Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Art education

Bezüge zwischen kunstdidaktischen und inklusiven Settings am Beispiel der Leistungsbewertung

Title: Bezüge zwischen kunstdidaktischen und inklusiven Settings am Beispiel der Leistungsbewertung

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Bernard (Author)

Pedagogy - Art education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland im Jahr 2009 wird dem kurz "Inklusion" genannten Phänomen viel Beachtung geschenkt. Das Jahr 2010 als Eintritt in die Dekade der Inklusion fordert nicht nur von Lehrenden an deutschen Schulen die Beschäftigung mit diesem virulenten Thema.

Inklusion denkt die Vielfalt der Menschen in all ihren Dimensionen als Chance, nicht als Hindernis. Produktive Heterogenität soll sich so dem Mythos der Homogenität entgegen-stellen. Der Kunstdidaktik ist das Konzept der Heterogenität seit jeher inhärent und ihr Fortbestehen durchaus wünschenswert. Anforderungen an die Didaktik des Fachs Kunst ähneln jenen an inklusive Didaktik, so die These.

Die Darstellung wird mit einem Umriss inklusiver Didaktik begonnen, um auf dieser Basis zu Anforderungen an die Kunstdidaktik zu gelangen. Am Beispiel des Spannungsfeldes der Leistungsbewertung in beiden Kontexten werden anhand eines ausgewählten Bewertungsinstruments der Kunstdidaktik Möglichkeiten der Bewertung in inklusiven Settings erarbeitet. In der Diskussion werden konkret am Beispiel gemeinsame Spannungsfelder bearbeitet und synergetische Perspektiven aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inklusion - Perspektiven

3. Inklusion im Bildungskontext

4. Schule und Leistungsbeurteilung

4.1 Bewerten in inklusiven Settings

4.2 Bewerten im Kunstunterricht

5. Bewertungsinstrument: Die Werte-Station

6. Ergebnis und Diskussion

8. Fazit und Perspektive

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, inwiefern kunstdidaktische Ansätze zur Leistungsbewertung als Impulsgeber für inklusive Unterrichtskontexte dienen können. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten der Leistungsbewertung zu identifizieren, die den Anforderungen an Inklusion gerecht werden, indem sie von einer defizitorientierten Selektionslogik zu einer prozessorientierten, individuellen Förderperspektive wechseln.

  • Grundlagen der Inklusion und deren Abgrenzung zur Integration
  • Funktionen der Schule im Spannungsfeld zwischen Selektion und Förderung
  • Kritische Analyse der Notengebung und ihrer Leistungsbegriffe
  • Vorstellung und Bewertung der "Werte-Station" als exemplarisches Instrument
  • Synergien zwischen kunstdidaktischer Praxis und inklusiven Anforderungen

Auszug aus dem Buch

Bewerten in inklusiven Settings

Die Funktionsüberfrachtung der Leistungsbeurteilung entspricht in weiten Teilen dem Spannungsfeld, in dem sich auch die oben dargestellten Funktionen der Schule befinden. Das ist nicht verwunderlich, wird doch die Leistungsbewertung als Bindeglied zwischen Schule und ökonomischem System gesehen.

Es wird deutlich, dass sich einige Funktionen diametral gegenüberstehen, so z. B. die Selektion und der Chancenausgleich. Wiederum muss die Frage aufgegriffen werden, wem oder welchem Zweck Leistungsbeurteilung in inklusiven Settings verpflichtet ist. REICH betont hierzu, dass es einer wesentlichen Haltungsänderung bedarf: „Das Testen und Beurteilen sollte nämlich nicht dazu dienen, Lernende bloß nach Noten einzuteilen, sondern ihren Lernprozess zu verbessern“ (REICH 2014: 268). Sie nimmt neben der Selektionsfunktion also zentral die Leistungsbewertung als förderdiagnostisches Instrument in die Verantwortung. Das gilt für Regelschulen ebenso wie für Inklusionsschulen.

Eng verknüpft mit der Selektionsproblematik ist auch die Wahl des entsprechenden Bezugssystems. Wenn etwas als gut oder schlecht eingestuft wird, dann geschieht dies auf der Basis eines Bezugssystems, das benannt werden kann und muss. Um eine Leistung zu bewerten, wird sie so zunächst gemessen und im zweiten Schritt mit anderen in einem Bezugssystem verglichen (vgl. TOPSCH 2011: 135).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusion ein und stellt die These auf, dass Anforderungen an die Kunstdidaktik jenen an eine inklusive Didaktik stark ähneln.

2. Inklusion - Perspektiven: Dieses Kapitel beleuchtet Inklusion aus soziologischer und pädagogischer Sicht und grenzt den Begriff grundlegend von der Integration ab.

3. Inklusion im Bildungskontext: Hier werden die Funktionen der Schule nach FEND analysiert und die Problematik von Segregationsmechanismen im deutschen Bildungssystem erörtert.

4. Schule und Leistungsbeurteilung: Das Kapitel untersucht das Spannungsfeld zwischen der Selektionsaufgabe der Schule und dem Bedürfnis nach individueller Förderung.

4.1 Bewerten in inklusiven Settings: Dieser Unterpunkt thematisiert die Notwendigkeit, Leistungsbewertung als förderdiagnostisches Instrument zu verstehen und Bezugssysteme inklusionsgerecht zu wählen.

4.2 Bewerten im Kunstunterricht: Es wird die Historie und Problematik der Leistungsbewertung im Fach Kunst dargestellt, von der formalen Bewertung bis hin zu prozessorientierten Ansätzen.

5. Bewertungsinstrument: Die Werte-Station: Vorstellung eines konkreten Bewertungsmodells, das visuelle Transparenz und Partizipation der Lernenden in den Fokus rückt.

6. Ergebnis und Diskussion: Das Kapitel diskutiert, wie kunstdidaktische Ansätze wie die Werte-Station zur Überwindung von Spannungsfeldern in der Inklusionspädagogik beitragen können.

8. Fazit und Perspektive: Das Fazit resümiert die Arbeit und schlägt eine Umkehrung der Perspektive vor: Die Fachdidaktik sollte verstärkt Impulse für die allgemeine inklusive Didaktik liefern.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Kunstdidaktik, Leistungsbewertung, Heterogenität, Schulentwicklung, Werte-Station, Förderdiagnostik, Bezugssystem, Inklusive Didaktik, Bildende Kunst, Notengebung, Kompetenzraster, Prozessorientierung, Schulleistung, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen kunstdidaktischen Bewertungsansätzen und den Anforderungen an eine inklusive Leistungsbeurteilung an Schulen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert auf Inklusion, Leistungsbeurteilung, die Funktionen der Schule, kunstdidaktische Geschichte und moderne Bewertungsinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu zeigen, wie Methoden aus der Kunstdidaktik, die den künstlerischen Prozess und individuelle Fortschritte würdigen, für eine gerechtere Bewertung in inklusiven Settings genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert, zentrale Begrifflichkeiten diskutiert und ein exemplarisches Instrument (Werte-Station) auf seine Anwendbarkeit in inklusiven Settings prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Spannungsfeld von Inklusion und Selektion, die Kritik an der gängigen Notengebung sowie die spezifischen Herausforderungen der Bewertung im Kunstunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Inklusion, Leistungsbewertung, Kunstdidaktik, Heterogenität und prozessorientierte Beurteilungsformen.

Was genau ist die "Werte-Station" und wie funktioniert sie?

Die Werte-Station ist ein visuelles Bewertungsinstrument, bei dem Kriterien auf verschiebbaren Skalen (0-100) im Dialog zwischen Lehrkraft und Lernendem markiert werden, um Transparenz und Reflexion zu fördern.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Fachdidaktik?

Die Autorin schlägt vor, dass die Fachdidaktik nicht nur Empfängerin inklusiver Konzepte sein sollte, sondern durch ihre eigenen, oft schon heterogenitätssensiblen Methoden wertvolle Impulse für die allgemeine inklusive Didaktik liefern kann.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Bezüge zwischen kunstdidaktischen und inklusiven Settings am Beispiel der Leistungsbewertung
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut der bildenden Künste)
Course
Kunstdidaktik
Grade
1,0
Author
Julia Bernard (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V595155
ISBN (eBook)
9783346204028
ISBN (Book)
9783346204035
Language
German
Tags
Inklusion Kunstdidaktik Leistungsbewertung Leistungsbeurteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Bernard (Author), 2019, Bezüge zwischen kunstdidaktischen und inklusiven Settings am Beispiel der Leistungsbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595155
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint