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Der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt

Titel: Der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt

Bachelorarbeit , 2017 , 40 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aktienkurs des Energieunternehmens Enron fällt innerhalb weniger Monate von knapp 90 US-Dollar auf 36 US-Cent. Die Securities and Exchange Commission (SEC) verklagt Wor-ldcom. Die Comroad-Aktie sackt um mehr als 20 Prozent ab. Dies sind nur einige Schlagzeilen, die man vor nicht allzu langer Zeit las. Anfang des Jahrtausends haben zahlreiche Bilanzmanipulationsskandale im In- und Ausland, darunter prominente Skandale wie Enron und Worldcom in den USA sowie Flowtex und Comroad in Deutschland – um nur einige zu nennen – immer wieder für Erschütterungen der weltweiten Kapitalmärkte gesorgt. Darunter hat besonders das Vertrauen der Kapitalmarktteilnehmer in die Richtigkeit der publizierten Unternehmensabschlüsse gelitten. Das Vertrauen der Stakeholder ist besonders deshalb geschwächt, da immer wieder Fehler in Abschlüssen auftreten, die bereits durch den Aufsichtsrat sowie den Wirtschaftsprüfer geprüft und durch diese für richtig befunden wurden.

Da eine ordnungsgemäße und aussagekräftige Rechnungslegung als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen unerlässlich ist, kommt der Überwachung der Einhaltung von Rechnungslegungsstandards eine besondere Aufgabe zu. Die Qualität von Informationen ist eine Funktion der Qualität der Rechnungslegungsstandards und der Durchsetzung eben dieser Standards. Die Einhaltungs- bzw. Durchsetzungsmechanismen einer ordnungsgemäßen Rechnungslegung nennt man Enforcement. Diesen Mechanismen kommt eine signifikante Bedeutung zu, denn: „Absent adequate enforcement, even the best accounting standards will be inconsequential. If nobody takes action when rules are breached, the rules remain requirements only on paper.“

Unter dem Begriff Rechnungslegungsenforcement werden alle Maßnahmen und Prozesse zusammengefasst, die für eine ordnungsmäßige Durchsetzung der Rechnungslegung erforderlich sind. Ziel des Enforcement ist sicherzustellen, dass unternehmensfremde Dritte vollständige und vertrauenswürdige Unternehmensabschlüsse erhalten und das Vertrauen in die Richtigkeit der Abschlüsse wiederherzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Rechnungslegung, Enforcement und der Kapitalmarkt

2.1 Kapitalmarkt und Kapitalmarkteffizienz

2.2 Funktion der Rechnungslegung und die Principal-Agent-Problematik

2.3 Fehlanreize bei der Informationsproduktion der Rechnungslegung

2.4 DPR/BaFin und SEC – Institutionelle Grundlagen und Ziele

3 Analyse des Einflusses von Enforcement auf den Kapitalmarkt

3.1 Literaturüberblick

3.2 Methodik zur Messung des Einflusses von Enforcement

3.3 Kapitalmarktreaktionen auf Restatements von Unternehmensabschlüssen

3.4 Der Einfluss von Enforcement auf Kapitalkosten und Informationsasymmetrien

4 Bewertung der Auswirkungen von Enforcement auf den Kapitalmarkt

4.1 Wirksamkeit von Enforcement – Ergebnisse und Erkenntnisgewinne

4.2 Stärken und Schwächen von Enforcement

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Rechnungslegungs-Enforcement auf den Kapitalmarkt, mit dem Ziel, die Wirksamkeit von Durchsetzungsmechanismen sowie deren Auswirkungen auf Investorenentscheidungen und Unternehmenskosten kritisch zu analysieren.

  • Wirkungsweise von Enforcement-Systemen in Deutschland und den USA
  • Kapitalmarktreaktionen auf Restatements und Bilanzkorrekturen
  • Zusammenhang zwischen Enforcement und Informationsasymmetrien
  • Einfluss von Transparenz und Offenlegung auf die Kapitalkosten
  • Kritische Würdigung der Stärken und Schwächen aktueller Kontrollmechanismen

Auszug aus dem Buch

3.2 Methodik zur Messung des Einflusses von Enforcement

Bevor sich im weiteren Verlauf der Analyse damit beschäftigt wird, wie genau sich der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt auswirkt, stellt sich zunächst die Frage, wie genau der Einfluss von Enforcement auf den Kapitalmarkt überhaupt gemessen wird. Es gibt keine eindeutige und unumstrittene Weise, Enforcement zu messen. Dennoch gibt es Variablen, die immer wieder dazu verwendet werden, um den Einfluss von Enforcement zu messen.

Die am häufigsten genutzten Variablen zur Messung des Einflusses von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt sind: Überrenditen, Veränderungen von Bid-Ask-Spreads, Zero-Return-Days, der Market-to-Book Ratio, der Analystenprognosen sowie Tobins Q. Überrenditen, Bid-Ask-Spreads sowie Zero-Return-Days werden i.d.R. dazu verwendet, um den Einfluss auf die Aktienliquidität zu messen und das Market-to-Book Ratio, Tobins Q sowie Analystenprognosen, um den Einfluss auf die Unternehmensbewertung zu messen.

Mit Hilfe von Ereignisstudien kann überprüft werden, ob und wie sich bestimmte Ereignisse auf die Unternehmensbewertung bzw. auf die Wertpapierpreise auswirken. Dabei werden tatsächlich realisierte Renditen der Aktien mit den erwarteten Renditen verglichen. Die erwartete Rendite entspricht der Verzinsung eines risikofreien Wertpapiers zuzüglich einer Aktienmarktprämie für das übernommene systematische Risiko der Aktie. Die Differenz zwischen der realisierten Rendite und der erwarteten Rendite nennt man abnormale Rendite oder auch Überrendite. Eines der am häufigsten verwendeten Modelle ist das Marktmodell, das auf Regressionsanalysen basiert. Ein weiteres populares Modell, um die erwartete Rendite zu schätzen, ist das Capital Asset Pricing Model.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die Thematik der Bilanzskandale und Definition der Relevanz von Enforcement zur Wiederherstellung des Vertrauens in Unternehmensabschlüsse.

2 Rechnungslegung, Enforcement und der Kapitalmarkt: Theoretische Grundlagen zu Kapitalmarkteffizienz, der Principal-Agent-Problematik sowie den Institutionen DPR, BaFin und SEC.

3 Analyse des Einflusses von Enforcement auf den Kapitalmarkt: Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Restatements auf Aktienkurse sowie der Korrelation zwischen Offenlegung und Kapitalkosten.

4 Bewertung der Auswirkungen von Enforcement auf den Kapitalmarkt: Kritische Analyse der Wirksamkeit der Sanktionsmechanismen sowie Erörterung der Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Enforcement-Systeme.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich der Enforcement-Harmonisierung.

Schlüsselwörter

Rechnungslegungsenforcement, Kapitalmarkt, Bilanzmanipulation, Principal-Agent-Problematik, Restatements, Aktienliquidität, Kapitalkosten, Informationsasymmetrien, Offenlegung, Markttransparenz, DPR, BaFin, SEC, Corporate Governance, Adverse Publizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie staatliche oder privatrechtliche Kontrollmechanismen (Enforcement) die Qualität der Rechnungslegung und das Verhalten am Kapitalmarkt beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Zusammenhang zwischen der Offenlegungsqualität von Unternehmen, den daraus resultierenden Auswirkungen auf Aktienkurse sowie die Rolle der Aufsichtsbehörden bei der Sanktionierung von Fehlverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Wirksamkeit von Enforcement-Maßnahmen zu evaluieren und festzustellen, ob diese tatsächlich zu stabileren Märkten und geringeren Informationsasymmetrien beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf empirischen Studien und Ereignisstudien basiert, um kausale Zusammenhänge zwischen Enforcement-Ereignissen und Kapitalmarktreaktionen abzuleiten.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Problematik, eine detaillierte Analyse der Auswirkungen von Restatements auf Liquidität und Bewertung sowie eine kritische Bewertung der existierenden Aufsichtssysteme.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Enforcement, Bilanzkorrektur, Kapitalmarktreaktion, Informationsasymmetrie und Transparenz beschreiben.

Welche Rolle spielt das "name and shame"-Prinzip?

Das Prinzip bezeichnet die Sanktionierung fehlerhafter Rechnungslegung durch öffentliche Bekanntmachung, was bei Investoren zu negativen Reaktionen führt und somit eine präventive Abschreckungswirkung entfaltet.

Gibt es Unterschiede zwischen dem Enforcement in den USA und Deutschland?

Ja, die USA setzen auf ein einstufiges System unter der SEC, während Deutschland ein zweistufiges System mit der privatrechtlichen DPR und der hoheitlichen BaFin nutzt, was zu unterschiedlichen Herausforderungen bei der Harmonisierung führt.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt
Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
40
Katalognummer
V594578
ISBN (eBook)
9783346181763
ISBN (Buch)
9783346181770
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Enforcement Kapitalmarkt Rechungswesen Rechnungslegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594578
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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