Die vorliegende Arbeit schafft einen Überblick über das Thema Diversifikation. Es wird erklärt, was unter Diversifikation verstanden wird und welche Ziele mittels dieser Strategie verfolgt werden.
Diversifikation ist ein mitunter umstrittenes Thema. Nicht jeder sieht die Diversifikation als strategisches Mittel zum Erfolg. Einige Wirtschaftswissenschaftler empfehlen, sich auf das Kerngeschäft des Unternehmens zu konzentrieren. Dennoch ist Diversifikation ein aktuelles Thema. In den USA stammen 75% aller Produkte und Dienstleistungen aus diversifizierten Unternehmen. Der Trend zur Diversifikation, wie er bis in die 90er Jahre anhielt, ist abgeflaut. Mittlerweile hat sich der Diversifikationsgrad auf einem natürlichen Niveau stabilisiert.
Bei der horizontalen Diversifikation wird das Leistungsangebot um Produkte ausgedehnt, die in Zusammenhang mit dem ursprünglichen Angebot stehen. Die Produktionstiefe bleibt beibehalten, die Produktionsbreite wird ausgedehnt, bleibt jedoch auf die Branche beschränkt (Bsp.: Bierhersteller stellt auch weitere Getränke her). Es besteht ein Zusammenhang zwischen den angebotenen Produkten. Der Vorteil der horizontalen Diversifikation zeigt sich dadurch, dass durch den Zusammenhang der Produktpalette das Unternehmen Synergieeffekte in Bereichen wie Produktion, Absatz und Einkauf nutzen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung der Arbeit
2. Definition
2.1. Arten der Diversifikation
2.1.1. horizontale Diversifikation
2.1.2. vertikale Diversifikation
2.1.3. laterale Diversifikation
2.2. Interne und externe Diversifikation
3. Ziele der Diversifikation
3.1. Synergieeffekte
3.1.1. Arten von Synergien
3.1.2. Bewertung von Synergien nach Ansoff
3.2. Risikominderung
3.3. Wachstum und Existenzsicherung
4. Strategische Planung der Diversifikation
4.1. Bestandsaufnahmen
4.2. Eintrittsstrategien
4.2.1. interne Diversifikation
4.2.2. externe Diversifikation
5. Risiken der Diversifikation
5.1. negative Synergien
5.2. Grenzen der internen und externen Diversifikation
6. Erfolg der Diversifikation
6.1. theoretische Ansätze
6.1.1. industrieökonomische Perspektive
6.1.2. markorientierte Perspektive
6.1.3. ressourcenorientierte Perspektive
6.2. empirische Ansätze
6.2.1. Auswirkung der Diversifikationsstrategie
6.2.2. Erfolgsfaktoren der Diversifikation
7. Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht Diversifikation als strategisches Mittel der Unternehmensführung mit dem Ziel, einen Überblick über Definitionen, Strategieoptionen, Risiken und Erfolgsfaktoren zu geben sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
- Grundlagen und Arten der Diversifikation (horizontal, vertikal, lateral)
- Strategische Planung und Eintrittsstrategien (intern vs. extern)
- Synergieeffekte und Risikomanagement
- Theoretische Ansätze zum Diversifikationserfolg
- Empirische Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren
Auszug aus dem Buch
4.2.1. interne Diversifikation
Bei der internen Diversifikation wird die Leistungsausweitung vom Unternehmen selbst getragen. Dies kann durch eigene Entwicklungen, Lizenzkauf oder durch den Zukauf von Ware in das eigene Produktprogramm erfolgen.
Die Vorteile der eigenen Produktentwicklung liegen in der Selbstbestimmung. Einsatz von Technologie, Zeit – und Budgetpläne werden vom Unternehmen festgesetzt und der Entwicklungsprozess wird von der Unternehmensleitung gesteuert und überwacht. Als nachteilig ist hier der hohe Kosten – und Zeitaufwand zu nennen sowie das Risiko der Fehlentwicklung, welches die Unternehmung zu tragen hat. 34
Von einem Lizenzkauf wird gesprochen wenn das Unternehmen gegen Entgelt bereits marktfähige Produktkonzepte (oder auch Produktionsverfahren, oder Know-How) von speziellen Forschungszentren übernimmt. Der große Vorteil dieser Methode besteht darin, schnell und mit nur bedingtem Risiko ein marktfähiges Produkt zu besitzen. Bei ausländischen Lizenzen ist jedoch zu beachten, dass gegeben Falls Anpassungen an lokale Vorgaben notwendig sind.35
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung der Arbeit: Einführung in das Thema Diversifikation als Wachstumsstrategie und Darlegung der Zielsetzung der Seminararbeit.
2. Definition: Erläuterung des Diversifikationsbegriffs nach Ansoff und Abgrenzung der verschiedenen Arten wie horizontaler, vertikaler und lateraler Diversifikation.
3. Ziele der Diversifikation: Analyse der primären Beweggründe für Diversifikationsentscheidungen, insbesondere Synergieeffekte, Risikominderung sowie Wachstum und Existenzsicherung.
4. Strategische Planung der Diversifikation: Beschreibung des Planungsprozesses inklusive Bestandsaufnahme, Marktanalyse und der Wahl zwischen internen oder externen Eintrittsstrategien.
5. Risiken der Diversifikation: Diskussion potenzieller negativer Auswirkungen wie Koordinationskosten, Kompromisskosten und Inflexibilitätskosten sowie Grenzen der internen und externen Strategieumsetzung.
6. Erfolg der Diversifikation: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Diversifikation und Unternehmenserfolg durch theoretische (industrieökonomisch, marktorientiert, ressourcenorientiert) und empirische Perspektiven.
7. Handlungsempfehlung: Zusammenfassende Einschätzung, dass Diversifikation kein universelles Heilmittel ist und nur bei strategischer Passung der Ressourcen erfolgsversprechend wirkt.
Schlüsselwörter
Diversifikation, Wachstumsstrategie, Synergieeffekte, interne Diversifikation, externe Diversifikation, Risikominderung, Akquisition, Joint Venture, Marktmacht, Ressourcenorientierter Ansatz, Unternehmenserfolg, Strategische Planung, Wettbewerbsvorteile, Industrieökonomische Perspektive, Marktorientierte Perspektive
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Diversifikation als strategisches Instrument der Unternehmensführung, beleuchtet deren Ziele, Risiken und Planungsprozesse sowie die Faktoren, die über den Erfolg entscheiden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Arten der Diversifikation, die Wahl zwischen internem Wachstum und externen Akquisitionen/Kooperationen sowie die theoretische und empirische Fundierung des Diversifikationserfolgs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Einsatzmöglichkeiten der Diversifikation zu schaffen und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen diese Strategie zur Existenzsicherung und Leistungssteigerung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die einschlägige Fachliteratur und strategische Konzepte (z.B. von Ansoff, Porter und Welge) zusammenführt und kritisch diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Analyse der Ziele (Synergien, Risiko, Wachstum), strategische Planungsschritte, Eintrittsbarrieren und Risiken sowie eine tiefgreifende Betrachtung des Unternehmenserfolgs aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Diversifikation, Synergien, Wachstumsstrategie, Akquisition, Joint Venture, Ressourcenorientierter Ansatz und Unternehmenserfolg.
Was sind laut der Arbeit "negative Synergien"?
Dabei handelt es sich um zusätzliche Kosten und Aufwände, die durch die Koordination komplexer, diversifizierter Strukturen entstehen, wie etwa Koordinations-, Kompromiss- und Inflexibilitätskosten.
Welche Bedeutung hat der ressourcenorientierte Ansatz?
Er begründet den Erfolg einer Diversifikation mit der optimalen Verwertung unternehmensspezifischer Ressourcen; eine erfolgreiche Strategie erfordert hierbei die Abstimmung zwischen der Art der vorhandenen Ressourcen und der gewählten Führungsstruktur.
- Quote paper
- Ramona Schiff (Author), 2015, Vor- und Nachteile der Diversifikation als Unternehmensstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594018