Die Informationsverarbeitung mit Computern setzt sich immer mehr in den Haushalten und Betrieben durch. Hatten 1999 laut Statistischem Bundesamt 44,9% der privaten Haushalte einen Personalcomputer, so waren es im Jahre 2003 schon mehr als 61%. Die Computer erleichtern uns die Arbeit, dienen in Verbindung mit dem Internet zur Informationsbeschaffung und können in der Freizeit zum Spielen genutzt werden. Auch durch die immer größer werdende Zahl von Heimarbeitsplätzen steigt die Anzahl der Computer in den Haushalten, um von dort Arbeitsaufgaben zu erledigen. Das bietet gerade denjenigen eine gute Chance, die aufgrund irgendwelcher Handicaps, nicht an eine zentrale Arbeitsstätte fahren können (körperliche Behinderungen, räumliche Ferne, Betreuung eigener Kleinkinder usw.). Einen Computer zu kaufen ist nicht schwer. Das Angebot ist riesig, aber den richtigen zu kaufen, das ist nicht leicht. Kaufen, einschalten und loslegen, das verspricht uns die Werbung. Am besten gleich auch noch ins Internet, was ja ganz einfach ist, wie uns in der Werbung immer wieder versichert wird. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Die Schwierigkeiten beginnen bereits mit der Planung des Kaufs. Welcher Computer ist der richtige. Was verbirgt sich hinter Begriffen aus der Werbung wie beispielsweise TFT Monitor, CPU, DDR-RAM oder Bit und Byte? Welchen Einfluss haben diese Komponenten auf die Leistung des Computers? Aus diesem Grunde beginnt dieses praxisbezogene Buch nicht wie üblich mit der Aufzählung von Hardwarekomponenten im technischen Sinne, sondern mit der Planung des Einkaufs eines für Sie geeigneten Computers. Zwar komme ich nicht umhin, auch rein technische Aspekte der Hardwareausstattung zu erläutern, diese Erklärungen sollen zum besseren Verständnis des Computers als Gesamtsystem beitragen und Ihre Kaufentscheidung positiv beeinflussen. „Computerhardware für Anfänger“ ist für den interessierten Neueinsteiger geeignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einen Computer benötigen Sie nicht. Wenn Sie natürlich schon einen besitzen, ist das von Vorteil. Auf die Nennung von Preisangaben habe ich in den meisten Fällen bewusst verzichtet, da diese sich zu schnell verändern.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Überlegungen vor dem Kauf eines Computers
Aufbau eines Computersystems
Gebräuchliche Rechnerbauformen
Systemhardware – Der Prozessor
Systemhardware – Das Motherboard
Systemhardware – Der Arbeitsspeicher
Systemhardware – Die Grafikkarte
Speichermedien – Die Festplatte
Speichermedien – Das DVD-ROM Laufwerk, die DVD-ROM
Speichermedien – Das CD-ROM Laufwerk, die CD-ROM
Speichermedien – Der CD Brenner, die CD-R, die CD-RW
Speichermedien – Der DVD Brenner, die DVD–RW, DVD+RW, DVD-RAM
Speichermedien – Der USB Memory Stick
Speichermedien – Das Diskettenlaufwerk
Peripheriegeräte – Der Monitor
Peripheriegeräte – Die Tastatur
Peripheriegeräte – Die Maus
Peripheriegeräte – Der Drucker
Peripheriegeräte – Der Scanner
Peripheriegeräte – Das analoge und DSL-Modem, die ISDN-Karte
Peripheriegeräte – Die Spielkonsole
Preisvergleiche vornehmen
Wo kaufe ich den Computer?
Entscheidungsabläufe beim Computerkauf
Der richtige Standort des Rechners
Transport und Auspacken des Rechners
Welches Kabel gehört wohin?
Ohne die richtige Software passiert gar nichts
Der erste Start des Rechners
Problemlösungen
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch zielt darauf ab, Neueinsteigern fundiertes Wissen über Computerhardware zu vermitteln, um sie bei der Planung, dem Kauf und der Inbetriebnahme eines für ihre individuellen Bedürfnisse geeigneten Computersystems optimal zu unterstützen.
- Methodische Kaufplanung basierend auf dem Anforderungsprofil
- Verständnis der Systemhardware (Prozessor, Motherboard, Speicher, Grafik)
- Differenzierte Übersicht gängiger Speichermedien und Peripheriegeräte
- Praxisorientierte Tipps zu Aufbau, Standortwahl und Inbetriebnahme
- Hilfestellungen zur Fehlerdiagnose und Problemlösung
Auszug aus dem Buch
Systemhardware – Der Prozessor
Der Prozessor wird auch CPU (Central Processing Unit) genannt. Er ist das Herz des Computers. Ohne ihn würde der Rechner nicht funktionieren. Seine Rechenleistung ist von immenser Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Rechners. Etwa alle sechs Monate bringen die Hersteller, vor allem Intel und AMD, einen neuen leistungsstärkeren Prozessor auf den Markt. Die interne Taktfrequenz ist dabei von besonders großer Wichtigkeit. Ein Schwingquarz sorgt dafür, dass der Prozessor zur Arbeit angetrieben wird. Waren früher noch Taktfrequenzen von 66 MHz, (was den Prozessor in der Sekunde 66 Millionen Mal zur Arbeit antreibt) eine tolle Leistung, rechnet man heute bereits im Gigahertz-Bereich. Bei heutigen Rechnern sind Taktfrequenzen über 2.000 MHz, also zwei oder mehr Gigahertz, ganz normal.
Gerade diesen Umstand haben sich die Händler zunutze gemacht. Sie rühren kräftig die Werbetrommel nach dem Motto: „Je höher die Taktzahl, desto höher die Leistung“ (und der Preis). Das ist im Grunde richtig, aber der Prozessor ist nur so gut wie die Hardware die mit ihm kommuniziert bzw. die Software, welche seine spezifischen Fähigkeiten auch ausnutzt. Ist das System nicht optimal aufeinander abgestimmt, kann die hohe Leistung des Prozessors nur zum Teil genutzt werden.
Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Ein Prozessor gibt 1.000 Zeichen zur Anzeige auf dem Bildschirm weiter. Diese Daten müssen über die Datenleitungen zur Grafikkarte geschickt werden, um dort für die Ausgabe am Bildschirm bearbeitet zu werden. Die Grafikkarte ist in der Lage, ebenfalls 1.000 Zeichen zu verarbeiten, jedoch die Transportkapazität der Datenleitungen liegt nur bei 500 Zeichen. Wegen dem Engpass kann die Grafikkarte die Zeichen nicht so schnell verarbeiten, wie sie eigentlich dazu in der Lage wäre. Was praktisch bedeutet, dass der Computernutzer länger darauf warten muss, bis das Ergebnis seiner Arbeit am Bildschirm dargestellt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitung in die Bedeutung von Computern und Erläuterung des praxisbezogenen Ansatzes des Buches ohne notwendige Vorkenntnisse.
Überlegungen vor dem Kauf eines Computers: Klärung der entscheidenden Vorfragen zu Verwendungszweck, Einsatzort und Budget.
Aufbau eines Computersystems: Grundlegende Definition von Hardware und Software sowie deren Zusammenspiel.
Gebräuchliche Rechnerbauformen: Vorstellung verschiedener Gehäusetypen wie Tower, Desktop und mobiler Geräte wie Notebooks oder PDAs.
Systemhardware – Der Prozessor: Erklärung der zentralen Rolle der CPU, der Bedeutung der Taktfrequenz und der Wichtigkeit der Systemabstimmung.
Systemhardware – Das Motherboard: Beschreibung der Funktion als Schaltzentrale für alle Hardwarekomponenten und Schnittstellen.
Systemhardware – Der Arbeitsspeicher: Erläuterung der Bedeutung von RAM als schnellem Direktzugriffsspeicher für die Systemleistung.
Systemhardware – Die Grafikkarte: Detailinformationen zur Signalaufarbeitung für die Bildschirmausgabe und den Anforderungen durch moderne Anwendungen.
Speichermedien – Die Festplatte: Grundlagen zum dauerhaften Datenspeicher, dessen Kapazität, Zugriffszeit und Schutzmaßnahmen.
Speichermedien – Das DVD-ROM Laufwerk, die DVD-ROM: Technische Grundlagen und Einsatzbereiche von DVD-ROMs als vielseitige Datenträger.
Speichermedien – Das CD-ROM Laufwerk, die CD-ROM: Beschreibung der Technik des CD-ROM-Laufwerks und die Bedeutung der Lesegeschwindigkeit.
Speichermedien – Der CD Brenner, die CD-R, die CD-RW: Anleitung zu Funktionen, Medientypen und Sicherheitsaspekten beim Brennen von CDs.
Speichermedien – Der DVD Brenner, die DVD–RW, DVD+RW, DVD-RAM: Übersicht über die verschiedenen DVD-Brennerstandards und deren Kompatibilität.
Speichermedien – Der USB Memory Stick: Vorstellung der robusten Flash-Speichertechnologie für den mobilen Datenaustausch.
Speichermedien – Das Diskettenlaufwerk: Einordnung der Diskettenlaufwerke als zunehmend bedeutungsloses, aber für Notfälle (Startdiskette) noch relevantes Medium.
Peripheriegeräte – Der Monitor: Vergleich von Röhrenmonitoren (CRT) und Flachbildschirmen (LCD) sowie Aspekte der Gesundheit und Prüfzertifikate.
Peripheriegeräte – Die Tastatur: Informationen zu Bauarten, Ergonomie und Anschlussmöglichkeiten für die Dateneingabe.
Peripheriegeräte – Die Maus: Einteilung in mechanische und optische Mäuse, deren Anschluss und Ergonomie.
Peripheriegeräte – Der Drucker: Kaufberatung zwischen Laser- und Tintenstrahldruckern unter Berücksichtigung von Druckkosten und Anwendungszweck.
Peripheriegeräte – Der Scanner: Erläuterung der verschiedenen Scannertypen und der Funktionsweise von OCR-Software zur Texterkennung.
Peripheriegeräte – Das analoge und DSL-Modem, die ISDN-Karte: Überblick über Internetzugangsmöglichkeiten und deren unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten.
Peripheriegeräte – Die Spielkonsole: Vorstellung von Joysticks und anderen Eingabegeräten zur Steuerung von Simulationen und Spielen.
Preisvergleiche vornehmen: Methodik zur Erstellung von Vergleichstabellen und Nutzen von Zeitschriften und Werbung.
Wo kaufe ich den Computer?: Vor- und Nachteile von Fachgeschäften, Discountern und Versandhandel beim Computerkauf.
Entscheidungsabläufe beim Computerkauf: Zusammenfassender Prozess von der Anforderungsspezifikation bis zum Kaufabschluss.
Der richtige Standort des Rechners: Leitfaden für eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes unter Berücksichtigung von Licht, Klima und Mobiliar.
Transport und Auspacken des Rechners: Hinweise zur sicheren Handhabung der Hardware beim Transport und der Vorbereitung zur Inbetriebnahme.
Welches Kabel gehört wohin?: Anleitung zur fehlerfreien Verkabelung und Erläuterung der gängigen Stecker- und Buchsentypen.
Ohne die richtige Software passiert gar nichts: Grundlegende Unterscheidung zwischen Systemsoftware (Betriebssystem) und Anwendungssoftware.
Der erste Start des Rechners: Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Einschalten und die erste Anmeldephase unter Windows XP.
Problemlösungen: Tabellarische Übersicht häufiger Startprobleme und konkreter Maßnahmen für Computer und Drucker.
Schlüsselwörter
Computerhardware, Prozessor, Motherboard, Arbeitsspeicher, Festplatte, DVD-Brenner, Monitor, Peripheriegeräte, Ergonomie, Kaufberatung, Systemsoftware, Betriebssystem, Fehlerdiagnose, Datenspeicherung, Konfiguration
Häufig gestellte Fragen
Was ist das primäre Anliegen dieses Buches?
Das Buch möchte Interessierten ohne Vorkenntnisse helfen, den passenden Computer für ihre persönlichen Bedürfnisse zu finden, zu kaufen und fachgerecht in Betrieb zu nehmen.
Welche zentralen Hardware-Komponenten werden erläutert?
Das Buch deckt alle wesentlichen Teile eines Computers ab, darunter den Prozessor, das Motherboard, den Arbeitsspeicher, die Grafikkarte sowie verschiedene Speichermedien und Peripheriegeräte.
Welches übergeordnete Ziel verfolgt der Autor bei der Kaufberatung?
Der Leser soll lernen, Anforderungen methodisch zu gewichten und Preis-Leistungs-Vergleiche durchzuführen, um Fehlkäufe zu vermeiden und das Budget effizient einzusetzen.
Welche wissenschaftlichen oder technischen Methoden werden zugrunde gelegt?
Es werden keine komplexen wissenschaftlichen Methoden verwendet; stattdessen setzt der Autor auf praxisorientierte Erfahrungswerte, technische Spezifikationen und logische Entscheidungsabläufe.
Was deckt der Hauptteil inhaltlich ab?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Hardwarekomponenten, eine detaillierte Betrachtung von Peripherie sowie praktische Anleitungen für Kauf, Aufbau und Fehlersuche.
Welche Schlagworte charakterisieren dieses Werk am besten?
Computerhardware, Kaufberatung, Systemkomponenten, Peripherie, Betriebssystem, Ergonomie und Problemlösung.
Warum widmet der Autor ein eigenes Kapitel der "Ergonomie"?
Der Autor legt großen Wert auf die gesundheitlichen Aspekte bei der Arbeit am Computer, weshalb Themen wie korrekte Sitzhaltung, Monitoreinstellungen und Arbeitsplatzgestaltung ausführlich behandelt werden.
Wie geht das Buch mit dem Problem der Inkompatibilität von DVD-Brenner-Standards um?
Der Autor klärt die Leser über die bestehenden, inkompatiblen Formate (DVD-RW, DVD+RW, DVD-RAM) auf und gibt Hinweise, worauf man beim Kauf von Medien achten muss.
- Quote paper
- Gero Kurtz (Author), 2005, Computerhardware für Anfänger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59863