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Die Machtposition der Massenmedien

Beeinflusst die Berichterstattung der digitalen Zeitung Express Islamfeindlichkeit in Deutschland?

Titel: Die Machtposition der Massenmedien

Hausarbeit , 2019 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Schary (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Islam und seine Vereinbarkeit oder auch Unvereinbarkeit mit der deutschen Gesellschaft wird aktuell heftig debattiert. Die Anzahl der Übergriffe auf MuslimInnen steigt, Wohnheime von AsylbewerberInnen werden abgebrannt und beschmutzt. Es ist die Rede von einem gewaltigen Riss in unserer Gesellschaft. In den Medien ist die Islamdebatte ein Dauerthema. Bei den Fragen, die sich Gesellschaft, Medien und Regierung stellen, geht es im Großen und Ganzen darum, ob und wie „der“ Islam in die deutsche Gesellschaft zu integrieren ist und inwiefern wir uns ihm gegenüber öffnen sollen und müssen.

Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit werden teils offen und teils verborgen geäußert und führen zu einer sukzessiven Diskriminierung von MuslimInnen aus unserer Gesellschaft. In der heutigen Zeit nehmen die Medien eine wichtige Rolle ein. Die Massenmedien erlauben es uns, 24-Stunden am Tag über alle Geschehnisse auf der Welt informiert zu sein. Wir vernetzen uns und kommunizieren international. Doch die Technik hat auch Schattenseiten. Die neuen Massenmedien gewähren in den meisten Fällen keine sachgemäße Berichterstattung. Sie überhäufen uns mit einer Nachrichtenflut, ohne diese vorher auf Richtigkeit und Neutralität zu selektieren. Durch ihre Berichterstattung üben die Massenmedien Macht und Einfluss auf die Gesellschaft aus. Ich beschäftige mich in der folgenden Hausarbeit damit, wie die Themen Islam und Migration in den Massenmedien und speziell in der Kölner Boulevard-Zeitung ‘Express’ dargestellt werden und welche Auswirkungen dies auf das Gedankengut der BürgerInnen in Deutschland hat. Im ersten Schritt der Hausarbeit werden theoretisch fundierte Aussagen zu Islamfeindlichkeit, Ursachen, Kulturrassismus und dem aktuellen Stand in Deutschland getroffen.

Im nächsten Themenabschnitt der Hausarbeit werden die Massenmedien definiert und deren Machtstellung in der Gesellschaft behandelt. Im Anschluss wird die Machtposition der Medien erläutert und einige mediale Diskurse zum Thema Islam genannt. Diese sollen verdeutlichen, auf welche Art und Weise MuslimInnen medial dargestellt werden. Anhand einer Medienanalyse der digitalen Zeitung ‘Express’ wird aufgezeigt, wie die antimuslimischen Argumentationsstrukturen in der Berichterstattung eingesetzt werden. Schließlich werden die Analyseergebnisse zusammengefasst, die Fragestellung beantwortet und eine Zukunftsprognose aufgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Islamfeindlichkeit

2.1. Ursachen

2.2. Aktueller Stand in Deutschland

3. Die Massenmedien

3.1. Die Machtstellung der Massenmedien

3.2. Mediale Diskurse zum Thema Islam

3.2.1. Diskriminierungsmethoden

4. Die digitale Zeitung Express

4.1. Medienanalyse

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Machtposition der Massenmedien und deren Einfluss auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Islam- und Fremdenfeindlichkeit. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, inwiefern die Berichterstattung der digitalen Zeitung 'Express' durch spezifische Metaphernszenarien antimuslimische Tendenzen und Diskriminierung in Deutschland beeinflusst oder verstärkt.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen zu Islamfeindlichkeit und Kulturrassismus.
  • Untersuchung der Machtstellung und der meinungsbildenden Funktion von Massenmedien.
  • Darstellung spezifischer Diskriminierungsmethoden und rhetorischer Strategien in der medialen Berichterstattung.
  • Fallbezogene Medienanalyse der digitalen Boulevard-Zeitung 'Express' anhand der kognitiven Metapherntheorie.
  • Erörterung der Auswirkungen medialer Konstruktionen auf das Gedankengut der Leserschaft.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Diskriminierungsmethoden

Fast tagtäglich berichten Medien über "Selbstmordattentate, Terroranschläge" (Wagner 2010, S. 337) und Tötungen in islamischen Ländern. Auch wird häufig von muslimischen MitbürgerInnen in Deutschland berichtet, die Probleme bereiten und negativ auffallen. Die enthaltenen Abwertungen “entfalten ihre Wirkung in der Bevölkerung” (vgl. ebd.) und lassen den Eindruck erwecken, dass sich die islamische "Kultur- und Religionsgemeinschaft" (ebd.) von unseren demokratischen Werten und Regeln abhebt und eine Integration ablehnt.

Im Folgenden werden spezielle Diskriminierungsmethoden genannt, die die Basis für die Medienanalyse in Abschnitt 4.1. bilden. Gemäß Kommunikationsforscher Wagner nutzen IslamkritikerInnen ganz bestimmte Stilmittel und Strategien, um ihre Leserschaft zu überzeugen. Sie nutzen die Aneinanderreihung von Negativbeispielen und setzen auf Wiederholung (siehe: Framing), um LeserInnen Dringlichkeit aufzuzeigen. Weiterhin nutzen sie Alarmismus und Dramatisierung dazu, Angst in der Bevölkerung zu schüren und Vorurteile sowie Verallgemeinerungen zu verstärken. Sie denken sich beispielsweise „fiktive Bedrohungsszenarien“ (ebd., S. 338) aus, um Panik, Angst und Misstrauen gegenüber den ‚Fremden‘ zu erhöhen. Sie verzichten auf Belege, Beweise und Ursachen und simplifizieren Sachverhalte. Hierdurch wird eine vollkommen andere, falsche Nachricht verbreitet. In Berichten werden einzelne negative Erfahrungen pauschalisiert und verallgemeinert. Dies führt zu Voreingenommenheit und zum generellen Ablehnungsverhalten MuslimInnen gegenüber.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle gesellschaftliche Debatte um den Islam in Deutschland, definiert die Relevanz der Medienrolle und formuliert die zentrale Fragestellung der Hausarbeit.

2. Islamfeindlichkeit: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Dimensionen der Ablehnung, wie Phobie, Rassismus und antimuslimische Einstellungen, und erläutert die theoretischen Hintergründe dieser Diskriminierung.

2.1. Ursachen: Hier werden identitätsstiftende Mechanismen und rassistische Diskurse analysiert, die zur Ausgrenzung von Minderheiten in der Gesellschaft führen.

2.2. Aktueller Stand in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet virulente antimuslimische Narrative und wie Kultur und Religion als Grenzmarkierungen zwischen 'Eigenem' und 'Fremdem' instrumentalisiert werden.

3. Die Massenmedien: Dieses Kapitel definiert Massenmedien als Kommunikationsmittel und diskutiert die Vor- und Nachteile der Informationsverbreitung, insbesondere die Problematik fehlender Gatekeeper-Positionen im digitalen Raum.

3.1. Die Machtstellung der Massenmedien: Basierend auf der Kultivierungstheorie wird untersucht, wie Medien eine zweite Realität konstruieren und dadurch das Bewusstsein und das Verhalten der Rezipienten formen.

3.2. Mediale Diskurse zum Thema Islam: Es wird analysiert, wie rassistisches Wissen in Diskursen zirkuliert und die Wahrnehmung gegenüber Minderheiten beeinflusst.

3.2.1. Diskriminierungsmethoden: Das Kapitel benennt spezifische rhetorische Strategien wie Alarmismus, Framing und soziale Kategorisierung, die zur Abwertung von Muslimen eingesetzt werden.

4. Die digitale Zeitung Express: Hier erfolgt eine Vorstellung der Boulevard-Zeitung 'Express' hinsichtlich Zielgruppe, Format und redaktioneller Strategien.

4.1. Medienanalyse: Anhand der kognitiven Metapherntheorie wird die Berichterstattung des 'Express' untersucht, um aufzuzeigen, wie diskriminierende Metaphernszenarien konstruiert werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, bestätigt die Tendenz zu einer islamfeindlichen Weltsicht im untersuchten Medium und gibt eine Zukunftsprognose ab.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Islamfeindlichkeit, Massenmedien, Diskriminierung, Medienanalyse, Boulevardpresse, antimuslimischer Rassismus, Kultivierungstheorie, Metaphernszenarien, öffentliche Diskurse, Integration, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit, soziale Kategorisierung, digitale Nachrichten, gesellschaftliche Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Massenmedien – speziell am Beispiel der Boulevard-Zeitung 'Express' – durch ihre Berichterstattung das Bild vom Islam und von Flüchtlingen prägen und dabei zur Islamfeindlichkeit in Deutschland beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Definition von Islamfeindlichkeit, die Macht der Massenmedien bei der Konstruktion von gesellschaftlicher Realität sowie die Analyse spezifischer diskriminierender Rhetorik in journalistischen Texten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob und mit welchen sprachlichen Mitteln die Berichterstattung des 'Express' antimuslimische Vorurteile bei den Lesern verstärkt und eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen und Migranten fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Neben der theoretischen Herleitung basierend auf der Kultivierungstheorie wird schwerpunktmäßig die 'kognitive Metapherntheorie' nach Lakoff und Johnson angewandt, um die rhetorische Struktur ausgewählter Medienberichte zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erläuterungen zu Rassismus und Medienmacht sowie eine konkrete Medienanalyse, in der Schlagzeilen und Artikel des 'Express' auf den Einsatz von Metaphernszenarien und Diskriminierungsmethoden hin überprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Charakteristische Schlüsselwörter sind Islamfeindlichkeit, Medienanalyse, antimuslimischer Rassismus, Metaphernszenarien, Boulevardpresse und gesellschaftliche Wahrnehmung.

Wie konstruiert der 'Express' laut der Analyse eine Bedrohung?

Durch die Verwendung von Metaphern wie 'Ansturm' oder 'Überflutung' und die Darstellung von Flüchtlingen als 'Ballast' oder 'Gefahr' entwirft die Zeitung ein katastrophenähnliches Szenario, das die Hilfesuchenden als Bedrohung für die deutsche Gesellschaft erscheinen lässt.

Welche Rolle spielt die 'Kultivierungstheorie' für das Fazit der Autorin?

Die Autorin nutzt die Kultivierungstheorie, um zu verdeutlichen, dass eine ständige Rezeption unsachlicher und verzerrter Darstellungen dazu führt, dass Leser die im Medium vermittelte, diskriminierende Weltsicht als reale Bedrohung wahrnehmen und sich diese Vorurteile langfristig im gesellschaftlichen Bewusstsein verfestigen.

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Details

Titel
Die Machtposition der Massenmedien
Untertitel
Beeinflusst die Berichterstattung der digitalen Zeitung Express Islamfeindlichkeit in Deutschland?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Stefanie Schary (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V594110
ISBN (eBook)
9783346179715
ISBN (Buch)
9783346179722
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Massenmedien Berichterstattung Islamfeindlichkeit Zeitung Express Rassismus Diskriminierung Diskriminierungsmethoden Medienanalyse Mediale Diskurse Islam Rhetorik Antimuslimische Argumentationsstrukturen Digitale Medien Fremdenfeindlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Schary (Autor:in), 2019, Die Machtposition der Massenmedien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594110
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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