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Deutsche Sicherheitspolitik in EU und Nato

Title: Deutsche Sicherheitspolitik in EU und Nato

Seminar Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Malko Ebers (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Nach dem Zusammenbruch der vom Ost- West-Systemkonflikt geprägten bipolaren Machtkonstellation ist von einer "Weltpolitik im Umbruch", teils von einer "neuen Weltordnung" die Rede. Die Metapher des "global village" (Kofi Annan) veranschaulicht, die spannungsgeladene Entwicklung von globalen Problemlagen (Terrorismus, Bürgerkrieg etc.) aber auch globalen Institutionen wie der UNO, ESVP oder NATO.
Diese Arbeit soll u.a. die Ausgangsthese belegen, dass sich durch das Ende des Kalten Krieges die globale Sicherheitslage stark verändert hat, wodurch neue Sicherheitsstrukturen erforderlich wurden bzw. wodurch bestehende Systeme kollektiver Sicherheit in ein Spannungsverhältnis und unter Veränderungsdruck geraten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der deutsch-europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen, insbesondere im Verhältnis amerikanisch dominierter Nato und dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), sowie einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft (ESVP). Geprüft wird die These, dass sich europäische und amerikanische Sicherheits- und Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges zunehmend auseinander divigieren. Von besonderem Interesse ist hierbei die Rolle Deutschlands in der "globalen Risikogesellschaft" (Ulrich Beck).

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Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Neue Bedrohungen in der „globalen Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck)

3. Antwort der Politik – Wandel der Internationalen Institutionen

3.1. Sicherheitsgemeinschaften

3.2. Uno

3.3. OSZE

3.4. Nato

4. Herausbildung europäischer Sicherheitsstrukturen

4.1. Historische Entwicklung von der WEU zur GASP/ ESVP

4.2. Institutioneller Aufbau

4.3. Ziele

4.4. Interne Probleme

5. Interdependenzen Nato-GASP/ESVP

5.1. Konfliktlinien GASP-NATO/ Außenbeziehungen

5.2. Rolle der Bundeswehr

5.3. Bewusstseinswandel

6. Erklärungsansatz

7. Schlussfolgerungen/ Ausblick

8. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Veränderung der globalen Sicherheitslage nach dem Ende des Kalten Krieges und analysiert, wie diese neuen Herausforderungen die deutsch-europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen beeinflussen. Das primäre Ziel ist es, die These zu prüfen, dass eine zunehmende Divergenz zwischen europäischer und amerikanischer Sicherheits- und Außenpolitik besteht, und die Rolle Deutschlands in diesem Spannungsfeld sowie im Aufbau europäischer Sicherheitsstrukturen herauszuarbeiten.

  • Analyse der neuen globalen Bedrohungsbilder und der Privatisierung von Konflikten.
  • Untersuchung der Transformation internationaler Institutionen wie NATO, UNO und OSZE.
  • Detaillierte Betrachtung der Herausbildung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP).
  • Bewertung des Einflusses der Anschläge vom 11. September 2001 auf die transatlantischen Beziehungen.
  • Diskussion des Wandels der Bundeswehr und des sicherheitspolitischen Bewusstseins in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

3. Antwort der Politik – Wandel der Internationalen Institutionen

Der wachsende Problemdruck der nicht mehr von Einzelstaaten bewältigt werden kann, führt zu einem System geteilter Souveränitäten, einer Eingliederung in internationale Institutionen : OSZE, NATO, UNO, WEU (GASP/ESVP) „es dürfte einsichtig sein, dass am Ende des 20. Jahrhunderts die Zeit der klassischen Souveränität vorbei ist“ (Hans-Georg Erhart 2001: 25-32).

Als schmaler, für sich nicht verteidigungsfähiger Gürtel mit großer Bevölkerungsdichte war die Bundesrepublik seit jeher militärisch extrem verletzbar. Das Sicherheitsbedürfnis bestimmte daher weitestgehend ihre Außenpolitik (vgl. Wolfgang Rudzio 2000: 16) Westbindung.

Zudem ist Deutschland als Exportnation insbesondere international ausgerichtet „integrierter Handelsstaat“ (nach Rittberger aus Wolfgang Rudzio 2000: 22). Jedoch ist die BRD seit dem Ende des Kalten Krieges durch eine veränderte Bedrohungslage von ihrer europäischen Randlage als „Frontstaat“, mit einer hohen Anzahl stationierter alliierter Truppen (Prinzip der Frontalverteidigung) und Atomsprengköpfe in eine europäische Mittellage gerückt. Wiedervereinigung, deutsch-russische Annäherung (die BRD ist Russlands wichtigster Außenhandelspartner), Nato- und angestrebte EU-Osterweiterung haben hierzu beigetragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolog: Einführung in die Ausgangsthese, dass das Ende des Kalten Krieges neue Sicherheitsstrukturen erforderlich macht und die transatlantischen Beziehungen unter Druck setzt.

2. Neue Bedrohungen in der „globalen Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck): Analyse der Abkehr vom klassischen Territorialkrieg hin zu Konflikten durch nichtstaatliche Akteure und der damit verbundenen neuen Sicherheitsrisiken.

3. Antwort der Politik – Wandel der Internationalen Institutionen: Untersuchung der Notwendigkeit geteilter Souveränität und der Anpassung internationaler Organisationen an eine veränderte Sicherheitslage.

4. Herausbildung europäischer Sicherheitsstrukturen: Darstellung der historischen Entwicklung von der WEU über die GASP bis hin zur ESVP sowie deren institutioneller Aufbau und Ziele.

5. Interdependenzen Nato-GASP/ESVP: Analyse des komplexen Verhältnisses zwischen der NATO und dem Aufbau europäischer Verteidigungskapazitäten sowie der Rolle der Bundeswehr.

6. Erklärungsansatz: Theoretische Einordnung der Entwicklungen mittels rationalistischer Kooperationstheorie, Neorealismus, Neofunktionalismus und Konstruktivismus.

7. Schlussfolgerungen/ Ausblick: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Einschätzung der zukünftigen sicherheitspolitischen Aufgabenteilung zwischen Europa und den USA.

Schlüsselwörter

Deutsche Sicherheitspolitik, NATO, EU, GASP, ESVP, Internationale Sicherheit, Bundeswehr, Terrorismusbekämpfung, Krisenprävention, Transatlantische Beziehungen, Souveränität, Sicherheitsstruktur, Friedensmissionen, Neorealismus, Multilateralismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Neuausrichtung Deutschlands und der Europäischen Union nach dem Kalten Krieg unter besonderer Berücksichtigung der veränderten globalen Bedrohungslage.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt den Wandel internationaler Sicherheitsinstitutionen, die Entwicklung einer europäischen Verteidigungspolitik und das Spannungsverhältnis zwischen NATO-Interessen und europäischer Eigenständigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob sich die europäische und amerikanische Außenpolitik seit 1990 auseinanderentwickeln und welche Rolle Deutschland innerhalb dieser dynamischen Sicherheitsbeziehungen einnimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt theoretische Ansätze der internationalen Beziehungen wie Neorealismus, Konstruktivismus und Neofunktionalismus, um die politische Praxis und institutionelle Veränderungen zu erklären.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Entstehung der GASP und ESVP, dem Verhältnis der EU zur NATO, den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sowie den Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Analyse wird durch Begriffe wie "Globalisierung der Sicherheit", "Interdependenz", "Krisenprävention" und "Multilateralismus" geprägt.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung der OSZE für Deutschland?

Der Autor vertritt die Ansicht, dass die Bedeutung der OSZE für Deutschland zugunsten des Aufbaus einer stärkeren europäischen Sicherheits- und Außenpolitik eher abnehmen wird.

Welche Rolle spielt der 11. September für die Argumentation?

Die Anschläge werden als exogener Schock gewertet, der zwar kurzfristig zur Solidarisierung führte, aber langfristig die bereits bestehende Entfremdung zwischen Europa und den USA sowie den unilateralen Kurs Amerikas verdeutlichte.

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Details

Title
Deutsche Sicherheitspolitik in EU und Nato
College
University of Constance  (FB Politik und Verwaltungswissenschaft)
Course
Internationale Politik und Administration
Grade
1.7
Author
Malko Ebers (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V5947
ISBN (eBook)
9783638136556
ISBN (Book)
9783638639132
Language
German
Tags
GASP NATO WEU OSZE
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malko Ebers (Author), 2002, Deutsche Sicherheitspolitik in EU und Nato, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5947
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