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Neuere Entwicklungen in Rechnungslegung und Controlling. Die europäische Aktiengesellschaft

Title: Neuere Entwicklungen in Rechnungslegung und Controlling. Die europäische Aktiengesellschaft

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Frick (Author)

Business economics - Controlling
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Nach fast dreißigjährigen komplizierten Verhandlungen verabschiedete der Europäische Rat am 08.10.2001 das Statut der europäischen Aktiengesellschaft. Dieses besteht aus einer Verordnung, welche die gesellschaftsrechtlichen Aspekte regelt, und der ergänzenden Richtlinie zur Stellung der Arbeitnehmer. Die Verordnung trat am 08.10.2004 in Kraft und führte damit eine neue supranationale europäische Unternehmensform ein. Der deutsche Bundestag hat die Vorgaben der Verordnung und der Richtlinie durch das SEEG am 22.12.2004 in innerstaatliches Recht umgesetzt und geht somit einen weiteren Schritt zur Vollendung des europäischen Binnenmarktes. Die gemeinschaftsrechtliche Rechtsform der „Europäischen Aktiengesellschaft“ oder in internationaler Bezeichnung auch „Societas Europaea (SE)“ bietet vielfältige Möglichkeiten für europaweit agierende Unternehmen, welche in der weiteren Ausführung näher beleuchtet werden. Im Folgenden soll auf die Entwicklung der SE, ihre Merkmale und vor allem auf die Ausgestaltung der Leitung innerhalb der SE eingegangen werden. Dabei greift die Arbeit Besonderheiten der deutschen Gesetzgebung auf und macht Vergleiche zu europäischen Vorgaben. Aufgrund des Fokus auf die allgemeinen Merkmale der SE geht diese Arbeit nicht auf die Besonderheiten der Besteuerung ein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Europäischen Aktiengesellschaft

2.1. Geschichtliche Entwicklung

2.2. Vorteile der Schaffung einer Europäischen Aktiengesellschaft

3. Merkmale der Europäischen Aktiengesellschaft

3.1. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

3.2. Gründungsformen der Europäischen Aktiengesellschaft

3.3. Mitbestimmung der Arbeitnehmer

4. Ausgestaltung der Leitung

4.1. Allgemeine Bemerkungen

4.2. Dualistisches System

4.3. Monistisches System

4.4. Vergleichende Bemerkungen

5. Schlussbetrachtungen und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) als neue supranationale Rechtsform. Ziel ist es, die Entwicklung, die zentralen Merkmale sowie insbesondere die Ausgestaltung der Leitungsstrukturen unter Berücksichtigung der deutschen Gesetzgebung und im Vergleich zu europäischen Vorgaben zu untersuchen.

  • Historische Entwicklung des SE-Statuts
  • Vorteile der SE für Unternehmen und den europäischen Binnenmarkt
  • Gesellschaftsrechtliche Grundlagen und Gründungsformen
  • Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung
  • Vergleich zwischen dualistischem und monistischem Leitungssystem

Auszug aus dem Buch

4.2. Dualistisches System

Das dualistische System entspricht dem klassischen deutschen System mit einer Trennung zwischen Aufsichts- und Leitungsorgan (Aufsichtsrat und Vorstand). Das Leitungsorgan hat dabei die Geschäfte der SE in eigener Verantwortung zu führen.60 Die jeweiligen Mitglieder des Leitungsorgans werden vom Aufsichtsorgan bestellt und abberufen. Als Besonderheit können Mitgliedstaaten jedoch beschließen, das Leitungsorgan auch durch die Hauptversammlung zu bestellen.61 Eine gleichzeitige Mitgliedschaft im Leitungsorgan und im Aufsichtsorgan ist nicht möglich, doch kann in Spezialfällen ein Aufsichtsratsmitglied für einen Zeitraum von maximal einem Jahr einen nicht besetzten Vorstandsposten einnehmen.62

Das Aufsichtsorgan überwacht dagegen die Führung der Geschäfte durch das Leitungsorgan, hat aber keine Befugnis, selbst Geschäfte zu führen. Ihre Mitglieder werden durch die Hauptversammlung bestellt.63

Das Leitungsorgan besteht bei einem Grundkapital von mehr als 3 Millionen Euro aus mindestens zwei Personen, falls in der Satzung der SE nicht nur eine Person als Leitung bestimmt wurde. Das Aufsichtsorgan besteht dagegen aus drei Mitgliedern, wobei die Satzung bis zu einer dem Grundkapital angepassten Höchstzahl von maximal 21 Mitgliedern eine höhere Zahl festsetzen kann.64

Trifft eine deutsche AG bei der Umwandlung in eine SE die Entscheidung für das dualistische System können vorhandene Strukturen des Vorstands und Aufsichtsrats nicht unverändert fortgeführt werden. Das dualistische System der SE ist dem der AG zwar ähnlich, doch Sonderregelungen stehen dem entgegen. Hatte der Aufsichtsrat der AG durch die Überwachung des Vorstands auch eine Beratungsfunktion, ist ihm nach der SE Regelung diese Funktion nicht mehr zugesprochen, denn jegliche eigenhändige Beteiligung an der Geschäftsführung ist grundsätzlich untersagt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Verabschiedung des Statuts der Europäischen Aktiengesellschaft ein und skizziert den Fokus auf die Ausgestaltung der Leitung unter Berücksichtigung der deutschen Gesetzgebung.

2. Entwicklung der Europäischen Aktiengesellschaft: Das Kapitel beleuchtet den geschichtlichen Werdegang der SE seit 1959 sowie die angestrebten Vorteile für grenzüberschreitend agierende Unternehmen.

3. Merkmale der Europäischen Aktiengesellschaft: Hier werden die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen, die vier verschiedenen Gründungsformen sowie die komplexe Problematik der Arbeitnehmermitbestimmung erläutert.

4. Ausgestaltung der Leitung: Dieses Kapitel analysiert das Wahlrecht zwischen dem dualistischen und dem monistischen Leitungssystem, deren jeweilige Funktionsweise und Besonderheiten im Vergleich zum deutschen Aktienrecht.

5. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der SE als europäisch geprägte nationale Rechtsform und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der SE für die europäische Wirtschaft.

Schlüsselwörter

Europäische Aktiengesellschaft, Societas Europaea, SE, Rechnungslegung, Controlling, Europäisches Gesellschaftsrecht, dualistisches System, monistisches System, Arbeitnehmermitbestimmung, SE-Verordnung, SE-Richtlinie, SEAG, Unternehmensleitung, Binnenmarkt, Rechtsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Europäische Aktiengesellschaft (SE) als eine neue, supranationale Unternehmensform, die durch das EU-Recht geschaffen wurde, um europaweit agierenden Unternehmen eine flexiblere Rechtsform zu bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die geschichtliche Entwicklung des SE-Statuts, die Vorteile der Rechtsform für Unternehmen, die gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Gründung sowie die Ausgestaltung der Unternehmensleitung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die umfassende Analyse der SE hinsichtlich ihrer Merkmale, ihrer Strukturmöglichkeiten und insbesondere der Auswirkungen der verschiedenen Leitungssysteme im Kontext der deutschen Gesetzgebung.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Rechtsquellenanalyse der einschlägigen EU-Verordnungen, Richtlinien und des nationalen deutschen Umsetzungsgesetzes (SEAG).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entwicklung, die Analyse der rechtlichen Merkmale und Gründungsformen, die Thematik der Arbeitnehmermitbestimmung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von dualistischem und monistischem Leitungssystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Societas Europaea, Arbeitnehmermitbestimmung, Leitungsorganisation, dualistisches System, monistisches System und europäisches Gesellschaftsrecht charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Arbeitnehmermitbestimmung bei der Gründung einer SE?

Die Mitbestimmung stellt einen kritischen Punkt dar, da sie in einer eigenen Richtlinie geregelt ist. Vor der Eintragung einer SE muss eine vertragliche Einigung über die Mitbestimmung erzielt werden, wobei Auffangregelungen greifen, falls keine Einigung zustande kommt.

Inwiefern unterscheidet sich das monistische System vom dualistischen System in der SE?

Im dualistischen System erfolgt eine strikte Trennung von Aufsichts- und Leitungsorgan. Im monistischen System werden beide Organe zu einem gemeinsamen Verwaltungsrat zusammengefasst, wobei die Geschäftsführung durch geschäftsführende Direktoren erfolgen kann.

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Details

Title
Neuere Entwicklungen in Rechnungslegung und Controlling. Die europäische Aktiengesellschaft
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Controlling und Wirtschaftsprüfung)
Grade
1,7
Author
Michael Frick (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V59513
ISBN (eBook)
9783638534284
ISBN (Book)
9783656834465
Language
German
Tags
Neuere Entwicklungen Rechnungslegung Controlling Aktiengesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Frick (Author), 2005, Neuere Entwicklungen in Rechnungslegung und Controlling. Die europäische Aktiengesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59513
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