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Zu: Gustav Menschings "Die Religion"

Title: Zu: Gustav Menschings "Die Religion"

Term Paper , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Farshad Mohammad-Avvali (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Gustav Mensching wurde am 6. Mai 1901 in Hannover geboren. Er absolvierte sein Studium an den Universitäten Göttingen, Marburg und Berlin in Religionswissenschaft, und Sanskrit und promovierte 1924 in Marburg. Er habilitierte sich 1927 für das Fach der Allgemeinen Religionsgeschichte an der Technischen Hochschule Braunschweig. Nach Berufungen nach Riga/ Lettland am Lehrstuhl für Religionsgeschichte sowie an die Universität Bonn 1942 für Vergleichende Religionswissenschaft wurde ihm 1951 von der Universität Marburg der Ehrendoktortitel verliehen. Geprägt durch die Lehren Rudolf Ottos, insbesondere in der objekti-ven Annahme der Existenz des Heiligen, befasst sich Mensching mit den verschiedenen Fel-dern der Religionswissenschaft und den großen Weltreligionen.
In seinem Werk „Die Religion“ - das Thema der vorliegenden Arbeit - stellt Mensching die Vielfalt der religiösen Erscheinungswelt in den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der einzelnen Religionen dar. Die zentralen Besonderheiten von seiner Hauptkategorien Volks- und Universalreligion, die „Lebensmitte“ , deren strukturellen Formen, das religionsspezifische Phänomen des Heiligen und die Entwicklung der kategorisierten Religion und das letztendliche Ziel des friedlichen Koexistenz durch die Erkenntnis der Einheit in der Vielheit der unterschiedlichen geschichtlichen Religionen nehmen den Hauptteil seiner Beschäftigung ein. Sie zeigen sich alle in seinem Bewusstsein der lebendigen Religion, der inneren Schau auf der dem Heiligen zugrunde liegenden religiösen Natur. Weitere Werke Menschings sind u.a. Die Soziologie der Religion (1947), Vergleichende Religionswissenschaft (2. Aufl. 1947) und Das heilige Wort (1937).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. LEBEN UND WERK

2. AUFGABEN DER RELIGIONSWISSENSCHAFT

2.1 Die Methodik Menschings

2.1.1 Das Heilige

2.1.2 Die Vielfalt der Medien für die Begegnung mit dem Heiligen

2.2 Beziehung zur Theologie

2.3 Beziehung zur historisch-philologischen Religionswissenschaft

2.4 Vergleichen und Verstehen

2.5 Struktur und Typologie der Religion

2.5.1 Die Volksreligion

2.5.2 Die Universalreligion

2.5.2.1 Die prophetische Religion

2.5.2.2 Die mystische Religion

2.5.3 Organisation und Institution

2.5.4 Der Kreislauf der Reformation

2.6 Toleranz und Intoleranz

2.7 Die Einheit der Religionen

3. Reaktionen aus der Religionswissenschaft

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das religionswissenschaftliche Werk Gustav Menschings, insbesondere sein Hauptwerk „Die Religion“, um dessen Methodik sowie seine Konzepte zu Struktur und Typologie von Religionen kritisch aufzuarbeiten und in den fachwissenschaftlichen Diskurs einzuordnen.

  • Biografische Einordnung von Gustav Mensching und seinem Werk.
  • Religionsphänomenologische Definition des „Heiligen“ als Kern der Religion.
  • Unterscheidung zwischen Volks- und Universalreligion sowie deren Ausprägungen.
  • Auseinandersetzung mit Toleranzbegriffen und dem Ideal der „Einheit in der Vielheit“.
  • Diskussion der wissenschaftlichen Rezeption und Kritik an Menschings Forschungsansatz.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Vielfalt der Medien für die Begegnung mit dem Heiligen

Aus der alles umfassenden und universalen Natur des Heiligen heraus ergibt sich eine große Vielfalt an Möglichkeiten der Interaktion mit dem Heiligen. Beide Seiten der Religionsdefinition Menschings sind von dieser Mannigfaltigkeit der religiösen Erfahrungsmöglichkeiten tangiert. Als „Divination“ erklärt Mensching die unausschöpflich vielfältige Manifestation der Begegnung mit dem Heiligen in der irdischen Welt. Als erstes nennt er die Natur, gemeint sind die irdisch-fassbaren Naturphänomene wie u.a. Bäume, Wasser, Berge und Feuer. Weiterhin können Menschen (Offenbarer, Propheten, Heilige) sich als Mittler erweisen. In einigen Universalreligionen sind sie direkte Sprachrohre zu Gott. Die Geschichte spielt ebenfalls als Medium der Gotteserfahrung eine gewichtige Rolle, um die frühere Nähe zu der Gottheit und der heiligen Kraft den Gläubigen zu vergegenwärtigen. Auch kann das Heilige Teil der Geschichtsschreibung werden, wie z.B. in der jüdischen Religion Jahve, und dadurch die Geschichte zu einem Medium der Begegnung machen.

Das Symbol, das in allen Religionen und in vielen Variationen verbreitet ist, vertritt in einer oft materiellen Hülle ein geistig-religiöses Prinzip. Als Beispiel dient Menschings Darstellung des Kreuzes als Symbol des Christentums. Das Hinscheiden Christi am Kreuz wird symbolisiert und die heilige Wirkung der Erlösung wird dem Christen durch das Symbol vergegenwärtigt. Eine Darstellung aller Kategorien von Symbolen wäre hier unangemessen; einige weitere Beispiele für Symbole sind Schmuck, Kleidung, Gebäude und viele verschiedene Naturelemente, wie z.B. Steine, Flüsse, Berge, Sonne und Mond. In Grunde genommen sind der Symbolstiftung keine Grenzen gesetzt, die einzige Voraussetzung knüpft an die zentrale Position des Heiligen an: Es muss zum Zwecke einer Begegnung mit dem Heiligen erschaffen und benutzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. LEBEN UND WERK: Das Kapitel zeichnet den akademischen Werdegang Menschings nach und beleuchtet die Prägung durch Rudolf Otto sowie seine zentralen Kategorien der Religionswissenschaft.

2. AUFGABEN DER RELIGIONSWISSENSCHAFT: Mensching fordert eine unvoreingenommene, phänomenologische Betrachtung, die über rein philologische Ansätze hinausgeht und das „Heilige“ als zentrales, irrationales Moment begreift.

2.1 Die Methodik Menschings: Hier wird Menschings Definition von Religion als „erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen“ sowie die Rolle von Medien und Symbolen bei dieser Interaktion erläutert.

2.2 Beziehung zur Theologie: Das Kapitel thematisiert die klare Trennung von Religionswissenschaft und Theologie, um eine objektive Forschung jenseits von Wahrheitsansprüchen zu gewährleisten.

2.3 Beziehung zur historisch-philologischen Religionswissenschaft: Es wird die Kritik Menschings an einer rein oberflächlichen, historisierenden Betrachtungsweise dargestellt, die durch geistige Anteilnahme ergänzt werden muss.

2.4 Vergleichen und Verstehen: Dieses Kapitel behandelt das Ziel der Religionswissenschaft, die Einheit der Religionen zu erkennen, ohne dabei die Vielfalt oder die Spezifika der einzelnen Glaubensformen zu nivellieren.

2.5 Struktur und Typologie der Religion: Mensching unterteilt Religionen in Volks- und Universalreligionen, um die Wandlungsprozesse vom Stammesglauben zum individuellen, universalen Heilsglauben zu strukturieren.

2.6 Toleranz und Intoleranz: Basierend auf einem Dualismus von wissenschaftlicher und glaubensmäßiger Wahrheit werden verschiedene Formen der Toleranz analysiert.

2.7 Die Einheit der Religionen: Das Kapitel fasst Menschings Vision einer „Einheit in der Vielheit“ zusammen, die auf inhaltlicher Toleranz und gegenseitigem Verständnis basiert.

3. Reaktionen aus der Religionswissenschaft: Eine Übersicht der kritischen Stimmen, die Mensching teils „theologische“ Voreingenommenheit oder Vereinfachung vorwerfen, sowie Verteidigungsansätze durch Kollegen.

4. Fazit: Die abschließende Würdigung würdigt Menschings Vorreiterrolle für ein interreligiöses Verständnis und kritisiert zugleich methodische Einseitigkeiten in seiner Darstellung bestimmter Weltreligionen.

Schlüsselwörter

Gustav Mensching, Religionswissenschaft, Das Heilige, Phänomenologie, Volksreligion, Universalreligion, Lebensmitte, Toleranz, Einheitsgedanke, Mystik, Prophetentum, Religionsvergleich, Numinosität, Symbolik, Interreligiöser Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der religionswissenschaftlichen Methodik und Systematik von Gustav Mensching, wie sie vor allem in seinem Hauptwerk „Die Religion“ dargelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder von Menschings Ansatz?

Die Schwerpunkte liegen auf der phänomenologischen Erforschung des „Heiligen“, der Typologisierung in Volks- und Universalreligionen sowie der Frage nach der Einheit der Religionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse und kritische Würdigung der wissenschaftlichen Arbeit Menschings sowie der Einordnung seines Beitrags zur objektiven Erforschung religiöser Phänomene.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Mensching laut dem Autor?

Mensching nutzt eine phänomenologische Methode, die über rein historische oder philologische Analysen hinausgeht und durch eine „innere Schau“ die Bedeutung des Heiligen für den Gläubigen erfassen will.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Methodik, die Kategorisierung von Religionstypen, die Differenzierung zwischen Theologie und Religionswissenschaft sowie die Ausarbeitung von Toleranz- und Einheitstheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind das Heilige, Volks- und Universalreligion, Toleranz, Lebensmitte sowie die Einheit in der Vielheit.

Wie unterscheidet Mensching zwischen Volks- und Universalreligion?

Die Volksreligion ist in die soziale Gemeinschaft eingebettet und kennt keine individuelle Entscheidung, während die Universalreligion den Einzelnen ins Zentrum stellt und eine persönliche Begegnung mit dem Heiligen erfordert.

Warum wird Mensching teilweise kritisiert?

Kritiker werfen ihm vor, dass seine phänomenologische „innere Schau“ an eine theologische Interpretation grenzt und dass er bestimmte historische Fakten zugunsten seiner Typologie zu stark vereinfacht.

Welche Rolle spielt die Mystik für Mensching?

In der Mystik sieht Mensching die inhaltliche Toleranz am stärksten ausgeprägt, da sie das „Eine“ sucht und weniger auf dogmatischen Abgrenzungen beharrt.

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Details

Title
Zu: Gustav Menschings "Die Religion"
College
University of Bayreuth
Course
Einführung in die Religionswissenschaften
Grade
1,3
Author
Farshad Mohammad-Avvali (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V59642
ISBN (eBook)
9783638535212
ISBN (Book)
9783638720298
Language
German
Tags
Gustav Menschings Religion Einführung Religionswissenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Farshad Mohammad-Avvali (Author), 2004, Zu: Gustav Menschings "Die Religion", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59642
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