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Das Artensterben im Anthropozän. Historische Ursachen und aktuelle Einflussfaktoren

Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt

Titel: Das Artensterben im Anthropozän. Historische Ursachen und aktuelle Einflussfaktoren

Hausarbeit , 2019 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johann Padel (Autor:in)

Biologie - Evolution
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gibt es zurzeit tatsächlich ein weltweites Artensterben und haben in der Vergangenheit schon ähnliche Ereignisse stattgefunden? Welche Faktoren haben zum aktuellen Ereignis geführt? Dieser Text befasst sich mit dem sechsten großen Artensterben in der Erdgeschichte und vergleicht dessen Ursachen mit den historisch belegten vorangegangenen. Anschließend wird in diesem Zusammenhang der Einfluss des Menschen untersucht.

Im Rahmen eines aktuellen Berichtes warnt der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen vor einem rapiden Zunehmen des Artensterbens. Seit 1900 sei die Anzahl an Arten in Landlebensräumen um etwa 20% zurückgegangen. Derzeit seien von weltweit acht Millionen entdeckten Tier- und Pflanzenarten rund eine Million vom Aussterben bedroht. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 12,5%.

Von 5,9 Millionen an Land lebenden Arten kann eine halbe Million nicht auf Lebensraum zugreifen, der für das langfristige Überleben erforderlich ist. Besonders betroffen sind davon Amphibien und Korallen, bei denen über 40% respektive 33% derzeit vom Aussterben bedroht sind.

Auf Basis dieser Daten liegt der Verdacht nahe, dass sich auf diesem Planeten momentan ein umfassendes Massensterben abzeichnet. Durch Fossilienfunde ist nachweisbar, dass das Aussterben einer Art ein natürlicher Prozess und unabdingbares Resultat aus Darwins Evolutionstheorie darstellt. Das plötzliche Verschwinden vieler Arten zum gleichen Zeitpunkt mischt jedoch die Karten des Lebens auf diesem Planeten neu. Vorherrschende Arten verschwinden, neue Arten nehmen deren Position ein. Als Beispiel ist hier das Aussterben der Dinosaurier mit dem anschließenden Aufstieg der Säugetiere zu nennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einführung in das Thema

1.2. Problemorientierte Fragestellung der Arbeit

1.3. Definition Taxonomie

2. Artensterben – Wendepunkte der Evolution

2.1. Historische Ursachen des Aussterbens

2.2. Massenaussterben im Oberordovizium

2.3. Massenaussterben im Oberdevon

2.4. Massenaussterben an der Perm-Trias Grenze

2.5. Massenaussterben am Ende der Trias

2.6. Massenaussterben an der Kreide-Tertiär Grenze

3. Das sechste Sterben

3.1. Das Anthropozän

3.2. Der Beginn des sechsten Sterbens

3.3. Ursachen des sechsten Sterbens

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das aktuelle, vom Menschen maßgeblich beeinflusste Artensterben, setzt dieses in den Kontext der fünf historischen Massenextinktionen der Erdgeschichte und analysiert die anthropogenen Treiber dieser ökologischen Krise.

  • Historische Einordnung von Massensterbeereignissen
  • Analyse der Mechanismen der Evolution und Extinktion
  • Charakterisierung des Anthropozäns
  • Identifikation anthropogener Ursachen des Artensterbens
  • Diskussion nachhaltiger Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

3.3. Ursachen des sechsten Sterbens

Spätestens seit Beginn des Anthropozän übt der Mensch massiv Einfluss auf die vorherrschenden Ökosysteme auf sowohl globaler als auch auf regionaler Basis aus. Nachfolgend werden sechs Ursachen beschrieben, welche nachweislich Einfluss auf das aktuelle Artensterben haben.

Im Zuge der Globalisierung findet der interkontinentale Austausch zwischen Dienstleistungen, Gütern, Informationen und nicht zuletzt auch von Lebewesen statt. Durch die Ausbreitung des Chytridpilzes in El Valle (Panama) sind seit 2002 keine Stummelfußfrösche mehr in den Urwäldern anzutreffen. Der Pilz unterbindet die Aufnahme von Elektrolyten über die Haut der Amphibien und bedroht zwischenzeitlich sogar weltweit massiv die derzeitigen Amphibienbestände (vgl. Kolbert, E., S. 23-26). Die Globalisierung zählt zu einem der Hauptgründe für diese tragischen Beobachtungen. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sowohl der amerikanische Ochsen- als auch der afrikanische Krallenfrosch zwar mit dem Chytridpilz infiziert sein können, diesem selbst aber nicht zum Opfer fallen. Mitte der 90er Jahre wurden beide Froscharten global exportiert: der amerikanische Ochsenfrosch zum Verzehr und der afrikanische Krallenfrosch zur Anzeige von Schwangerschaften (vgl. Kolbert, E., 2017, S. 23-26). Ohne menschliches Zutun hätte die globale Ausbreitung besagten Pilzes, auf den das massenhafte Amphibiensterben zurückzuführen ist, höchstwahrscheinlich nichtstattgefunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des rapiden Artensterbens ein und definiert die für die Arbeit zentralen taxonomischen Begriffe.

2. Artensterben – Wendepunkte der Evolution: Hier werden die fünf historischen Massenextinktionen der Erdgeschichte und deren Ursachen wie Vulkanausbrüche oder klimatische Veränderungen analysiert.

3. Das sechste Sterben: Dieses Kapitel erörtert das Anthropozän als durch den Menschen geprägtes Zeitalter und identifiziert spezifische Ursachen für den aktuellen Rückgang der Biodiversität.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Dringlichkeit eines systemischen Umdenkens hin zur Nachhaltigkeit zusammen und diskutiert Lösungswege wie Permakultur und eine ökologische Neuausrichtung der Wirtschaft.

Schlüsselwörter

Artensterben, Anthropozän, Evolution, Massenextinktion, Globalisierung, Landwirtschaft, Klimawandel, Versauerung der Meere, Abholzung, Urbanisierung, Naturschutz, Permakultur, Nachhaltigkeit, Ökosystem, Biodiversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen, rasanten Rückgang der Artenvielfalt auf der Erde und setzt diesen in einen geologischen Kontext zu vergangenen Massensterbeereignissen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Evolution und deren Extinktionsereignisse, die Definition und Einordnung des Anthropozäns sowie die Analyse anthropogener Stressfaktoren für globale Ökosysteme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob sich derzeit ein weltweites Artensterben beobachten lässt, inwiefern dies historischen Ereignissen gleicht und welche Faktoren durch menschliches Wirken zum aktuellen Ereignis beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine literatur- und datengestützte Analyse, die paläontologische Erkenntnisse mit aktuellen Berichten von Institutionen wie dem IPBES verknüpft, um kausale Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und Artensterben aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse vergangener Massenaussterben (wie an der Perm-Trias Grenze) und eine detaillierte Untersuchung aktueller Ursachen, darunter Globalisierung, intensive Landwirtschaft und Klimawandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Artensterben, Anthropozän, Massenextinktion, Biodiversität, ökologischer Raubbau und systemischer Naturschutz.

Inwiefern hat die Globalisierung einen negativen Effekt auf die Artenvielfalt?

Die Globalisierung ermöglicht den interkontinentalen Austausch von Lebewesen, wodurch invasive Arten oder Krankheitserreger wie der Chytridpilz in Ökosysteme gelangen, gegen die lokale Populationen keine Abwehrmechanismen besitzen.

Warum wird die Landwirtschaft als ein Haupttreiber des Insektensterbens genannt?

Die Arbeit identifiziert den massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie die Schaffung von Monokulturen als Hauptursachen, die den Verlust von Lebensräumen und Nahrungsquellen für Insekten drastisch verschärfen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für den Naturschutz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Naturschutz nicht als rein einseitige Reparaturmaßnahme (wie die Ausweisung von Schutzgebieten) verstanden werden darf, sondern systemisch alle Aspekte des modernen Lebens und Wirtschaftens durchdringen muss.

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Details

Titel
Das Artensterben im Anthropozän. Historische Ursachen und aktuelle Einflussfaktoren
Untertitel
Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Autor
Johann Padel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V594519
ISBN (eBook)
9783346196743
ISBN (Buch)
9783346196750
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anthropozän Artensterben Extintion Naturgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johann Padel (Autor:in), 2019, Das Artensterben im Anthropozän. Historische Ursachen und aktuelle Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594519
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Leseprobe aus  22  Seiten
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