Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Bank, Börse, Versicherung

Das islamische Bankwesen in Deutschland. Das Produktportfolio am Beispiel der KT Bank

Titel: Das islamische Bankwesen in Deutschland. Das Produktportfolio am Beispiel der KT Bank

Bachelorarbeit , 2016 , 53 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patrick Kulhanek (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit fokussiert sich auf die Beschreibung des Produktportfolios im islamischen Bankwesen am Beispiel der Kuveyt Türk Bank in Deutschland sowie die daraus resultierenden Möglichkeiten, sowohl für Anleger als auch für das Finanzhaus selbst. Gleichzeitig werden Unterschiede zum Western Banking aufgezeigt und Besonderheiten sowie die Geschichte des Islamic Banking vorgestellt. Dieser Untersuchung liegt die Motivation zugrunde, das für westliche Gesellschafts- und Kulturkreise verschiedenartige Bankensystem und deren Wurzeln zu ergründen und näherzubringen.

Der deutsche Bankenmarkt hat in den vergangenen Jahren aufgrund einer Vielzahl von Einflussfaktoren an Dynamik verloren und zeichnet sich mittlerweile überwiegend durch Konsolidierungen und Übernahmen aus. In Folge eines immer stärker werdenden Verdrängungswettbewerbes ist der Verlust von Marktteilnehmern der zwangsläufig folgende Schritt. Ebenso wie die Marge hat sich in diesem Zusammenhang auch die Situation der Anleger verschlechtert. Diese Umstände rufen vor allem Finanzdienstleister auf den Plan, die sich bis dato maximal auf Nischenmärkten bewegt und in der Breite noch nicht den Anklang gefunden haben. Dennoch weisen explizit diese Nischen stetige Wachstumsraten auf, welche durch zahlreiche Skandale der herkömmlichen Banken unterstützt werden. Der Trend zu nachhaltigen Anlageformen wird daher nicht nur von den in Deutschland ansässigen und tätigen Großbanken angeboten, sondern bietet auch Bankformen eine Chance, die in ihren Grundstrukturen und dementsprechend auch in ihrem Produktportfolio grundlegend nach dieser Maxime ausgerichtet sind.

Das Aufzeigen der Entwicklungschancen des Islamic Banking in Deutschland setzt zunächst eine ausführliche Beschreibung des Produktportfolios, auch unter Berücksichtigung aller Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zum Western Banking, voraus. Um jedoch in das Aktiv- wie auch Passivgeschäft eintauchen zu können, ist zuerst das Verständnis der historischen Entwicklung und Ursprünge des Islamic Bankings für das Gesamtkonstrukt essenziell. Dies geht mit den islamischen Gesetzen und den daraus abgeleiteten Verboten einher.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Historische Entwicklung des Islamic Banking in Gesellschaft und Kultur

3. Basis des Islamic Banking

3.1. Ausgangspunkt

3.1.1. Der Islam

3.1.2. Der Koran

3.1.3. Die Sunna

3.2. Gesetze und Normen

3.2.1. Scharia

3.2.2. Fiqh

3.3. Verbote

3.3.1. Riba

3.3.2. Maysir

3.3.3. Gharar

4. Produktportfolio im islamischen Bankensystem

4.1. Aktivgeschäft

4.1.1. Murabaha

4.1.1. Sukuk

4.1.2. Quard Al-Hassan

4.1.3. Projektfinanzierung

4.1.3.1. Istisna

4.1.3.2. Mudaraba

4.2. Passivgeschäft

4.2.1. Sichteinlagen

4.2.2. Termineinlagen

4.2.3. Anlagefonds

4.2.4. Derivate

4.3. Sonstige Tätigkeitsbereiche

4.3.1. Takaful

4.3.2. Umzugsmanagement

4.3.3. Sponsoring

4.3.4. Türkeitransaktionen

5. KT Bank in Deutschland

5.1. Unternehmensportrait

5.2. Nachhaltige Geldanlage – Marktsituation Deutschland

5.2.1. Socially Responsible Investments

5.2.2. Muslimische Privatanleger

5.2.2.1. Einkommensniveau

5.2.2.2. Spar- und Anlageverhalten

5.3. Ausblick

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Produktportfolio islamischer Banken, speziell der KT Bank in Deutschland, und beleuchtet die Unterschiede sowie ethischen Grundlagen gegenüber konventionellen westlichen Banksystemen, um Entwicklungschancen im deutschen Markt zu identifizieren.

  • Grundlagen des islamischen Bankwesens (Koran, Sunna, Scharia).
  • Detaillierte Analyse islamkonformer Finanzinstrumente (Murabaha, Sukuk, Takaful).
  • Untersuchung der KT Bank als erster islamischer Bank mit deutscher Lizenz.
  • Marktsituation nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland.
  • Analyse des Anlageverhaltens muslimischer Privatanleger in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Riba

Der vermutlich entscheidenste Unterschied zwischen dem Islamic Banking und dem uns bekannten westlichen Banken- und Finanzsystem ist das sogenannte Riba (Zinsverbot). Der arabische Begriff Riba lässt sich zunächst mit dem deutschen Wort Zins oder Wucher übersetzen – gleichwohl die Reichweite und Bedeutung deutlich breiter ist, als zunächst angenommen werden könnte, da hier gegen jegliche Form der Verzinsung ein Verbot ausgesprochen wird und nicht ausschließlich auf überhöhte oder unangemessene Zinsen (Vgl. Lohlker 1999, 2). Diesbezüglich herrscht unter islamischen Gelehrten und Juristen sowie den wichtigen islamischen Rechtsschulen Einigkeit: Sie berufen sich einstimmig auf den Koran, die Sunna und die Scharia (Vgl. Gassner & Wackerbeck 2010, 36). Das allgemeine Ribaverbot ist primärsubstanziell für das Verständnis der islamkonformen Finanzwirtschaft, da klar zwischen Gewinnen aus Unternehmertätigkeit und Gewinnen aus dem reinen Verleih von Geld unterschieden wird (Vgl. Gassner & Wackerbeck 2010, 25).

Nach islamischem Recht wird grundsätzlich zwischen zwei Hauptarten von Zinsen unterschieden. Zum einen gibt es das Riba al-Nasi‘ah und zum anderen das sogenannte Riba al-Fadhl. Riba al Nasi’ah beschreibt den Zins, der bei Verleih eines bestimmten Geldbetrages fällig wird. Dies ist mit einem klassischen und uns bekannten Darlehensgeschäft zu vergleichen. Eine weitere Möglichkeit, analog zu dem Darlehensgeschäft, ist ein Leihgeschäft auf Basis von Rohstoffen oder Gütern. Hier könnte die vertragliche Vereinbarung ebenfalls sein, dass die gleiche Menge des geliehenen Rohstoffs, zuzüglich eines Aufschlages, zu einem gewissen Zeitpunkt zurückgegeben werden muss. Diese Zusatzkosten oder „Mehrleistungen“ sind im Islamic Banking dagegen nicht gestattet, da sie nicht halal, (arabisch: zugelassen; erlaubt) sondern haram (arabisch: verboten) sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit beschreibt das Produktportfolio islamischer Banken am Beispiel der KT Bank und untersucht die Unterschiede zum westlichen Bankwesen.

2. Historische Entwicklung des Islamic Banking in Gesellschaft und Kultur: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge und das Wachstum islamischer Banken seit der Entkolonialisierung im 20. Jahrhundert.

3. Basis des Islamic Banking: Hier werden die theologischen und rechtlichen Fundamente (Koran, Sunna, Scharia) sowie die zentralen Verbote wie Riba, Maysir und Gharar dargelegt.

4. Produktportfolio im islamischen Bankensystem: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Finanzprodukte im Aktiv- und Passivgeschäft sowie in sonstigen Tätigkeitsbereichen wie Takaful.

5. KT Bank in Deutschland: Es erfolgt eine Unternehmensvorstellung der KT Bank sowie eine Analyse der Marktbedingungen für nachhaltige Geldanlagen und muslimische Privatanleger in Deutschland.

6. Fazit: Abschließend wird das Potenzial des Islamic Banking als Nischenmarkt und Alternative zu konventionellen Banken in Deutschland zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, KT Bank, Scharia, Riba, Zinsverbot, Murabaha, Sukuk, Takaful, Nachhaltige Geldanlage, Finanzprodukte, Islam, Projektfinanzierung, Muslimische Privatanleger, ethische Bank, Bankenlizenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das islamische Bankwesen, insbesondere dessen Produktportfolio, am Beispiel der KT Bank und analysiert dessen Potenzial als alternative, ethische Bankenform in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die religiösen Grundlagen (Scharia), die zentralen Verbote (Riba, Maysir, Gharar), verschiedene Finanzprodukte und die Marktsituation in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Produktportfolio islamischer Banken zu beschreiben und die Etablierungschancen einer islamkonformen Bank in Deutschland vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Geldanlagen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Studien und Statistiken zum Bankenmarkt und zum muslimischen Leben in Deutschland.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Basisprinzipien des Islamic Banking, das detaillierte Produktportfolio (Aktiv- und Passivgeschäft), Takaful-Versicherungen sowie die spezifische Situation der KT Bank und muslimischer Anleger in Deutschland analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Islamic Banking, Scharia, Riba, Murabaha, Sukuk, Takaful, nachhaltige Geldanlage und KT Bank.

Warum spielt die Scharia eine so wichtige Rolle für das Bankgeschäft?

Die Scharia bildet das ethische und rechtliche Grundgerüst, das festlegt, was erlaubt (halal) oder verboten (haram) ist, und damit die Basis für alle Finanztransaktionen im islamischen Bankwesen schafft.

Welche Bedeutung haben die sogenannten Türkeitransaktionen für die KT Bank?

Sie dienen als Alleinstellungsmerkmal, das durch die Muttergesellschaft in der Türkei schnelle und kostengünstige Überweisungen ermöglicht, was für die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland von hoher Attraktivität ist.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das islamische Bankwesen in Deutschland. Das Produktportfolio am Beispiel der KT Bank
Hochschule
Hochschule Bremerhaven
Note
1,3
Autor
Patrick Kulhanek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
53
Katalognummer
V594034
ISBN (eBook)
9783346186218
ISBN (Buch)
9783346186225
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islamic Banking Banking Islamic BWL Finance Controlling Bachelor Produktportfolio Alternative Modern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Kulhanek (Autor:in), 2016, Das islamische Bankwesen in Deutschland. Das Produktportfolio am Beispiel der KT Bank, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594034
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  53  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum