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Stockende Energiewende und Digitalisierung in Deutschland

Wie kann man dem Engpassfaktor der Kabeltiefbau-Kapazitäten begegnen?

Titel: Stockende Energiewende und Digitalisierung in Deutschland

Wissenschaftliche Studie , 2020 , 76 Seiten

Autor:in: Jochen Herrmann (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut aktuellem Koalitionsvertrag bekennt sich die Bundesregierung zu einem flächendeckenden Glasfaser-Netzausbau. Bewohner, aber auch Unternehmen benötigen leistungsfähige Internetanschlüsse. Denn das Arbeiten im Homeoffice oder beim Homeschooling erfordert hohe Bandbreiten in den Telekommunikationsnetzen.

Doch sind Glasfaserkabel in weiten Teilen Deutschlands noch immer nicht verlegt. Obwohl der Bausektor gewachsen ist, zeigt sich seit Jahren ein Missstand. Leitungsbauunternehmen leiden unter einem Fachkräftemangel, der die Herstellung und Instandhaltung der Energie- und Datennetze ausbremst. Doch es sind auch Lösungswege sichtbar.

Jochen Herrmann analysiert in seiner Studie, wie man dem Engpassfaktor der unzureichenden Kabeltiefbau-Kapazitäten begegnen kann. Dabei verweist er auf etablierte Management-Tools, geht auf die notwendigen ethischen Grundlagen ein und erläutert Handlungsempfehlungen von Experten. Herrmann richtet sich mit seiner Publikation an alle Stakeholder der Branche wie Energieversorger, Telekommunikationskonzerne oder Verantwortliche in der Politik und Fachverbänden.

Website des Autors: www.herrmannprojekt.de

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Herausforderung

1.2 Vorgehensweise

1.3 Datenerhebung und Literaturquellen

1.4 Die Experteninterviews

2 Grundlagen

2.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung des Themenfeldes

2.2 Einführung in die Branche des Kabeltiefbaus

2.3 Exkurs: Gefahrenpotentiale im Kabelleitungstiefbau

3 Analyse des Marktumfeldes

3.1 Die Bauindustrie in Zahlen

3.2 Anbieterstrukturen und Charakteristika des Wettbewerbs im Kabelbau

3.3 Determinanten der Nachfrage

3.4 Steigende Preise – Die Indikatoren der Engpasssituation

3.5 Der Fachkräftemangel

4 Systeme zur Analyse von Branchen und Wettbewerbern

4.1 Ausgangspunkte

4.1.1 Ökonomische Grundlagen

4.1.2 Implikation für die aktuelle Marktsituation

4.2 Das Mikroumfeld – Branchenstrukturanalyse (Porters ‚Five Forces‘)

4.2.1 Marktmacht der Kunden

4.2.2 Bedrohung durch bestehende Wettbewerber

4.2.3 Markteintritt neuer Wettbewerber

4.2.4 Substitution

4.2.5 Einfluss der Lieferanten

4.3 Bewertung der Branchenattraktivität

4.3.1 Das Makroumfeld (PESTEL-Analyse)

4.3.2 Prognose der Branchenentwicklung

5 Operationalisierung einer Kapazitätenausweitung

5.1 Unternehmensstrategie nach dem St. Galler Management-Modell

5.1.1 Normatives Management

5.1.2 Strategisches Management

5.1.3 Operatives Management

5.2 Aspekte des Neuen St. Galler Management-Modells

5.2.1 Die Beziehungskultur

5.2.2 Praxisbezug des SGMM

6 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

6.1 Implementierung der Strategie im Bauunternehmen

6.1.1 Abmilderung des Fachkräfteengpasses

6.1.2 Verbreiterung des Portfolios

6.1.3 Eintritt in neue Märkte

6.2 Weiterführendes Optimierungspotential

6.2.1 Empfehlungen an die Auftraggeber

6.2.2 Bei Politik, Verwaltung und Verbänden

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieses Reports ist es, Vertretern der Kabelbau-Branche anhand moderner Management-Methoden Wege aufzuzeigen, wie sie lukrative Marktpotentiale erkennen und nutzen können, um ihre Baukapazitäten auszuweiten und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

  • Analyse der Marktsituation im Kabelleitungstiefbau
  • Identifikation der Ursachen für Kapazitätsengpässe und Fachkräftemangel
  • Einsatz moderner Management-Instrumente (u.a. St. Galler Management-Modell, Five Forces) zur Unternehmenssteuerung
  • Handlungsempfehlungen zur strategischen Positionierung und Personalrekrutierung
  • Optimierung von Geschäftsprozessen und Zusammenarbeit mit Auftraggebern

Auszug aus dem Buch

3.4 Steigende Preise – Die Indikatoren der Engpasssituation

„Staatliche Impulse treiben die Preise“, behauptete das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. bereits Anfang 2019 in seinem Wochenbericht und vermutete ferner aufgrund hoher Auslastung ausgeweitete Gewinnmargen bei den Anbietern (DIW, 2019, S. 1 u. 11). Was für die Bauwirtschaft insgesamt gilt, zeigt sich im Breitbandausbau noch verstärkt. Stephan Drescher, Geschäftsführer des ostdeutschen Kommunikationsdienstleisters EnviaTel in Markkleeberg, klagte letzten Sommer, die Tiefbaupreise seien von 2017 bis 2019 um 40% gestiegen (dpa, 2019). Diese Entwicklung spürte die Deutsche Telekom bereits Ende 2017, wie ihr Chef Tim Höttges im Zeitungsinterview preisgab (Müller, 2017). Der Branchenprimus verzeichnete schon damals eine Teuerung um 16 Prozent binnen Jahresfrist.

WIK-Consult untersuchte dieses Thema in ihrer Breitbandstudie und konnte die vorangegangenen Aussagen bestätigen. In vereinzelten Ausschreibungen waren Preissteigerungen von über 50 % zu verzeichnen. Im Durchschnitt ermittelte das Institut einen Anstieg um etwa ein Drittel innerhalb von zwei Jahren (Wernick & et al., 2018, S. 25ff). Einen besonders stark steigenden Trend der Preisentwicklung geben die Kabeltiefbauunternehmen selbst an. Wurde dieser Aspekt für 2016 in einer Umfrage lediglich von einem Viertel der Unternehmen positiv bewertet (27 %), so war dies nur zwei Jahre später bereits bei über der Hälfte der Mitglieder der Fall (52 %) (Gütegemeinschaft Leitungstiefbau e.V., 2017 & 2018, S. 5ff).

Resultierend aus begrenzten Baukapazitäten, die am Markt bereits weitgehend gebunden sind, den wenigen neu in den Markt eintretenden Bauunternehmen sowie einer langfristig intensiven Nachfrage entwickeln sich die Preise nach oben. Auch die extensiven Fördergelder im Breitbandsektor bewirken, dass Vergütungen stetig zunehmen. Da die Baukapazitäten nicht in dem Maße ansteigen können, wie Netzinfrastrukturmaßnahmen diese erforderlich machen, entsteht ein intensiver Wettbewerb um die Baukapazitäten. Wenn Auftraggeber aufgrund zugesagter Fördergelder über höhere Liquiditätsreserven verfügen als jene im eigenwirtschaftlichen Ausbau, dann sorgt dies für die Durchsetzbarkeit höherer Tiefbaupreise. Die engen Zeitvorgaben der öffentlich geförderten Projekte verstärken diesen Effekt noch weiter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage durch Digitalisierung und Energiewende, benennt das Ziel, den Kapazitätsengpass im Kabeltiefbau zu überwinden, und führt in die gewählte Methodik ein.

2 Grundlagen: Definiert den Begriff Kabelleitungstiefbau, erläutert die Branchenstrukturen und thematisiert Exkurse zu Gefahrenpotentialen bei der Ausführung.

3 Analyse des Marktumfeldes: Analysiert die Bauindustrie in Zahlen, beleuchtet Anbieterstrukturen, Nachfragedeterminanten sowie die zentrale Problematik des Fachkräftemangels.

4 Systeme zur Analyse von Branchen und Wettbewerbern: Vermittelt ökonomische Grundlagen und nutzt das Branchenstrukturmodell nach Porter (Five Forces), um die Attraktivität des Sektors zu bewerten.

5 Operationalisierung einer Kapazitätenausweitung: Überträgt das St. Galler Management-Modell auf die Branche, um Strategien für Unternehmensentwicklung und Kapazitätserweiterung zu entwickeln.

6 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Gibt konkrete Empfehlungen zur Fachkräftesicherung, Portfolioerweiterung sowie für Auftraggeber, Politik und Verbände zur Behebung der Engpässe.

7 Fazit: Reflektiert kritisch die verwendete Methodik und Datenlage und fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Zukunftsfähigkeit der Kabeltiefbaubranche zusammen.

Schlüsselwörter

Kabelleitungstiefbau, Breitbandausbau, Energiewende, Elektromobilität, Engpassfaktor, Fachkräftemangel, St. Galler Management-Modell, Five Forces, Bauwirtschaft, Infrastruktur, PESTEL-Analyse, Unternehmensstrategie, Netzbau, Digitalisierung, Investition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Engpasssituation im Kabelleitungstiefbau in Deutschland, die durch den hohen Bedarf im Zuge der Energiewende und Digitalisierung verursacht wird, und entwickelt Management-Strategien für Bauunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Netzausbau (Breitband und Strom), die begrenzten Kapazitäten der Tiefbauunternehmen, der Fachkräftemangel und die Anwendung moderner Management-Modelle zur strategischen Neuausrichtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Unternehmen der Branche aufzuzeigen, wie sie mithilfe moderner Methoden die attraktiven Marktpotentiale erschließen, Kapazitäten ausbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Experteninterviews (qualitative Forschung), Bilanzanalysen der Branche sowie etablierte betriebswirtschaftliche Modelle wie das „Five Forces“-Modell von Porter und das „St. Galler Management-Modell“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgreifende Marktumfeldanalyse, die Untersuchung von Nachfrage- und Angebotsfaktoren, eine strukturierte Bilanzanalyse der Branche sowie die Operationalisierung einer Kapazitätenausweitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kabelleitungstiefbau, Fachkräftemangel, Energiewende, Breitbandausbau, St. Galler Management-Modell, Five Forces und Kapazitätsausweitung sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt der Fachkräftemangel konkret?

Der Fachkräftemangel wird als entscheidender Engpassfaktor identifiziert, der durch demografischen Wandel, mangelnde Attraktivität der Bauberufe und ineffiziente Rekrutierungsstrategien weiter verschärft wird.

Welche Empfehlungen gibt der Autor für die Praxis?

Unter anderem empfiehlt der Autor eine zeitgemäße Rekrutierung (z.B. Online-Portale statt klassischer Anzeigen), die Erweiterung des Portfolios durch innovative Verlegeverfahren und eine Verbesserung der Beziehungskultur im Unternehmen.

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Details

Titel
Stockende Energiewende und Digitalisierung in Deutschland
Untertitel
Wie kann man dem Engpassfaktor der Kabeltiefbau-Kapazitäten begegnen?
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Autor
Jochen Herrmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
76
Katalognummer
V593505
ISBN (eBook)
9783346183095
ISBN (Buch)
9783346183101
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kabelleitungstiefbau Breitbandausbau Energiewende Elektromobilität Engpass Fachkräfte St. Galler Management-Modell Five Forces Fachkräftemangel Telekommunikation Energiewirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jochen Herrmann (Autor:in), 2020, Stockende Energiewende und Digitalisierung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593505
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  76  Seiten
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