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Die Umsetzung der Forderung nach Nachhaltigkeit durch die deutsche Modeindustrie

Title: Die Umsetzung der Forderung nach Nachhaltigkeit durch die deutsche Modeindustrie

Term Paper , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christina Blumhofer (Author)

Design (Industry, Graphics, Fashion)
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In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie die Forderung nach Nachhaltigkeit von der deutschen Modeindustrie umgesetzt wird. Dabei werden die Etablierung der nachhaltigen Mode in Deutschland sowie grundlegende Kriterien für ökologische, verantwortungsbewusste Bekleidungsherstellung ausführlich behandelt. Die einzelnen Gesichtspunkte werden anhand konkreter Beispiele deutscher Modeunternehmen veranschaulicht.

„Buy less, choose well, make it last!“, lautet die Aussage der britischen Modedesignerin Vivienne Westwood. Mit ihrem Motto „Qualität geht über Quantität“ will sie ihre Mitmenschen zum Kauf von weniger, dafür qualitativ hochwertiger Kleidung anregen. Dieser Anspruch ist einer der wesentlichen Faktoren, der nachhaltige von herkömmlich produzierter Kleidung unterscheidet. Er geht über Material, Herstellung und Design hinaus und beinhaltet Werte, wie etwa den Anspruch, weder Umwelt noch Mensch zu schaden. Daher umfasst die Bezeichnung nachhaltige Mode sowohl die ökologische als auch die soziale Dimension. Darüber hinaus werden laut britischem Design Council etwa 80% der Auswirkungen eines Produktes auf die Umwelt bereits im Design festgelegt, da hier die vielfältigsten Handlungsoptionen offen stehen, um eine nachhaltige Modeindustrie zu gewährleisten. Diese wird somit von Designern, ebenso wie von Produzenten und Konsumenten beeinflusst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Etablierung der nachhaltigen Modebranche in Deutschland

3 Kriterien für Rohstoffgewinnung

3.1 Biologische Rohstofferzeugung

3.2 Alternative Rohstoffnutzung

4 Verbesserung der Produktionsbedingungen

4.1 Soziale Kriterien

4.2 Ökologische Kriterien

5 Minimierung der Transportketten

6 Optionen der Nachnutzung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Forderung nach Nachhaltigkeit innerhalb der deutschen Modeindustrie umgesetzt wird. Dabei steht die Analyse der Etablierung nachhaltiger Mode in Deutschland sowie grundlegender Kriterien für eine ökologische und verantwortungsbewusste Bekleidungsherstellung im Fokus, veranschaulicht an praktischen Beispielen deutscher Modeunternehmen.

  • Historische Entwicklung der nachhaltigen Modebranche in Deutschland
  • Kriterien und innovative Ansätze in der Rohstoffgewinnung
  • Soziale und ökologische Anforderungen an die Produktionsbedingungen
  • Strategien zur Minimierung von Transportwegen
  • Nachnutzungskonzepte wie Recycling und Upcycling

Auszug aus dem Buch

3.2 Alternative Rohstoffnutzung

Zentrales Thema in der nachhaltigen Modebranche ist zudem die Verwendung von alternativen, erneuerbaren Rohstoffen. Dabei spricht man von Textilfasern, welche durch reduzierten Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauch Umwelt und Mensch schonen.24

Ein alternativer Rohstoff, welcher in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewann, ist der Hanf. Diese äußerst robuste Pflanze braucht wenig Wasser, wächst schnell und stellt eine gute Alternative zu Baumwolle dar.25 Während das Modelabel Lanius bereits 1994 mit der Verarbeitung von Hanf zu Jeans und Kleidern begann, wird dieser mittlerweile von zahlreichen Unternehmen, beispielsweise der Sport- und Streetwear Marke bleed clothing, genutzt.26

Durch unterschiedliche mechanische und chemische Prozesse können heute aus verschiedensten Pflanzenarten Fasern für Bekleidung gewonnen werden. Das vegane Luxuslabel Umasan verwendet beispielsweise Sojafasern für seine Seidenproduktion. Sogenannte vegane Seide, gewonnen aus den Fasern der Bananenstaude, produziert auch Cocccon (Siehe hierzu Abb. 5).28

Doch nicht nur nachhaltige Rohstoffe natürlicher Art nehmen Einfluss auf die Textilindustrie, sondern auch der Einsatz innovativer Materialien sowie neuer Technologien und Produktionsverfahren.29

Ein Beispiel, welches im Lauf der letzten Jahre aufgrund seiner Umweltrelevanz an Bedeutung gewann, ist recyceltes Plastik. Unter Nutzung vorhandener Wertstoffe wird, beispielsweise aus Plastikabfällen wie PET-Einwegflaschen, Recycling-Polyester hergestellt. Sowohl alteingesessene Bekleidungsunternehmen wie hessnatur als auch junge, nachhaltige Labels wie der Sportbekleidungshersteller Pyua nutzen dieses Material in ihrer Produktion (Siehe hierzu Abb. 6).30

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff nachhaltige Mode unter Einbezug ökologischer sowie sozialer Dimensionen und umreißt das Ziel der Arbeit, die Umsetzung dieser Forderungen in der deutschen Modeindustrie zu untersuchen.

2 Etablierung der nachhaltigen Modebranche in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der ökologischen Bewegung in der deutschen Modeindustrie nach, angefangen bei den Impulsen des Brundtland-Berichts bis hin zu modernen Pionierunternehmen.

3 Kriterien für Rohstoffgewinnung: Es werden Methoden zur nachhaltigen Rohstoffgewinnung erläutert, wobei der Fokus auf biologischem Anbau, dem Verzicht auf Schadstoffe und dem Einsatz innovativer, alternativer Fasern liegt.

4 Verbesserung der Produktionsbedingungen: Das Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit sozialer und ökologischer Standards in der Textilproduktion, um Ausbeutung zu verhindern und Umweltbelastungen durch giftige Färbeverfahren zu reduzieren.

5 Minimierung der Transportketten: Hier wird die Bedeutung kurzer Transportwege zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks diskutiert, wobei die regionale Produktion als strategische Herausforderung im Hochlohnland Deutschland aufgezeigt wird.

6 Optionen der Nachnutzung: Es werden zirkuläre Ansätze wie Recycling, Upcycling und das Cradle-to-Cradle-Konzept vorgestellt, um den Lebenszyklus von Kleidung über den Gebrauch hinaus nachhaltig zu verlängern.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine verantwortungsvolle Gestaltung des gesamten Lebenszyklus – von der Designentscheidung bis zur Nachnutzung – entscheidend für eine zukunftsfähige Modeindustrie ist.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Modeindustrie, Ökologische Kriterien, Soziale Standards, Rohstoffgewinnung, Biobaumwolle, Slow Fashion, Transportketten, Recycling, Upcycling, Cradle to Cradle, Ressourcenmanagement, Umweltbewusstsein, Textilproduktion, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Umsetzung der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit innerhalb der deutschen Modebranche unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Rohstoffbeschaffung, die Produktionsbedingungen, die Optimierung von Logistikwegen sowie zukunftsorientierte Nachnutzungsstrategien für Textilien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie deutsche Modeunternehmen durch ökologische und soziale Kriterien nachhaltiger agieren können und wie der gesamte Produktlebenszyklus nachhaltiger gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen mit aktuellen Entwicklungen verknüpft und diese anhand von Fallbeispielen realer deutscher Modeunternehmen veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Etablierung der Branche, spezifische Kriterien für die Rohstoffgewinnung (biologisch vs. alternativ), Anforderungen an die Produktion (soziale und ökologische Aspekte), die Minimierung von Transportketten sowie Konzepte der Nachnutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Nachhaltigkeit, ökologische Kriterien, soziale Standards, Slow Fashion, Recycling, Upcycling und Cradle to Cradle.

Welche Rolle spielt das Design laut dem britischen Design Council?

Dem Design kommt eine Schlüsselrolle zu, da etwa 80% der Umweltauswirkungen eines Produktes bereits in dieser frühen Phase festgelegt werden.

Was bedeutet das Cradle to Cradle Prinzip im Kontext dieser Arbeit?

Es ist ein Designkonzept, bei dem Produkte so gestaltet werden, dass ihre Materialien nach dem Gebrauch entweder biologisch oder technisch vollständig nutzbar bleiben, um Abfall zu vermeiden.

Wie unterscheidet sich Upcycling vom Recycling?

Beim Recycling werden Materialien oft in ihre Bestandteile zerlegt oder als Rohstoff für neue Produkte genutzt, während beim Upcycling Kleidungsstücke in hochwertigere Produkte umgewandelt werden, ohne die Ausgangsstoffe vollständig zu zerstören.

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Details

Title
Die Umsetzung der Forderung nach Nachhaltigkeit durch die deutsche Modeindustrie
College
AMD Akademie Mode & Design GmbH
Course
Mode- und Designgeschichte, Nachhaltigkeit in der Modebranche
Grade
1,0
Author
Christina Blumhofer (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V596007
ISBN (PDF)
9783346561053
Language
German
Tags
Nachhaltigkeit Modeindustrie Mode im Wandel Modegeschichte Design Eco Fashion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Blumhofer (Author), 2018, Die Umsetzung der Forderung nach Nachhaltigkeit durch die deutsche Modeindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/596007
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