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Hacker, Hacktivismus und Anonymous. Asymmetrien und Verzerrungen der medialen Darstellung von Hackern

Title: Hacker, Hacktivismus und Anonymous. Asymmetrien und Verzerrungen der medialen Darstellung von Hackern

Term Paper , 2018 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nina Schoger (Author)

Communications - Mass Media
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Diese Arbeit beschreibt die mediale Darstellung von Hackern bzw. des Hackerbegriffs. Vorrangig wird dies über eine Studie über das Framing der Medienberichterstattung von Anonymous Hacktivisten beschrieben. Im Zuge dessen wird auf eventuelle Asymmetrien und Verzerrungen der Darstellungen von Hackern eingegangen. Der Begriff "Hacker" kam erstmals in den fünfziger Jahren auf. Zu dieser Zeit bedeutete er aber noch etwas ganz anderes und lässt sich wohl kaum mit dem heutigen Verständnis vergleichen. Es Begann mit dem Tech Model Railroad Club (TMRC) um die Modelleisenbahn am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Als "Hack" galt dabei eine kreative, innovative Lösung für hauptsächlich technische Probleme, in diesem Kontext ging es um die Steuerung der Modelleisenbahn.

Die TMRC Mitglieder, die sich selbst Hacker nannten, begannen mit dem Programmieren, als 1959 erstmalig ein Computerkurs am MIT angeboten wurde. Mit dem technischen Fortschritt stiegen im Folgenden auch die Nutzerzahlen. Damit einher gingen diverse neue Sicherheitsmaßnahmen und Regelungen, um unerwünschten Zugriff auf die Computerprogramme zu unterbinden. Dies stand allerdings entgegen der Ansichten der Hacker, die uneingeschränkten Zugang zu den Computern und Informationen forderten. Als Gegenreaktion arbeiteten sie also an ihren technischen Fertigkeiten, um die Sicherheitseinschränkungen zu umgehen. Bald schon entwickelte sich eine spielerische Subkultur von Hackern, die nun nicht mehr zielorientiert programmierten und hackten, sondern am bloßen Regelbruch interessiert waren

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Entwicklung des Hackerbegriffs

2. Begriffe in Zusammenhang mit Hacking

2.2 Wichtige Definitionen

2.3 Hacktivismus

2.4 Cybercrime

2.5 Cyberterrorismus

3. Hackerdarstellungen in den Medien

3.1 Der Hacker als Charakter im Film

3.2 Anonymous in der Medienberichterstattung

3.2.1 Die Studie

3.2.2 Frames und Tendenzen der Berichterstattung

3.2.3 Genauere Betrachtungen einzelner Hackangriffe

3.3 Das Hackerbild in den Medien nach 9/11

4. Zusammenfassung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Darstellung von Hackern und die mediale Konstruktion des Hackerbegriffs. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie journalistische Berichterstattung – beispielsweise durch Framing-Prozesse – das Bild von Hackergruppen wie Anonymous und das öffentliche Verständnis von Cybersicherheit beeinflusst.

  • Historische Entwicklung des Hackerbegriffs von den Ursprüngen am MIT bis zur Moderne.
  • Theoretische Abgrenzung zentraler Begriffe wie Hacktivismus, Cybercrime und Cyberterrorismus.
  • Mediale Repräsentation von Hackern in Film und Fernsehen.
  • Analyse des Framings von Anonymous in der internationalen Presse anhand spezifischer Operationen.
  • Untersuchung des Einflusses der Ereignisse vom 11. September 2001 auf die journalistische Wortwahl und das Hackerbild.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Studie

In den letzten Jahren geriet eine Hacker Gruppe vermehrt ins Visier der Medien. Anonymous erregte mit Aktionen wie Operation Sony oder Operation Payback immer wieder Aufmerksamkeit. Die umstrittene Cyber Aktivisten Gruppe überschreitet Grenzen, ihre Ziele sind dabei oft die Regierung oder große Unternehmen. Sie legen Websites lahm, verändern sie oder stehlen Daten und erfreuen sich dabei wachsender Bekanntheit. Es scheint ein regelrechter Hype um die Gruppe entstanden zu sein, die die Guy Fawkes Maske nun fast schon zu einem Symbol der Popkultur gemacht hat. Sie werden zum Teil als Helden und Freiheitskämpfer gefeiert, belächelt und als Witzbolde abgetan oder aber als Bedrohung gesehen. Das Phänomen Anonymous will sich nicht wirklich in eine Schublade stecken lassen und lässt viel Freiraum für Interpretationen, was sich in den Medien wiederspiegelt. In einer Studie von Klein (2015, S. 379-401) wurde die Medienberichterstattung über Anonymous in zehn verschiedenen Ländern verglichen. Mittels Frame- und Inhaltsanalyse wurden dabei 200 Zeitungsartikel mit Erscheinungsdatum zwischen Juni 2012 und Juni 2013 begutachtet. Mit den erfassten Artikeln innerhalb dieses Zeitraums konnte die Mediendarstellung von 56 Hacker Operationen des Hackerkollektivs untersucht werden. Sowohl das Dargestellte Bild von Anonymous durch die internationale Presse, als auch die Selbstwahrnehmung des Aktivistenkollektivs wurden dabei analysiert und verglichen, um eine Annäherung an das von den Medien vermittelte Bild von Hacktivisten zu geben. Um genauere Aussagen über Muster der Berichterstattung treffen zu können, entschied man sich für vier Anonymous Aktionen, deren Pressereaktionen man verglich. Dabei handelt es sich um die Operationen gegen PayPaypal, die US Sentencing Comission, die Federal Reserve und die Los Angeles Times, also Ziele aus verschiedenen Bereichen (globales Unternehmen, Gesetz, Regierung und Medien). Im Folgenden wird ein Überblick über die Studie und ihre Ergebnisse gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Entwicklung des Hackerbegriffs: Dieses Kapitel zeichnet die historische Evolution des Hacker-Begriffs nach, beginnend bei kreativen Tüftlern am MIT bis hin zur heutigen Wahrnehmung von Hackern als mediale Phänomene.

2. Begriffe in Zusammenhang mit Hacking: Hier werden grundlegende Definitionen von Hacktivismus, Cybercrime und Cyberterrorismus dargelegt, um die notwendige Basis für die Analyse medialer Zuschreibungen zu schaffen.

3. Hackerdarstellungen in den Medien: Dieser Hauptteil analysiert, wie Medien Hacker als Charaktere inszenieren, wie das Kollektiv Anonymous geframt wird und wie Ereignisse wie 9/11 das öffentliche Bild maßgeblich beeinflusst haben.

4. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden hier pointiert zusammengeführt, wobei insbesondere das negative Framing in der Presse betont wird.

5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Studienergebnisse kritisch und diskutiert mögliche Einflussfaktoren auf die Berichterstattung, wie etwa die politische Orientierung von Medienhäusern.

Schlüsselwörter

Hacker, Medienberichterstattung, Hacktivismus, Anonymous, Framing, Cybercrime, Cyberterrorismus, Journalismus, 9/11, Digitale Identität, Hackerkultur, Medienanalyse, Cybersicherheit, Repräsentation, Online-Aktivismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Hacker in den Medien dargestellt werden und welche Narrative sowie Frames dabei von Journalisten verwendet werden, um das Bild von Hackern in der Öffentlichkeit zu prägen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Differenzierung zwischen verschiedenen Hackertypen, der filmischen Darstellung von Hackern sowie einer inhaltsanalytischen Untersuchung der Berichterstattung über das Hackerkollektiv Anonymous.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Verzerrungen und negative Tendenzen in der journalistischen Berichterstattung über Hacker aufzudecken und zu verstehen, welche Faktoren – wie beispielsweise politische Ausrichtung – dieses Framing beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin stützt sich primär auf Literaturanalysen und greift auf bestehende empirische Studien zurück, insbesondere auf Inhalts- und Frame-Analysen von Zeitungsartikeln.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Im Zentrum steht die Analyse des Medienbildes von Anonymous anhand konkreter Beispiele sowie der Wandel der medialen Hacker-Wahrnehmung durch externe Schocks wie das Ereignis vom 11. September 2001.

Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselwörter?

Die Schlüsselwörter spannen den Bogen von der technischen Einordnung (Hacker, Cybercrime) bis hin zur medienwissenschaftlichen Perspektive (Framing, Medienberichterstattung, Repräsentation).

Wie veränderte sich die Berichterstattung nach dem 11. September?

Die Studie zeigt, dass der Hackerbegriff nach 9/11 verstärkt mit Terrorismus und Bedrohung assoziiert wurde, wobei vermehrt hypothetische Szenarien anstelle realer Ereignisse in den Vordergrund rückten.

Warum wurde Anonymous in den Medien oft negativ dargestellt?

Die Analyse legt nahe, dass die politische Ausrichtung konservativer Medienhäuser sowie die tendenziöse Einordnung von Hacktivismus als "malicious pranksters" dazu beitrugen, die Motive der Gruppe zu diskreditieren.

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Details

Title
Hacker, Hacktivismus und Anonymous. Asymmetrien und Verzerrungen der medialen Darstellung von Hackern
College
University of Augsburg  (IMWK)
Grade
2,0
Author
Nina Schoger (Author)
Publication Year
2018
Pages
13
Catalog Number
V595972
ISBN (eBook)
9783346213662
ISBN (Book)
9783346213679
Language
German
Tags
hacktivismus cybercrime anonymous hacking cyber crime hacker digital aktivismus activism ziviler ungehorsam netz framing berichterstattung studie medien 9/11 cyberterror frame
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Schoger (Author), 2018, Hacker, Hacktivismus und Anonymous. Asymmetrien und Verzerrungen der medialen Darstellung von Hackern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595972
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