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Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation der Schweiz

Title: Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation der Schweiz

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristine Greßhöner (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Symbolische Wesen, Wappentiere oder Frauenfiguren dienen als Nationalallegorien. Am Beispiel der Schweizer Staatspersonifikation werden das wandelbare Äußere der Helvetia referiert und die damit verbundenen Werte. Es folgen der historische Kontext sowie darin eingebettet die Karriere der Allegorie. Eine Email-Umfrage bei einigen jungen Schweizer Bürgern beleuchtet das Image der Helvetia im 21. Jahrhundert. Abschließend ist zu diskutieren, warum Allegorien weiblich sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation

a. Weiblich, mütterlich, tapfer in einer Person

b. Das Äußere – Kleidung, Waffen und andere Attribute

3. Die Schweiz als Mutter der Helvetia

a. Nationalismus und Identifikation in der Moderne

b. Aufstieg

c. Aus der Mode

d. Weitere Nationalfiguren

e. Die alte Eidgenossenschaft heute – Eine Umfrage

4. Die Allegorie, sie ist weiblich

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Helvetia als Staatspersonifikation der Schweiz. Dabei wird analysiert, wie sich die Figur im historischen Kontext, insbesondere im 19. Jahrhundert, als identitätsstiftendes Element etablieren konnte, welchen Wandel sie durchlief und weshalb sie im 20. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung verlor.

  • Historische Entwicklung und Symbolik der Helvetia-Darstellungen.
  • Vergleich der Helvetia mit anderen Nationalfiguren wie Wilhelm Tell.
  • Geschlechterrollen und die weibliche Konnotation staatlicher Allegorien.
  • Die Wahrnehmung der Helvetia in der heutigen Gesellschaft.
  • Der Einfluss sozio-politischer Faktoren auf den Aufstieg und Fall nationaler Identifikationsfiguren.

Auszug aus dem Buch

b. Das Äußere – Kleidung, Waffen und andere Attribute

Das, was sie ist, kommt von außen: „Die Allegorie ist von Emblemen umgeben, die ihr als ‚Stückwerk’ zu Füßen liegen.“ Zu Füßen liegen der auf vielen Abbildungen Erhöhten nicht nur Abzeichen, es können auch andere Gestalten sein. Der Begriff des Attributes oder Emblems ist eindeutig zu schwach, wenn die Begleiter der Helvetia zur Sprache kommen. Sie ist eine „Figur unter Figuren“ und tritt erst Mitte des 19. Jahrhunderts in zunehmendem Maße allein auf. Wie später noch gezeigt wird, teilt sich die Helvetia ihren Platz auf Abbildungen mit anderen Nationalfiguren der Schweiz – oder sollte man sagen, dass diese die Helvetia in ihre Mitte lassen? Letzteres trifft wohl eher zu, schließlich gab es Bilder von Tell, Winkelried, dem unbekannten Soldaten (auch: Pannerherr) und dem Rütlischwur, um nur die vier Wichtigsten zu nennen, in größeren Mengen, als es zuvor Bilder der Helvetia gab.

Helvetia nimmt also eine dominante Position ein, doch dies soll nur von kurzer Dauer sein. Der Kunstfigur fehlt Historizität, so dass sie 1907 und 1914 von den Briefmarken und um die Jahrhundertwende aus den Klassenzimmern verschwindet und von Tell und Pestalozzi abgelöst wird. An Beispielen wie diesen wird deutlich, dass es die Helvetia kaum schaffen kann, in einem Land mit so vielen so unterschiedlichen Kantonen Allgemeingültigkeit zu erlangen. Trotzdem gibt es zahlreiche Abbildungen nach 1800, auf denen nur eine Figur, nämlich die Helvetia, zu sehen ist. Doch wie kann man sie erkennen, wo sie vom Typus her doch der Francia/Marianne, der Germania, nicht zuletzt der Berna so ähnlich sieht? Es sind ihre Attribute, wobei nun nicht mehr eventuelle Begleiter gemeint sind, sondern Zeichen, Symbole, Lettern, nicht zuletzt Kleidung und Waffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie die Helvetia als Nationalfigur im Vergleich zu anderen kulturellen Ikonen wie Heidi identifiziert und wahrgenommen wird.

2. Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation: Dieses Kapitel erörtert die Definitionsmöglichkeiten der Helvetia zwischen allegorischer und politischer Variante sowie ihre visuelle Gestaltung.

3. Die Schweiz als Mutter der Helvetia: Hier wird der historische Kontext des Nationalismus beleuchtet, der zum Aufstieg der Helvetia beitrug, sowie ihr späterer Bedeutungsverlust im Vergleich zu anderen Nationalfiguren.

4. Die Allegorie, sie ist weiblich: Das Kapitel untersucht die Gründe für die weibliche Gestalt der Staatspersonifikation und hinterfragt kritisch die patriarchalischen Hintergründe dieser Repräsentationsform.

5. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, warum die Helvetia heute weitgehend als Auslaufmodell betrachtet wird und welche Rolle moderne Personifikationen einnehmen.

Schlüsselwörter

Helvetia, Staatspersonifikation, Schweiz, Nationalallegorie, Identität, Nationalismus, Wilhelm Tell, Weiblichkeit, Repräsentationsfigur, Geschlechterrolle, Geschichte, Symbolik, Moderne, Bildsprache, Identitätskrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Helvetia als die zentrale Staatspersonifikation der Schweiz. Sie untersucht deren Entstehung, ihre Rolle als nationales Identifikationssymbol im 19. Jahrhundert sowie die Gründe für ihren gesellschaftlichen Bedeutungsverlust im Verlauf des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Ikonographie nationaler Allegorien, der Zusammenhang zwischen Identität und Repräsentation, die geschlechtsspezifische Dimension solcher Figuren sowie die Wahrnehmung nationaler Symbole in der modernen, heterogenen Schweiz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung der Helvetia zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, warum dieses Symbol trotz seiner einstigen Dominanz heute in den Hintergrund getreten ist und durch andere Figuren oder Symbole ersetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Analyse sowie auf eine eigene, nicht repräsentative Umfrage unter jungen Schweizer Bürgern, um die heutige Präsenz der Helvetia im Bewusstsein der Bevölkerung zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des äußeren Erscheinungsbildes der Helvetia, die Einbettung in den modernen Nationalismus, den Vergleich mit männlichen Nationalhelden wie Wilhelm Tell und eine tiefgehende Analyse der weiblichen Allegorie im Spannungsfeld gesellschaftlicher Machtstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Helvetia, Staatspersonifikation, Identität, Nationalallegorie, Geschlechterrolle und den Wandel der Schweizer Repräsentationskultur charakterisiert.

Wie unterscheiden sich Helvetia und Wilhelm Tell in ihrer Funktion?

Während Helvetia als abstrakte weibliche Allegorie den Staat und das Verbindende repräsentiert, fungiert der historisch-sagenumwobene Wilhelm Tell als männlicher Volksheld mit einer konkreten Biographie, was eine andere Form der Identifikation ermöglicht.

Warum ist die Helvetia aus Sicht der Autorin ein Auslaufmodell?

Die Autorin argumentiert, dass gesellschaftliche Brüche, die Veränderung der Medienlandschaft und die Unfähigkeit der modernen Gesellschaft, sich in einer traditionellen weiblichen Allegorie wiederzufinden, dazu geführt haben, dass die Helvetia ihren einstigen Stellenwert eingebüßt hat.

Welches Ergebnis lieferte die kleine Umfrage unter jungen Schweizern?

Die Umfrage ergab, dass die Helvetia im täglichen Bewusstsein der unter Dreißigjährigen kaum präsent ist und meist nur auf gezielte Nachfrage assoziiert wird, wobei Wilhelm Tell eine höhere Popularität genießt.

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Details

Title
Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation der Schweiz
College
University of Osnabrück
Course
Marianne und Germania. Ästhetische Nachbarschafts-Inszenierungen
Grade
1,0
Author
Kristine Greßhöner (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V59673
ISBN (eBook)
9783638535441
ISBN (Book)
9783640679508
Language
German
Tags
Eine Helvetia Staatspersonifikation Schweiz Marianne Germania Nachbarschafts-Inszenierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristine Greßhöner (Author), 2005, Eine wie keine? Helvetia, die Staatspersonifikation der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59673
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