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Liberalismus im 21. Jahrhundert. Eine Spurensuche

Titel: Liberalismus im 21. Jahrhundert. Eine Spurensuche

Hausarbeit , 86 Seiten

Autor:in: Thorsten Krings (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit begibt sich auf eine Art liberale Spurensuche und versucht herauszuarbeiten, was denn nun eine liberale Identität im 21. Jahrhundert sein kann.

Man kann beobachten, dass der Liberalismus im 21. Jahrhundert ein Identitätsproblem zu haben scheint. In einigen europäischen Ländern ist der institutionalisierte Liberalismus fast vollkommen von der politischen Landkarte verschwunden. Auch in Deutschland ist die FDP nicht mehr die stabile politische Kraft, die sie in den Anfängen der Bundesrepublik war. In Deutschland kommt sicher dazu, dass es weniger Kontinuitäten in der liberalen Historie gibt als in anderen Ländern und dass der politisch organisierte Liberalismus häufig als „neoliberal“ bezeichnet und damit auf einen reinen Wirtschaftsliberalismus reduziert wird. Betrachtet man die Wahlkämpfe der FDP in den 90er und frühen 2000er Jahren, so ist dies nicht von der Hand zu weisen.

Für diese gesamteuropäische Krise des Liberalismus gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Zum einen hat das politische Spektrum gerade in Deutschland sich so stark verschoben, dass sich liberale Ansätze bzw. Denkweisen in fast allen politischen Parteien finden.

Dies kann man sehr deutlich auch in Frankreich beobachten, wo die Sammlungsbewegung „En marche“, die eine Art der Sozialdemokratie zu sein scheint, unter anderem auch groß Teile des zentristischen Lagers für sich gewinnen konnte. Wenn also alle ein bisschen liberal sind, ist die Frage, ob es tatsächlich eine genuin liberale Identität gibt, die sich grundsätzlich von anderen politischen Identitäten abhebt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Konstituierende Elemente des Liberalismus

1. Einleitung

1.1 Diskontinuitäten in der liberalen Historie in Deutschland

1.2 Abgrenzungsprobleme

1.3 Das liberale Menschenbild

1.4 Liberalismus und Erkenntnis: Empirie vs. Ideologie

2. Gemeinschaft und Gesellschaft

2.1 Exkurs: Marxismus als Rückfall in voraufklärerisches Denken

2.2 Gesellschaft als konstituierendes Element des Liberalismus

2.3 Marktliberalismus vs. liberale Werte

3. Ökonomische Freiheit vs. politische Freiheit

3.1 Exkurs: Libertäres Denken als Antithese zu Liberalismus

3.2 Werte als Basis eines modernen Liberalismus

4. Materielle und immaterielle Werte

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis 1

6.1 Printquellen

6.2 Internetquellen

II. Die Sprache der offenen Gesellschaft

1. Grundzüge der Sprachkritik

1.1 Machtausübung und Ausgrenzung

1.2 Gendern

1.3 Des Schurken letzte Zuflucht

1.4 Zensur im Namen des Guten

1.5 Die Sprache des Faschismus

1.6 Ausgrenzung und Herabsetzung

2. George Orwells dystopische Sprachtheorie

3. Sprachliche Verrohung

4. Von Wieseln und Wörtern

5. Eloquentes Nichtssagen

6. Qualität der Debatte

7. Sprache als Gegenstand liberaler Politik

7.1 Sprache und Bildung

7.2 Sprache als Grundbedingung für gesellschaftliche Teilhabe

7.3 Sprache und Macht

8. Literaturverzeichnis

8.1 Printmedien

8.2 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Dieses Werk begibt sich auf eine liberale Spurensuche, um zu definieren, was eine authentische liberale Identität im 21. Jahrhundert ausmacht. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern der Liberalismus in einer Zeit, in der emanzipatorische Themen zunehmend von anderen politischen Kräften besetzt werden, noch als eigenständige, relevante politische Kraft existieren kann, ohne sich auf reinen Marktliberalismus zu reduzieren.

  • Identitätskrise des Liberalismus im 21. Jahrhundert
  • Differenzierung zwischen liberaler "Gesellschaft" und illiberaler "Gemeinschaft"
  • Das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Freiheit und politischer Verantwortung
  • Kritische Analyse von Sprachmanipulationen wie "Political Correctness"
  • Die Bedeutung eines werteorientierten Liberalismus

Auszug aus dem Buch

1.2 Abgrenzungsprobleme

Die Haltung der Parteien (außer der FDP) zum Liberalismus ist fast schon schizophren. Im demokratischen Spektrum beziehen sich alle auf den Liberalismus, im nicht demokratischen Spektrum ist er das Feindbild. Parteien außerhalb des demokratischen Spektrums grenzen sich daher heute stark vom Liberalismus ab, haben ihn gar zum Feindbild erklärt. Von rechts betrachtet wird er mit Beliebigkeit gleichgesetzt und von links mit sozialer Kälte. Überspitzt könnte man formulieren, dass diese Extreme zu viel Freiheit ablehnen, weil dies mit ihrem Menschen- bzw. Gemeinschaftsbild kollidiert. Wer rechts steht, glaubt ein klares Wertefundament (dazu später mehr) zu haben und sieht Freiheit als Gefahr, weil sie unkontrolliert diese Werte bedroht. Linke sehen in der Freiheit eine Gefahr, weil sie das Individuum scheinbar wehrlos in anonymen Marktmechanismen zurücklässt und die Verantwortung des Individuums für sich selbst als Bürde und nicht als Grundrecht betrachtet wird. Beide Extreme sind als im Prinzip hermeneutische Systeme mit ultimativen Wahrheiten. Ideologisch geprägte Parteien generieren Antworten auf politische Fragen also nicht aus der Analyse der Realität, sondern tragen „Wahrheiten“ mit universellem Gültigkeitsanspruch in der Prozess hinein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Analyse des Identitätsproblems des Liberalismus in Deutschland und Erläuterung der Fragestellung nach einer zeitgemäßen liberalen Identität.

2. Gemeinschaft und Gesellschaft: Abgrenzung der liberalen Gesellschaftsordnung von kollektivistischen Gemeinschaftsmodellen und kritische Betrachtung des Marxismus.

3. Ökonomische Freiheit vs. politische Freiheit: Erörterung des Verhältnisses zwischen Marktmechanismen und liberalen Werten sowie Abgrenzung zum libertären Denken.

4. Materielle und immaterielle Werte: Diskussion darüber, wie liberale Politik soziale Herausforderungen bewältigt, ohne individuelle Freiheiten und Markprinzipien zu untergraben.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Krise des Liberalismus und die Notwendigkeit einer wertebasierten Neuausrichtung.

6. Literaturverzeichnis 1: Zusammenstellung der verwendeten Quellen.

II. Die Sprache der offenen Gesellschaft: Untersuchung der Sprache als Instrument der Macht und Manipulation in einer offenen, liberalen Gesellschaft.

1. Grundzüge der Sprachkritik: Einführung in die Problematik der Sprachmanipulation und die Bedeutung der Sprache für gesellschaftliche Teilhabe.

2. George Orwells dystopische Sprachtheorie: Analyse der Gefahren von Kunstsprachen und Sprachverengungen für das freie Denken.

3. Sprachliche Verrohung: Untersuchung der Radikalisierung des politischen Diskurses durch entmenschlichende Sprache.

4. Von Wieseln und Wörtern: Kritik an manipulativen Begriffen und der politischen Verwendung unscharfer "Wieselwörter".

5. Eloquentes Nichtssagen: Entlarvung der rhetorischen Techniken politischer Entscheidungsträger, die inhaltliche Leere hinter Worthülsen verbergen.

6. Qualität der Debatte: Analyse der abnehmenden Diskursqualität in der institutionalisierten Politik.

7. Sprache als Gegenstand liberaler Politik: Plädoyer für eine liberale Bildungspolitik, die Sprachkompetenz als Basis für individuelle Selbstverwirklichung fördert.

8. Literaturverzeichnis: Abschließendes Verzeichnis der Quellen.

Schlüsselwörter

Liberalismus, Gesellschaft, Gemeinschaft, Freiheit, Marktliberalismus, Identität, Sprache, Sprachkritik, Political Correctness, Neoliberalismus, Bildung, Individuum, Verantwortung, Diskurs, Macht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Identitätsproblem des Liberalismus im 21. Jahrhundert und hinterfragt, wie eine liberale Politik gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen kann, ohne ihre Grundwerte zu opfern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Unterscheidung von Gesellschaft und Gemeinschaft, die Rolle ökonomischer vs. politischer Freiheit sowie eine tiefgehende Analyse der Sprache als politisches Machtinstrument.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, was eine genuin liberale Identität heute ausmacht und wie sich der Liberalismus von anderen politischen Strömungen abgrenzen kann, ohne beliebig zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen essayistischen Ansatz, der auf historisch-soziologischen Analysen basiert, unter anderem durch den Bezug auf Denker wie Dolf Sternberger, John Stuart Mill und Ferdinand Tönnies.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Diskontinuitäten des deutschen Liberalismus, das Spannungsfeld zwischen Marktmechanismen und liberalen Werten sowie die zerstörerische Kraft ideologisch geprägter Sprache in der politischen Debatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Liberalismus, Freiheit, Individuum, Gesellschaft, Gemeinschaft, Sprachkritik, Political Correctness und Diskursqualität.

Warum wird der "neoliberale" Begriff als problematisch angesehen?

Der Autor sieht darin ein "Wieselwort", das dazu dient, marktradikale Ansätze abzuwerten und den eigentlichen, werteorientierten Liberalismus vom gesellschaftlichen Diskurs zu isolieren.

Welche Bedeutung misst der Autor der Sprache für die Politik bei?

Sprache wird als Grundvoraussetzung für Freiheit und diskursive Teilhabe gesehen; Manipulationen wie "Political Correctness" werden als Gefahr für diesen offenen Diskurs eingestuft.

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Details

Titel
Liberalismus im 21. Jahrhundert. Eine Spurensuche
Autor
Thorsten Krings (Autor:in)
Seiten
86
Katalognummer
V595405
ISBN (eBook)
9783346207593
ISBN (Buch)
9783346207609
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine jahrhundert liberalismus spurensuche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Krings (Autor:in), Liberalismus im 21. Jahrhundert. Eine Spurensuche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595405
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