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Tis time to part: Thomas Paines "Common Sense" und seine Auswirkungen

Title: Tis time to part: Thomas Paines "Common Sense" und seine Auswirkungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christof Belka (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Kaum ein Werk, das die amerikanische Revolutionszeit behandelt, lässt es sich nehmen, auf Thomas Paines Pamphlet ”Common Sense“ zu verweisen. Die ”meisterhafte Agitationsprosa“1 brach mit Tabus, polarisierte die öffentliche Meinung, ”wurde von Männern in öffentlichen Ämtern gelesen, in Clubs besprochen, in Schulen deklamiert und in einem Fall, in Connecticut, anstelle einer Predigt von der Kanzel verlesen“.2 Dennoch ist die Frage nach der Bedeutung von ”Common Sense“ für die Unabhängigkeit wenig hilfreich: Zu wenig und zu viel sei, wie Bernard Bailyn in seinem zentralen Essay ”The Anatomy of Common Sense“ bemerkt, über den tatsächlichen Einfluss bekannt. Die Kenntnis über Details der Entstehungsphase der Unabhängigkeitserklärung lassen ”Common Sense“ in den Hintergrund treten. Die eigentliche Frage, die man stellen sollte, lautet also: Was ist das Besondere, das ”Common Sense“ von der restlichen politischen Literatur der Zeit unterscheidet?3
Der transformatorische Kontext der Revolution bot die besten Voraussetzungen für Veränderungen der Art des Wahrnehmens, Ausdrückens und Wertens politischer Probleme. Die neue politische Mentalität war Änderungen gegenüber empfänglich und wandte sich statt der Vergangenheit den Problemen der Gegenwart und Zukunft zu.4 Die vorliegende Arbeit wird die Besonderheiten in Paines Schrift ergründen und sich neben den weitreichenden, sofortigen Auswirkungen auf den politischen und gesellschaftlichen Diskurs auch dem Grad des Einflusses auf die amerikanische Identität über die Revolutionszeit hinaus widmen. Die zentrale These stammt dabei aus dem bereits erwähnten Aufsatz des bedeutenden Historikers Bailyn. Sehr gute Analysen des Werkes bieten neben einigen Aufsätzen, die speziellere Aspekte beleuchten, vor allem die literaturwissenschaftlichen Schriften von Woodcock (1992), Clark (1978) und Ginsberg (1977). Kramnick (1986) gibt einen konzisen überblick über milieubedingte Einflüsse auf Paine und die Rezeption des Pamphlets. Außer den allgemeinen USAGeschichtswerken, von denen besonders Sautter (1998) und Jones (1995) hervorzuheben sind, ermöglichen Dippel (1985) und das kürzlich erschienene Werk von Cogliano (2000) einen exzellenten Einblick in soziale und politische Details der amerikanischen Revolution. Die Dissertation vonWoll (1992) soll nicht unerwähnt bleiben, die zu Paines Leben, Werk und Motivationen ein vollständiges Hintergrundwissen liefert.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung

2 Geschichtlicher Hintergrund des Werkes

2.1 Biografischer Kontext

2.2 Historisch-politischer Kontext

2.3 Sozialer Kontext

3 Text und Wirkung

3.1 Einflüsse

3.2 Wichtige Argumentationslinien

3.3 Stilistische Mittel

3.4 Rezeption: Stimmen und Reaktionen

4 Fazit: „Common Sense“ und die amerikanische Identität

5 Bibliografie

5.1 Primärquellen

5.2 Biografien über Thomas Paine

5.3 Allgemeine und spezielle historische Darstellungen

5.4 Spezielle Schriften zu Paine bzw. „Common Sense“

5.5 Zeitschriftenartikel

5.6 Weitere zitierte Quellen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten von Thomas Paines Pamphlet „Common Sense“. Ziel ist es, die weitreichenden politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Schrift zu analysieren und ihren spezifischen Einfluss auf die Formierung der amerikanischen Identität während und nach der Revolutionszeit zu bestimmen.

  • Biografische und historische Hintergründe von Thomas Paine und seinem Werk.
  • Die geistigen Grundlagen und der englische Radikalismus als Einflüsse.
  • Analyse der rhetorischen Strategien und Argumentationslinien des Pamphlets.
  • Die Rezeption von „Common Sense“ und seine Rolle in der amerikanischen Nationenbildung.

Auszug aus dem Buch

Wichtige Argumentationslinien

Paine sah die Revolution als dialektischen Prozess: Die Transformation lag für ihn in der Wahrnehmung und Überwindung der Unterschiede, die zwischen den institutionellen sozialen Formen, in denen die Menschen lebten, und den psychischen Zuständen, die sie als Individuen erfuhren, bestanden. Aus dieser Vorannahme leitet sich sein Ziel radikaler Veränderung sowohl von Denkweisen als auch auf institutioneller und Machtebene her.

Die Argumente in „Common Sense“ sind durchaus nicht immer stichhaltig, aber in ihrer Abfolge und rhetorischen Präsentation von äußerst persuasiver Wirkung. Viel ist über diesen scheinbaren Widerspruch zwischen der wenig stringenten Argumentation und der enormen Wirkung des Pamphlets publiziert worden und es soll das Ziel dieses Kapitels sein, zu ergründen, wie Paine mit eher bescheidenen Inhalten den Nerv der Zeit so treffen konnte, dass sich die öffentliche Meinung fundamental veränderte und von den Argumenten des Pamphlets tatsächlich überzeugen ließ. Es soll im Folgenden nachgewiesen werden, dass Paine zu diesem Zwecke mit einer „negierenden Logik“ operiert, einem System von Prämissen und oft religiösen Glaubenssätzen, das die Basis bisher als richtig und gültig akzeptierter Annahmen fundamental umwälzt oder eliminiert und somit zur wahrhaft revolutionären Bewusstseinsveränderung gelangt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkung: Einführung in die Bedeutung von Thomas Paines „Common Sense“ und Darlegung des Forschungsansatzes zur Untersuchung der Besonderheiten des Werkes.

2 Geschichtlicher Hintergrund des Werkes: Beleuchtung des biografischen, historisch-politischen und sozialen Kontexts, in dem Thomas Paine und sein Pamphlet entstanden sind.

3 Text und Wirkung: Detaillierte Untersuchung der geistigen Einflüsse, der rhetorischen Argumentationslinien, der angewandten stilistischen Mittel sowie der zeitgenössischen Reaktionen auf das Werk.

4 Fazit: „Common Sense“ und die amerikanische Identität: Einordnung von „Common Sense“ als zentrales Werk der amerikanischen Nationenbildung und Reflexion über seinen anhaltenden Einfluss auf das amerikanische Nationalbewusstsein.

5 Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Arbeit.

Schlüsselwörter

Thomas Paine, Common Sense, Amerikanische Revolution, Unabhängigkeit, Radikalismus, Politische Rhetorik, Amerikanische Identität, Aufklärung, Nation-Building, Parlamentarismus, Monarchiekritik, Gesellschaftsvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Pamphlet „Common Sense“ von Thomas Paine und dessen bedeutende Rolle sowie Wirkung im Kontext der Amerikanischen Revolution.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen den historischen und biografischen Hintergrund des Autors, die rhetorische Analyse des Textes und die langfristigen Auswirkungen auf die amerikanische Identität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum „Common Sense“ trotz teilweise widersprüchlicher Argumente eine derart fundamentale Wirkung auf die öffentliche Meinung und den Unabhängigkeitsprozess Amerikas ausüben konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-literaturwissenschaftliche Analyse, bei der sowohl der geschichtliche Kontext als auch die spezifische Rhetorik und Argumentationsweise Paines betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflüsse des englischen Radikalismus auf Paine, dekonstruiert seine Argumentationslinien gegen das englische Monarchiesystem und untersucht die stilistischen Mittel, die das Pamphlet so überzeugend machten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Amerikanische Revolution, Thomas Paine, Common Sense, Unabhängigkeit, Radikalismus und Politische Rhetorik.

Warum spielt die Religion eine Rolle in der Argumentation von Paine?

Paine verwendet biblische Metaphern und religiöse Analogien, um seine radikalen Forderungen moralisch aufzuladen und die Zielgruppe der damaligen Zeit effektiver anzusprechen.

Inwiefern beeinflusste die Arbeit spätere US-Präsidenten?

Das Werk wird bis heute zitiert, um unterschiedliche politische Positionen zu legitimieren, wie etwa die Rede von Gerald Ford zur Lage der Nation im Jahr 1976 zeigt.

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Details

Title
Tis time to part: Thomas Paines "Common Sense" und seine Auswirkungen
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät)
Course
Hauptseminar: Die amerikanische Revolution und ihre (Vor-)Denker
Grade
1,0
Author
Christof Belka (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V5959
ISBN (eBook)
9783638136648
ISBN (Book)
9783656519157
Language
German
Tags
Revolution USA Amerikanische Revolution Common Sense Thomas Paine Unabhängigkeitserklärung Declaration of Independence Nordamerika Kolonialismus Großbritannien Empire
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Belka (Author), 2001, Tis time to part: Thomas Paines "Common Sense" und seine Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5959
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