Lernen im Wissensmanagement. Neue Konzepte für das Wissensmanagement nach Manfred Engeser


Hausarbeit, 2018

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

I. Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Einführung in das Thema
1.2. Problemorientierte Fragestellung der Arbeit

2. Grundlagen
2.1. Wissen
2.1.1. Aufbau von Wissen
2.1.2. Wie lässt sich Wissen unterscheiden
2.2. Lernen
2.2.1. Lernebenen
2.2.2. Lerntypen
2.2.3. Lernphasen
2.2.4. Lernformen
2.3. Wissenstransformation
2.4. Wissensmanagement
2.4.1. Bausteine des Wissensmanagements

3. Die Konzepte
3.1. Microsofts „Campus Modell“
3.2. Itemis setzt auf „4+1“
3.3. Deutsche Post und der „Club der Denker“
3.4. P&G mit neuen Marketingstrategien
3.5. Gore „Wachstum durch Zellteilung“

4. Fazit

II. Abbildungsverzeichnis

III. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einführung in das Thema

Längst zählt neben den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Kapital sowie Arbeit auch Wissen als ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die heutige Welt bietet durch Globalisierung sowie moderne Kommunikationsformen, wie beispielsweise das Internet, nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten Wissen zu teilen. Durch Teilen sowie Generieren von neuem Wissen bieten sich Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die unmittelbar dessen Erfolg beeinflusse.

1.2. Problemorientierte Fragestellung der Arbeit

Wie sollen Unternehmen Wissen richtig nutzen? Wie sollen Unternehmen richtig teilen? Wie sollen Unternehmen Wissen richtig bewerten? Diese und weitere Fragestellung münden in die zentrale Thematik: Welche Möglichkeiten ergeben sich für Unternehmen, um Wissen richtig zu managen? Manfred Engeser stellt in seinem Text „fünf wegweisende Konzepte für Wissensmanagement“ fünf Möglichkeiten vor, um dieser Problematik zu begegnen.

Während die Arbeit sich im ersten Schritt damit befasst, dem Leser einen Überblick zu geben, wie sich Wissen definieren sowie unterscheiden lässt, wird im zweiten Schritt die Frage „Was ist Wissensmanagement?“ erörtert.

Nachdem sämtliche für das Verständnis wichtige Grundlagen beleuchtet wurden, werden im dritten Schritt die fünf Konzepte analysiert, diskutiert sowie kritisch überprüft, inwiefern es sich tatsächlich um Wissensmanagement handelt und inwieweit sie wegweisend sind.

2. Grundlagen

Zum Verständnis der Arbeit sind vorab diverse Begrifflichkeiten sowie Vorgänge zu erklären und aufzuzeigen. Dies geschieht im Folgenden.

2.1. Wissen

„Wissen“ lässt sich begrifflich nicht klar definieren oder abgrenzen. Je nach Anwendung sowie Zusammenhang wird Wissen unterschiedlich beschrieben. Romhardt beschreibt Wissen durch folgende Definition:

“Wissen bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse und Fertigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch an Personen gebunden. Es wird von Individuen konstruiert und repräsentiert deren Erwartungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in einem bestimmten Kontext.1

Dennoch ist es wichtig, Wissen vor weiteren Aspekten zu betrachten.

2.1.1. Aufbau von Wissen

Wilke gibt für den Aufbau von Wissen folgende Struktur vor2:

Daten sind der Rohstoff für Wissen. Sie sind in Form von Zahlen, Text, Sprache und Bildern kodiert. Werden diese Daten in einen Kontext eingebunden, entstehen hieraus Informationen. Aus gleichen Daten können bei Filterung nach verschiedenen Kriterien unterschiedliche Informationen generiert werden. Informationen werden zu Wissen, wenn sie in einen Praxiszusammenhang eingebunden werden. Dieser Aufbau lässt sich durch die Wissenstreppe von North (Abbildung 1) verdeutlichen. Folglich kann theoretisches Wissen nach Willke nicht existieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Wissenstreppe nach North

2.1.2. Wie lässt sich Wissen unterscheiden

Prinzipiell lassen sich verschiedene Dichotomien des Wissens unterscheiden, je nachdem, unter welchen Gesichtspunkten das Wissen betrachtet wird.

Als zentrale Unterscheidungsformen haben sich explizites zu implizitem Wissen sowie kollektives zu individuellem Wissen etabliert.

Explizites Wissen bezeichnet Wissen, welches kommunizierbar ist. Es lässt sich mithilfe von Sprache und Schrift verteilen. Beispiele hierfür sind Dokumente, welche Arbeitsabläufe in Unternehmen beschreiben.

Implizites Wissen hingegen bezeichnet „Anwendungswissen“. Im Gegenzug zu explizitem Wissen lässt es sich dokumentieren und ist somit personengebunden. Es bezeichnet Fähigkeiten und Können wie zum Beispiel Klavier spielen. Es ist schwer erklärbar und steckt implizit im Können selbst3

Individuelles Wissen ist an Personen bzw. konkrete Personengruppen gebunden. Würden diese Personen eine Institution verlassen, würden sie das Wissen mitnehmen.

Im Gegensatz hierzu ist kollektives Wissen unabhängig von einzelnen Personen. Es stellt sich durch gesellschaftliche Werte und Normen oder Prozesse und Leitlinien von Unternehmen dar. Beispielsweise die Regeln innerhalb der Institution Kirche.4

Um Wissen insbesondere im Zusammenhang mit Wissensmanagement richtig bewerten zu können, ist teils eine horizontale Einteilung des Wissens unerlässlich. Horizontale Einteilungen können beispielsweise sein: Wissen über Kunden, Wissen über Produkte, Wissen über Geschäftspartner, Methodenwissen oder Prozesswissen.5

2.2. Lernen

Wie bereits oben beschrieben entsteht Wissen durch die Vernetzung von Informationen mit einem Kontext. Dieser Prozess wird als Lernen bezeichnet.

"Lernen ist das Aufnehmen, Verarbeiten und Umsetzen von Informationen. Lernen ist ein lebenslanger Prozeß."6

Im Zusammenhang mit Wissensmanagement ist es notwendig, Lernen zielgerecht einzusetzen. Es muss organisational aufgebaut werden. Organisationales Lernen gliedert sich in vier Bausteine.7

2.2.1. Lernebenen

Nach Pawlowski werden 4 Lernebenen unterschieden:

- Individuelles Lernen: Dies ist die Grundlage für sämtliche weitere Lernebenen. Im Fokus steht das Lernen des Individuums.
- Lernen in Gruppen: Das Lernen in Gruppen unterliegt eigenen Regeln und Prinzipien. Gruppen zeichnen sich durch gemeinsame Ziele und Handlungsrituale aus.
- Lernen in Organisationen: Als Organisationen können beispielsweise Unternehmen bezeichnet werden. Das Lernen in der Organisation dient dem Ziel, das Wissen innerhalb der Organisation zu mehren und zu nutzen.
- Lernen in Netzwerken: Lernen in Netzwerken ist wesentlicher Bestandteil der globalisierten Welt. Es ist unternehmensübergreifend. Produktentwicklungen beispielsweise finden heutzutage oftmals über die gesamte Supplychain statt.

2.2.2. Lerntypen

Hier wird zwischen Single-Loop, Double-Loop und Deutero Lernen unterschieden.

Während beim Single-Loop Lerntypen erkannte Probleme lediglich durch vorgegebene Normen gelöst werden, werden beim Double-Loop-Lernen diese Normen durchdacht und gegebenenfalls zielorientiert verbessert.8 Das Deutero-Lernen hingegen stellt den gesamten Lernprozess an sich in Frage und analysiert Möglichkeiten, die effizienter zum Ziel führen.9

2.2.3. Lernphasen

Pawlowski unterscheidet folgende Lernphasen:10

- Identifikation / Generierung befasst sich mit der Analyse, wie externes Wissen in die Organisation integriert werden kann.
- Diffusion bezeichnet den Vorgang des Wissensaustausches innerhalb der Organisation, um neues Wissen zu schaffen.
- Modifikation ist die Vertiefung bereits vorhandenem Wissens durch neue Informationen.
- Aktion bedeutet das Wissen zu nutzen und Verhaltensweisen zu generieren.

2.2.4. Lernformen

- Kognitives Lernen „meint den Prozess, bei dem eine Person ein Problem denkend umstrukturiert und neu organisiert und so Handlungsstrategien zu dessen Lösung herausfindet. Als Ergebnis dieses Prozesses zeigt sich häufig ein geändertes oder neuartiges Verhalten."11
- Verhaltensbedingtes Lernen bezeichnet das Generieren von Verhalten von Individuen in Organisationen. Hierbei interpretieren Individuen Reize, die auf Ihre Organisation wirken und prüfen, ob ihre generierten Verhaltensweisen zu den erwarteten Ergebnissen führen. Andernfalls müssen Verhaltensweisen neu entwickelt werden.
- Kulturbezogenes Lernen entspricht dem kulturellen Wissensvorrat einer Organisation.12

[...]


1 Zitiert nach Romhardt, K., (1998), o.S.

2 Willke, H.

3 Vgl. Nonaka, I. & Takeuchi, H., (1997), o.S.

4 Vgl. Wilke, H., (2002), S. 15 - 32

5 Vgl. Mertins, K. & Seidel, H., (2009), o.S.

6 Zitiert nach: Schilling, J., (1997), S.159

7 Vgl. Pawlowsky, P., (1998), S. 9 - 46

8 Vgl. Thommen, ‚J.-P. (07.07.2017)

9 Vgl. Argyris, C. & Schön, D.A. (1978)

10 Vgl. Pawlowsky, P., (1998), S.20ff

11 Zitiert nach: Hobmair, H., (1996), S. 173

12 Vgl. Pawlowsky, P., (1998), S.20ff

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Lernen im Wissensmanagement. Neue Konzepte für das Wissensmanagement nach Manfred Engeser
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V595522
ISBN (eBook)
9783346204769
ISBN (Buch)
9783346204776
Sprache
Deutsch
Schlagworte
engeser, konzepte, lernen, manfred, neue, wissensmanagement
Arbeit zitieren
Johann Padel (Autor), 2018, Lernen im Wissensmanagement. Neue Konzepte für das Wissensmanagement nach Manfred Engeser, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595522

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