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Hochschul-Radios - Projekte in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA

Title: Hochschul-Radios - Projekte in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA

Term Paper (Advanced seminar) , 1997 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marc Zimmermann (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
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Seit vielen Jahren beobachte ich nun als musik- und radiobegeisterter Jugendlicher vor allem den unkommerziellen Hörfunk. Dabei bin ich auch schon in verschiedenster Form aktiv geworden, sowohl bei Sendestart von LoRa München, als auch quasi vom Tag der Ausschreibung an für den Aus- und Fortbildungskanal auf der 94,5 MHz. Daher ist auch bei der Beschreibung die Gewichtung dieses Projektes gegenüber den anderen bundesdeutschen stärker.
Zu den Umständen, unter denen ich meine Quellen fand möchte ich am Ende noch etwas sagen. In den USA existieren zu dem Thema, welches an Hochschulen allgegenwärtig ist wohl genügend Unterlagen. In Deutschland ist dies bedeutend schwieriger, sowohl an amerikanische Literatur zu kommen, als auch Informationen über deutsche Initiativen etwas zu erlangen. Die enorme Geschwindigkeit der Entwicklung und die Tatsache, daß wir uns wohl erst am Anfang dieser Bewegung befinden scheint mir ein Hauptgrund dafür zu sein. Somit kann ich keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit erfüllen und möchte daher nur einige ausgewählte Beispiele vorstellen. Aus dem gleichen Grunde erscheint es mir nicht sinnvoll, genauer auf die Programmstrukturen einzelner Sender einzugehen. Im ersten Abschnitt stütze ich mich hauptsächlich auf das von Claudia Fischer herausgegebene Buch "Hochschul-Radios". Einen weiteren Teil meiner Informationen verdanke ich auch einem Medium, dessen Eigenarten am besten der oben beschriebenen momentanen Situation gerecht wird. Das Internet, dessen Benützer sich offenkundigerweise vermutlich auch mit denen am Hochschul-Radio Beteiligten deutlich überlappen, bietet am ehesten tagesaktuelle Informationen.
Eine nähere Betrachtung von Hochschul-Fernsehgruppen in Deutschland, die ebenfalls in den unterschiedlichsten Formen existieren bzw. Educational Television in den USA würde den Rahmen sprengen. Sie sollen an dieser Stelle nicht Gegenstand meiner Untersuchungen sein
Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei auch um ein sehr persönliches Interesse am Thema Hochschul-Radio, welches den meiner Ansicht nach wichtigen Aspekt der Ausbildung in Medien betrifft. Bei diesem Thema liegt eine medienwissenschaftliche Gegenüberstellung von den größtenteils noch jungen deutschen Projekten mit den traditionellen US-amerikanischen nahe, die ja am ehesten - unter dem Begriff College Radio - ein bestimmtes Bild in unseren Köpfen hervorrufen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Deutschland

2.1.1 Geschichtliche Ausgangslage

2.1.2 Aspekte eines Hochschulsenders für Universität und Studierende

2.1.3 Die Lage in Nordrhein-Westfalen

2.1.4 Unterschiedliche Projekte in den anderen Bundesländern

2.1.4.1 Campus-Rundfunk

2.1.4.2 Senden auf einer eigenen Frequenz

2.1.4.2.1 Aus- und Fortbildungskanäle

2.1.4.2.1.1 Rechtliche Grundlage

2.1.4.2.1.2 Die aktuelle Lage

2.1.4.2.1.3 Finanzierung

2.1.4.2.1.4 Das Programm

2.1.4.2.2 Uni-Sender

2.1.4.2.2.1 In Leipzig

2.1.4.2.2.2 In Tübingen

2.1.4.3 Kooperationen mit öffentlich-rechtlichen, privaten oder Offenen Kanälen

2.1.4.3.1 Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Kanälen

2.1.4.3.1.1 In Bremen / Oldenburg

2.1.4.3.1.2 In Heidelberg

2.1.4.3.2 Kooperation mit Privaten Kanälen

2.1.4.3.2.1 In Baden

2.1.4.3.2.2 In Berlin

2.1.4.3.3 Kooperation mit Offene Kanälen

2.1.5 Die Lage in Niedersachsen

2.1.6 Interessensverbände

2.1.6.1 National

2.1.6.2 International

2.2 Vereinigten Staaten von Amerika

2.2.1 Educational bzw. Public Radio

2.2.1.1 Geschichtliche Entwicklung

2.2.1.2 Ausprägungen von Public Radio

2.2.1.3 Das Programm

2.2.2 Das wahre College Radio

2.2.2.1 Geschichte und derzeitige Lage

2.2.2.2 Programm und Musik

2.2.2.3 Finanzierung

3 Schlußteil

3.1 Anmerkungen

3.2 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen studentischer Radioprojekte in Deutschland im Vergleich zur langjährigen Tradition des „College Radio“ in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen, Entstehungsgeschichten und Organisationsformen beider Systeme medienwissenschaftlich einzuordnen.

  • Historische und rechtliche Rahmenbedingungen für Hochschulradios in Deutschland und den USA.
  • Differenzierung der Projekttypen (Campus-Rundfunk, Aus- und Fortbildungskanäle, Kooperationsmodelle).
  • Vergleich der Programmstrukturen und der Rolle der Musikgestaltung.
  • Finanzierungsmodelle und die Rolle ehrenamtlicher Mitarbeit.
  • Bedeutung der studentischen Rundfunkarbeit als Qualifizierungsbaustein in der Medienaubildung.

Auszug aus dem Buch

2.1.4.2.1 Aus- und Fortbildungskanäle

Aus- und Fortbildungskanäle sind eine spezielle Form des Uni-Radios, welche das Land Bayern in München und Nürnberg realisiert hat. Es handelt sich jedoch genauer gesagt um die Weiterführung dieser Idee. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, daß es sich keinesfalls >nur< um einen von der Universität betriebenen Rundfunk handelt, bei welchem sie ihre Studenten ausbildet bzw. ausbilden läßt. Vielmehr sind in dieser Konstruktion die verschiedensten Institutionen, welche im Medium Rundfunk ausbilden, oder auch medienpädagogisch tätig werden wollen in einen Anbieterverein eingebunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für das Thema und beschreibt die Schwierigkeiten bei der Literaturbeschaffung sowie die medienwissenschaftliche Relevanz der Ausbildung im Hochschulradio.

2 Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die deutsche Radiolandschaft an Hochschulen, unterteilt in verschiedene Organisationsformen wie Campus-Rundfunk und Kooperationen, sowie die historische und strukturelle Entwicklung des US-amerikanischen Pendants.

3 Schlußteil: Hier werden kritische Reflexionen zu den zuvor untersuchten Modellen angestellt und eine zusammenfassende Bewertung der Entwicklungspotenziale für das deutsche Hochschulradiowesen gegeben.

Schlüsselwörter

Hochschul-Radio, College Radio, Public Radio, Rundfunkrecht, Medienausbildung, Campus-Rundfunk, Medienwissenschaft, studentische Radioinitiativen, UKW-Frequenz, Bildungssektor, Radio 94.5 MHz, studentische Selbstverwaltung, Medienpädagogik, Programmstruktur, Rundfunkfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation und Entwicklung studentischer Radioprojekte in Deutschland und stellt diese in einen medienwissenschaftlichen Vergleich zur etablierten US-amerikanischen College-Radio-Kultur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, verschiedene Organisationsformen wie Campus-Radio oder Kooperationen mit privaten Sendern, sowie die Bedeutung dieser Projekte für die mediale Qualifizierung von Studierenden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Bedingungen und Entstehungsgeschichten der studentischen Radioarbeit in Deutschland und den USA aufzuzeigen, um den aktuellen Status quo der deutschen Projekte besser einordnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine medienwissenschaftliche Gegenüberstellung und Analyse von Fallbeispielen, gestützt durch Fachliteratur sowie Primärinformationen aus dem Internet und eigenen Erfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der deutschen Radio-Initiativen – von einfachen Campus-Sendern bis hin zu komplexen Aus- und Fortbildungskanälen in Bayern – und eine detaillierte Analyse der US-amerikanischen Tradition von Public und College Radio.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hochschul-Radio, College Radio, Medienausbildung, studentische Rundfunkinitiativen, Rundfunkrecht und Programmgestaltung.

Wie unterscheidet sich ein „Aus- und Fortbildungskanal“ von einem klassischen Uni-Radio?

Der Hauptunterschied liegt in der Struktur: Während klassische Uni-Radios oft direkt von der Hochschule getragen werden, binden Aus- und Fortbildungskanäle verschiedene medienpädagogische Institutionen in einen Anbieterverein ein, um eine breitere praktische Ausbildung zu ermöglichen.

Warum ist die Situation des Hochschulradios in den USA historisch anders gewachsen?

In den USA gab es frühzeitig eine großzügigere Vergabe von Rundfunklizenzen an Bildungsreinrichtungen, wohingegen in Deutschland die staatsferne Organisation des Rundfunks und strengere medienrechtliche Vorgaben die Entwicklung lange Zeit verzögerten.

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Details

Title
Hochschul-Radios - Projekte in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA
College
LMU Munich  (Kommunikationswissenschaften)
Course
EU-Rundfunksysteme im Vergleich
Grade
2,0
Author
Marc Zimmermann (Author)
Publication Year
1997
Pages
23
Catalog Number
V5997
ISBN (eBook)
9783638136983
Language
German
Tags
Hochschulradio M94 College-Radio
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Zimmermann (Author), 1997, Hochschul-Radios - Projekte in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5997
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