Bildungseinrichtungen in den USA und deren Marktvolumen


Projektarbeit, 2018

34 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Definition Bildungsmarkt

2. Beschreibung des Zielmarktes
2.1 Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft
2.2 Aufbau und Struktur des Bildungssystems in den USA
2.3 Parameter fur das Marktvolumen des Bildungsmarktes

3. Analyse des Bildungsmarktes
3.1 Berechnung des Marktvolumens unter Anwendung der Parameter
3.2 Beschaffungs- und Absatzstrukturen
3.3 Etablierte Anbieter

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung des BIP in Deutschland und den USA

Abbildung 2: Aufbau des Bildungssystems

Abbildung 3: Formeln zur Berechnung des Marktvolumens

Abbildung 4: Marktvolumen des Schulbezirks Skaneateles

Abbildung 5: Marktvolumen aller offentlichen Schulen in den USA

Abbildung 6: Marktvolumen fur die Privatausgaben aller Lehrer

1. Definition Bildungsmarkt

Unter dem Begriff Bildungsmarkt versteht man bei einer weit ausgelegten Definitions-menge eine Organisationsform fur die Abstimmung zwischen Bildungsangebot und Bildungsnachfrage.1 Marktpartner sind vor allem staatliche und private Trager von Bil-dungseinrichtungen, welche vom Kindergarten bis hin zur universitaren Ausbildung reichen, sowie die privaten Haushalte mit der Nachfrage nach Bildungsleistungen. Die Steuerungsfunktion des Preises am Bildungsmarkt entfallt weitgehend, auBer es werden kostendeckende Gebuhren erhoben. Die meisten Bildungsleistungen werden vom Staat angeboten und sind in der Regel kostenfrei zuganglich und bis zur Pflichtschulgrenze obligatorisch.2 Sobald die Bildungsnachfrage das Bildungsangebot ubersteigt, werden diese Probleme iiber Rationierungsverfahren in Form eines Numerus clausus oder Zu-lassungspriifungen gelost. Fur private Trager von Bildungsleistungen spielen die Selbst-steuerungsvorgange am Markt in Abhangigkeit vom System der Bildungsfinanzierung und im Rahmen von gesetzlichen Regelungen eine erhebliche Rolle, die Staat und Ver-bandegetroffenhaben.3

Der Bildungsmarkt als Gesamtes lasst sich nach der institutionell organisatorischen Struktur des Bildungssystems in mehrere verbundene Teil-Bildungsmarkte nach der Tragerschaft des Bildungsangebots, -ebenen, -zweigen und -fachrichtungen gliedern. Zu den Bildungsebenen zahlen die vier Hauptbereiche Primar-, Sekundar-, Tertiar- und Quartarbildung.4 Die Elementarbildung ist lediglich ein Synonym fur Primarbildung. In den meisten Landern versteht man unter Primarbildung die Grundschulbildung und un­ter Sekundarbildung den Schulbereich, der auf einer abgeschlossenen Primarbildung aufbaut.5 Hochschulbildung und Berufsbildung stellen den tertiaren Bildungsbereich dar. Die Quartarbildung umfasst Weiterbildungen und Fortbildungen. Diese Art der Bildung, sowie die von Unternehmen organisierten Lernangebote spielen fur diese Ar­beit keine Rolle und werden daher im weiteren Verlauf auBer Acht gelassen.

Anhand der oben genannten Defmitionsmenge wird die komplexe Struktur des Bil-dungsmarktes ersichtlich. Die Leistungen auf der Angebotsseite zur Bereitstellung von Bildung entsprechen einem offentlichen Gut, weshalb eine beschrankte Rolle der Steue-rungsvorgange am Markt herrscht. Hierdurch wird ein hoher Grad an Unvollkommen-heit6 des Bildungsmarktes deutlich. Auch gegenuber dem Arbeitsmarkt und dem Be-schaftigungssystem treten Abstimmungsmangel auf. Die Unvollkommenheiten dieses Marktes sowie auftretende Ungleichgewichte sind Griinde fur die Aktivitaten der Bil-dungspolitik und der Bildungsplanung.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Uberblick iiber den Bildungsmarkt in den USA zu geben. Hierzu erfolgt zunachst eine Kurz-Analyse des amerikanischen Marktes, um ein Grundverstandnis fur dieses Land zu erzeugen. Dafur wird zuerst die wirtschaft-liche Entwicklung dargestellt und zur besseren Einschatzung mit der deutschen Wirt-schaft verglichen. Daraufhin werden der Aufbau und die Struktur des Bildungssystems in den USA vorgestellt. AnschlieBend gilt es, geeignete Parameter zu finden, um das generelle Marktvolumen fur den Bildungsmarkt ermitteln zu konnen. Dafur wird zu­nachst der Begriff "Marktvolumen" definiert und begrifflich vom Marktpotenzial abge-grenzt. Darauf aufbauend beinhaltet das nachste Kapitel eine ausfuhrliche Analyse und Ermittlung des Marktvolumens des Bildungsmarktes in den USA. Dafur werden die im Theorieteil bestimmten Parameter auf den US-Bildungsmarkt angewendet. Die GroBe des Marktvolumens wird anhand eines konkreten Beispiels mit einem Schulbezirk in den USA veranschaulicht. AuBerdem wird das gesamte Marktvolumen aller Schulen in den USA ermittelt. Zudem mussen etablierte Anbieter sowie Markteintrittsbarrieren beriicksichtigt werden. Zum Schluss wird eine Handlungsempfehlung zum weiteren Ausbau der Marktaktivitaten gegeben.

2. Beschreibung des Zielmarktes

2.1 Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft

Die USA haben neben China den Status der weltweit starksten Wirtschaftsmacht inne, da sie rund ein Funftel des jahrlichen Welteinkommens erwirtschaften und sich auf ein rohstoffreiches und gut erschlossenes Staatsgebiet griinden.7 Das Land erstreckt sich auf fast 10 Millionen Quadratkilometer und hat damit in etwa die 25-fache GroBe von Deutschland. FlachenmaBig entspricht Deutschland ungefahr dem Bundesstaat Monta­na.8 Weitere Faktoren sind der groBe Binnenmarkt9, sowie das durch unternehmerische Initiative und freien Handel gekennzeichnete Wirtschafts- und Finanzsystem. Es wur-den von seitens der Politik keine effektiven wirtschaftlichen Steuerungs- und Entschei-dungsinstrumente aufgebaut. Die Ministerien, wie z. B. das Finanz- und Handelsminis-terium reprasentieren mehr die Wirtschaft als das politische System.10 Im Jahr 2014 machten die Vereinigten Staaten mit ca. 320 Millionen Einwohnern 4,49 % der Weltbe-volkerung aus und stellen damit weltweit nach China und Indien einen der groBten Kundenmarkte dar.11 Als Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, wird der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft in einem Jahr im Inland produziert wurden, bezeichnet.12 Die Vereinigten Staaten erwirtschafteten im Jahr 2014 ein BIP in Hohe von rund 17,42 Billionen USD und ein Pro-Kopf-Einkommen von ca. 54.596 USD.13 Im Vergleich erzielte Deutschland im gleichen Zeitraum ein BIP von rund 3,87 Billionen USD und ein Pro-Kopf-Einkommen von etwa 47.821 USD.14

Der Dienstleistungssektor stellt in den USA den starksten Wirtschaftssektor dar. Im Jahr 2010 waren mehr als 80 % aller Erwerbstatigen in diesem Bereich tatig und 2013 er-wirtschaftete der Sektor ca. 78 % des gesamten Bruttoinlandsproduktes.15 Den restli mert den Binnenmarkt als einen mternen Markt mit freiem Gilter- und Kapitalverkehr, sowie Freizii- gigkeit der Arbeitnehmer und der Niederlassungsfreiheit der Unternehmer in Bezug auf das Wirt- schaftsgebiet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gabler Wirtschaftsverlag (o. J.). chen Teil leistete der Industriesektor. Die Landwirtschaft hat mit ca. 1,5 % Anteil am BIP keine volkswirtschaftliche Bedeutung an der Wirtschaftsleistung in den USA.

Die Abbildung 1 veranschaulicht den Verlauf des BIP in Deutschland und den USA im Zeitraum von 1960 bis 2014, bzw. 1970 bis 2014. Hier ist die wirtschaftliche Starke der Vereinigten Staaten deutlich zu erkennen. In den Jahren 2010 bis 2014 verzeichnete die USA jahrliche Wachstumsraten von durchschnittlich 2,2 %.16 Wahrend der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 erlitt die USA die starkste Rezession in den letzten Jahr-zehnten und musste EinbuBen von 2,8 % hinnehmen. Im Folgejahr erholte sich die Wirtschaft jedoch wieder und stieg mit 2,5 % an. Deutschland traf die Wirtschaftskrise starker, da es im Jahr 2009 wirtschaftliche EinbuBen von 5,1 % erlitt. Im nachsten Jahr konnte bei der deutschen Wirtschaft jedoch wieder ein Plus von 7,5 % erfasst werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die USA stellt fur viele auslandische Unternehmen einen interessanten Markt dar. Dies zeigt der Foreign Direct Investment Confidence Index, welcher von der internationalen Beratungsfirma A.T. Kearney veroffentlicht wird. Der Index nimmt ein Lander-Ranking in Bezug auf die Attraktivitat auslandischer Direktinvestitionen vor. Die Motive, Direk-tinvestitionen zu tatigen, lassen sich in Kategorien einordnen. Zu nennen sind hierbei markt- und absatzorientierte, beschaffungsorientierte, ertrags- und kostenorientierte, sowie politisch- und umweltorientierte Motive.17 Zum dritten Mai in Folge konnte sich die USA hierbei behaupten und fuhrt den Index an. Eine Umfrage, welche durch die Firma Ernst & Young Global Ltd.18 im Zeitraum von 2009 bis 2015 erhoben wurde, belegt diese Aussage zusatzlich. Es wurden insgesamt mehr als 800 Fuhrungskrafte in-ternationaler Unternehmen befragt, welche drei Lander derzeit die attraktivsten Investi-tionsstandorte weltweit sind. Hierbei belegten die USA im gesamten Erhebungszeit-raum vor China und Deutschland den ersten Platz. Ausschlaggebende Voraussetzungen fur Unternehmen, auslandische Investitionen zu tatigen, sind in erster Linie die GroBe des Binnenmarktes, die Transparenz der staatlichen Rahmenbedingungen und die all-gemeine Sicherheit in dem j eweiligen Land.19 Diese Faktoren sind in den USA weitest-gehend gegeben. Dass die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen sehr gut sind und durch gegenseitige Investitionen gefordert werden, wird vor allem an der Hohe der getatigten Investitionen deutlich. Bei Deutschland belauft sich die Investitionssumme im Jahr 2010 auf 213 Mrd. USD in den USA. Die USA investierte im selben Jahr 106 Mrd. USD. Der groBte Anteil der deutschen Direktinvestitionen fliefit in die Chemiein-dustrie, dem Finanz-, Transport-, und Dienstleistungssektor.20

Im Jahr 2013 exportierten die USA Guter im Wert von ca. 1,6 Billionen USD und sind damit die zweitgroBte Exportnation der Welt. Der wertmaBige Export der USA ent-sprach 8,4 % des globalen AuBenhandels. Die Importe in Hohe von 2,3 Billionen USD uberstiegen die Warenausfuhren jedoch, wodurch ein Handelsdefizit von ungefahr 750 Mrd. USD entstand.21 2012 stellten Industrieguter den groBten Anteil mit ca. 83 % aller Importe der USA aus der EU dar. Der groBte Bestandteil dieser Guterkategorie sind Maschinen, Kraftfahrzeuge und chemische Erzeugnisse.22

2.2 Aufbau und Struktur des Bildungssystems in den USA

In den USA wird das Bildungssystem durch das Every Student Succeeds Act (ESSA) geregelt. Dieses Gesetz wurde am 10.10.2015 von Prasident Obama unterzeichnet und gilt fur alle Schulen im Land. Es loste damit das Gesetz "No Child Left Behind" (NCLB) ab, welches im Bedarfsfall der Schuler fur zusatzliche Unterstutzung sorgen sollte.23 Mit Hilfe des neuen Gesetzes soil eine Grundlage geschaffen werden, die Bil-dungschancen zu erweitern und die Schulerleistungen zu verbessern. Zu den Hauptfunk-tionen des Bildungsministeriums der USA zahlt die Entwicklung von finanziellen For-derprogrammen und die Durchsetzung von Bundesgesetzen. Das Bildungssystem ist dezentralisiert, d. h. das Bildungsministerium ist nicht in die Mitbestimmung der Lehr-plane, Bildungsstandards und der Akkreditierung von Bildungseinrichtungen invol-viert.24 Fur diese Entscheidungen sind die jeweiligen Bundesstaaten und die Schulbezir-ke zustandig. Folglich kann der allgemeine Ablauf der Schulbildung, das Schulpflichtalter und die Qualitat der Schulen zwischen den Bundesstaaten voneinander abweichen. Auch innerhalb eines Staates gibt es Abweichungen, da nicht alle Schulbe-zirke die gleichen Rahmenbedingungen treffen. Auf lokaler Ebene wird von den Bur-gern ein Bildungsrat gewahlt, welcher innerhalb eines Schulbezirks die Rahmenbedin­gungen und Schulsteuern festlegt, Lehr- und Verwaltungspersonal einstellt, Schulen einrichtet und sie mit den staatlichen Geldern des Bildungsministeriums unterhalt.

Mittlerweile hat sich das Erziehungs- und Bildungswesen zu einem der groBten Markte der USA entwickelt.25 Urn die Jahrtausendwende war rund ein Viertel der US-Burger in Bildungseinrichtungen angestellt oder Empfanger der Bildungsleistungen. Mit 75 Mio. Schulern, Studierenden und Lehrkraften wurden die Spitzenwerte der "Baby-Boom-Jahrgange" ubertroffen. In diesem Zeitraum beliefen sich die Gesamtausgaben fur Schu­len und Hochschulen auf mehr als 500 Mrd. USD.26 Die Organisation des Bildungswe-sens der USA weiBt im Vergleich zur Bundesrepublik grundlegende Unterschiede auf. Das deutsche Bildungssystem ist vertikal und horizontal aufgebaut.

In der Sekundarstufe gibt es eine Vielzahl verschiedener Schularten, weshalb sich hier die Bildungswege der Schiller in verschiedene Schulzweige und Schulabschlusse tren-nen. Im Gegensatz dazu ist das Bildungssystem der USA hauptsachlich vertikal aufge-baut, da es durch Stufen gegliedert ist, denen Altersjahrgange entsprechen.

In der nachfolgenden Abbildung wird der Aufbau des US-Bildungssystems veranschau-licht. Auf der untersten Ebene befinden sich die Nursery Schools, Pre-Schools, Pre-Kindergartens und Day Care Einrichtungen, welche zumeist von privaten Tragern zur Verfugung gestellt werden und mit dem deutschen Kindergarten vergleichbar sind.27 Die Abkurzung "PK" in der Abbildung bedeutet Pre-Kindergarten. Im Folgenden wird die Gesamtheit der Einrichtungen auf der untersten Stufe unter dem Begriff "Vorschu-leinrichtungen" zusammengefasst. Seit der Kindergartenstufe werden die amerikani-schen Schiller als "student" bezeichnet. Im Alter von fiinf Jahren besuchen die Kinder den Kindergarten, welcher nicht mit dem Kindergarten in Deutschland zu verwechseln ist, da er nur ein Jahr umfasst und speziell auf die Elementary School28 vorbereiten soil.

Abbildung 2: Aufbau des Bildungssystems

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Institute of Education Sciences (IES) im U.S. Department of Education (2013)

Haufig ist der Kindergarten mit den Elementary Schools verbunden, wodurch ein flie-Bender Ubergang ermoglicht wird.29 Die Elementary School ist ein zentraler Bestandteil aller Schulen in den USA, was darauf folgt ist abhangig vom jeweiligen Schulbezirk. Das Einschulungsalter variiert in den USA zwischen den einzelnen Bundesstaaten vom funften bis zum siebten Lebensjahr. Schulpflicht besteht bis zum 16. und in manchen Bundesstaaten bis zum 18. Jahr der Schuler.30 Gewohnlich werden die Kinder mit 6 Jahren in die Elemtary School eingeschult, welche je nach Schulbezirk mit der vierten, funften oder sechsten Klasse endet. Wenn es in einem Schulbezirk keine Middle Schools und Junior High Schools gibt, reicht sie auch bis zur achten Klasse. Das Binde-glied zwischen der Primarbildung und der Sekundarbildung ist die Junior High School. Diese wird mittlerweile haufig durch Middle Schools ersetzt, in welchen die Fachlehrer eng miteinander zusammenarbeiten. Die Junior High Schools und die Middle Schools umfassen meistens die Klassenstufen sechs bis acht und gelegentlich die Klassen fiinf bis neun. Die traditionelle High School umfasst die Klassenstufen neun bis zwolf In der Sekundarstufe markiert der High-School-Abschluss fur alle Schuler das gemeinsame Ziel. Ohne diesen Abschluss hat man auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt schlechte Chancen.31 Die deutschen Gesamtschulen konnen am ehesten mit den High Schools verglichen werden.

Im Jahr 2010-11 waren 49,5 Mio. Schuler in offentlichen Elementary und Secondary Schools eingeschrieben.32 Diese Zahl bezieht sich auf alle Schuler, beginnend vom Pre-Kindergarten bis einschlieBlich zur High School. 1,3 Mio. besuchten im gleichen Jahr den Pre-Kindergarten und 3, 7 Mio. den Kindergarten.33 Im gleichen Jahr waren 6, 2 Mio. voll beschaftigte Mitarbeiter im Primar- und Sekundarbereich angestellt. Im Herbst des Jahres 2015 betrug die Gesamtzahl der Schuler 50.094.400. Laut dem Natio­nal Center for Education Statistics kann die Anzahl der Schuler im Jahr 2024-25 auf 52,9 Mio. hochgerechnet werden.34 Vergleich man diese Zahl mit der des Jahres 2012-13 (49, 8 Mio.) wurde sich die Anzahl der eingeschriebenen Schuler urn 6 % erhohen. 5,3 Mio. Schuler waren im Schuljahr 2010-11 in Privatschulen eingeschrieben.35

Die Gesamtzahl der offentlichen Elementary- und Secondary Schools belief sich im Schuljahr 2013-14 auf 94.533.36 Im Jahr 2012-13 lag die Anzahl der Schulbezirke bei 20.200. Bei der Ermittlung der Daten sind die Zahlen des Districts of Columbia und von Puerto Rico mit in die Statistik eingeflossen. Auf dem Teil-Bildungsmarkt der privaten Elementary- und Secondray Schools betrug im Jahr 2013-14 die Gesamtzahl der Ein- richtungen 24.053. Von diesen Schulen unterhielten im gleichen Zeitraum 18.091 eine schuleigene Bibliothek.

Im Hochschulbereich gibt es ebenso wie im Primar- und Sekundarbereich staatliche und private Einrichtungen. Mit dem High-School-Abschluss und dem Bestehen einiger Auf-nahmepriifungen sind die Schuler zum Besuch einer University oder eines College be-rechtigt. Die University ahnelt hierbei den deutschen Universitaten und das College den Fachhochschulen.37 Bei den Studienabschlussen wird zwischen dem Associate Degree, dem Bachelor's Degree mit einer Dauer von drei und vier Jahren und dem Master's Degree differenziert. Von alien Hochschulen werden Studiengebuhren erhoben.38 An privaten Hochschulen betragen die Gebuhren oftmals das funffache der staatlichen Stu­diengebuhren.

2.3 Parameter fur das Marktvolumen des Bildungsmarktes der USA

Bei der Ermittlung des Volumens fur einen Markt stellt sich zuerst die Frage was man unter "Marktvolumen" versteht. Aus diesem Grund wird hier zunachst der Begriff defi-niert und begrifflich vom Marktpotenzial abgegrenzt. Das Wort "Marktvolumen" be-zeichnet den tatsachlich realisierten Absatz eines Produktes oder einer Produktgruppe auf einem Markt und stellt meistens nur einen Teil des Marktpotenzials dar.39 Im Ge-gensatz dazu handelt es sich beim Marktpotenzial urn die Aufnahmefahigkeit eines de-finierten Marktes, d. h. die maximal mogliche Absatzmenge eines Marktes fur ein Pro-dukt oder eine Dienstleistung.

[...]


1 Vgl. o. V. (2015 a).

2 Vgl. o. V. (2015 a).

3 Vgl. o. V. (2015 a).

4 Vgl.Budde,L.(2012).

5 Vgl.Budde,L.(2012):

6 Em unvollkommener Markt bezeichnet die meisten m der Wirklichkeit vorkommenden Markte. Sie gelten als unvollkommen, well mehrere Voraussetzungen fur das Vorliegen ernes vollkommenen Mark­tes fehlen. Es werden z. B. heterogene Gilter angeboten, kerne vollstandige Markttransparenz liegt vor und Praferenzen der Kaufer wirken sich auf die Kaufentscheidung aus. Quelle: Bundeszentrale fur politische Bildung (2013).

7 Vgl.AuswartigesAmt(2015).

8 Vgl.AuswartigesAmt(2015).

9 Dr. Carsten Weerth, Lehrbeauftragter fur Okonomie und Management an der FOM Hochschule, defi-

10 Vgl. Rode, R. (2000), S. 192.

11 Vgl. IMF (o. J. a).

12 Vgl. Blanchard, O./Illmg, G. (2009), S. 52 ff

13 Vgl. IMF (o. J. b).

14 Vgl. Google Public Data (2014 b)

15 Vgl. World Bank (o. J.).

16 Vgl. Google Public Data (2014 c).

17 Vgl.Wemeck, T. (1998), S. 28.

18 Die Firma Ernst & Young (EY) gehort zu den vier groflten Wirtschaftsprtifungs- und Steuerberatungs-gesellschaften weltweit.

19 Vgl. Laudicina, P./Peterson , E. (2015).

20 Vgl. o. V. (2012).

21 Vgl. o. V. (o. J. a).

22 Vgl. o. V. (o. J. b).

23 Vgl. o. V. (2016).

24 Vgl. Morsch, T. (2014).

25 Vgl. Behrmann C, G. (2000), S. 271.

26 Vgl. Behrmann C, G. (2000), S. 272.

27 Vgl. Behrmann C, G. (2000), S. 276 f.

28 Elemental Schools werden oft auch als Primary Schools bezeichnet und entsprechen der deutschen Grundschule.

29 Im weiteren Verlauf der Arbeit wird bei dem Begnff "Kindergarten" die amenkamsche Sichtweise betrachtet, d. h. die 1. Klasse der Elementary School.

30 Vgl. Munch, J. (1989), S. 220.

31 Vgl. Behrmann C, G. (2000), S. 283.

32 Vgl. Keaton, P. (2012), S. 11.

33 Vgl. Keaton, P. (2012), S. 14.

34 Vgl.Anlagel.

35 Vgl. Niediek, S. (2013), S. 23.

36 Vgl.Anlage3.

37 Vgl. Bax, M. (o. J.).

38 Vgl. Behrmann C, G. (2000), S. 289.

39 Vgl. Wubbenhorst, K/Kirchgeorg, M. (o. J.).

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Bildungseinrichtungen in den USA und deren Marktvolumen
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thüringen in Eisenach)
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
34
Katalognummer
V593791
ISBN (eBook)
9783346202536
ISBN (Buch)
9783346202543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungseinrichtung, Marktanalyse, USA, Vereinigte Staaten, Markvolumen, Bildungsmarkt USA, Schulsystem USA, Marktvolumen von Schulen in USA, Bildungsmarkt
Arbeit zitieren
Dominik Kreidler (Autor:in), 2018, Bildungseinrichtungen in den USA und deren Marktvolumen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593791

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