Messung der Verhaltenspräferenz zur Frage "Sport treiben oder nicht?"

Entwicklung einer bildbasierenden Entscheidungsaufgabe


Masterarbeit, 2020

58 Seiten, Note: 2,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Die empirische Untersuchung
3.1.Fragestellungen und Hypothesen
3.2.Methodik
3.2.1.Stichprobe
3.2.2.Ablauf
3.2.3.Untersuchungsvariablen
3.2.4.Statistische Auswertung

4. Ergebnisse
4.1.Prüfung von statistischen Voraussetzungen
4.2.Bilden die Bildpaare eine realistische Entscheidungsalternative?
4.2.1.Deskriptive Analyse
4.2.2.Lineare Regression
4.3. Welche Parameter beeinflussen die Vorhersage für Sport treiben?

5. Fazit und Diskussion

6. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhang 1: Aufbau Fragebogen 1 - 4

Anhang 2: Variablenübersicht und Antwortcodes

Anhang 3: Bildpaare

Danksagung

Ein langer Weg neigt sich dem Ende. Jahre lang habe ich auf diesen Moment hin gearbeitet und mit Höhen und Tiefen Semester für Semester erst im Bachelor und dann im Master absolviert, mal mit mehr Erfolg und mal mit weniger Erfolg die Klausuren und Prüfungen bestritten. Eins hatten all die Monate dennoch gemeinsam: Ich habe mein Ziel verfolgt. Mit großem Respekt habe ich mich der Aufgabe Masterarbeit gestellt. Das erste eigene Projekt von der Entstehung bis hin zur Auswertung war herausfordernd für mich. Doch alleine war ich zu keiner Zeit. Es ist Zeit Danke zu sagen, Danke f ü r all die Unterst ü tzung, das Verst ä ndnis und den Zuspruch.

Ein allgemeiner Dank geht an all meine freiwilligen Teilnehmer der Befragung. Ohne euch wäre ich bereits am Anfang meiner Datenerhebung gescheitert. Ihr habt es möglich gemacht, die Wissenschaft ein kleines Stück voran zu treiben.

Ohne meine Freunde und Familie hätte ich diesen großen Schritt nicht geschafft. Ihr habt mich über die gesamte Studienzeit begleitet, mir Mut zugesprochen, wenn es gefühlt nicht mehr weiter ging und standet mit Rat, Tat und Ablenkung an meiner Seite. Zudem habt ihr das nötige Verständnis dafür aufgebracht, dass meine Zeit in den letzten 6 Monaten so begrenzt war. Einen ganz besonderen Dank möchte ich jedoch an meine Eltern richten. Ihr habt mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin und habt mir so unfassbar viel ermöglicht. Ich habe euch lieb. Wen ich hier keinesfalls unerwähnt lassen möchte, ist meinen Freund. Bei dir hatte ich, gerade in der letzten Zeit, immer wieder eine Schulter zum Anlehnen und auch wenn ich den Optimismus manchmal nicht hören wollte, so habe ich ihn insgeheim doch wertgeschätzt. Danke für deine Liebe.

Wer dieses Projekt jedoch erst möglich gemacht hat, ist mein Betreuer. Für das entgegengebrachte Vertrauen und die erstklassige Begleitung möchte ich ebenfalls Danke sagen.

Wenn ich nun zurückblicke kann ich mir auf die Schulter klopfen und sagen „Wahnsinn und Danke für diese Erfahrung!“.

Gender Erklärung

In dieser Arbeit wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mit gemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie untersucht die Messung der Verhaltenspräferenz mittels einer bildbasierenden Entscheidungsaufgabe mit dem Ziel, die Frage „Sport treiben oder nicht“ zu beantworten. Die Stichprobe umfasst 206 Probanden (67 männliche, 137 weibliche und 2 diverse) mit einem Durchschnittsalter von 34,97 Jahren (SD=14,599). Als Testdesign werden vier randomisiert gestellte, im Aufbau identische Fragebögen genutzt. Der Fragebogen wird durch 3 Bereiche, die Bewertung der vorab 64 erstellten Bildpaare, personenbezogene Daten und die affektive und kognitive Einstellung zum Sport treiben, aufgebaut. Die Befragung erfolgte online (Sosci Survey) ohne Begrenzung der Bearbeitungszeit im Zeitraum vom 05.09.2019 bis einschließlich den 15.10.2019. Die Auswertung wird durch eine Korrelations-überprüfung nach Spearman und dem komplexen statistischen Verfahren der linearen Regression mit Hilfe des Statistkprogramms Jamovi durchgeführt.

Die getestet Bildpaare bilden in allen vier Fragebögen eine realistische Alternative zueinander. Anhand einer Skalenbewertung von 1 bis 5 kann bei allen Bildpaaren ein Mittelwert zwischen 2.63 (SD=1.47) und 4,08 (SD=1.24) erreicht werden. 20,4% der Entscheidungssummenscores können mit der unabhängigen Variable (H ä ufigkeit anstrengende sportliche Aktivit ä t) erklärt werden. Die affektive Einstellung korreliert, im Vergleich zur kognitiven Einstellung mit rHäufigkeit AsA=0,595 (p < .001) am höchsten mit der anstrengenden sportlichen Aktivität. Die entwickelte bildbasierte Entschei-dungsaufgabe ermöglicht valide Ergebnisse hinsichtlich der Vorhersage der sportlichen Aktivität. Zuverlässige Prädiktoren für die Vorhersage von Verhalten bilden die anstrengende sportlichen Aktivität angegeben in Häufigkeit pro Woche. Um langfristig die sportliche Aktivität beeinflussen zu können, sollte die affektive Einstellung zum Sporttreiben positiv beeinflusst und verändert werden.

1. Einleitung

In der vorliegenden Masterarbeit geht es um die Entwicklung einer bildbasierenden Entscheidungsaufgabe zur Messung der Verhaltenspräferenz mit der überge-ordneten Frage „Sport treiben oder nicht?“. Die Thematik ist der Sportpsychologie zuzuordnen und entwickelte sich aus einem vorhergehenden Praktikum im Wintersemester 2018 / 2019, in dem es um das „affektive Erleben beim Sport“ ging. Hierbei wurde erstmals das affektive Erleben nicht nur mittels Befragung (Acevedo et al. 1994; Williams et al. 2008; Hardy & Rejeski 1989), sondern mit Hilfe eines Gesichtskodierungssystems (iMotions) erfasst. Dieses Projekt wurde ebenfalls durch die Professur der Sportpsychologie betreut und weckte mein Interesse an der Vorhersage von Verhalten in Bezug auf Sport.

Eine regelmäßige körperliche Aktivität hat nicht nur Einfluss auf die physische, sondern auch auf die psychische Gesundheit und spielt daher in der Gesellschaft eine tragende und zentrale Rolle (Krug et al. 2013). Ein Fünftel der deutschen Erwachsenen folgen nach Krug et al. (2013) der World Health Organisation (WHO) Empfehlung von 2,5 Stunden mäßig-intensiver Belastung pro Woche. Sie haben sich für die körperliche Aktivität entschieden. Doch woher kommt diese Entscheidung? Ist es vorhersehbar, welche Präferenz jeder Mensch zu einem bestimmten Verhalten hat? Woran liegt es, dass die anderen vier Fünftel sich gegen die körperliche Aktivität und für eine alternative Aktivität entschieden haben? Nach Niermann (2011) ist die Entscheidung für oder gegen Sport von vielfältigen Einflussfaktoren der Persönlichkeit abhängig. Hierzu zählen unter anderem die persönliche Einstellung, Motive und die affektive Bewertung.

Hintergrund des Projektes ist es, bereits erstellte Bilder in Paarungen hinsichtlich ihrer möglichen Gegenüberstellung zu evaluieren und mögliche Zusammenhänge zwischen der eigenen sportlichen Aktivität und der Wahl zwischen Sport treiben oder nicht Sport treiben aufzuzeigen. Hierzu wurde ein Fragebogen erstellt, der die Bereiche personenbezogene Daten, affektive sowie kognitive Einstellung zum Sporttreiben und Dokumentation der eigenen sportlichen Aktivität erfasst und gleichzeitig die Bewertung der gewählten Bildpaare ermöglicht. Ziel ist es, die Validität des Fragebogens und damit der Vorhersage des eigenen Verhaltens, bezogen auf die sportliche Aktivität, zu prüfen und Parameter als Indikatoren für gezeigtes Verhalten aufzuzeigen.

2. Theoretischer Hintergrund

Körperliche Bewegung spielt in der heutigen Gesellschaft eine zentrale Rolle und wirkt sich positiv auf das Gesundheitsbild aus. Eine regelmäßige körperliche Aktivität hat jedoch nicht nur auf die physische Komponente Einfluss, sondern spiegelt sich auch positiv in der psychischen Gesundheit wieder (Krug et al., 2013). Die WHO empfiehlt daher einen Bewegungsumfang von 2,5 Stunden mäßig-intensiver Belastung pro Woche. Die Bewegungsförderung und körperliche Aktivität sollten zunehmend in den Alltag integriert werden und gelten als wichtige präventive Maßnahme (Krug et al., 2013). Kohl et al. (2012) bezeichnen die körperliche Aktivität als wirksamste Pille in der Medizin, welche hingegen von üblichen Medikamente keine Nebenwirkungen hervorruft. Nach Krug et al. (2013) schaffen es jedoch nur ein Fünftel aller deutschen Erwachsenen, die Empfehlung zu erfüllen. Um eine positive und vor allem nachhaltige Veränderung zu bewirken, scheinen alle traditionellen Konzepte der Gesundheitsförderung nicht ausreichend zu greifen (Steinacker, 2013). Doch warum schaffen es vier Fünftel der deutschen Bevölkerung nicht, regelmäßig in Bewegung zu sein? Die Verhaltensepidemiologie beschäftigt sich genau mit dieser Frage und untersucht den Zusammenhang zwischen Verhalten, Gesundheit und Krankheit (Biddle et al., 2007).

Die dual-mode theory of affective responses to exercise (Ekkekakis, 2003) beschreibt zwei verbundene Pfade, wie affektive Reaktionen auf eine körperliche Belastung entstehen. Der sensorischen Wahrnehmung steht ein höherer kognitiver Prozess entgegen, welche die affektive Reaktion hervorrufen. Die verschiedenen affektiven Reaktionen basieren auf verschiedenen Belastungsintensitäten (Ekkekakis, 2009). Mit steigender Belastungsintensität steigt der Unmut und es kommt zu einer Veränderung des Einflusses von kognitiven und interozeptiver Faktoren. Die Belastungsintensität wird dabei in drei Stufen niedrige, moderate und hohe Beanspruchung unterteilt (Ekkekakis, 2003). Die Unterteilung erfolgt über die ventilatorische Schwelle (VT) 1 und 2 (Westhoff et al., 2013). Das affektive Erleben durchläuft während der drei Belastungsintensitäten (unter VT, proximal an VT und über VT) Homogenität und Variabilität und endet bei der Belastungsintensität über VT wieder in Homogenität. Die dual-mode theory beschreibt nach Parfitt und Hughes (2009) den Zusammenhang zwischen interindividuellen affektiven Reaktionen und der Belastungsintensität und dessen Dosis-Wirkungs-Beziehung. Dennoch ist nach Hewstone und Martin (2007) die Erhebungsmethode für affektives Erleben beim Sport kritisch zu betrachten. Die Befragung als Erhebungsinstrument kann auf Grund von Selbstdarstellung (sozialer Erwünschtheit) die Echtheit der Aussagen verzerren. Es gibt dennoch greifbare Belege, dass die affektive Einstellungskomponente ein besserer Prädiktor als die kognitive Einstellungskomponente für Sport treiben darstellt (Brand, 2006). Es handelt sich hierbei um eine Replikationsstudie des Untersuchungsergebnisses von Kiviniemi aus dem Jahr 2004, welche ebenfalls zeigt, dass sich gesundheitsbezogenes Verhalten innerhalb von Regressionsanalysen affektiv besser erklären lassen. Zudem formuliert Williams (2008), dass ein regelmäßiges Sportverhalten von den positiven affektiven Reaktionen beim Sporttreiben abhängt. Doch wie kommt es zu der Entscheidung „Ich treibe Sport“? Hirnforscher Ernst Pöppel (2008) berichtet von 20 000 automatischen Entschei-dungen am Tag. Entscheidungen zu treffen, ist eine Grundfunktion des Gehirns. Sie basieren auf unterschiedlichen Ebenen (strategisch, taktisch und operativ) und sind miteinander vernetzt. Aus diesem komplexen System resultieren bewusste und unbewusste Entscheidungen und sind der Grundbaustein für ein zielgerichtetes Handeln. Die affective-reflective theory (ART) erklärt die Entscheidung zwischen körperlicher Inaktivität und Sport treiben mittels eines Zwei-Prozess-Modells (Vgl. Abb. 1) und erlaubt Verhaltensvorhersagen (Brand und Ekkekakis, 2018). Das in Abbildung 1 dargestellte Modell der ART nach Brand und Ekkekakis (2018) erklärt, dass bewegungsbezogene Reize eine spontane Assoziation und gleichzeitig eine affektive Bewertung hervorrufen. Die affektive Bewertung ermöglicht einen Handlungsimpuls. Dieser Typ-1-Prozess und damit die unwillkürliche Bewertung, bildet die Grundlage für eine möglich folgende reflexive Bewertung, welche in der ART als Typ-2-Prozess beschrieben wird. Der Typ-2-Prozess, aus dem Handlungspläne entstehen können, erfolgt nur bei ausreichend Selbstregulations-ressourcen. Sport oder der bewusst kognitive Gedanke daran lösen in den meisten Menschen ein positives oder aber negatives Gefühl aus, welches subjektiv ist. Dieser Prozess stellt eine Einstellung zum Thema Sport dar. Beide interagierenden Prozesse führen entweder zu einem Verhaltenswechsel oder zur Stagnation des Verhaltens. Das bekannte Muster wird beibehalten. Eine Vorhersage von Verhalten ermöglicht die ART dahingehend, dass, sofern Selbstregulationsressourcen aufgebraucht sind und die affektiven und reflexiven Prozesse abweichende Ergebnisse aufzeigen, eher der Typ-1-Prozess Einfluss auf das Verhalten nimmt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1. Darstellung der ART (Brand & Ekkekakis, 2018)

Treibende Kräfte (engl. Driving Force) resultieren aus Werten, Überzeugungen, positivem Affekt und rationaler Reflexion. Entgegenwirkende Kräfte (engl. Restraining Forces, RF) können aus negativen Affekten anstehen, sind nicht bewusst steuerbar und veranlassen eine Person dazu, inaktiv zu bleiben (Kaminski, 2011).

Während die dual-mode theory den Zusammenhang zwischen der Belastungs-intensität und der affektiven Einstellung erklärt, befasst sich die ART mit dem Prozess der Entscheidung für oder gegen Sport und mit der Verhaltensvorhersage. Deutlich wird, dass die affektive Einstellung einen großen Stellenwert im Konstrukt der Entscheidung zum Sport treiben hat. Brand und Kanning (2019) weisen in Ihrem Artikel jedoch im Kontext auf die zahlreichen Bewegungsempfehlungen (u.a. Riebe & ACSM, 2017 und Rütten & Pfeiffer, 2016) darauf hin, dass die körperliche Aktivität mit moderat-intensiver Belastung bereits für viele Personen mit deutlich negativem Befinden (dual-mode theory) einhergehen kann (Parfitt & Hughes, 2009). Somit ist eine erneute Motivation zur Bewegung nach Rhodes und Kates (2015) eher unwahrscheinlich.

Dennoch gilt weiter zu klären, warum sich eine Person nun für Sport und die andere dagegen entscheidet und anhand welcher Parameter eine zuverlässige Vorhersage dieser Entscheidung möglich ist.

3. Die empirische Untersuchung

Das Befragungsdesign umfasst vier randomisiert gestellte Fragebögen mit je 50 Items. Insgesamt wurden 64 Bildpaare erstellt, wovon jeweils 16 unterschiedliche pro Fragebogen (Vgl. Anhang 3) untersucht werden.

Die Bilder wurden im Rahmen einer Bachelorarbeit erstellt und für die Erstellung der bildbasierenden Entscheidungsaufgabe zur Verfügung gestellt. Die Bildpaarungen wurden in die Aspekte Alternative / Sport treiben, t ags ü ber / a bends und a lleine / g emeinsam unterteilt. Insgesamt ergeben sich daraus acht Kategorien mit je vier Bildern. Hierbei bilden Sport und Alternative die Hauptkategorie. Jeder Haupt-kategorie unterliegen die Merkmale tags ü ber / alleine, tags ü ber / gesellig, abends / alleine und abends / gesellig. Bei der Gegenüberstellung von Sport und Alternative wurde darauf geachtet, dass Tageszeit und Geselligkeit übereinstimmten, um mögliche Entscheidungen auf Grund der 2 Faktoren ausschließen zu können. Die Darstellung der Bilder erfolgt in Schwarz - Weiß und es wurde auf annähernd gleiche Belichtung und Schwarz - Weiß Verhältnisse geachtet.

Die Grundidee eines Fragebogens für alle Bildpaarungen musste im Laufe der Entwicklung überarbeitet werden, da der zeitliche Aspekt für eine Befragung zu umfangreich ausfiel. Daher wurden vier Fragebögen mit gleichem Aufbau gewählt, in dem die Bildpaare variierten. Auf Grund des gewählten Testdesigns war eine höhere Probandenzahl notwendig, um alle Bildpaare mit gleichzusetzender und aussagekräftiger Rücklaufquote zu erhalten.

Zusätzlich wird mittels Fragebogen die eigene sportliche Aktivität und die affektive und kognitive Einstellung zum Sporttreiben erfasst. Hierbei geht es um erste Rückschlüsse zur Vorhersage von Verhalten. Die ermittelten Daten leisten im Grundgedanken die Vorarbeit, um zum einen das Bildmaterial auf seine Qualität zu prüfen und zum anderen für eine nachfolgend geplante computerbasierte Testung mit gleichem Bildmaterial.

3.1.Fragestellungen und Hypothesen

In der vorliegenden Arbeit geht es grundlegend um die Vorhersage von Sport treiben. Gleichzeitig sollen geeignete Prädiktoren definiert werden, um die sportliche Aktivität einer Person realistisch darzustellen. Gibt es Parameter, die in Kombination eine höhere Aussagekraft besitzen und deshalb Rückschlüsse und Vorhersagen erlauben? Spielt die Einstellung einer Person zum Sport treiben eine entscheidende Rolle in ihrem gezeigten Verhalten? Formuliert man die zentrale Frage dieser Arbeit, so lautet sie: „Ist Sport treiben vorhersehbar?“.

Die entwickelte standardisierte Befragung soll in Hinblick auf ihre Ergebnisse hinsichtlich ihrer Validität geprüft werden. Das geschieht vor allem unter dem Aspekt der Validität der Bildpaare. Unter der Frage „Bilden die Bildpaare eine realistische Alternative zueinander?“ soll die Qualität der erstellten Bildpaare ermittelt werden. Auf Grund des Testdesigns musste zusätzlich sicher gestellt werden, dass die vier randomisiert gestellten Fragebögen eine gleichermaßen gute Vorhersage ermöglichen.

Um die Begriffe Sport und k ö rperliche Aktivit ä t gemäß Caspersen et al. (1985) differenzieren zu können, wird im Fragebogen nach den meisten Wochen im vergangenen Jahr gefragt. Demzufolge kann gewährleistet werden, dass die sportlichen Aktivitäten „geplant, strukturiert und wiederholt werden sowie mit dem Ziel verbunden sind, die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern“ (Caspersen et al. , 1985). Nach Niermann (2011) ist die Entscheidung für oder gegen Sport von vielfältigen Einflussfaktoren der Persönlichkeit abhängig. Hierzu zählen unter anderem die persönliche Einstellung, Motive und die affektive Bewertung. Fagerlin et al. (2010) bestätigen ebenfalls in Ihrem Review, dass neue Studien affektive Einstellunsgkomponenten bei gesundheitsbezogenem Verhalten einbeziehen und diese neben den kognitiven Einstellungskomponenten deutlichen Einfluss auf gezeigtes Verhalten und getroffene Entscheidungen aufweisen. Affektive Prozesse sollten nach Fragerlin et. al (2010) mehr einbezogen werden, um das gezeigte Verhalten der Person erklärbar zu machen. Loewenstein (2005) beschreibt in seinem Review, dass viele gesundheitliche Entscheidungen aus Zwang, beispielsweise bei bestehenden Schmerzen, resultieren. Die sportliche Aktivität kann durchaus als Gesundheitsaspekt angesehen werden, da sich regelmäßige Bewegung positiv auf die Physis und Psyche auswirkt (Vgl. Schwarzer, 2004 und Linneweh et al., 2010). Nach Schwarzer (2004) erhöht regelmäßige sportliche Aktivität nicht nur die Lebenserwartung, sondern steigert auch die Lebensqualität, da degenerative und chronische Leiden gemindert werden und sich demnach der Allgemeinzustand verbessert. Linneweh et al. (2010) zeigt auf, dass das Burn-Out-Risiko mit körperlicher Fitness gemindert werden kann. Die affektive Komponente bezeichnet die emotional erlebende, vorweggenomme und erinnernde Rolle; die kognitive Komponente steht für das Rationale und Bewertende.

Nachfolgend lassen sich vier Hypothesen (H) herleiten. Die Hypothesen beruhen auf dem eigenen Interesse und der Fragestellung dieser Arbeit. Doch Ihren Ursprung haben sie in der vorzufindenden Literatur.

H1: Mit steigender Anzahl pro Woche der anstrengenden und moderaten sportlichen Aktivität steigt der Entscheidungsscore für Sport treiben.

H2: Mit steigender Stundenanzahl der anstrengenden und moderaten sportlichen Aktivität steigt der Entscheidungsscore für Sport treiben.

H3: Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen der kognitiven Einstellung und der eigenen Angabe zur anstrengenden sportlichen Aktivität.

H4: Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen der affektiven Einstellung und der eigenen Angabe zur anstrengenden sportlichen Aktivität.

H0 für H1 und H2 geht jeweils davon aus, dass es keinen Anstieg des Entscheidungsscore Sport treiben gibt. H0 für H3 und H4 lässt keinen Zusammenhang zwischen der kognitiven und affektiven Einstellung und der eigenen Angabe zur anstrengenden körperlichen Aktivität vermuten. H1 und H2 sollen jeweils aufzeigen, ob die anstrengende oder moderate sportliche Aktivität gleich gute oder bessere Vorhersagen, dass sich ein Mensch für oder gegen Sport entscheidet, erlauben. Es wird davon ausgegangen, dass mit steigender eigenen sportlichen Aktivität der Entscheidungsscore für Sport treiben steigt. Zudem soll verglichen werden, ob die Anzahl pro Woche oder die Stundenanzahl einer Einheit bessere Aussagen über die eigene Aktivität ermöglichen. Zum Beweisen der H3 und H4 wurde bewusst der Parameter anstrengende sportliche Aktivit ä t gewählt. Es wird davon ausgegangen, dass die anstrengende sportliche Aktivität eine bessere Aussagekraft zum sportlichen Verhalten zulässt. Dennoch soll in H3 und H4 die moderate sportliche Aktivität einbezogen werden, um die Annahme zu kontrollieren. Im Einzelnen soll nachgewiesen werden, dass sowohl die affektive als auch kognitive Einstellung einen positiven Zusammenhang zur eigenen sportlichen Aktivität aufzeigen. Ziel ist ein Vergleich zwischen der affektiven und kognitiven Einstellung zur Bestärkung der Literatur, dass die affektive Einstellungskomponente eine bessere Erklärung des gezeigten Verhalten ermöglicht.

Die Hypothesen werden auf alle vier Fragebögen gleichermaßen angewendet. Fraglich am gewählten Testdesign wäre, wenn einer der Fragebögen deutlich andere Ergebnisse im ersten Teil erzielt als die anderen. Dies würde mit einem Verlust der Daten einhergehen und eine kritische Auseinandersetzung mit den Bildpaaren zur Folge haben. Wünschenswert sind vier annähernd identische Ergebnisse hinsichtlich der Bewertung der Bildpaare. Das Testdesign wurde dennoch gewählt, um die 64 Bildpaare gleichzeitig und im standardisierten Verfahren testen zu können.

3.2. Methodik

3.2.1. Stichprobe

In der gültigen Stichprobe konnten insgesamt 206 Probanden (67 männliche, 137 weibliche und 2 diverse) erfasst werden. Das Durchschnittsalter beläuft sich auf 34,97 Jahren (SD=14,599) mit einem Minimum von 16 Jahren und einem Maximum von 80 Jahren. Der Altersmittelwert bei Frauen liegt bei 33,8 Jahren (SD=13,9) und bei den männlichen Probanden bei 37,8 Jahren (SD=15,9). Das diverse Geschlecht hat einen Altersdurchschnitt von 23 Jahren (SD=1,41). 140 Probanden (67,96% der Stichprobe) befinden sich im Alter zwischen 25 und 55 Jahren mit einem Mittelwert von 34,5 Jahren (SD=8,75). Die Durchschnittsgröße liegt bei 172cm (min=150cm; max=95cm; SD=10) und das Durchschnittsgewicht bei 72kg (min=42kg; max=200kg; SD=18). Fragebogen Version (V) 1 umfasst 48 Probanden, Fragebogen V2 59 Probanden, Fragebogen V3 49 Probanden und Fragebogen V4 50 Probanden. Die Verteilung auf die Fragebögen ist annähernd gleich.

3.2.2. Ablauf

Die Fragebogenerhebung fand online mit Hilfe von soSci Survey im Zeitraum vom 05.09.2019 bis einschließlich den 15.10.2019 statt. Die Rücklaufquote beläuft sich auf N=712, wobei N=206 gültig sind (vgl. Abb. 2). Die Verteilung des Fragebogens erfolgte mittels WhatsApp, Mailing und die Rekrutierung von Probanden am S-Bahnhof Berlin Friedrichstraße am 4.10.2019.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2. Rücklauf im Zeitverlauf

Der Fragebogen konnte von den Befragten im entsprechenden Zeitraum frei beantwortet werden. Es gab keine zeitliche Begrenzung für die Beantwortung der Fragen, allerdings wurde vorab ein zeitlicher Rahmen von circa fünf Minuten angekündigt. Voraussetzung für die Teilnahme war eine funktionierende Internet-verbindung. Zudem wurden die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass eine ehrliche Beantwortung der Fragen wünschenswert ist. Das Setting wurde nicht direkt vorgeschrieben, jedoch erfolgte ein Hinweis, dass der identische Aufbau des Fragebogens Konzentration erfordert und eine ruhige Umgebung empfohlen wird.

Im Aufbau wurden alle vier Fragebogenversionen gleich gehalten, lediglich die Bildpaarungen unterschieden sich (vgl. Anhang 1). Im Allgemeinen kann der Fragebogen in die fünf Bereiche (Einleitung, Bildpaare, personenbezogene Daten, Dokumentation der sportlichen Aktivität, affektive und kognitive Einstellung) unterteilt werden.

Die Einleitung umfasst kurze Inhalte zum Setting und Aufbau des vorliegenden Fragebogens, um den Teilnehmer zu informieren und auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Insgesamt werden 16 unterschiedliche Bildpaare je Fragebogen dargestellt. Jedes Bildpaar wird auf einer einzelnen Seite abgebildet und mit zwei Fragen unterlegt. Eingangs geht es darum, auf einer Skala von 1 bis 5 zu bewerten, inwieweit das abgebildete Bildpaar eine realistische (vorstellbare) Alternative zueinander darstellt. Zum anderen soll der Teilnehmer sich für die Variante Sport oder Alternative entscheiden. Die personenbezogenen Daten erfragen Alter, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht. Zudem wird mittels Entscheidungsfrage die sportliche Aktivität durch den Beruf („Ist es Teil Deines Berufes / Deines Studiums (o.ä.) an Sporteinheiten teilzunehmen?“) und den gesundheitlichen Einschränkungen („Gibt es ‚ernsthafte‘ und ‚dauerhafte‘ medizinische Gründe oder körperliche Einschränkungen, die Dich daran hindern Sport zu treiben?“) gefragt. Die Dokumentation der sportlichen Aktivität wird in anstrengend und moderat unterteilt (Vgl. Kapitel 3.2.3). Zu den jeweiligen Intensitäten wird nach Anzahl pro Woche (0-7) und Dauer pro durchschnittlicher Einheit in Minuten gefragt. Hierbei gilt der Hinweis, dass sich die Befragung auf die meisten Wochen im letzten Jahr richtet, um ein möglichst reales Bild der Person zu erhalten. Die dritte Frage setzt die Durchführung voraus und erfragt die Art der am häufigsten durchgeführten Aktivität. Bei dieser Frage sind keine, Ein- und Mehrfachnennung möglich. Der letzte Bereich des Fragebogens ermöglicht die Erfassung der affektiven (Wenn ich daran denke Sport zu treiben, dann fühle ich mich … ) und kognitiven (Wenn ich darüber nachdenke, dann halte ich Sport treiben für ... ) Einstellung zu Sport. Die Erfassung der affektiven und kognitiven Einstellung zum Thema Sport erfolgt mittels standardisierten Befragungsitems aus dem Fragebogen von Crites et al. (1994). Je Einstellung werden vier Items mit Hilfe einer Skala zwischen 1 und 9 abgefragt. Für die affektive Einstellung werden die Items gewählt. Mit Abschluss der letzten Frage und dem Klicken des Weiter-Buttons sind die Ergebnisse automatisch gespeichert.

3.2.3. Untersuchungsvariablen

Aus den Antworten der Probanden soll aufgezeigt werden, welche Parameter möglicherweise die idealen Indikatoren für gezeigtes Verhalten sind und in welchem Umfang jeweils die kognitive und affektive Einstellung eine Rolle spielt.

Der Validitätsprüfung des Fragebogens unterliegt unter anderem auch die Bewertung der Bildpaare hinsichtlich ihrer realistischen Alternativenbildung. Auf Grund des Testdesigns gibt es vier Mal das Bildpaar 1-16, welches jedoch je nach Fragebogen unterschiedliche Paarungen aufzeigt (Vgl. Anhang 3). Um eine Bewertung je Bildpaar zu erhalten, werden die Mittelwerte je Bildpaar unter Berücksichtigung des Fragebogens gebildet. Durch die Mittelwertbetrachtung ist eine Bewertung und der Vergleich der 64 Bildpaare möglich. Ziel ist es, eine Bewertung von 3-4 im Mittelwert zu erhalten, da so Extrema und demnach Tendenzen zur Milde und Härte ausgeschlossen werden kann.

Eine weitere Variable bildet der Entscheidungsscore (ES). Er berechnet sich aus der Anzahl der aus dem ersten Fragebogenteil gewählten Sport Items (SI; maximal 16) geteilt durch die Grundgesamtheit der maximalen Anzahl (N=16) der Bildpaare je Fragebogen (ES = SI). Der Entscheidungsscore bildet gleichzeitig die Variable der N Vorhersage.

Die Darstellung der sportlichen Aktivität eines Probanden wird in die zwei Intensitäten, moderate sportliche Aktivit ä t (msA) und anstrengende sportliche Aktivit ä t (asA), unterschieden. Der Proband hat so die Möglichkeit seine Aktivität selbstständig einzuschätzen. Um einen umfassenden Einblick zu erhalten wird nach den regulären Wochen im vergangenen Jahr für die sportliche Aktivit ä t gefragt. Mittels dieser Anweisung soll vermieden werden, dass gerade erst begonnene Aktivitäten oder nicht mehr aktuelle Aktivitäten mit einbezogen werden. Gleichzeitig wird eine Regelmäßigkeit vorausgesetzt. Im Fragebogen wird moderat als mäßig körperliche Aktivität, bei der man ein wenig schneller als normal atmet und leicht schwitzt (zum Beispiel bei schnellem Gehen oder beim Fahrradfahren mit mäßiger Geschwindigkeit) bezeichnet. Anstrengend definiert sich als starke körperliche Anstrengung, bei der man deutlich schneller als normal atmet und schwitzt (z.B. beim Joggen, Fußballspielen oder beim Aerobic).

Zwei weitere Parameter werden im letzten Teil des Fragebogens abgefragt. Hierbei handelt es sich um die affektive und kognitive Einstellung zu Sport. Aus den vier Items zum jeweiligen Parameter wird ebenfalls ein Mittelwert gebildet, sodass sich daraus MEAN Affektiv und MEAN Kognitiv bilden.

3.2.4. Statistische Auswertung

Die Erfassung aller Daten wurde durch soSci Survey automatisch übernommen und konnte im Anschluss an die Datenerhebung als Excel Datei exportiert werden. Die Datenaufbereitung zu einem vollständigen Datensatz im Anschluss umfasste die Korrektur von Spalten und Zeilen zu einer einheitlichen Tabelle ohne Lücken, die Umbenennung zu klaren Kürzeln der Variablen und der Berechnung von ES. Zusätzlich wurde die Tabelle der Antwortcodes (vgl. Anhang 2) überprüft und ergänzt. Nach Export der Rohdaten in das Statistik Programm Jamovi (Version 1.0.8.0) wurden die Skalenniveaus der Variablen festgelegt und Anpassungen hinsichtlich möglicher Dezimalstellen vorgenommen.

Zusätzlich musste erneut die Berechnung des ES mit Hilfe der Funktionsmöglichkeit innerhalb Jamovi erfolgen.

Grundlage der statistischen Analysen bildete die Prüfung der Normalverteilung nach Shapiro Wilk und mit Hilfe der visuellen Inspektion. Zudem wurden weitere statistische Voraussetzungen der linearen Regression mittels Streudiagramm, Cook Distance (cut-off: Di > 1), Autokorrelation der Durbin Watson Statistik (DW=2), und Korrelation nach Pearson geprüft.

Im Anschluss fand die deskriptive Analyse der Bildpaarungen je Fragebogen und der Stichprobe statt. Die lineare Regression wurde trotz unzureichender statistischer Voraussetzung jeweils mit der abhängigen Variable (AV) ES Sport treiben durchgeführt. Unabhängige Variablen (UV) waren jeweils H ä ufigkeit der MsA, H ä ufigkeit der AsA, Dauer der MsA und Dauer der AsA. Zur Überprüfung der Fragebögen in Hinsicht ihrer ähnlichen Vorhersagekraft wurden die Fragebogen-nummern als Faktor eingefügt. Die Berechnung mittels Faktor erfolgte für den ES Sport treiben als AV mit der UV H ä ufigkeit der asA. Bei der Berechnung der linearen Regression wurden, wie teilweise bereits bei der Prüfung der statistischen Voraussetzungen, die Parameter Autokorrelation nach Durbin-Watson, Cook’s Distance, Quantil-Quantil Diagramm der Residuen, R, R2, F-Test und eine ANOVA mit einem 95%igen Konfidenzintervall ausgewählt. Die Korrelationsüberprüfung basierte auf den Koeffizienten nach Pearson und Spearman und wurde hinsichtlich einer positiven Korrelation überprüft. Variablen für die Korrelationsberechnung waren ES Sport treiben, MEAN Affektiv und MEAN Kognitiv bezogen auf die H ä ufigkeit und Dauer von MsA und AsA.

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Ende der Leseprobe aus 58 Seiten

Details

Titel
Messung der Verhaltenspräferenz zur Frage "Sport treiben oder nicht?"
Untertitel
Entwicklung einer bildbasierenden Entscheidungsaufgabe
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,4
Autor
Jahr
2020
Seiten
58
Katalognummer
V594095
ISBN (eBook)
9783346218162
ISBN (Buch)
9783346218179
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verhalten, Verhaltenspräferenz, Sportpsychologie, ART, Dual mode theory, Entscheidung, Fragebogen, Sport
Arbeit zitieren
Vanessa Erl (Autor:in), 2020, Messung der Verhaltenspräferenz zur Frage "Sport treiben oder nicht?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594095

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