Aktuelle Probleme der Flughäfen


Seminararbeit, 2004
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG IN DATHEMA

2. UMWELTPROBLEME
2.1 HADOFFEMIIONEN
2.1.1 Kohlenstoffdioxid (CO2)
2.1.2 Wasserdampf (H2O)
2.1.3 ickoxid (NO2)
2.1.4 hwefeldioxid (2)
2.1. 5 Kohlenmonoxid (CO)
2.1.6 Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (UHC)
2.1.7 Kohlenstoff (Ru ß )
2.2 FUEL DUMPING
2.3 LÄRMPROBLEME
2.4 VERBEERUNGAßNAHMEN
2.4.1 L ä rmschutzma ß nahmen
2.4.2 Umweltpolitische Ma ß nahmen

3. ABGELTUNGROBLEME

4. CHERHEITROBLEME

5. KAPAZITÄT UND ERWEITERUNGROBLEME
5.1 ART UND LANDEBAHNEME
5.2 VORFELDER UND BETRIEBLÄCHEN
5.3 TERMINAL
5.4 VERBEERUNGAßNAHMEN
5.4.1 Verbessertes Landeverfahren
5.4.2 Fortschritte im Flugzeugbau

6. OTPROBLEMATIK
6.1 OT-POOL
6.2 VORRANGREGELUNG
6.3 ÜBERTRAGBARKEIT
6.4 FLUGPLANKOORDINATOR

7. FAZIT

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verbrennungsprodukte

Abbildung 2: Entwicklung des äquivalenten Dauerschallpegels

Abbildung 3: HALVerfahren

1. Einführung in das Thema

In der heutigen Zeit gewinnt das Thema Mobilität ständig an Bedeutung. Immer mehr Menschen reisen aus beruflichen oder privaten Gründen in immer weiter entfernte Gebiete. War es vor einigen Jahrzehnten noch nahezu undenkbar, innerhalb eines Tages beispielsweise von Europa nach Amerika und zurück zu reisen, so stellt dies heutzutage kein Problem mehr dar. Diese ständige eigerung der Nachfrage nach Mobilität führt zu einer kontinuierlich anwachsenden Verkehrsnachfrage.1 Darüber hinaus werden immer kürzere Flugzeiten und Direktanflüge seitens der Kunden gefordert.2 Dieser Trend wird durch die Veränderung der Produktions- und Vertriebsstrukturen noch verstärkt. Die Beschaffung von Zuliefer- und Produktionsteilen erfolgt genau wie der Absatz der fertigen Produkte mehr und mehr global. Das Verlegen von Produktionsteilen in das meist kostengünstigere Ausland sowie der Trend, mehr und mehr Güter Just-in-time oder Just-in-case liefern zu lassen, sollten an dieser elle nicht unerwähnt bleiben. Diese minararbeit soll die aktuellen Probleme der Flughäfen aufzeigen, und wie sie versuchen diese zu lösen.

2. Umweltprobleme

Der Hersteller, der alle Teile aus der Region bezieht und seine Produkte dort auch vertreibt stirbt langsam aus. Mit diesen neuen Herausforderungen gewinnt auch das Thema Umwelt beziehungsweise Umweltschutz verstärkt an Bedeutung.

Jedes Transportmittel ist aus cht der Umwelt problematisch, die Unterschiede zwischen den einzelnen Transportmitteln sind jedoch erheblich. Der Flugverkehr stellt hier das größte Problem dar. Dies ist nicht erst seit der Kenntnis des Ozonlochs und des Treibhauseffekts bekannt. Viel mehr geht es hier um die Themen hadstoff-Emissionen, Lärmentwicklung und Landschafts- und Ressourcenverbrauch. Im Folgenden soll auf diese vier Problemfelder des Luftverkehrs im Detail eingegangen werden.3

2.1 hadstoffemissionen

Die Probleme im Bereich der hadstoffemissionen liegen in der Natur des Flugverkehrs.

Ein Flugzeug bewegt sich durch das Verbrennen von Kerosin in den Triebwerken von einem Punkt zum anderen. Dieser Treibstoff wird ähnlich wie Benzin durch die Destillation von Mineralöl gewonnen. Durch diese Verbrennung entstehen verschiedene Neben- und Abfallprodukte, die in die Atmosphäre abgegeben werden.

Der Verbrauch von Kerosin nimmt dabei immer größere Ausmaße an. Jahr für Jahr werden mehr als 200 Millionen Tonnen für den Flugverkehr verbraucht. Dies entspricht ca. 5 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion.

Der Trend geht dabei eher von einem Mehrverbrauch als von einer Einsparung aus und dies obwohl die modernen Flugzeuge immer weniger Kerosin verbrauchen. Wie bereits erwähnt entstehen durch den Flugverkehr verschiedene chemische Verbindungen, die aus den Triebwerken ausgestoßen werden.4

Diese Verbindungen unterstützen den Treibhauseffekt. Dabei erwärmt sich die Erdatmosphäre vergleichbar mit der tuation in einem Treibhaus. Das natürliche Gleichgewicht gerät allerdings zunehmend außer Kontrolle, da der Mensch mehr und mehr bewusst oder unbewusst darauf Einfluss nimmt.5

Normalerweise entstehen die Treibhausgase auf natürliche Weise. Durch Flugzeuge werden sie aber vermehrt produziert. Die wichtigsten dieser Nebenprodukte sind:

Abbildung 1: Verbrennungsprodukte6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.1 Kohlenstoffdioxid (CO2)

Bei diesem off handelt es sich um eine Verbindung, die auch in der Natur vorkommt. Beispielsweise wird er bei der Atmung des Menschen freigesetzt und entsteht bei der Zersetzung von Biomasse. Auch bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Benzin oder Kerosin wird er freigesetzt. Das CO2 ist trotz seiner natürlichen Entstehung ein hochgradig die Umwelt belastendes Gas, das auch maßgeblich an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt ist. Bedenkt man, dass es sich erst nach rund einhundert Jahren vollständig zersetzt, so wird deutlich, dass dieser Punkt von maßgeblicher Bedeutung ist. Bei der Verbrennung von einer Tonne Kerosin entstehen knapp über drei Tonnen CO2. Dennoch verursacht der Luftverkehr nur 2,5 Prozent der weltweiten CO2 Emissionen.

2.1.2 Wasserdampf (H2O)

Der Wasserdampf ist die sichtbarste Form der Umweltprobleme im Luftverkehr. Liegen bestimmte meteorologische Voraussetzungen vor, so entsteht aus dem ausgestoßenen Wasser ein Kondensstreifen. Dieser Kondensstreifen beeinflusst die Wärmerückstrahlung in den Weltraum. Bei dem Wasserdampf handelt es sich um nichts anderes, als „normales“ Wasser. Es entsteht ebenso wie das CO2 als Nebenprodukt der Verbrennung von Kerosin. Man geht davon aus, dass dieser Wasserdampf ebenfalls an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt ist. Ein endgültiger Nachweis ist allerdings noch nicht erbracht worden. Aus diesem Grund wird in dieser minararbeit nicht näher auf dieses Thema eingegangen.

2.1.3 ickoxid (NO2)

ickoxide können den Ozongehalt der Atmosphäre beeinflussen, da sie als Katalysator tätig werden, und somit Ozon abbauen. Dadurch reduziert sich die schützende Ozonschicht, so dass die schädlichen nnenstrahlen ungefiltert auf die Erde dringen können. Unter dem Begriff ickoxide fasst man die beiden chemischen Einzelverbindungen ickstoffmonoxid (NO) und ickstoffdioxid (NO2) zusammen. Diese Gase entstehen unter anderem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Die ickoxide entstehen bei der Verbrennung als Verbindung zwischen dem ickstoff in der Luft und dem darin enthaltenen uerstoff.7 Je höher dabei die Verbrennungstemperatur liegt, desto mehr ickoxide bilden sich. Bei jeder Tonne Kerosin die verbrannt wird, entstehen zwischen sechs und sechzehn Gramm ickoxide pro Kilogramm Treibstoff.8

2.1.4 hwefeldioxid (2)

hwefeldioxid ist ein farbloses Gas, das bei der Verbrennung von Kerosin entsteht und das beim Menschen die Atemwege reizt. Das hwefeldioxid wird durch den Verbrennungsprozess zu schwefliger ure umgewandelt. Verbindet es sich mit Wasser, so entsteht der so genannte ure Regen. Wenn es sich mit aub verbindet, dann entsteht der bekannte og, der sich wie eine Dunstglocke über die ädte legt. Die Auswirkung dieses Phänomens ist eine der Hauptursachen für das weltweit zu beobachtende Waldsterben.9 Darüber hinaus wird die Bildung von Aerosol gefördert. Dieser off streut das nnenlicht und kühlt somit die ratosphäre.

2.1. 5 Kohlenmonoxid (CO)

Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein Gas, das sowohl farb- als auch geruchlos ist. Es ist zwar brennbar, allerdings nur sehr schlecht wasserlöslich. Es wird maßgeblich bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt.10

Den größten Beitrag zu den CO-Emissionen liefert der Kraftverkehr, doch auch der Flugverkehr ist in erheblichem Maße am weltweiten Aufkommen beteiligt. Die Entstehung ist keineswegs konstant. steigen die Emissionen beim art und bei der Landung stark an, beim Flug in Reisehöhe nehmen sie enorm ab. Das Kohlenmonoxid wird in der Luft nur sehr langsam zu Kohlendioxid oxidiert; die dazu notwendige Reaktion wird durch Ultra- Violette- rahlung und Wärme begünstigt.

2.1.6 Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (UHC)

Unter dem Begriff UHC wird eine Mischung von verschiedenen Kohlenwasserstoffen verstanden. Das Gemisch entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Je nach Flugzeugtyp und verwendeten Triebwerken schwankt der Wert der freigesetzten unverbrannten Kohlenwasserstoffe zwischen 43 und 3.034 Gramm. In Bodennähe können die UHC zu der Bildung von og führen.

2.1.7 Kohlenstoff (Ruß)

Bei der Verbrennung von Kerosin und anderen Brennstoffen entstehen Russpartikel aus Kohlenstoff. Diese sind teilweise mikroskopisch klein und hunderte Male feiner als ein menschliches Haar. Durch diese geringe Größe stellen sie eine Gefahr für den Menschen dar, da sie in die Atemwege gelangen können.

Natürlich gibt es neben den Emissionsproblemen auch noch weitere nicht zu vernachlässigende Umweltprobleme die im Rahmen des Flugbetriebs entstehen. Diese werden im Folgenden kurz angerissen und erläutert.

2.2 Fuel Dumping

Unter Fuel Dumping wird das Ablassen des Kerosins bei Langstreckenflugzeugen verstanden. llten bei einem Flugzeug kurz nach dem art Probleme technischer oder sonstiger Art auftreten, die eine Landung erfordern, so kann das Flugzeug nicht mit vollen Tanks landen. Dies liegt daran, dass sowohl Fahrwerk als auch Bremsen nur für ein bestimmtes Gewicht zur Landung freigegeben sind. Dieses Gewicht liegt deutlich unterhalb des artgewichts. Deshalb muss bei einer außerplanmäßigen Landung ein Teil des Treibstoffs abgelassen werden.11 Dies geschieht in einer Höhe von mindestens 1500 Metern, mit einer Geschwindigkeit von 500km/h und wenn möglich nicht über besiedeltem Gebiet.12

Das Kerosin wird beim Ablassen in Kohlenstoffdioxid und Wasser zersetzt, so dass nur eine geringe Verschmutzung der Umwelt entsteht.

2.3 Lärmprobleme

Außer der erheblichen Umweltbelastung durch die hadstoffemissionen sorgt der Fluglärm für beträchtliche Einschränkungen bei den Flughäfen. Im Gegensatz zu den im Vorfeld genannten Problemen, die sich allesamt konkret messen lassen, handelt es sich bei Lärm um eine eher subjektive örung.13 Besonders der Nachtflug sei an dieser elle genannt. Er führt bei Mensch und Tier zu spürbaren körperlichen häden. Nahezu jeder zweite Deutsche fühlt sich durch den Fluglärm belästigt. In Gebieten, die in Ein- und Ausflugschneisen liegen ist diese Quote noch wesentlich höher, da die Lärmbelästigung beim art- und Landevorgang besonders stark ausgeprägt ist.14 Die konkreten Auswirkungen des Lärms machen sich vor allem durch die örung des Immunsystems und der Gedächtnisfunktionen bemerkbar.15

Auf der anderen ite darf man allerdings nicht die positiven Aspekte des Luftverkehrs vergessen, worauf unsere heutige Gesellschaft kaum noch verzichten möchte. Aufgrund dieser Unerlässlichkeit wurden und werden speziell beim Flugzeugbau stetig technische Verbesserungen in Bezug auf Geräuscheindämmung unternommen. Zur Verdeutlichung dieser Entwicklung soll die folgende Grafik dienen.16

Abbildung 2: Entwicklung des äquivalenten Dauerschallpegels17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4 Verbesserungsmaßnahmen

Nachdem in Kapitel 1.1 bis 1.3 die wichtigsten aktuellen und historischen Probleme der Flughäfen und des Flugverkehrs erläutert wurden, sollen an dieser elle die ergriffenen Maßnahmen und Verbesserungen aufgezeigt werden, um den Problemen entgegen zu wirken. Vor allem im Bereich der Emissionen und der entstehenden Lärmbelästigungen können durch die immer weiter fortschreitende technische Entwicklung große Fortschritte realisiert werden. Die Veränderungen entstehen dabei sowohl auf Druck der akeholder, auf Grund der Erwartungen der Passagiere und nicht zuletzt durch immer strenger werdende Gesetzgebungen.

[...]


1 Vgl. Maurer, Luftverkehrsmanagement, 3. überarbeitete u. erweiterte Auflage, 2003, 23

2 Vgl. RTL II „Technik Extrem“ ndung vom 24.10.04

3 Vgl. Maurer , Luftverkehrsmanagement, 3. überarbeitete u. erweiterte Auflage, 2003 23f

4 vgl. erzenbach, Luftverkehr, 3. Auflage, 2003, 104f

5 vgl. http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/klima/ozonschicht_2004.pdf 31.10.04

6 vgl. http://www.adv-net.org/de/gfx/um_emissionen.php 26.10.04

7 vgl. http://www.der-gruene-faden.de/text/text710.html, 24.10.2004

8 vgl. http://www.umweltdaten.de/verkehr/emiflug.pdf, 20.10.2004

9 vgl. http://www.der-gruene-faden.de/text/text680.html, 24..10.2004

10 vgl. http://www.hlug.de/medien/luft/komponenten/kohlenmonoxid/co.htm ,16.10.2004

11 vgl. Pompl, Luftverkehr, 4. Auflage, 2002, 69

12 vgl. erzenbach, Luftverkehr, 3. Auflage, 2003, 110

13 vgl. Pompl, Luftverkehr, 4. Auflage, 2002, 69

14 vgl. erzenbach, Luftverkehr, 3. Auflage, 2003, 111

15 vgl. http://deutsch.asinah.net/de/wikipedia/f/fl/flughafen.html 17.10.04

16 vgl. http://www.fraport.de/cms/umwelt/rubrik/2/2011.fluglaerm.htm, 17.10.04

17 http://www.fraport.de/cms/umwelt/rubrik/2/2011.fluglaerm.htm, 17.10.04

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Aktuelle Probleme der Flughäfen
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V59916
ISBN (eBook)
9783638537209
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aktuelle, Probleme, Flughäfen
Arbeit zitieren
Anke Riederich (Autor), 2004, Aktuelle Probleme der Flughäfen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59916

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