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Rechenschwäche bei Grundschulkindern

Title: Rechenschwäche bei Grundschulkindern

Term Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Franziska Schmähl (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Rechenschwächen, als eine besondere Form von Teilleistungsstörungen kommen weitaus häufiger vor, als man gemeinhin vermutet. Nach LORENZ (1993, S. 15) sind ungefähr 6% aller Grundschüler davon betroffen, doch im Gegensatz zu Kindern mit Legasthenie oder Leserechtschreibschwäche werden Kinder mit Rechenschwächen eher vernachlässigt. Die Sensibilität für dieses Problem wird erst in letzter Zeit verstärkt geweckt. Im Folgenden möchte ich nun näher auf die Schwierigkeiten, die Kinder mit einer Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie entwickeln, eingehen. Weiterhin werden mögliche Interventionsmaßnahmen vorgestellt und auch Ursachen und Erscheinungsformen dieser speziellen Teilleistungsstörung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Erscheinungsformen von Rechenschwächen

3.1. Akalkulie

3.2. Dyskalkulie

3.3. Sachrechenschwäche

3.4. Geometrieschwäche

4. Ursachen

4.1. Verzögerter Operationserwerb

4.2. Begabungsdefizite

4.3. Wahrnehmungsstörungen

4.4. Speicherschwierigkeiten

4.5. Graphomotorische Störungen

4.6. Konzentrationsstörungen

4.7. Textkodierungsschwäche

4.8. Falsche Lernstrategien

4.9. Unterrichtsfehler

5. Diagnostik

5.1. In der 1. Klasse

5.2. Ab der 2. Klasse

6. Therapie/ Fördermaßnahmen

7. Abschluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Rechenschwäche (Dyskalkulie) bei Grundschulkindern. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Erscheinungsformen und die komplexen Ursachen dieses Störungsbildes zu entwickeln, um Lehrkräften fundierte Ansätze für eine frühzeitige Diagnose und effektive Fördermaßnahmen aufzuzeigen.

  • Definition und wissenschaftliche Einordnung der Rechenschwäche.
  • Analyse spezifischer Erscheinungsformen wie Akalkulie und Dyskalkulie.
  • Untersuchung multifaktorieller Ursachen unter Einbezug entwicklungspsychologischer Theorien.
  • Methoden der frühzeitigen diagnostischen Erfassung im Schulalltag.
  • Ansätze zur interdisziplinären Förderung auf Schüler-, Lehrer- und Familienebene.

Auszug aus dem Buch

4.1. Verzögerter Operationserwerb

Es gibt Schüler, die man aufgrund ihrer durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Leistungen in anderen Bereichen nicht als minderbegabt bezeichnen kann, sondern bei denen lediglich der Erwerb mathematischer Operationen verzögert ist. Um zu verdeutlichen wie der Weg vom Handeln zum automatisierten Operieren in die kindliche Entwicklung einzuordnen ist, möchte ich noch einmal Piagets Stufen der kindlichen Entwicklung aufgreifen.

Nach AEBLI (1983) beginnt der mathematische Operationserwerb auf der konkreten Handlungsebene. Das Kind beginnt mit greifbaren Materialien wie Fingern, Bausteinen, Lebensmitteln usw. Mengen wahrzunehmen, zu vergleichen und zu zählen. Piaget nennt diese Stufe das konkret-operationale Stadium, in dem das Kind zu logischem Handeln fähig ist, dies sich jedoch nur auf Situationen bezieht, in denen tatsächliches Anschauungsmaterial vorhanden ist. Wenn man dem Kind ein Problem in verbalen Begriffen vorlegt, ohne ihm konkrete materielle Beispiele dazu zu geben, ist es außerstande, das Problem adäquat zu lösen.

Dieses Stadium erreicht das Kind bereits im Vorschulalter und dauert an bis zum 11. Lebensjahr. Nach AEBLI folgen nun die Stufe der bildlichen Darstellung von Mengen und anschließend die ziffernmäßige Darstellungsebene, die ebenfalls in Piagets konkret operationales Stadium fällt. Die kindliche Vorstellung von Zahlen und Mengen ist weiterhin an bildhafte Darstellungen gebunden, aber diese reichen jetzt zur Bewältigung von Rechenaufgaben aus und müssen nicht mehr durch konkretes Anschauungsmaterial untermauert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Rechenschwäche, ihre Häufigkeit und die gesellschaftliche Vernachlässigung dieser speziellen Teilleistungsstörung.

2. Begriffsdefinition: Erläuterung des Begriffs Rechenschwäche als Teilleistungsschwäche und Abgrenzung zu allgemeinen Leistungsschwächen sowie etymologische Herleitung.

3. Erscheinungsformen von Rechenschwächen: Detaillierte Darstellung der vier Hauptformen der Rechenstörung, ergänzt um eine Tabelle mit typischen Fehleranalysen.

4. Ursachen: Umfassende Analyse der medizinischen, pädagogischen und psychologischen Faktoren, die zu einer Rechenschwäche führen können.

5. Diagnostik: Erörterung diagnostischer Möglichkeiten durch Lehrkräfte und Fachleute, differenziert nach der 1. und 2. Klasse.

6. Therapie/ Fördermaßnahmen: Darstellung eines Stufenmodells der Förderung unter Einbeziehung verschiedener Ebenen wie Schüler, Lehrer, Familie und Klasse.

7. Abschluss: Fazit über die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnose zur Vermeidung von Sekundärproblemen und zur ganzheitlichen Unterstützung der Kinder.

Schlüsselwörter

Rechenschwäche, Dyskalkulie, Akalkulie, Teilleistungsstörung, Mathematikunterricht, Entwicklungspsychologie, Piaget, Diagnostik, Fördermaßnahmen, Lernstrategien, Zahlbegriff, Grundschule, Fehleranalyse, Mathematische Grundlagen, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Rechenschwäche bei Kindern im Grundschulalter, analysiert deren Formen sowie Ursachen und zeigt Wege zur schulischen und therapeutischen Intervention auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die mathematischen Basisfähigkeiten, diagnostische Kriterien für Lehrkräfte, die psychologische Bedeutung des Lernprozesses und die soziale Integration betroffener Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Anzeichen einer Rechenschwäche zu schaffen und Lehrkräften methodische Werkzeuge an die Hand zu geben, um betroffene Kinder frühzeitig zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Anwendung entwicklungspsychologischer Modelle, insbesondere von Piaget und Aebli, um die Defizite rechenschwacher Kinder einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Störungsbildes, die Beschreibung der Erscheinungsformen, eine tiefgehende Analyse der Ursachengeflechte und eine detaillierte Ausarbeitung von Förderansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Dyskalkulie, Rechenschwäche, Teilleistungsstörung, Förderdiagnostik und mathematische Kompetenzentwicklung definiert.

Warum ist das "lautes Denken" für die Diagnose wichtig?

Durch das laute Denken können Lehrkräfte nachvollziehen, welche fehlerhaften Rechenwege ein Kind wählt und an welchem Punkt der kognitiven Verarbeitung das Verständnis für die mathematische Operation abbricht.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Dyskalkulie-Therapie?

Die Familie ist entscheidend, um den Leistungsdruck zu mindern und ein stabiles Selbstbild des Kindes zu fördern, damit dieses nicht durch Versagensängste zusätzlich in seiner Lernfähigkeit gehemmt wird.

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Details

Title
Rechenschwäche bei Grundschulkindern
College
University of Leipzig  (Institut für Grundschuldidaktik)
Course
Erarbeiten der Zahlen und Rechnen in der Grundschule
Grade
1,7
Author
Franziska Schmähl (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V59398
ISBN (eBook)
9783638533522
ISBN (Book)
9783656780182
Language
German
Tags
Rechenschwäche Grundschulkindern Erarbeiten Zahlen Rechnen Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Schmähl (Author), 2001, Rechenschwäche bei Grundschulkindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59398
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