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Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen

Titel: Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen

Diplomarbeit , 2006 , 52 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom Kaufmann Thomas Kruse (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer offener zu Tage tretenden globalen Umweltschäden, verursacht durch die zunehmende Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden durch eine immer weiter wachsende Weltwirtschaft und zunehmende Industrialisierung auch in Entwicklungsländern, nimmt die Bedeutung erfolgreicher internationaler Umweltabkommen, die zu einer deutlichen Entlastung der Umwelt führen, immer weiter zu. Der Verursacherstaat einer global umweltbelastenden Aktivität verursacht nicht nur in seinem Land Schäden, sondern auch in anderen Staaten, die er aber bei der Entscheidung über sein Emissionsniveau nicht berücksichtigt. Wegen dieser Externalitäten führen die Emissionsentscheidungen der einzelnen Staaten nicht zu einem globalen Optimum im Spannungsfeld zwischen den Kosten der Umweltschäden einerseits und den Vorteilen umweltbelastender Aktivitäten andererseits, sondern zu einer übermäßigen Belastung und Zerstörung der Ressource Umwelt. Durch internationale Umweltkooperation kann eine Internalisierung der externen Effekte erreicht werden, die zu einer Emissionsreduktion und damit zu einer Erhöhung der globalen Wohlfahrt führt. Die Umsetzung der internationalen Umweltzusammenarbeit sieht sich jedoch mit erheblichen Problemen konfrontiert, die durch Abbildung der Realität in einem abstrahierenden Modell einer wirtschaftstheoretischen Analyse zugänglich gemacht werden können. Zwei dieser Probleme seien hier näher betrachtet: Erstens muss die Beteiligung an einem Umweltabkommen für alle Staaten profitabel sein, d. h. ihre individuelle Wohlfahrt muss sich durch die Beteiligung an dem Abkommen erhöhen. Zweitens muss ein internationales Umweltabkommen selbstdurchsetzend sein, d. h. die betroffenen Länder müssen bereit sein, die in dem Umweltabkommen enthaltenen Verpflichtungen umzusetzen und einzuhalten. Zur Überwindung der dargestellten Probleme der Umweltkooperation sind in der umweltökonomischen Literatur verschiedene Vertragsgestaltungselemente entwickelt und diskutiert worden. Ein mögliches Element wird als Issue Linkage bezeichnet. Im Rahmen dieser Arbeit wird analysiert, welche Faktoren für den Erfolg von Issue Linkage maßgeblich sind und insbesondere der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Grundidee von Issue Linkage

3. Das Modell von Carraro und Siniscalco (1997)

3.1 Die Modellannahmen

3.2 Einordnug des Modells innerhalb der Koalitionstheorie

3.3 Die Entscheidungsfolge des Modells

3.3.1 Die Höhe der Produktion und der R&D-Ausgaben

3.3.2 Die optimal Emissionsreduktion

3.3.3 Stabile Koalitionen

4. Beurteilung von Issue Linkage

4.1 Auswirkungen auf die globale Wohlfahrt

4.2 Die Welt ohne Issue Linkage

4.3 Die Welt mit Issue Linkage

5. Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage

5.1 Positive und negative Externalitäten bei der Koalitionsbildung

5.2 Die positive Externalität im reinen Umweltabkommen

5.3 Die Externalitäten im reinen R&D-Abkommen

5.4 Externalitäten und Issue Linkage

6. Bewertung des Modells

7. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen. Ziel ist es zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen die Verknüpfung eines internationalen Umweltabkommens mit einem R&D-Abkommen die Stabilität und Wohlfahrt internationaler Kooperation verbessern kann, anstatt lediglich die reine Beteiligungsquote zu betrachten.

  • Analyse der Stabilität internationaler Umweltkooperationen mittels Spieltheorie.
  • Untersuchung des Konzepts "Issue Linkage" zur Überwindung von Profitabilitäts- und Stabilitätsproblemen.
  • Modellierung symmetrischer Länder basierend auf Carraro und Siniscalco (1997).
  • Vergleich der globalen Wohlfahrt in Szenarien mit und ohne Issue Linkage.
  • Differenzierung zwischen positiven und negativen Externalitätenspielen im Rahmen von Abkommen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Modellannahmen

Dieses Modell betrachtet Interaktionen zwischen der Regierung eines Landes und den in diesem Land ansässigen Firmen, sowie zwischen den Regierungen n symmetrischer Länder. Regierungen und Firmen können als Spieler aufgefasst werden, die in Anlehnung an die Spieltheorie jeweils ihre Payoffs zu maximieren suchen, d. h. die Firmen maximieren ihren Gewinn, die Regierungen maximieren die Wohlfahrt ihres eigenen Landes. Die Instrumentvariablen einer Firma zur Gewinnmaximierung sind der Umfang der eigenen R&D-Bemühungen und die Höhe der eigenen Produktion, die Instrumentvariablen einer Regierung zur Wohlfahrtsmaximierung sind die Festlegung einer Emissionsreduktion, die die dort ansässigen Firmen erfüllen müssen, und die Entscheidung über die Beteiligung an einem internationalen, verbundenen Umwelt- und R&D-Abkommen, welches den ansässigen Firmen die Beteiligung an internationaler R&D-Zusammenarbeit überhaupt nur ermöglicht. In jedem Land ist nur eine Firma ansässig, die ihren Firmensitz nicht in das Ausland verlegen kann. Jede Firma i produziert nur ein homogenes Gut mit der Menge yi und dabei grenzüberschreitende Umweltverschmutzung. Alle Firmen beliefern einen einheitlichen globalen Markt, wobei Transportkosten vernachlässigt werden, zu einem einheitlichen Preis p, welcher durch die hier als linear angenommene Umkehrfunktion der Nachfragefunktion angegeben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen internationaler Umweltabkommen, insbesondere das Problem des Freifahrerverhaltens bei öffentlichen Gütern und das daraus resultierende Bedürfnis nach selbstdurchsetzenden Verträgen.

2. Die Grundidee von Issue Linkage: Es wird erläutert, wie durch die Verknüpfung verschiedener Politikbereiche, wie Umwelt- und R&D-Zusammenarbeit, Anreize zur Kooperation geschaffen werden können, um das Profitabilitäts- und Stabilitätsproblem zu lösen.

3. Das Modell von Carraro und Siniscalco (1997): Dieses Kapitel stellt ein mathematisches Oligopolmodell vor, das Interaktionen zwischen Regierungen und Firmen sowie die Bedingungen für stabile Koalitionen unter Berücksichtigung von R&D-Spillovers und Emissionsreduktionen rekursiv analysiert.

4. Beurteilung von Issue Linkage: Anhand dreier Parameterkombinationen wird geprüft, wie Issue Linkage die globale Wohlfahrt beeinflusst und ob eine rein auf Beteiligungsquoten fokussierte Beurteilung ausreicht.

5. Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage: Hier wird der Einfluss von positiven und negativen Externalitäten auf die Koalitionsbildung untersucht und aufgezeigt, dass der Erfolg von Issue Linkage stark vom Typ des Externalitätenspiels abhängt.

6. Bewertung des Modells: Das Modell wird einer kritischen Betrachtung unterzogen, wobei insbesondere Annahmen zur Auflagenpolitik und die Modellierung technologischer Zusammenarbeit hinterfragt werden.

7. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine Bewertung von Issue Linkage primär über die globale Wohlfahrt stattfinden sollte und identifiziert die Art des Externalitätenspiels als entscheidenden Erfolgsfaktor.

Schlüsselwörter

Issue Linkage, Internationale Umweltabkommen, Koalitionstheorie, R&D-Abkommen, Spillover, Spieltheorie, Externe Effekte, Wohlfahrtsökonomie, Freifahreranreiz, Klimaschutz, Emissionsreduktion, Oligopolmodell, Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie durch das Instrument "Issue Linkage" – also die Verknüpfung von umweltpolitischen Zielen mit anderen Politikfeldern wie der Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit – die Stabilität und Effektivität internationaler Umweltabkommen gesteigert werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind internationale Umweltökonomie, Koalitionstheorie, Spieltheorie sowie die Analyse von technologischen Spillovers in Oligopolstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob Issue Linkage tatsächlich zu einer Erhöhung der globalen Wohlfahrt führt und unter welchen Bedingungen die Kopplung an ein R&D-Abkommen den Erfolg internationaler Umweltkooperationen sichern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretisches Oligopolmodell von Carraro und Siniscalco (1997) verwendet, das durch mathematische Herleitungen und numerische Simulationen analysiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Modellierung der Interaktionen zwischen Regierungen und Firmen, die Herleitung von Stabilitätsbedingungen für Koalitionen sowie die empirische Simulation und Bewertung der Auswirkungen auf die globale Wohlfahrt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Issue Linkage, Stabilität internationaler Umweltabkommen, R&D-Spillovers sowie die Differenzierung zwischen positiven und negativen Externalitätenspielen.

Warum reicht eine Analyse der Beteiligungsquote nicht aus?

Die Arbeit zeigt, dass eine Ausweitung der Teilnehmerzahl nicht zwangsläufig zu einem Wohlfahrtsgewinn führt, da negative Externalitäten in anderen Bereichen (wie dem R&D-Sektor) die globalen Vorteile neutralisieren können.

Welche Rolle spielt die Steigung der Grenzforschungskosten (g)?

Der Parameter g ist entscheidend für den Verlauf der Stabilitätsfunktionen; je teurer Forschung ist, desto eher kann der Emissions- und Technologieeffekt von Beginn an stabilitätsmindernd wirken.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Diplom Kaufmann Thomas Kruse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
52
Katalognummer
V59416
ISBN (eBook)
9783638533645
ISBN (Buch)
9783638694285
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einfluss Externalitäten Erfolg Issue Linkage Bildung Umweltabkommen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Kaufmann Thomas Kruse (Autor:in), 2006, Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59416
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Leseprobe aus  52  Seiten
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