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Kritische Analyse des Terminus 'Neue Kriege'

Title: Kritische Analyse des Terminus 'Neue Kriege'

Essay , 2006 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. rer. soc. oec. et phil. Paul Swoboda (Author)

Politics - Region: Southeastern Europe
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Ein Begriff der im Diskurs um die Kriege im ehemaligen Jugoslawien und anderer Konflikte seit dem Ende des zweiten Weltkriegs immer wieder ins Spiel gebracht wird ist der derneuen Kriege.Wir wollen in diesem Essay versuchen diesen Begriff zu fassen und versuchen zu klären, was neu an diesenneuen Kriegenist. Dabei wollen wir insbesondere auf die bewaffneten Konflikte im ehemaligen Jugoslawien eingehen. Schließlich wollen wir untersuchen, ob dieser Begriff im aktuellen Diskurs nützlich ist und inwiefern er sich gegen dieklassischen Kriegeabgrenzen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Definition der neuen Kriege

2.1. Die „klassischen“ Kriege

2.2. Die neuen Kriege

3 Bezug zu den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien

2.1. Der „10-Tage“ Krieg um die Unabhängigkeit Sloweniens

2.2. Der Krieg in Kroatien

2.3. Der Krieg in Bosnien

2.4. Die Kämpfe im Kosovo

4 Ein Kritik des Begriffs der „neuen Kriege“

3.1. Trennschärfe und Nützlichkeit

3.2. Die neuen Kriege als qualitatives Kriterium

5 Die neuen Kriege als Kriege

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht den Begriff der "neuen Kriege" und analysiert deren Charakteristika im Kontext der bewaffneten Konflikte im ehemaligen Jugoslawien, um deren Nützlichkeit für den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs kritisch zu hinterfragen.

  • Abgrenzung von "neuen Kriegen" zu "klassischen Kriegen"
  • Analyse der Konflikte in Slowenien, Kroatien, Bosnien und Kosovo
  • Privatisierung, Entstaatlichung und Kommerzialisierung der Kriegsführung
  • Asymmetrisierung von Konflikten und Wegfall klarer zeitlicher Strukturen
  • Kritische Evaluierung der Trennschärfe und Anwendbarkeit des Begriffs

Auszug aus dem Buch

2.2. Die neuen Kriege

Die im Folgenden gebrachte Definition der neuen Kriege stützt sich im Wesentlichen auf Herfried Münkler.

Zuerst müssen wir aber – um Missverständnissen vorzubeugen – klären, was wir unter neu in der Bezeichnung neue Kriege verstehen wollen. Alle die Aspekte, die wir im Folgenden als charakteristisch für die neuen Kriege beschreiben werden, sind nicht neu an sich, sondern es handelt sich vielmehr um „eine Wiederkehr des ganz Alten.“

Das Attribut neu soll vielmehr zur Abgrenzung gegen den klassischen Staatenkrieg des 19. und 20. Jahrhunderts dienen. Es soll also ein Phänomen beschreiben, das seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer häufiger auftritt und sich von diesen klassischen Kriegen unterscheiden lässt.

Wodurch kann man sie aber unterscheiden? Folgende Aspekte scheinen für das Wesen der neuen Kriege am Bedeutendsten zu sein:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Begriffs der „neuen Kriege“ und Darstellung der Absicht, diesen Begriff anhand der Jugoslawienkonflikte zu untersuchen.

2 Zur Definition der neuen Kriege: Definition der „klassischen Kriege“ als Vergleichsbasis und Erläuterung der konstituierenden Merkmale der „neuen Kriege“ wie Privatisierung und Entstaatlichung.

3 Bezug zu den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien: Exemplarische Anwendung der Kriterien für „neue Kriege“ auf die spezifischen Konflikte in Slowenien, Kroatien, Bosnien und im Kosovo.

4 Ein Kritik des Begriffs der „neuen Kriege“: Reflexion über die wissenschaftliche Trennschärfe und Nützlichkeit des Begriffs sowie Vorschlag zur Typologisierung von Konflikten.

5 Die neuen Kriege als Kriege: Abschlussbetrachtung zur Rationalität von Kriegen und Schlussfolgerung, dass es sich um eine evolutionäre Anpassung der Akteure an geänderte Rahmenbedingungen handelt.

Schlüsselwörter

neue Kriege, klassische Kriege, ehemaliges Jugoslawien, Entstaatlichung, Privatisierung, Kriegsökonomie, Asymmetrisierung, Konfliktanalyse, Kriegsrecht, Identitätspolitik, Balkanlehrgang, Gewaltanwendung, Staatszerfall, territoriale Konflikte, Herfried Münkler

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse des Begriffs der „neuen Kriege“ und untersucht, inwieweit dieser zur Beschreibung moderner Konflikte, insbesondere auf dem Balkan, geeignet ist.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Essay behandelt?

Die Arbeit behandelt die Differenzierung zwischen klassischen und neuen Kriegen, die Rolle nicht-staatlicher Akteure, die Kommerzialisierung von Gewalt und die zeitliche sowie strukturelle Unschärfe moderner Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, was das Charakteristische an den „neuen Kriegen“ ist und ob dieser Begriff einen nützlichen analytischen Mehrwert für die Politikwissenschaft bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine deskriptive und analytische Methode, bei der theoretische Kriterien für neue Kriege durch Fallbeispiele aus dem ehemaligen Jugoslawien geprüft und kritisch reflektiert werden.

Was steht im Hauptteil des Essays im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Anwendung der Kriterien für „neue Kriege“ auf die Konflikte in Slowenien, Kroatien, Bosnien und im Kosovo, gefolgt von einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Trennschärfe des Begriffs.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Entstaatlichung, Asymmetrisierung, Privatisierung, Kriegsökonomie und die Abgrenzung zum klassischen Staatenkrieg.

Wie unterscheidet sich der 10-Tage-Krieg in Slowenien von einem „neuen Krieg“?

Der Autor ordnet den Slowenienkrieg als klassischen Unabhängigkeitskrieg ein, da er durch klare zeitliche Grenzen, staatliche Kontrolle und die Einhaltung des Kriegsrechts gekennzeichnet war.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor über die „neuen Kriege“?

Der Autor schlussfolgert, dass die „neuen Kriege“ kein völlig neues Phänomen sind, sondern eine kulturgeschichtlich-evolutionäre Entwicklung darstellen, bei der sich Akteure an veränderte weltpolitische Rahmenbedingungen und asymmetrische Konfliktsituationen anpassen.

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Details

Title
Kritische Analyse des Terminus 'Neue Kriege'
Grade
1
Author
Mag. rer. soc. oec. et phil. Paul Swoboda (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V59927
ISBN (eBook)
9783638537261
ISBN (Book)
9783656802211
Language
German
Tags
Kritische Analyse Terminus Neue Kriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. rer. soc. oec. et phil. Paul Swoboda (Author), 2006, Kritische Analyse des Terminus 'Neue Kriege', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59927
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