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"Jesus ist gestorben für unsere Sünden". Deutung dieser Aussage

Titel: "Jesus ist gestorben für unsere Sünden". Deutung dieser Aussage

Hausarbeit , 1993 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jörg Rohrbach (Autor:in)

Theologie - Religion als Schulfach
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, ist eine für viele Menschen kaum zu verstehende Glaubensaussage. Wir lehnen die Vorstellung ab, dass durch den Tod Christi, einem zornigen Gott Genugtuung geleistet werden musste. Aber auch die Vorstellung, dass Gott, seinen Sohn stellvertretend am Kreuz verenden lässt, stimmt nicht mit unseren Vorstellungen von einem liebenden Gott.

Dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, ist eine Glaubensaussage, die im Mittelpunkt dieser Hausarbeit steht. Im Religionsunterricht, in vielen Predigten, im Glaubensbekenntnis und vielen religiösen Büchern wird deutlich, dass Jesus Tod am Kreuz und seine Auferstehung zentral für den christlichen Glauben sind. Man kann seinen Tod jedoch nicht darauf reduzieren, dass Jesus lediglich ein Märtyrer war, der am Kreuz für seine Überzeugung gestorben ist. Er hat nach dieser Interpretation den Tod nicht gescheut und seine Überzeugungen nicht verraten. Hier wird aber geleugnet, dass Jesus für uns und unsere Sünden gestorben ist. Dabei ist der Begriff der "Sünde", wie der Kreuzigungstod von Jesus, für viele Gläubigen schwer verständlich. Das ist nicht verwunderlich, denn der Begriff der "Sünde" wurde in der Vergangenheit oft systematisch benutzt, um Menschen zu manipulieren, sie klein zu halten und zu kontrollieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. In Jesus begegnet der Mensch Gott

3. Die Sünde als Folge der Trennung des Menschen von Gott:

4. Der sündhafte Mensch und seine Rettung:

5. Das Alte und Neue Testament als Schlüssel für das Verständnis des Kreuztodes:

5.1 Das Alte Testament als Fundament der Kreuzesinterpretation:

5.2 Die Deutung des Kreuztodes in den Evangelien:

5.3 Die Deutung des Kreuztodes in den Briefen des Neuen Testaments:

6. Konsequenzen aus dem Geschehen am Kreuz für den Menschen:

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die christliche Glaubensaussage, dass Jesus für die Sünden der Menschen gestorben ist, theologisch und biblisch zu untersuchen und ihre Bedeutung für das Gottesbild sowie das menschliche Handeln kritisch zu hinterfragen.

  • Die biblische Fundierung der Kreuzestheologie im Alten und Neuen Testament.
  • Das christliche Verständnis von Sünde als Trennung von Gott.
  • Die Analyse des Kreuztodes Jesu als Akt der göttlichen Sühne und Liebe.
  • Die Auswirkungen des Erlösungsglaubens auf die Lebensführung des Menschen.
  • Das Spannungsfeld zwischen rationaler Argumentation und Glaubensgeheimnis.

Auszug aus dem Buch

5. Das Alte und Neue Testament als Schlüssel für das Verständnis des Kreuztodes:

Wenn wir vor dem Kreuz stehen und einfach das Kreuz betrachten, werden wir das Geschehen am Kreuz nicht wirklich verstehen. Wir benötigen für die Tür zum Verstehen der Kreuzigung einen Schlüssel. Diesen Schlüssel hält das Alte und das Neue Testament für uns bereit. Dort wird an vielen Stellen gezeigt, wie Jesus seinen eigenen Tod, den er voraussah, deutet. Andererseits haben die Verfasser der Evangelien auch in ihre Texte Deutungen vom Kreuztod Jesu gelegt. Darüber hinaus sind auch die Briefe im Neuen Testament voll von Deutungen des Kreuztodes Jesu. Im Alten und Neuen Testament gibt es also viele Sätze, die die Bedeutung des Todes Jesus offenlegen und für uns deuten. Exemplarisch wird hier Hebräer 9,24-28 zitiert: "Christus ist ... eingegangen ... in den Himmel ..., um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen ... Er ist ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben ... Christus ist einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen.“ Das Alte und das Neue Testament zeigen also in immer neuen Bildern und Begriffen, was der Kreuzestod Jesu für uns bedeutet: Stellvertretung (z.B. 2. Kor. 5, 21) und Sühneopfer (z.B. Röm 5, 8-10), Lösegeld und Loskauf (z.B. 1. Petr 1, 18-19 oder Mk 10, 45), Rechtfertigung (z.B. Röm 5, 17-18) und Versöhnung (z.B. 2. Kor 5, 18-19). Diese Bilder und Begriffe werden nun exemplarisch vorgestellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Schwierigkeit, den Kreuztod Jesu als Glaubensaussage zu verstehen, und skizziert den Aufbau der Untersuchung von der Definition Jesu bis zu den Konsequenzen für den Menschen.

2. In Jesus begegnet der Mensch Gott: Dieses Kapitel erläutert die Doppelnatur Jesu als Mensch und Gott und beschreibt, wie durch sein Leben, seine Gleichnisse und seinen Tod Gottes Liebe erfahrbar wird.

3. Die Sünde als Folge der Trennung des Menschen von Gott:: Hier wird Sünde als existenzielle Abspaltung vom Ursprung des Seins definiert, die den Menschen von Gott und seinen Mitmenschen trennt.

4. Der sündhafte Mensch und seine Rettung:: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Sühne, da der Mensch aus eigener Kraft nicht zur göttlichen Gerechtigkeit findet und Gott in Jesus selbst die Versöhnung herbeiführt.

5. Das Alte und Neue Testament als Schlüssel für das Verständnis des Kreuztodes:: Dieses Kapitel analysiert biblische Metaphern wie das Sühneopfer, den Lösegeldbegriff und die Versöhnung, um die Bedeutung des Kreuzgeschehens zu erschließen.

5.1 Das Alte Testament als Fundament der Kreuzesinterpretation:: Es wird dargelegt, wie alttestamentliche Bilder wie der Sündenbock und der leidende Gottesknecht in Jesaja auf den Kreuztod Jesu vorausweisen.

5.2 Die Deutung des Kreuztodes in den Evangelien:: Die Evangelien werden als Zeugnisse analysiert, in denen Jesus seinen Tod als Dienst, Lösegeld und Begründung eines Neuen Bundes deutet.

5.3 Die Deutung des Kreuztodes in den Briefen des Neuen Testaments:: Der Fokus liegt auf der paulinischen Sühnelehre und der Deutung des Kreuzes als Akt der stellvertretenden Versöhnung und Opferhingabe.

6. Konsequenzen aus dem Geschehen am Kreuz für den Menschen:: Das Kapitel leitet aus der Erfahrung der göttlichen Liebe eine ethische Verpflichtung zu einem liebevollen Miteinander ab, die als Dreifachliebe bezeichnet wird.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Reflexion, dass die Kreuzestheologie trotz exegetischer Arbeit letztlich ein rational nicht vollständig fassbares Glaubensgeheimnis bleibt.

Schlüsselwörter

Kreuztod, Sünde, Sühne, Erlösung, Jesus Christus, Versöhnung, Neues Testament, Altes Testament, Liebe Gottes, Glaube, Rechtfertigung, Gotteserfahrung, Stellvertretung, Opfer, Christentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die zentrale christliche Glaubensaussage, dass der Tod Jesu am Kreuz eine erlösende Bedeutung für die Sünden der Menschheit hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen das Gottesbild Jesu, den biblischen Sündenbegriff, die Sühnelehre sowie die ethischen Konsequenzen aus dem Erlösungsglauben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die tiefe Bedeutung des Kreuztodes Jesu systematisch darzulegen und aufzuzeigen, wie Gott durch dieses Geschehen die Trennung zum Menschen aufhebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische Hausarbeit, die methodisch auf der Auslegung von Bibelstellen und der Auseinandersetzung mit christlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung Jesu, eine Definition von Sünde, die biblische Herleitung der Kreuzesinterpretation und die ethischen Auswirkungen auf das menschliche Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Kreuztod, Sühne, Sünde, Versöhnung, göttliche Liebe und der Glaube an die Auferstehung.

Wie definiert der Autor das Konzept der "Sünde"?

Sünde wird nicht bloß als Fehlverhalten verstanden, sondern als ein tiefer Graben bzw. die Abspaltung des Menschen vom Grund seines Seins, also von Gott.

Kommt der Autor zu einer rationalen Erklärung des Kreuztodes?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Kreuzgeschehen trotz biblischer Beweisführung ein Mysterium bleibt, das sich dem menschlichen Verstand letztlich entzieht und Glaube erfordert.

Was ist unter der "Dreifachliebe" zu verstehen?

Die Dreifachliebe beschreibt die christliche Aufforderung zur Liebe zu Gott, zur Liebe zum Mitmenschen und zur Liebe zu sich selbst als Konsequenz aus der erfahrenen Erlösung.

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Details

Titel
"Jesus ist gestorben für unsere Sünden". Deutung dieser Aussage
Veranstaltung
Grundkurs katholische Religion
Note
1,0
Autor
Jörg Rohrbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
10
Katalognummer
V596011
ISBN (eBook)
9783346172402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreuzigung Jesu Sünde Sühne Deutung des Kreuztodes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Rohrbach (Autor:in), 1993, "Jesus ist gestorben für unsere Sünden". Deutung dieser Aussage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/596011
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Leseprobe aus  10  Seiten
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