Personalwirtschaftliche Aspekte der Corporate Identity


Hausarbeit, 2005

25 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung: Berührungspunkte zwischen Corporate Identity und Personalpolitik

2 Definitorische Grundlagen: Corporate Identity und Personalpolitik
2.1 Corporate Identity: Sammelbegriff für Design, Kommunikation und Verhalten
2.2 Personalpolitik: Anknüpfungspunkt zur Personalwirtschaft

3 Betriebliche Personalpolitik: Ansatzpunkt für personalwirtschaftliche Aspekte der Corporate Identity
3.1 Personal-Image und Betriebsklima: Personalrelevante Segmente der Corporate Identity
3.2 Begriff und Wesen von Konflikten: Ein Problem innerhalb der Personalpolitik
3.3 Anreizsystem: Personalpolitische Instrumente als Ansatzpunkt zur Lösung von Problemen innerhalb der Personalpolitik
3.4 Lean Management und Business reengineering: Managementansätze der Personalpolitik

4 Commitment: Verbindung zwischen Unternehmen und Identität der Person
4.1 Commitment: Bindung an das Unternehmen durch eine gut formulierte Corporate Identity
4.2 Loyalität: Positive Auswirkungen von Commitment

5 Führung: Entscheidender Aspekt der Personalwirtschaft zur Durchsetzung der Corporate Identity
5.1 Führung: Begriff und Wesen der Führung
5.2 Führung und Zusammenarbeit: Betriebsvereinbarung zur Regelung der Führung und Zusammenarbeit bei einem Energieversorger

6 Fazit: Personalwirtschaftliche Aspekte der Corporate Identity – ein

Zukunftstrend

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Darstellung der Corporate Identity

Abb. 2: Corporate Identity und Personal-Image

Abb. 3: Gliederung der Anreize

1 Einleitung: Berührungspunkte zwischen Corporate Identity und Personalpolitik

Die Corporate Identity - oder Unternehmensidentität - die das Erscheinungsbild und das Auf­treten eines Unternehmens umfasst, bezieht sich nicht nur auf die Wirkung nach außen, sondern auch nach innen. Sie geht dabei auf die formellen Gegebenheiten, die Kommu­nikation sowie das Verhalten der Mitarbeiter untereinander, gegenüber Vorgesetzten und Kunden ein.[1]

Aufgabe der Corporate Identity ist es, die Unternehmensziele zu kommunizieren und das Unternehmen in einem geschlossen Konzept darzustellen. In diesem Punkt tritt nicht nur die Marketingabteilung in Erscheinung, die sich auf das Corporate Design Manual bezieht und die äußere Erscheinung des Unternehmens mit Hilfe von Firmenlogos, Plakaten, Werbeslogans usw. anpasst, sondern auch die Personalabteilung. Sie stellt den Anlaufpunkt für Mitarbeiter dar und ist als Schnittstelle zwischen Mitarbeiter, Führungskraft und Betriebs­rat zu sehen.[2]

Da die Unternehmensidentität den Mitarbeiter zusätzlich motivieren kann indem sich dieser mit ihr identifiziert, ist es besonders wichtig die personalwirtschaftlichen Aspekte der Corporate Identity zu betrachten.

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, die personalwirtschaftlichen Aspekte der Corporate Identity zu erfassen. Hierfür ist im zweiten Kapitel zunächst ein grundlegendes Verständnis für die weiteren Ausführungen zu entwickeln, indem die Begriffe Corporate Identity und Personalpolitik definiert und inhaltlich erläutert werden. Aufbauend auf die gewonnen Erkenntnisse wird im dritten Kapitel auf die betriebliche Personalpolitik eingegangen, die entsprechend der Corporate Identity gestaltet werden muss, um eine Einheit innerhalb des Unternehmens sicher zu stellen.

Im vierten Kapitel wird insbesondere auf das Commitment eingegangen, welches die Bindung des Mitarbeiters zum Unternehmen beschreibt.

Im Bereich Personalwirtschaft ist als weiterer wichtiger Punkt das Führungsverhalten zu nennen, welches Inhalt des fünften Kapitels darstellt. Eine Führungspersönlichkeit hat direkten Kontakt zu seinen Mitarbeitern und ist dem entsprechend auch in die Umsetzung der Corporate Identity involviert. Da die Wahl des richtigen Führungsstils sehr wichtig ist, habe ich diese Thematik in meine Hausarbeit mit einbezogen. In Verbindung dazu gehe ich auch auf die Führung und Zusammenarbeit speziell bei einem Energieversorger ein.

Das sechste Kapitel rundet die Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick in die Zukunft ab.

2 Definitorische Grundlagen: Corporate Identity und Personalpolitik

2.1 Corporate Identity: Sammelbegriff für Design, Kommunikation und Verhalten

Das Erscheinungsbild und das Selbstverständnis eines Unternehmens einheitlich nach außen aufzutreten bezeichnet man als Corporate Identity. Diese ist geprägt von der Geschichte und Tradition des Unternehmens oder wird eigens für ein neues Unternehmen geschaffen.

Ziel der Corporate Identity ist es, das Erscheinungsbild des Unternehmens nach Innen und Außen auf die Unternehmensziele auszurichten. Das Unternehmen soll also von Kunden, Lieferanten und auch von den eigenen Mitarbeitern damit identifiziert werden, was es wirklich aussagen und erreichen möchte – eine Botschaft soll vermittelt und verstanden werden.[3]

Zur Corporate Identity gehören äußeres Erscheinungsbild (Corporate Design), Kommunikation (Corporate Communications) und Verhalten (Corporate Behavior).

Zum Corporate Design - als Teilbereich innerhalb der Corporate Identity - gehört das gesamte visuelle Erscheinungsbild mit der Gestaltung der Kommunikationsmittel wie Geschäftspapieren, Verpackungen oder Firmenlogos und das Design der angebotenen Produkte.

Um einen Wiedererkennungswert zu erzielen, wird das Design einheitlich gestaltet und in dokumentierter Form den Mitarbeitern als Corporate Design Manual zur Verfügung gestellt.[4]

Als weiterer Teilbereich ist die Kommunikation mit dem Einsatz verschiedener, auf die Corporate Identity abgestimmter, Kommunikationsmedien zu nennen. Es handelt sich dabei um eine mediengebundene Botschaft eines Senders (Unternehmen) an einen Empfänger (Kunde, Öffentlichkeit usw.). Hier ist es besonders wichtig strategisch zu planen, da ein Unternehmen durch Kommunikation an die Kunden heran tritt und sich als Einheit präsentieren will.[5]

Corporate Behavior beschreibt das Verhalten von Mitarbeitern untereinander und zu den Führungskräften sowie gegenüber den Kunden und Geschäftspartnern des Unternehmens. Führungsgrundsätze und Mitarbeiterverhalten sind in einem Verhaltenskodex meist schriftlich zusammengefasst. Unternehmensinternes Verhalten bezieht sich vor allem auf die angewandten Führungsstile, das Aus- und Fortbildungsangebot, die Lohnpolitik und die Sozialleistungen. Das Verhalten gegenüber Kunden ist hingegen vor allem durch die Produkte und deren Preise, den Verkauf sowie die Qualitätsgrundsätze, Serviceleistungen und Reaktion auf Reklamationen geprägt.[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Darstellung der Corporate Identity

Quelle: In Anlehnung an Birkigt 1998, S. 19.

Im Gegensatz zur Corporate Identity stellt das Corporate Image das Fremdbild des Unternehmens dar (Wie sieht das soziale Umfeld das Unternehmen?) und umfasst vor allem Preis-, Produkt- und Werbestrategien.[7]

2.2 Personalpolitik: Anknüpfungspunkt zur Personalwirtschaft

Die Unternehmensidentität beeinflusst, in Verbindung mit der Unternehmenskultur[8] und der Unternehmensleitung, die Personalpolitik. Die Personalpolitik, die als Entscheidungsprozess gesehen werden kann, befasst sich mit den Verhaltensweisen der Mitglieder innerhalb des Unternehmens.[9] Aus der Personalpolitik werden Ziele und Aufgaben für die Personalwirtschaft formuliert. Zu den personalwirtschaftlichen Zielen und Aufgabenkomplexen gehört beispielsweise die Bereitstellung der zur Durchsetzung der Unternehmensziele benötigten personellen Kapazitäten. Dabei geht es um die quantitative und qualitative Bereitstellung des benötigten Personals zur richtigen Zeit am richtigen Ort und zu den richtigen Kosten.[10]

Es wird deutlich, dass zwischen Personalwirtschaft und Corporate Identity ein enger Zusammenhang besteht, da die Corporate Identity die Grundlage für die Arbeit und Entscheidungsprozesse innerhalb der Personalabteilung bildet.

Die Unternehmensleitung formuliert die Corporate Identity im Zuge der Unternehmenspolitik und unter Beachtung der Unternehmenskultur.[11] Die Corporate Identity bildet dann die Grund­lage für die Arbeit im ganzen Unternehmen – also auch im personalwirtschaftlichen Bereich. Innerhalb dieses Bereiches ist der Einfluss der Unternehmensidentität sogar verstärkt, da der Fokus der Unternehmensleitung auf der Zusammenarbeit der Mitarbeiter liegt, die gesteuert, gestaltet und kontrolliert werden muss.

[...]


[1] vgl. Unterrichtsmaterialien, die in der Vorlesung Marketing des Sommersemesters 2004 von Professor Schütz vorgelegt wurden.

[2] vgl. ebd.

[3] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity [Stand: 11.04.2005].

[4] vgl. ebd.

[5] vgl. ebd.

[6] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity [Stand: 11.04.2005].

[7] vgl. Gartner 2002, S.59.

[8] „Unternehmenskultur ist ein soziokulturelles, immaterielles, unternehmensspezifisches Phänomen, welches die Werthaltungen, Normen und Orientierungsmuster, das Wissen und die Fähigkeiten sowie die Sinnvermittlungspotentiale umfasst, die von einer Mehrzahl der Unternehmensmitglieder geteilt und akzeptiert werden.“ A.B. Schnyder 1989, S. 61.

[9] vgl. Eckardstein 1978, S. 5-6.

[10] vgl. Hentze 2001, S. 57.

[11] vgl. Bungarten 1994, S. 9-11; 23-24.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Personalwirtschaftliche Aspekte der Corporate Identity
Veranstaltung
Personal
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V59595
ISBN (eBook)
9783638534918
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalwirtschaftliche, Aspekte, Corporate, Identity, Personal
Arbeit zitieren
Dorina Sechting (Autor), 2005, Personalwirtschaftliche Aspekte der Corporate Identity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59595

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