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Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht. Voraussetzungen, Rechtsfolgen, Gestaltungsmittel

Titel: Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht. Voraussetzungen, Rechtsfolgen, Gestaltungsmittel

Bachelorarbeit , 2019 , 64 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen der Arbeit werden zunächst die unterschiedlichen Arten der Betriebsaufspaltung dargestellt, um daraufhin die Voraussetzungen derselben zu erläutern. Aufgrund der Tatsache, dass in der Praxis am häufigsten die klassische Betriebsaufspaltung anzutreffen ist, werden im weiteren Verlauf die Rechtsfolgen dieser Form der Betriebsaufspaltung näher beleuchtet. Zudem werden die Vor- und Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung gegenübergestellt.

Anschließend wird auf mögliche Gestaltungsansätze eingegangen. Dabei werden zunächst exemplarische Möglichkeiten zur Vermeidung der Entstehung einer Betriebsaufspaltung thematisiert, um schließlich auf Ansätze einzugehen, die eine Gewinnrealisation bei Beendigung der Betriebsaufspaltung verhindern sollen. Bei der abschließenden Zusammenfassung der Ergebnisse werden alle gewonnenen Erkenntnisse zusammengetragen und eventuelle Zukunftsaussichten der Betriebsaufspaltung aufgegriffen.

Das deutsche Zivilrecht stellt eine Vielzahl an Unternehmensrechtsformen bereit. Dabei wird zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften unterschieden. Um langfristig am wirtschaftlichen Verkehr teilnehmen zu können, müssen bei der Wahl einer geeigneten Gesellschaftsform Aspekte wie der Unternehmenszweck, die Mindestanzahl der Gründer, die Haftung der Gesellschafter sowie die Unternehmensnachfolge berücksichtigt werden.

All diese Charakteristika können in der Praxis Folgen und Pflichten mit sich bringen, denen mitunter eine maßgebliche Bedeutung zukommt. Entscheidend sind hierbei insbesondere die Aspekte der Haftung und der Steuerbelastung, da im Falle einer Insolvenz das Vermögen des Unternehmers bestmöglich geschützt werden und die Steuerbelastung gering ausfallen soll. Sowohl die Rechtsform der Personengesellschaft als auch die Rechtsform der Kapitalgesellschaft verfügen jeweils über bestimmte Vorteile. Um die Vorteile beider Formen zugleich nutzen zu können, wird zunehmend von Mischformen Gebrauch gemacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Arten der Betriebsaufspaltung

2.1 Echte Betriebsaufspaltung

2.2 Unechte Betriebsaufspaltung

2.3 Sonderformen

2.3.1 Klassische Betriebsaufspaltung

2.3.2 Umgekehrte Betriebsaufspaltung

2.3.3 Kapitalistische Betriebsaufspaltung

2.3.4 Mitunternehmerische Betriebsaufspaltung

3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung

3.1 Sachliche Verflechtung

3.1.1 Wesentliche Betriebsgrundlage

3.1.1.1 Grundstücke und Gebäude

3.1.1.2 Bewegliche Wirtschaftsgüter

3.1.1.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter

3.1.2 Nutzungsüberlassung

3.1.3 Entwicklung der Rechtsprechung

3.2 Personelle Verflechtung

3.2.1 Beteiligungsidentität

3.2.1 Beherrschungsidentität

3.3 Wegfall der sachlichen oder personellen Voraussetzungen

4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung

4.1 Allgemeines

4.2 Besteuerung des Besitzunternehmens

4.2.1 Umfang des Betriebsvermögens

4.2.2 Umqualifizierung des Besitzunternehmens

4.3 Besteuerung des Betriebsunternehmens

5 Vor- und Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung

5.1 Vorteile der klassischen Betriebsaufspaltung

5.1.1 Haftungsbeschränkung

5.1.2 Steuerliche Vorteile

5.1.3 Weitere Vorteile der Betriebsaufspaltung

5.2 Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung

5.2.1 Gewerblichkeit der Besitzgesellschaft

5.2.2 Betriebs- und Privatvermögen

5.2.3 Beendigung der Betriebsaufspaltung

5.2.4 Verdeckte Gewinnausschüttungen

5.2.5 Erhöhter Verwaltungsaufwand

5.2.6 Weitere Nachteile der Betriebsaufspaltung

6 Gestaltungsansätze

6.1 Wiesbadener Modell

6.2 Zwischenschaltung einer Vermietungsgesellschaft

6.3 Änderung der Stimmrechtsverhältnisse

6.4 Beendigung der klassischen Betriebsaufspaltung

6.4.1 Schaffung der Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG

6.4.2 Ruhenlassen des Betriebs

6.4.3 Betriebsverpachtung im Ganzen

6.4.4 Einbringung in eine andere Gesellschaft

7 Zusammenfassende Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das steuerliche Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung, bei dem ein bisher einheitliches Unternehmen in ein Besitzunternehmen und ein Betriebsunternehmen aufgeteilt wird. Ziel ist es, die Voraussetzungen dieser Aufspaltung darzulegen, die Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung zu beleuchten sowie Vor- und Nachteile gegenüberzustellen. Zudem werden verschiedene Gestaltungsansätze analysiert, um steuerliche Risiken wie eine ungewollte Aufdeckung stiller Reserven bei einer Betriebsaufgabe zu vermeiden.

  • Echte und unechte Formen der Betriebsaufspaltung
  • Sachliche und personelle Verflechtung als Kernvoraussetzungen
  • Steuerliche Konsequenzen für Besitz- und Betriebsunternehmen
  • Haftungsbeschränkung vs. erhöhter Verwaltungsaufwand
  • Strategien zur Vermeidung oder Beendigung der Betriebsaufspaltung

Auszug aus dem Buch

2.1 Echte Betriebsaufspaltung

Die echte Betriebsaufspaltung wird auch als typische oder eigentliche Betriebsaufspaltung bezeichnet.16 Dabei wird ein bisher einheitliches Unternehmen, kraft Willensentscheidung seiner Unternehmer, in zwei rechtlich selbstständige Unternehmen aufgespalten.17 „Das bisherige Unternehmen (Besitzunternehmen) überträgt die Produktion oder den Vertrieb, meist beide zusammen, auf ein neu gegründetes Unternehmen (Betriebsunternehmen).“18

Der typische Fall einer echten Betriebsaufspaltung besteht darin, dass einer bestehenden Personengesellschaft, die in der Folge die Rolle der Besitzpersonengesellschaft einnimmt, eine von deren Gesellschaftern gegründete Kapitalgesellschaft vorgeschaltet wird. Hier wird meist die Form der GmbH gewählt, wobei die Gesellschafter an dieser in der Regel in dem Verhältnis der Personengesellschaft beteiligt sind.19

Das bisherige Unternehmen behält sein Anlagevermögen ganz oder teilweise zurück und vermietet bzw. verpachtet dieses an das neue Betriebsunternehmen. Dabei müssen die zurückbehaltenen Anlagegüter für die Betriebs-GmbH mindestens eine funktional wesentliche Betriebsgrundlage bilden.20

Dem BFH zufolge beschreibt der Begriff der echten Betriebsaufspaltung den klassischen Fall, „bei dem der bisher von dem Besitzunternehmen geführte Betrieb als solcher auf das neugegründete Betriebsunternehmen übergeht, Wirtschaftsgüter, insbesondere Grundbesitz, die zu den wesentlichen Grundlagen des übergangenen Betriebs gehören, aber bei dem Besitzunternehmen verbleiben“21.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Unternehmen durch eine Betriebsaufspaltung in Besitz- und Betriebsunternehmen aufgeteilt werden, um Haftungsreduzierung mit steuerlichen Vorteilen zu kombinieren.

2 Arten der Betriebsaufspaltung: Hier werden die verschiedenen Erscheinungsformen der Betriebsaufspaltung erläutert, unterteilt nach ihrer Entstehungsweise sowie ihrer Rechtsformstruktur.

3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung: Dieses Kapitel erläutert detailliert die notwendigen Kriterien, nämlich die sachliche und die personelle Verflechtung, welche für die steuerliche Anerkennung erforderlich sind.

4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung: Es werden die steuerlichen Konsequenzen für die beiden nun selbstständigen Rechtsträger, Besitz- und Betriebsunternehmen, bei der laufenden Ertragsbesteuerung analysiert.

5 Vor- und Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung: Die Gegenüberstellung beleuchtet sowohl die Motive wie Haftungsbeschränkung und steuerliche Optimierung als auch die Risiken wie Verwaltungsaufwand und die Gefahr einer ungewollten Betriebsaufgabe.

6 Gestaltungsansätze: Verschiedene Modelle und Ansätze zur Vermeidung einer Betriebsaufspaltung oder zur gewinnneutralen Beendigung werden kritisch diskutiert.

7 Zusammenfassende Ergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit vorausschauender Planung angesichts der steuerlichen Risiken bei der Betriebsaufspaltung.

Schlüsselwörter

Betriebsaufspaltung, Besitzunternehmen, Betriebsunternehmen, sachliche Verflechtung, personelle Verflechtung, wesentliche Betriebsgrundlage, Betriebsaufgabe, Haftungsbeschränkung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, verdeckte Gewinnausschüttung, stille Reserven, Unternehmensnachfolge, Umwandlungssteuergesetz, Wiesbadener Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Betriebsaufspaltung, einem steuerlichen Rechtsinstitut, bei dem ein vormals einheitliches Unternehmen in ein Besitz- und ein Betriebsunternehmen aufgeteilt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Arten der Betriebsaufspaltung, deren Voraussetzungen (sachliche und personelle Verflechtung), die steuerlichen Rechtsfolgen, die Vor- und Nachteile sowie verschiedene Gestaltungs- und Vermeidungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen steuerlichen Rahmenbedingungen der Betriebsaufspaltung aufzuzeigen und dem Leser ein Verständnis für die Vorteile sowie die erheblichen Risiken dieses Rechtsinstituts zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche und steuerrechtliche Untersuchung, die stark auf der stetigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Arten und Voraussetzungen, die Analyse der Rechtsfolgen, eine kritische Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen sowie die Erörterung praktischer Gestaltungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Betriebsaufspaltung, Verflechtungskriterien, steuerliche Umqualifizierung und die Vermeidung einer ungewollten Betriebsaufgabe.

Wie unterscheidet sich die "echte" von der "unechten" Betriebsaufspaltung?

Bei der echten Betriebsaufspaltung entsteht das Doppelunternehmen durch eine tatsächliche Aufteilung des Betriebs, während bei der unechten Form Besitz- und Betriebsunternehmen voneinander unabhängig errichtet werden oder ein Besitzunternehmen zu einer bereits bestehenden Betriebsgesellschaft hinzukommt.

Warum spielt die "wesentliche Betriebsgrundlage" eine so zentrale Rolle?

Die Überlassung einer wesentlichen Betriebsgrundlage ist zwingende Voraussetzung für die sachliche Verflechtung und damit für das steuerliche Vorliegen einer Betriebsaufspaltung. Fällt diese weg, droht eine steuerpflichtige Betriebsaufgabe.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht. Voraussetzungen, Rechtsfolgen, Gestaltungsmittel
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Dortmund früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
64
Katalognummer
V593659
ISBN (eBook)
9783346199003
ISBN (Buch)
9783346199010
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebsaufspaltung Gestaltungsmitteln Steuern Unternehmen Steuerberatung Verflechtung Betriebsprüfung Steuerberater Jura Betriebsgegenstand Vermietung Gestaltungsmittel Unternehmensform Unternehmensnachfolge Steuerrecht Besteuerung Mitunternehmer Unternehmensrecht Gesellschaftsrecht Wirtschaftsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht. Voraussetzungen, Rechtsfolgen, Gestaltungsmittel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593659
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Leseprobe aus  64  Seiten
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