vollständigkeit von Aufgabenstellungen“
Einsendeaufgabe 3: Das Konzept des gleichberechtigten Vergleichens
Einsendeaufgabe 4: Besondere Persönlichkeitsmerkmale
Zielsetzung & Themen
Die vorliegenden Einsendeaufgaben setzen sich mit speziellen didaktischen Ansätzen in der Erwachsenenbildung auseinander, insbesondere mit der Handlungsorientierung, dem systemisch-konstruktivistischen Lernverständnis sowie dem Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale auf die Bewältigung von Lebensereignissen.
- Lernpotenziale und Grenzen von Outdoor-Trainings als pädagogische Methode.
- Die Umsetzung der „Vollständigkeit von Aufgabenstellungen“ in der beruflichen Bildung.
- Das „Konzept des gleichberechtigten Vergleichens“ zur Förderung der Verständigung.
- Die Bedeutung der „Big Five“-Persönlichkeitsmerkmale für die Reaktion auf Lebensveränderungen.
Auszug aus dem Buch
Lernmöglichkeiten und -grenzen von Outdoor-Trainings
Eine Besonderheit und hervorzuhebende Lernmöglichkeit des Outdoor-Trainings gegen über anderen Methoden (z.B. ‚normalen‘ Weiterbildungsveranstaltungen) liegt in den Wirkzusammenhängen der Natur, die die Teilnehmer zwingt, eigenständig ein System konstruktiv zu gestalten.1 Soll z.B. das Verhalten in einer bestimmten Alltagssituation verändert werden, wird eine reine Wissensvermittlung und ein Training ‚on the job‘ (in der gewohnten Arbeitsumgebung) wenig bis kein Verhalten ändern.2 Entfernen sich die Teilnehmer aber zeitlich und räumlich von ihrem Anwendungsfeld, wirkt alleine schon die ungewöhnliche Umgebung verunsichernd und bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben kann nicht auf routinierte Erfahrungen zurückgegriffen werden. Durch die emotionale Beteiligung der Teilnehmer in Outdoor-Trainings wird zudem verhindert, dass sich einzelne Teammitglieder hinter abwehrenden Sachdiskussionen verstecken und sich damit einer kritischen Hinterfragung und der Chance auf Entwicklung entziehen.3
Auch die Vielfältigkeit der zur Verfügung stehenden Übungen ist eine große Stärke von Outdoor-Trainings. „Die eine Person macht ihre entscheidenden Erfahrungen im Seilgarten, eine andere hat ihre ‚Aha-Erlebnisse‘ eher bei einer der Problemlösungsaufgaben und jemand Drittes merkt auf einmal bei einer Tourenplanung, welch unglückliche Rolle er innerhalb des Teamgefüges spielt.“4 „Und schließlich schafft die Breite der zur Verfügung stehenden Aktionen die Möglichkeit, durch bestimmte Übungen verschiedene Themen in einem Training zu bearbeiten.“5
Auch ‚normale‘ Weiterbildungsveranstaltungen bieten eine große Auswahl von Möglichkeiten und Methoden, doch sind sie zeitlich vor allem aber räumlich oft limitiert. Mit ‚komplexen Szenarien‘ in Outdoor-Trainings hingegen, können sehr große Organisationseinheiten bis hin zu ganzen Organisationen gemeinsam trainiert werden. In diesen ‚komplexen Szenarien‘ werden verschiedene Outdoor-Elemente zu einer ‚Rahmenhandlung‘ zusammengesetzt und die Aufgabe besteht meist darin, in einem virtuellen Unternehmen Ressourcen (Mitarbeiter, Finanzen und Material) sinnvoll zu managen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einsendeaufgabe 1: Lernmöglichkeiten und -grenzen von Outdoor-Trainings: Erläutert die spezifischen Lernchancen durch naturnahe, emotionale Settings und reflektiert gleichzeitig die hohen Anforderungen an Vorbereitung und Durchführung.
Einsendeaufgabe 2: Das Prinzip der „Vollständigkeit von Aufgabenstellungen“: Analysiert dieses Merkmal der Projektmethode anhand praktischer Beispiele aus der Berufsausbildung, wie dem Fluggerätemechaniker.
Einsendeaufgabe 3: Das Konzept des gleichberechtigten Vergleichens: Beschreibt ein systemisch-konstruktivistisches Modell, um durch den Austausch unterschiedlicher Perspektiven zu gemeinsamen Lesarten der Wirklichkeit zu gelangen.
Einsendeaufgabe 4: Besondere Persönlichkeitsmerkmale: Untersucht anhand der „Big Five“, wie unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen bei normativen und nicht-normativen Lebensereignissen wie Arbeitslosigkeit oder Verrentung agieren.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Outdoor-Training, Handlungsorientierung, Projektmethode, Systemisch-konstruktivistisches Lernen, Gleichberechtigter Vergleich, Persönlichkeitsentwicklung, Big Five, Kompetenzvermittlung, Lebensereignisforschung, Transfer, Lernkultur, Reflexion, Didaktik, Berufsausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit umfasst verschiedene Einsendeaufgaben im Rahmen des Studiums der Erwachsenenbildung, die sich mit didaktischen Ansätzen und lernpsychologischen Grundlagen beschäftigen.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Felder sind Outdoor-Trainings, das Prinzip der vollständigen Handlung in der Berufsbildung, systemische Kommunikationstechniken und die Persönlichkeitspsychologie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die theoretische Durchdringung und praktische Anwendung didaktischer Konzepte auf konkrete berufliche und lebensgeschichtliche Situationen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird primär eine Literatur- und Transferanalyse angewandt, die theoretische Ansätze (z.B. nach Dewey oder auf Basis systemischer Konstruktivität) auf berufliche Szenarien anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Aufgaben, die Lernmöglichkeiten von Outdoor-Settings, die Strukturierung von Lernfeldern, Kommunikationsstrategien zur Verständigung und den Umgang mit Lebensereignissen behandeln.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, Kompetenzentwicklung, systemischer Konstruktivismus und die Big Five der Persönlichkeit.
Welche Rolle spielt die „Vollständigkeit der Aufgabenstellung“?
Sie dient als didaktisches Prinzip, um sicherzustellen, dass Auszubildende den gesamten Prozess von der Informationsbeschaffung bis zur Bewertung eigenständig durchlaufen.
Wie unterscheidet sich der Umgang von Extrovertierten und Introvertierten mit Lebensereignissen?
Extrovertierte tendieren zu aktivem Austausch und Netzwerknutzung, während Introvertierte eher nach innen gerichtet agieren und Gefahr laufen, bei unerwarteten Ereignissen in Grübeleien zu verfallen.
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- Michael Lindner (Author), 2017, Spezielle didaktische Ansätze zur Erwachsenenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593484