Suizidalität im Kulturvergleich


Hausarbeit, 2013

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Persönlicher Bezug zum Thema Suizid

3. Gründe für Suizid

4. Erscheinungsformen von Suizid

5. Die Suizidalität im Kulturvergleich
5.1 Suizid in Deutschland
5.2 Suizid im Judentum
5.3 Suizid im Christentum
5.4 Der Suizid im Islam
5.5 Suizid im Buddhismus
5.6 Suizid im Hinduismus

6. Suizid Sonderformen
6.1 Suizid bei unheilbar Kranken mit Schmerzen
6.2 Tibet und dortiger Feuersuizid
6.3 Feuersuizid. Warum Menschen sich selber anzünden?

7. Suizidprävention

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nach den neusten statistischen Auswertungen und den Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation wählen jedes Jahr fast eine Millionen Menschen, über den ganzen Globus verteilt, den Freitod. Somit sterben nach derzeitigen durchschnittlichen Angaben zur Weltbevölkerung unter 100.000 Einwohnern genau 14,5 Menschen durch Suizid. Das entspricht einem Toten in ungefähr allen 40 Sekunden. Diese Zahlen sind schockierend, denn dass so Viele sich freiwillig das Leben nehmen und keinen anderen Ausweg aus ihren Miseren sehen, ist in einigen Fällen Zeichen großer gesellschaftlicher Missstände.

Die Rate der Suizide ist besonders in den Altersgruppen der 20- bis 44-Jährigen bedenklich hoch. Anhand einer Analyse des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft liegt die Rate bei den Frauen bei rund 32% und bei den Männern bei 32%. Wenn man diese Angaben betrachtet, ergibt sich daraus die Tatsache, dass in der angegebenen Altersgruppe der Tod durch Selbstmord die zweithäufigste Todesursache darstellt.

Wenn man nun die Sterberaten der einzelnen Länder analysiert, so liegt Litauen im obersten Segment mit 37 Personen pro 100.000 Einwohner, die vorsätzlich einen Schaden an sich selbst vorgenommen haben. In Ungarn liegt die Rate der Suizide mit 23,2 Personen pro 100.000 im Vergleich im oberen Segment, dicht gefolgt von Lettland mit 22,6 Personen pro genannter Anzahl.

Am niedrigsten liegt die Anzahl der Selbsttötungen, trotz der sozialen Missstände und der aktuellen wirtschaftlichen Probleme, in Griechenland, wo nur jeder dritte Einwohner durch Selbstmord verstirbt.

Diese Werte unter dem geschlechtsspezifischen Aspekt untersucht, ergeben, dass in Litauen von der genannten Personenzahl in etwa 67,4 % weiblich sind. In Lettland und Ungarn hingegen liegt die Rate der Suizide durch männliche Personen im Schnitt am höchsten.

Geht man über den europäischen Raum hinausgeht, so sticht vor allem Japan besonders ins Auge, denn im letzten Jahr verstarben dort mehr als 30.000 Menschen durch eigenes Verschulden. Dies, so vermutet man, kann allerdings auch mit den religiösen Ansichten zu tun haben, demnach der Selbstmord ein heiliges Ritual und mit einer langen Tradition verbunden ist.

"Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten" scheinen die Menschen dennoch oft den Freitod zu wählen, denn rund 22 Personen pro 100.000 Einwohner haben im letzten Jahr Selbstmord begangen. Vergleicht man diese Zahlen mit Deutschland, so kann man positiv bemerken, dass die Sterberate durch Suizide in den letzten Jahren merklich zurückgegangen ist.

2. Persönlicher Bezug zum Thema Suizid

Das Thema Suizid ist ein höchst brisantes Gebiet, über das schon seit vielen Generationen erbitterte Diskussionen geführt werden und über das es eine Vielzahl von Meinungen gibt, die sich nicht immer ohne Weiteres miteinander vereinen lassen. Das geht schon beim Namen los. Der im deutschsprachigen Raum häufig verwendete Begriff "Selbstmord" wird dem tatsächlichen Sachverhalt nicht gerecht, da ein "Mord" an der eigenen Person aus juristischer Sicht nicht möglich ist, denn für einen Mord muss der Tatbestand der "Heimtücke" erfüllt sein. Auch der im lyrischen und literarischen Zusammenhang häufig gebrauchte Begriff des "Freitods" wird dem Phänomen aus heutiger Sicht nicht mehr gerecht, da er eine heroisierende und verklärende Komponente enthält. Aus diesen Gründen kommt heute meistens die neutralere Bezeichnung "Suizid" zum Einsatz, die wörtlich übersetzt nichts anderes als "Selbsttötung" heißt.

Wie hat sich nun der Blick der Gesellschaft auf die Selbsttötung im Laufe der Jahrhunderte verändert? Bereits in der Vor- und der Frühgeschichte der Menschheit wurde eine solche Tat von den meisten Kulturen mit Verachtung gestraft, die betroffenen Familien wurden häufig ausgegrenzt oder sogar Bußstrafen unterworfen. In der Antike galten Familien, in denen sich ein Mitglied das Leben genommen hatte, als von den Göttern verflucht und mussten oft ihren gesamten Güterbesitz an den Staat abgeben.1 In den monotheistischen Religionen, die sich seit der Antike und vor allem im Verlauf des Mittelalters in Europa und dem Orient ausbreiteten, setzte sich diese traditionell ablehnende Haltung gegenüber Selbsttötungen fort.2 Eine Person, die einen Suizid begangen hatte, erhielt kein offizielles Grab auf einem Friedhof, keine kirchliche Bestattungszeremonie und galt von diesem Moment an als in Ungnade gefallener Mensch, der nicht mit weiteren Würden bedacht werden durfte. Auf der anderen Seite kam es jedoch in diesen Zeiten immer wieder zu Verklärungen und Glorifizierungen sogenannter Märtyrersuizide von Personen, die ihr Leben für einen höheren Zweck oder als Ausdruck religiöser Hingabe geopfert hatten.

In der heutigen Zeit hat sich die radikale Ablehnung suizidalen Verhaltens in vielen Regionen der Welt ein wenig gemäßigt. Man versucht heute, die inneren Beweggründe der betroffenen Menschen zu verstehen, sich in ihre individuelle Lage zu versetzen und ihnen das Recht zur Beendigung ihres Lebens zu gestatten. Dennoch muss auch heute noch viel über dieses schwierige Thema geredet werden.

3. Gründe für Suizid

Suizid, Selbstmord, Selbsttötung oder Freitod - vier Begriffe, die doch das Gleiche beinhalten. Den Tod eines Menschen. Jedoch nicht durch einen Unfall, aus gesundheitlichen Gründen oder eine andere Person. Nein, es geht um den freiwilligen Tod durch die "eigene Hand". Doch was treibt einen Menschen dazu? Warum sieht derjenige keinen anderen Ausweg, als dem eigenen Leben ein Ende zu setzen? Keine leichte Frage, denn das Thema Suizid ist sehr komplex, und bei jedem Menschen liegen andere Besonderheiten zu Grunde.3 Kein Suizid gleicht dem anderen. Laut eines Reports der World Health Organization WHO nahmen sich 2012 weltweit etwa 804.000 Menschen das Leben. Unter den Jugendlichen war es sogar die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Emotional gesehen sind Jugendliche in der Entwicklungsphase und daher sehr labil. Die Selbstwertentwicklung kann während dieser Phase gestört werden, und unter Umständen liegt eine frühere Traumatisierung vor. Kommt noch eine hohe Impulsivität und ein konfliktreiches Umfeld hinzu, kann das tödlich enden. Oft liegen zudem psychische Erkrankungen vor, jedoch wird diese Diagnose erst nach Durchführen der Tat verifiziert. Weitere Auslöser können Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen oder chronische Schmerzen sein. Zumeist liegt auch eine Depression vor, die durchaus auch genetisch bedingt sein kann. Also kann man den Suizid nicht nur auf eine Ursache zurückführen. Häufig fallen biologische, aber auch soziale, familiäre und gesellschaftsbedingte Faktoren zusammen und lösen somit das Gefühl aus, dass der Tod die einzige Lösung ist. Vor allem auch dann, wenn der beziehungsweise die Betroffene keine Bezugsperson hatte oder hat, der man sich anvertrauen kann.

Nichtsdestotrotz gibt es noch mehr Arten von Selbstmord. Zum Beispiel die Doppeltötung, die Massenselbsttötung, den Suizid als Protestaktion oder als militärische Taktik, wie bei den so genannten Selbstmordattentätern. Von Doppelsuizid spricht man wenn sich zwei Menschen zum Selbstmord verabreden. Eine moderne Variante des Doppelsuizids ist der Internetsuizid. Von Massensuizid spricht man, wenn sich eine größere Gruppe von Menschen meist gleichzeitig und aus denselben Motiven selbst richtet. Auslöser sind hier häufig religiöse Gründe. Bei Protestaktionen wird versucht dem höheren Anliegen in einem politisch-moralisch-ethischen Sinn dienlich zu sein und öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Auch der Hungerstreik zählt in diese Kategorie. In diesem Fall spricht man vom Freitod als Protestaktion.

Selbstmord ist und bleibt ein Tabuthema in unserer Gesellschaft und das obwohl zahlreiche Menschen mit diesem Gedanken spielen .

4. Erscheinungsformen von Suizid

Jedes Jahr kommt es zu Suizidfällen in Deutschland. Es gibt dabei verschiedene Hintergründe, wieso ein Mensch sich das Leben nimmt. Unterschieden wird zwischen acht verschiedenen Suizidarten. Bei älteren Personen wird häufig vom Alterssuizid gesprochen, da die Gründe des Selbsttötungsaktes mit dem Alter zu tun haben. Viele Menschen fühlen sich im hohen Alter allein, da sie sich entweder mit ihren Kindern zerstritten haben oder gar nicht erst welche zur Welt gebracht haben. Sie vereinsamen langsam und können so in Depressionen verfallen.4 Des Weiteren sind viele ältere Menschen von schweren Krankheiten betroffen, die ihnen täglich starke Schmerzen bereiten. Bei der sogenannten Suizidbeihilfe wird ein Mensch durch eine andere Person bei ihrem Selbsttötungsversuch unterstützt. Dies geschieht häufig bei Patienten, für die es keine Hoffnung mehr gibt und geglaubt wird, dass nur ein Suizid sie vor weiteren Schmerzen schützen kann. In einigen Ländern sind bestimmte Formen der Sterbehilfe zulässig, wie zum Beispiel der Schweiz.

Suizid kann nicht nur alleine, sondern auch mit einem Partner oder in einer Gruppe durchgeführt werden. Es wird dabei vom Doppelsuizid beziehungsweise Massensuizid gesprochen. Paare bringen sich häufig gemeinsam um, weil sie beide hohe Schulden haben oder gerne zusammen das Leben verlassen möchten. Der Massensuizid wurde vor allem in der Antike durchgeführt, um bei einer feindlichen Übernahme sich nicht der Aussichtslosigkeit entgegenstellen zu müssen. Auf diese Weise dachten die Menschen, dass sie ihre Würde behalten können. Bei einem erweiterten Suizid werden auch andere Menschen umgebracht, die jedoch selbst nie den Willen zur Durchführung eines Selbstmordes hatten. Dies geschieht bei Amokläufen, wo der Täter vor seinem Suizid noch mehrere Menschen mit in den Tod reißt.

Im politischen, aber auch militärischen Bereich werden ebenfalls Suizide durchgeführt. Aus Protest übergießen sich Menschen mit Benzin und stecken sich in Flammen, da sie so auf Missstände aufmerksam machen möchten. Sie nehmen dabei ihren eigenen Tod in Kauf. Beim militärischen Suizid soll Aufsehen erregt und viel Schaden angerichtet werden. Viele Terroristen sind militärische Selbstmörder, da sie mit ihrer Selbsttötung viele Unschuldige mit in den Tod reißen möchten. Ein Suizid kann auch wegen einer aussichtslosen Lage durchgeführt werden, wenn zum Beispiel Kriegsgefangene der Folter entgehen möchten.

5. Die Suizidalität im Kulturvergleich

Unter Suizidalität wird im Allgemeinen die sogenannte Lebensmüdigkeit der Menschen eines Kulturkreises verstanden, in der die Gedanken und Phantasien auf die gezielte Herbeiführung des eigenen Todes ausgerichtet sind. In allen Kulturen ist die Suizidalität dabei jedoch nicht als Krankheit zu verstehen, sondern vielmehr als der Ausdruck einer bestimmten, und für eine größere Zahl von Menschen, gültigen seelischen Verfassung, in welcher das eigene Leben als hoffnungslos, unerträglich, ja leidvoll empfunden wird und der eigene Tod daher als Alternativangebot in das Bewusstsein rückt.5 Die Suizidalität ist abhängig vom Kulturkreis. Da zwischen Europäern, Nordamerikanern, Asiaten und Afrikanern teilweise erhebliche soziokulturelle Unterschiede bestehen, ist auch die jeweilige Suizidalität unterschiedlich ausgeprägt. Doch selbst innerhalb eines Kulturkreises ist die Suizidrate unterschiedlich. Innerhalb des europäischen Kulturkreises gibt es beispielsweise hohe Suizidraten in Ungarn, Litauen und Weißrussland, während signifikant niedrige Anzahlen von Selbsttötungen in Griechenland zu finden sind.

Untersucht man ferner die Häufigkeit von Suiziden, so muss man konstatieren, dass diese offensichtlich unter dem Einfluß von Technik und Moderne signifikant ansteigt. Zählten Selbsttötungen im vorindustriellen Afrika beispielsweise zu den extremen Seltenheiten, so hat sich dies mit der Kolonialisierung des Kontinents gravierend verändert. Kulturübergreifend findet man außerdem eine überraschende Gemeinsamkeit bezüglich der Suizidalität. Unabhängig vom jeweiligen Kulturkreis ist der Selbstmord in gebildeten und wohlhabenden Kreisen überraschenderweise am häufigsten verbreitet, was vermutlich mit dem vorhandenen geistigen Hintergrund zur Autoreflexion der eigenen Lage und der dazu erforderlichen Muße zusammenhängt. In allen Glaubensrichtungen bestimmen auch Religion und Tradition in erheblichem Umfang die Suizidalität. Gehört die Selbsttötung beispielsweise im Hinduismus, im Islam und im Judentum zu den geächteten Erscheinungen im gesellschaftlichen Kontext, so war sie im Christentum bereits seit je her verbreitet. In Japan genießt die Suizidalität sogar als Ritual einen extrem hohen Stellenwert in der nationalen Tradition. So war das Harakiri ("Bauchaufschlitzen") bei den Samuarai eine gebräuchliche Art des freiwilligen beziehungsweise durch Urteil geforderten Selbstmordes, um verlorengegangene Ehre wieder herzustellen. Aber auch die Kamikaze – Flieger im 2. Weltkrieg, die sich des eigenen Todes bewusst, mit ihren Flugzeugen auf das feindliche Ziel stürzten und sich selbst als "Gotteskrieger" sahen, sind der Kategorie "Selbstmörder" zuzuordnen. Besonders in den katholisch dominierten Ländern Europas (Italien und Irland), bemühte sich der Gesetzgeber noch lange Zeit, die Selbsttötung von Menschen als eine Straftat zu ächten, was zu signifikant niedrigen Suizidraten in den betreffenden Staaten führte. Während der Suizid in Europa und Nordamerika bei jungen Männern dominiert, ist dies in China und Indien anders. Hier dominieren Frauen die Statistik.

5.1 Suizid in Deutschland

Das Wort Suizid ist abgeleitet vom neulateinischen "suicidium" und setzt sich zusammen aus der Vorsilbe "sui"‚ die ungefähr „seiner" oder "selbst“ bedeutet, und "caedere", das für "morden", "töten" oder "(er)schlagen" steht. Daher ist der "Selbstmord" eine passende Übersetzung dafür. Ein offizieller Begriff dafür lautet auch "vörsätzliche Selbstbeschädigung".

Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2012 fast 10.000 solcher Selbsttötungen festgestellt (zum Vergleich 1980: 18.500).6 Im gleichen Jahr gab es ungefähr 3600 Verkehrstote, d. h., man muss leider feststellen, dass sich fast dreimal mehr Menschen "freiwillig" das Leben nehmen, als im Straßenverkehr umkommen, wobei ein gewisser Schwerpunkt auf die großen Flächenländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen fällt.

Relativ positiv darf bewertet werden, dass sich zumindest die Suizidrate in den Jahren zwischen 1995 und 2009 um ca. 1/3 reduziert hat (OECD-Studie, zum Vergleich: im gleichen Zeitraum nahm aber beispielsweise die Suizidrate in Südkorea um das 2,5-fache zu). Als Ursache für die Selbsttötung werden immer wieder schwere Erkrankungen (Diagnosen) und auch Depressionen sowie persönliche Krisen genannt. Neuere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass der zu rasche technologische Wandel unserer Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die jüngste Zunahme an Suiziden hat. Demnach fühlen sich viele, gerade ältere Menschen durch die überwältigende Einführung der IT in allen Lebens- und Arbeitsbereichen überfordert. Der mit der Angst um die eigene "Leistungsschwäche" verbundene Stress kann sich dann zu Sucht, Krankheit und Depression steigern und in schweren Fällen einen Suizid herbeiführen. Alle diese Dinge hängen zusammen, sind sozusagen miteinander "vernetzt".

Auf welche Art und Weise nehmen sich die Menschen das Leben ?

Der absolute, markarbere Spitzenreiter ist mit fast 4500 Fällen (2012) das Erhängen bzw. Strangulieren oder Ersticken, gefolgt vom Sturz in die Tiefe (fast 1000 Fälle).

Mehr als 800 Menschen suchten den Tod durch Arzneimittel, Drogen oder andere biologisch aktive Substanzen.

Mehr als 700 Menschen ließen sich bewusst überfahren.

Ungefähr 400 Menschen wählten folgende fürchterliche Todesarten:

- Gase oder Dämpfe
- Feuerwaffen
- scharfe oder spitze Gegenstände
- Antiepileptika, Hypnotika, Antiparkinsonmittel, psychotrope Substanzen

Wer sich die Brutalität und Grausamkeit dieser Selbsttötungsmethoden einmal vor Augen führt, und sich gleichzeitig darüber bewusst ist, dass man das Phänomen Selbstmord durch Gesetze nicht abschaffen kann, kommt ganz automatisch zu dem Schluss, dass diesen unendlich verzweifelten Menschen eine humane Methode des Durchtrennens des Lebensfadens, die es ja gibt, zur Verfügung gestellt werden muss.

[...]


1 Vgl.: Lind, Vera (1999): Selbstmord in der Frühen Neuzeit: Diskurs, Lebenswelt und kultureller Wandel. Vandenhoeck & Ruprecht. S. 23 ff.

2 Vgl.: Schreiner, Julia (2003): Jenseits vom Glück: Suizid, Melancholie und Hypochondrie in deutschsprachigen Texten des späten 18. Jahrhunderts. S. 130 ff.

3 Vgl.: Bronisch, Thomas (2007): Der Suizid: Ursachen, Warnsignale, Prävention. C.H.Beck; Auflage: 5., überarbeitete Auflage. S.8 ff.

4 Vgl.: Hellweig, Arno; Schoof, Matthias; Wenglein, Erik (1996): Selbstvernichtung: Psychodynamik und Psychotherapie bei autodestruktivem Verhalten. S. 117 ff.

5 Vgl.: Insbesondere dazu das Gesamtwerk von Bähr, Andreas, Medick Hans (2005): Sterben von eigener Hand: Selbsttötung als kulturelle Praxis.

6 Statistische Bundesamt (2014): http://de.statista.com/themen/40/selbstmord.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Suizidalität im Kulturvergleich
Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V595414
ISBN (eBook)
9783346173935
ISBN (Buch)
9783346173942
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kulturvergleich, suizidalität
Arbeit zitieren
Rico Krämer (Autor), 2013, Suizidalität im Kulturvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595414

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Suizidalität im Kulturvergleich



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden