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Existentielle künstlerische Problematik in Thomas Manns -Der Tod in Venedig- - Sieg des Dionysos über Apollon

Title: Existentielle künstlerische Problematik in Thomas Manns -Der Tod in Venedig- - Sieg des Dionysos über Apollon

Term Paper , 2002 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Heike Simons (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der existentiellen Künstlerproblematik in Thomas Manns Novelle ‚Der Tod in Venedig′. Im Hauptteil der Hausarbeit werden folgende zentrale Fragestellungen erörtert: Wie gestaltet Thomas Mann die Künstlerproblematik im Text? Welche Aspekte der Künstlerproblematik sind aus zeitgenössischen, literarischen und philosophischen Strömungen herzuleiten? Wie vergegenwärtigt Thomas Mann die Problematik der Existenz des Künstlers? Wie kann es zu einem Einbruch in eine scheinbar gesicherte Künstler-Existenz kommen? In welcher Weise stellt Thomas Mann das Dasein einer künstlerischen Existenz dar? Welches Verhältnis verkörpert Gustav von Aschenbach zur Kunst und zum Leben? Welche Gründe führen letztlich zum Scheitern und Untergang des Künstlers? Bei der Ausführung richtet sich der Blick vor allem auf die literarischen und philosophischen Aspekte und Einflüsse, mit deren Hilfe der Autor die Entwürdigung und den Untergang des Künstlers gestaltet.
Aus dem reichhaltigen Angebot an Forschungsliteratur, welche zu Thomas Mann und der Novelle "Der Tod in Venedig" veröffentlicht wurde, habe ich mich, soweit es möglich war, auf Veröffentlichungen der letzten 20 Jahre konzentriert. Unter ihnen befinden sich sowohl einige Bücher, die einen Gesamtüberblick über das Leben und Werk von Thomas Mann geben, als auch andere, die sich speziell mit der Auslegung der Novelle beschäftigen.
Die Gliederung des Hauptteils, der sich aus vier Abschnitten zusammensetzt, ist folgendermaßen gestaltet: Im ersten Kapitel werden autobiographische Züge, Entstehungsgeschichte, Tektonik, Leitmotive und Thematik der Novelle, die für das Thema der vorliegenden Arbeit von besonderem Interesse sind, angesprochen werden. Im daran anschließenden zweiten Absatz finden wichtige zeit-, literatur- und geistesgeschichtliche Aspekte Erwähnung. Das dritte Kapitel befasst sich dann ausschließlich mit der Darstellung der Künstlerproblematik, des Ästhetizismus, der Bürgerlichkeit, mit dem Verhältnis von Leben und Kunst, von Würde und Entwürdigung sowie mit dem Gegensatz zwischen Leben und Tod. Begriffe wie Maß, Form, Pflicht, Kultur, Kunst, Moral, ästhetisches Asketentum und Selbstbestimmung werden, wo sie in direkte Beziehung zur Existenz des Künstlers treten, vorgestellt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur Leitmotivik, Tektonik, Thematik, Entstehungsgeschichte und zu den autobiographischen Zügen der Novelle

2. Zeit-, Literatur- und Geistesgeschichte

3. Darstellung der Künstlerproblematik

4. Untergang des Künstlers – Sieg des Dionysos über Apollon

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die existentielle Künstlerproblematik in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ und analysiert das Scheitern des Künstlers Gustav von Aschenbach im Spannungsfeld zwischen apollinischem Ordnungswillen und dionysischer Entgrenzung.

  • Analyse der Leitmotivik und der autobiographischen Hintergründe der Novelle.
  • Untersuchung des zeit-, literatur- und geistesgeschichtlichen Kontexts (Dekadenz, Neuklassik, Nietzsche, Schopenhauer).
  • Deutung der Künstlerproblematik im Verhältnis von Kunst, Leben, Moral und Ästhetizismus.
  • Erörterung des Scheiterns des Künstlers als Sieg des Chaos über die Form.

Auszug aus dem Buch

3. Darstellung der Künstlerproblematik

Der ‚Tod in Venedig’ ist „die Geschichte eines repräsentativen Nationaldichters, dessen Haltung, Form und Lebenskunstbau an der Liebe zu dem schönen Knaben Tadzio zugrunde geht.“ Thomas Mann erfasst das Problem des Künstlertums als Entartung, Verfallserscheinung im Sinne des Bürgertums. Aschenbachs Künstlertum ist hart errungene Meisterschaft, Moralität der Leistung, ästhetisches Asketentum. In der Novelle spiegelt sich ein Ästhetizismus wider, der sich „auf seinem Weg in eine immer ausweglosere [...] Isolation, der Entfremdung des ‚Geistes’ von den Handlungsräumen der Gesellschaft, und der Selbstentfremdung, bis hin zur Entwürdigung“ befindet. Eine wesentliche Rolle spielt das Verhältnis von Kunst und Leben.

Auch persönlich genommen ist ja die Kunst ein erhöhtes Leben. Sie beglückt tiefer, sie verzehrt rascher. Sie gräbt in das Antlitz ihres Dieners Spuren imaginärer und geistiger Abenteuer, und sie erzeugt, selbst bei klösterlicher Stille des äußeren Daseins, auf die Dauer eine Verwöhntheit, Überfeinerung, Müdigkeit und Neugier der Nerven, wie ein Leben voll ausschweifender Leidenschaften und Genüsse sie kaum hervorzubringen vermag.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die zentrale Problemstellung der künstlerischen Existenz in Thomas Manns Werk ein und legt den Fokus auf die philosophischen und literarischen Einflüsse auf die Novelle.

1. Zur Leitmotivik, Tektonik, Thematik, Entstehungsgeschichte und zu den autobiographischen Zügen der Novelle: Dieses Kapitel betrachtet die narrativen Strukturen, die Verwendung von Leitmotiven und die Verbindung zwischen Manns eigener Biografie und dem Text.

2. Zeit-, Literatur- und Geistesgeschichte: Hier werden die philosophischen Fundamente, insbesondere die Theorien von Nietzsche und Schopenhauer sowie Strömungen wie die Dekadenz, auf den Text bezogen.

3. Darstellung der Künstlerproblematik: Das Kapitel analysiert den Ästhetizismus und das Spannungsfeld zwischen Bürgerlichkeit und Künstlertum sowie das Verhältnis von Kunst und Leben.

4. Untergang des Künstlers – Sieg des Dionysos über Apollon: Die Untersuchung konzentriert sich hier auf den existentiellen Zusammenbruch Aschenbachs im Kontext der mythologischen Gegensätze und der tödlichen Faszination.

Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt die Arbeit in den größeren Kontext von Thomas Manns Gesamtwerk und fasst die Ergebnisse zur Unmöglichkeit einer Synthese von Erkenntnis und Leben zusammen.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Künstlerproblematik, Ästhetizismus, Dekadenz, Nietzsche, Schopenhauer, Apollinisch, Dionysisch, Gustav von Aschenbach, Mythos, Leitmotivik, Existenzvernichtung, Bürgerlichkeit, Kunst und Leben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die existenziellen Krisen und die Entwürdigung des Künstlers Aschenbach in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Verhältnis von Kunst und Leben, die Rolle des Ästhetizismus, der Einfluss philosophischer Strömungen und das Scheitern des Künstlers an gesellschaftlichen und persönlichen Idealen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Aschenbachs Versuch, eine strenge, apollinische Ordnung in seiner Kunst und Lebensführung aufrechtzuerhalten, durch dionysische Einflüsse und den Verfall in die Sinnlichkeit zum Scheitern verurteilt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Text anhand von zeitgeschichtlichen, philosophischen und biografischen Kontexten interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte und Leitmotivik, die geistesgeschichtlichen Hintergründe, die Darstellung der Künstlerproblematik sowie den finalen Untergang des Künstlers als Sieg des Chaos über die Form.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Künstlerproblematik, Ästhetizismus, Dekadenz, Apollinisch, Dionysisch, Existenzvernichtung, Kunst und Leben, Thomas Mann.

Wie spielt die Philosophie Nietzsches eine Rolle für Aschenbach?

Nietzsches Konzept des Apollinischen und Dionysischen dient der Arbeit als Schlüssel, um Aschenbachs anfängliche Strenge und seinen späteren Verfall in den Rausch zu deuten.

Welche Bedeutung hat Venedig in der Erzählung?

Venedig dient als Kulisse des Untergangs; die Stadt wird als Ort des Todes und des Verfalls inszeniert, hinter deren prächtigen Fassaden sich der existenzielle Zerfall des Künstlers vollzieht.

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Details

Title
Existentielle künstlerische Problematik in Thomas Manns -Der Tod in Venedig- - Sieg des Dionysos über Apollon
College
University of Hagen  (Institut für neuere deutsche und europäische Literatur)
Course
Thomas Manns frühe Erzählungen
Grade
1,3
Author
Heike Simons (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V5993
ISBN (eBook)
9783638136945
Language
German
Tags
Existentielle Problematik Thomas Manns Venedig- Sieg Dionysos Apollon Thomas Manns Erzählungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heike Simons (Author), 2002, Existentielle künstlerische Problematik in Thomas Manns -Der Tod in Venedig- - Sieg des Dionysos über Apollon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5993
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