Geldpolitik aus keynesianischer Sicht. Grundlagen und Paradigma


Hausarbeit, 2020

16 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1. Makroökonomie
2.2. Die ökonomische Entwicklungsgeschichte
2.3. Keynesianismus
2.4. Neoklassisches Paradigma
2.4.1. Rolle des Arbeitsmarktes
2.4.2. Das Phänomen der Arbeitslosigkeit
2.4.3. Die Auswirkungen von Lohnsenkungen

3. Keynesianisches Paradigma
3.1. Rolle des Arbeitsmarktes
3.2. Das Phänomen der Arbeitslosigkeit
3.3. Die Auswirkungen von Lohnsenkungen
3.4. Die optimale Geldpolitik aus keynesianischer Sicht
3.4.1. Parameter von Geldangebot und Geldnachfrage

4. Schlussbetrachtung
4.1. Zusammenfassung
4.2. Ausblick

5. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Geldmarktgleichgewicht

Abkürzungsverzeichnis

Bspw.: Beispielsweise

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Zu sagen ist, dass die Makroökonomie eine Analysemethode ist, welche auf der Grundlage institutioneller sowie funktioneller Aggregate das Wirtschaftsgeschehen in seiner Gesamtheit betrachtet und demzufolge gesamtwirtschaftliche Fragestellungen revidiert. Zudem steht die Entstehung der Makroökonomie in der Historie in einem engen Zusammenhang mit dem von Keynes beeinflussten Aufbau der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Die Makroökonomie greift bei der Erforschung der ökonomischen Realität auf gesamtwirtschaftliche Größen zurück, welche in der VGR durch die Aggregation aus einzelwirtschaftlichen Größen gewonnen werden. Ebenso wird ein Teil, der in makroökonomischen Modellen verwendeten Vereinigungen zwischen den betreffenden Größen, der VGR entnommen. Notwendigerweise gehen durch die Aggregation relevante Informationen verloren. Jedoch lässt sich sagen, dass andererseits gerade dies die Voraussetzung ist, um die vermuteten Zusammenhänge transparent erkennen zu können.

Zudem lässt sich sagen, dass die Aufgabe der Konjunktursteuerung aus der keynesianischen Theorie abgeleitet werden kann, da hierbei davon ausgegangen wird, dass der Privatsektor zu Übertreibungen neigt. Hinsichtlich der Wirksamkeit der Geldpolitik sind die Keynesianerinnen und Keynesianer skeptisch, vor allem in den schweren wirtschaftlichen Schwächephasen mit drohender Deflationsspirale.

1.2. Gang der Untersuchung

Die folgende Ausarbeitung soll einen Überblick über die Entstehung sowie die Geldpolitik aus keynesianischer Sicht vermitteln. Aufgrund dessen wird vorerst das die Makroökonomie definiert und näher erläutert. Anschließend wird auf die ökonomische Entwicklungsgeschichte eingegangen.

Um die Fragestellung näher erläutern zu können wird zum einen das neoklassische Paradigma erläutert und anschließend wird auf das keynesianische Paradigma eingegangen. Abschließend wird die Ausarbeitung mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick beendet.

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Makro ö konomie

Als Wissenschaft von den gesamtwirtschaftlichen Vorgängen betrachtet die Makroökonomie die Volkswirtschaft als Ganzes, indem sie gleichartige Wirtschaftssubjekte zu Sektoren, wie beispielsweise Haushaltssektor und Unternehmenssektor, zusammenfasst sowie ihre ökonomische Aktivitäten in Form von Aggregatvariablen, wie beispielsweise gesamtwirtschaftlicher Konsum oder das gesamtwirtschaftliche Güterangebot, darstellt. Im Unterschied zur Mikroökonomik untersucht demzufolge die Makroökonomie gesamtwirtschaftliche Fragestellungen, wie beispielsweise die Entstehung des Volkseinkommens und diese bedient sich dabei der makroökonomischen Modellbildung. Die Gleichgewichtsansätze dominieren dabei mit starker mikroökonomischer Fundierung.1

Die Makroökonomie ist eine Analysemethode, welche auf der Grundlage institutioneller sowie funktioneller Aggregate das Wirtschaftsgeschehen in seiner Gesamtheit betrachtet und demzufolge gesamtwirtschaftliche Fragestellungen revidiert. Die Entstehung der Makroökonomie steht historisch gesehen in einem engen Zusammenhang mit dem von Keynes beeinflussten Aufbau der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Die Makroökonomie greift bei der Erforschung der ökonomischen Realität auf gesamtwirtschaftliche Größen zurück, welche in der VGR durch die Aggregation aus einzelwirtschaftlichen Größen gewonnen werden. Ebenso wird ein Teil, der in makroökonomischen Modellen verwendeten Vereinigungen zwischen den betreffenden Größen, der VGR entnommen. Notwendigerweise gehen durch die Aggregation relevante Informationen verloren. Jedoch lässt sich sagen, dass andererseits gerade dies die Voraussetzung ist, um die vermuteten Zusammenhänge transparent erkennen zu können.

Zudem kann auf die Makroökonomik, die in der Volkswirtschaftstheorie üblichen Gliederungsprinzipien, angewendet werden:

1. Makroökonomische Partialanalyse oder makroökonomische Totalanalyse, je nachdem, ob die einzelnen Märkte oder alle Märkte im Zusammenhang betrachtet werden.
2. Die dynamische Makroökonomik sowie die Statik

3. Die Differenzierung unter den historischen und den inhaltlichen Gesichtspunkten innerhalb diverser makroökonomischen Lehrmeinungen:
a. Bei dem fundamentalen Unterscheidungskriterium ist die Frage, ob sich die realen Wirtschaftssysteme überwiegend im Gleichgewicht befinden oder zumindest bei den Abweichungen vom Gleichgewicht rasant wieder zu einer Gleichgewichtsposition zurückstreben. Natürlich schon ältere Theoriegebäude makroökomische Aussagen, sodass zu den gleichgewichtsorientierten Makrotheorien ebenso klassische Lehre sowie Neoklassiker zählen, obwohl die Makroökonomik erst in den 1930er Jahren begrifflich konstituiert wurde. Die gleichgewichtsorientierten Lehrmeinungen jüngeren Datums sind Monetarismus, Neue Klassische Makroökonomik, Neukeynesianische Makroökonomik sowie Angebotsökonomik.
b. Hingegen gehen die Ungleichgewichtstheorien zurück auf die Keynessche Lehre. Die Neokeynesianische Theorie und Postkeynesianismus gehören in diese Kategorie. Der Neue Keynesianismus hat sich zum Ziel gesetzt, eine mikroökonomische Fundierung makroökonomischer Hypothesen des Keynesianismus, wie beispielsweise Preis- und Lohnstarrheiten, zu liefern. Hierbei knüpft er an die neoklassische Überlegungen an. Aufgrund dessen wird dieser als die Neue Neoklassische Synthese bezeichnet.

4. Die Makroökonomik geschlossener vs. offener Volkswirtschaften2

2.2. Die ö konomische Entwicklungsgeschichte

In der heutigen Zeit sind die volkswirtschaftlichen Theorien gängig, welches sich in den wichtigsten Situationen über Francois Quesney, Adam Smith, Karl Marx sowie John Maynard Keynes entwickelt hat. Hierbei legte Francois Quesney im Jahre 1758 den Grundstein mit dem Modell eines Wirtschaftskreislaufs, welches drei Klassen darstellt, wovon jedoch nur die produktive Klasse fähig ist vorhandenen Reichtum zu maximieren.3

Adam Smith entwickelte diese klassische Theorie weiter, indem er die Bürger ermutigte ihren Beitrag zur Steigerung des Wohlstands beizutragen. Zudem prägte Smith den Ausdruck invisible hand, womit der Markt gemeint war.

In die klassische Ökonomie kam ein weiterer relevanter Einfluss von Jean-Babtiste Say, welcher folgende Theorie – das Say´sche Theorem – aufstellte. Unter dieser Theorie ist der ökonomische Kreislauf in sich komplett geschlossen. Es lässt sich sagen, dass alles was die Wirtschaft produziert, einen Preis erzielt, welcher von den Konsumenten bezahlt werden kann, da diese einen Lohn für ihre Arbeit beziehen. Dementsprechend ist die Geldmenge in seiner Gesamtheit gleich. Nach dem Say´schen Theorem fällt der Zins für dieses Geld, sollte es nun zu einer kurzfristig höheren Spareinlage der Konsumenten kommen. Zum einen folgt daraus, dass das Unternehmen mehr Investitionen betreiben kann, da die Kosten für die jeweiligen Kredite gering sind. Zum anderen lässt sich sagen, dass sich das Sparverhalten wieder minimiert, da es durch fallende Zinsen weniger attraktiv ist.4

Wiederum griff Karl Marx das Smith´Modell in seinem Werk das Kapital auf und konnte hieraus ein ganz eigenes Modell entwickeln, welcher nur noch zwei Klassen zugrunde lagen: Die Arbeiter und die Kapitalisten. Die Makroökonomie spaltet die marxistische Sicht der Dinge von den Neoklassikern zum sogenannten „marxistischen System“ ab.5

2.3. Keynesianismus

Die Denkrichtung innerhalb der Volkswirtschaftslehre wird als Keynesianismus bezeichnet, welcher sich aus der Wirtschaftslehre des Nationalökonomen Keynes sowie der von ihm an der Neoklassik ausgeübten Kritik entwickelt hat. Zudem wird dieser Begriff häufig als Synonym für eine interventionistische, primär am Ziel der Sicherung von der Vollbeschäftigung orientierter staatlicher Wirtschaftspolitik verwendet, welches schon von Keynes empfohlen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg erlangte der Keynesianismus weite Verbreitung in der volkswirtschaftlichen Theorie, jedoch ebenso in der praktischen Politik diverser Länder und stellte bis Anfang der 1970er- Jahre die vorherrschende volkswirtschaftliche Lehrmeinung dar. Es lässt sich sagen, dass insbesondere nach der Finanzmarktkrise 2008 sowie den daraus resultierenden weltweiten Rezessionen, Keynes wieder stark an Bedeutung gewonnen hat.6

Nach dem Tod von Keynes entwickelten aus der ursprünglichen Keynesschen Wirtschaftslehre konkurriende Schulen, zwischen denen zum Teil größere Meinungsunterschiede existieren als zwischen Monetaristen auf der einen Seite sowie Keynesianern auf der anderen Seite. Jedoch ist all diesen Strömungen des Keynesianismus gemeinsam, dass diese eine Markwirtschaft für inhärent instabil halten, welches die wesentlichen Ursachen gesamtwirtschaftlicher Instabilität in Schwankungen die gesamtwirtschaftlichen Endfrage, vor allem der Investitionen, ansehen und dass diese die Gefahr eines anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichts mit hoher Arbeitslosigkeit betonen, aus dem sich die Wirtschaft aus eigner Kraft allein aufgrund der von den Klassikern betonten sogenannten Selbstheilungskräfte nicht befreien kann. Die Vertreter des Keynesianismus fordern aufgrund dessen Investitionen des Staates in den Wirtschaftsprozess, um demzufolge wirtschaftspolitische Maßnahmen das reale Wirtschaftswachstum anzukurbeln sowie die Vollbeschäftigung zu erreichen.7

2.4. Neoklassisches Paradigma

Die grundlegend folgenden Aussagen müssen angenommen werden, um die Entwicklung der Neoklassik sowie dessen Theorie umfassend darstellen zu können. Zu diesen Aussagen gehören:

- Die vollkommene Flexibilität der Faktorpreise
- Der Absatz aller Güter
- Die unveränderliche Relation zwischen dem Güterpreis und Faktor
- Das automatisierte Marktgleichgewicht
- Einziges Motiv für den Geldeinsatz ist die Transaktion
- Zudem herrscht zwischen der Realwirtschaft und der monetärer Sphäre eine Dichotomie
- Es erfolgt kein Staatseingriff in das Marktgeschehen.8

Es lässt sich sagen, dass die grundsätzlich funktionierenden Märkte unterstellt werden, wodurch ein sogenannter stabiles simultanes Gleichgewicht auf allen Märkten gegeben ist. 9 Die Neoklassik geht des Weiteren davon aus, dass das Verhalten von den Unternehmen sowie von den Haushalten die Märkte beeinflusst und den Kreislauf von Angebot und Nachfrage optimal ausfüllen wird. Die Unternehmen fragen nach Arbeit und bieten Güter an. Hingegen fragen die Haushalte ihrerseits Güter nach und bieten den Unternehmen die Arbeitskraft, welche benötigt wird. Infolgedessen wird das Geld ausschließlich als Tauschmittel betrachtet und die Arbeitssuchenden Individuen finden ihre Beschäftigung, welches in der neoklassischen Theorie das korrigierende Eingreifen des Staates obsolet macht.10

2.4.1. Rolle des Arbeitsmarktes

Der Arbeitsmarkt ist aus der Neoklassischen Sicht ein Ort, an dem sich Anbieter von Arbeit, also die Unternehmen und die Nachfrager von Arbeit, also Arbeitskräfte homogen aufeinander treffen. In dieser Sichtweise gibt es keine Schwierigkeiten in der Qualifikation und infolgedessen stellt sich durch vollständige Flexibilität im Lohnniveau ein Gleichgewicht automatisch ein. Hierbei errechnen die Unternehmen den Nutzern einer zusätzlichen Arbeitskraft und bieten demnach ein Entgelt an, bei dem sich zusätzliche Arbeitskraft für sie lohnt.

In der Neoklassik wird davon ausgegangen, dass der Grenzertrag für die zusätzliche Arbeitskraft abgenommen wird, lohnen sich die neuen Arbeitskräfte nur bei proportional sinkenden Löhnen.11

2.4.2. Das Ph ä nomen Arbeitslosigkeit

Es lässt sich sagen, dass im neoklassischen Paradigma keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit existiert. Durch die vollständige Flexibilität der Löhne sowie der Güterpreise, wird sich immer ein Gleichgewicht zwischen den Arbeitssuchenden sowie den Anbietern von Arbeit finden. Aus Sicht der Neoklassiker wird, auch wenn es zu Störungen des Gleichgewichts von außen kommen sollte, es durch die Anpassung der Parameter auf ein neues Gleichgewicht aufgehoben. Hierbei lässt sich sagen, dass eine Person, welche nicht bereit ist für einen neuen, niedrigeren Gleichgewichtslohn zu arbeiten nicht unfreiwillig arbeitslos. Aufgrund dessen bedarf diese Person keiner staatlichen Unterstützung.12

[...]


1 Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/makrooekonomik-40778 (Stand 24.03.2020, 13:00Uhr)

2 Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/makrooekonomik-40778 (Stand 24.03.2020, 13:06Uhr)

3 Vgl. Albertshauser, Ulrich 2007, S. 59 f.

4 Vgl. Regall, Holger 2011, S. 60 f.

5 Vgl. Albertshauser 2007, S.60 f.

6 Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/keynesianismus-38052 (Stand 26.03.2020, 12:18Uhr)

7 Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/keynesianismus-38052 (Stand 26.03.2020, 12:25Uhr)

8 Vgl. Albertshauser 2007, S.111

9 Vgl. Kampmann, Ricard/ Walter, Johann 2012, S. 67

10 Vgl. Kampmann, Ricard/ Walter, Johann 2012, S. 67

11 Vgl. Kampmann, Ricard/ Walter, Johann 2012, S. 72 f.

12 Vgl. Kampmann 2012, S.74 f.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Geldpolitik aus keynesianischer Sicht. Grundlagen und Paradigma
Hochschule
Northern Business School
Note
2.0
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V595937
ISBN (eBook)
9783346209115
ISBN (Buch)
9783346209122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geldpolitik, Keynesianismus, Volkswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
SIbel Terzi (Autor), 2020, Geldpolitik aus keynesianischer Sicht. Grundlagen und Paradigma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595937

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