„Online learning is not the next big thing; it is the now big thing.“ Donna J. Abernathy, Redakteurin der „Training and Development“1
Es scheint der Mode-Buchstabe des 21. Jahrhunderts zu sein, das kleine oder große, jedoch aber einem anderen Wort vorangestellte „e“. Sowohl in Zeitungen als auch in der einschlägigen Literatur werden immer häufiger auf zahlreiche Beispiele des „e“-Wortes, wie z. B. E-Commerce, E-Engineering, E-Banking, E-Recruiting und jetzt noch E-Learning, gestoßen. Relativ unsicher sind die Aussagen zahlreicher Autoren bzgl. der Schreibweise des Zauberbuchstabens „e“. E-Learning oder eLearning? In der vorliegenden Arbeit ist die kleine Schreibweise gewählt worden. Mit dem Begriff des eLearning wird im Vergleich zum herkömmlichen Lernen ein computergestütztes u. U. webbasiertes Lernen, welches zeit- und ortunabhängig genutzt werden kann, verstanden. Erforderlich sind nur ein Personal Computer (PC), eine Internetverbindung, Eigenmotivation und natürlich gesunde Neugier. Mit dem eLearning werden aus heutiger Sicht viele Hoffnungen verbunden. Die einen sehen es als Durchbruch in die globale Wissensgesellschaft. Andere betrachten e- Learning für die neueste Welle der Digitalisierung und als größte Chance für Internetgeschäfte. Dritte hoffen auf eine effiziente Bildung, welches eLearnern gegenüber anderen einen deutlichen Vorteil bietet. eLearning fand sowohl in vielen großen Unternehmen, wie VW-AG als auch in kleine Handwerksbetriebe Zugang. Neben Unternehmen haben auch Universitäten, Hochschulen und auch Gesamtschulen die Chancen des eLearning entdeckt und in die Veranstaltungen mit eingebaut. Vorbei ist das „Schleppen“ von schweren mit Büchern gepackten Schultaschen – benötigt werden nur noch sog. webfähige Laptops.
Auch zahlreiche Fernstudien-Agenturen, wie die SGD in Darmstadt oder die ILS in Hamburg bieten Online-Kurse für die private Weiterbildung an. Mit der vorliegenden Arbeit soll zunächst ein Einblick in das Zauberwort „eLearning“ ermöglicht werden. Was ist eLearning? Wieso ist eLearning mittlerweile erforderlich?
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1 Zitat aus E-Learning, Bentlage U., Glotz P., Hamm I., Hummel J., S. 7
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des eLearning
2.1 Was ist eLearning?
2.2 Wieso überhaupt eLearning?
2.3 Formen des eLearning
2.3.1 Computer Based Training (CBT)
2.3.2 Web Based Training (WBT)
2.3.3 Tele Learning
2.3.4 Blended Learning
3 eLearning aus wirtschaftlicher Sicht
4 Erfahrungen mit eLearning
5 Bewertung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von eLearning im Bildungssektor und in Unternehmen, um zu klären, ob es sich dabei lediglich um ein Modewort oder eine reale Chance für die Bildung handelt. Dabei wird insbesondere auf die Kostenstruktur und die praktische Anwendbarkeit eingegangen.
- Grundlegende Definitionen und Einordnung von eLearning
- Erscheinungsformen wie CBT, WBT, Tele Learning und Blended Learning
- Wirtschaftliche Analyse und Kostenvergleich mit Präsenzschulungen
- Internationale Erfahrungsberichte zur Implementierung
- Bewertung der Zukunftschancen und Hindernisse
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Computer Based Training (CBT)
Der Begriff des “Computer Based Training” wurde zunächst als ein Oberbegriff für die computergestützte Ausbildung gesehen. Aber mit dem in immer mehr Mode kommenden „Web Based Training“ (WBT) sind viele CBTs gegen WBTs ersetzt worden. Heute werden unter CBT oft eLearning-Angebote verstanden die im Regelfall ohne eine Anbindung an ein Netzwerk funktionieren, d. h. diese Kurse sind nicht webbasiert, sondern meistens auf CD ROM oder DVD gebrannte Programme die auf nur einem Rechner lauffähig sind. Es handelt sich hierbei also um Offline Lernangebote.
Solche Lern-CD ROMS bzw. -DVD können inhaltlich und technisch völlig verschieden aufgebaut sein. Es sind beispielsweise hypertextartig strukturierte CBT-Kurse vorhanden, die über einen Webbrowser genutzt werden und somit einem webbasierten Onlinekurs sehr stark ähneln. Der Unterschied liegt darin, dass ein CBT-Kurs nur lokal auf den jeweiligen Rechner läuft auf dem es installiert worden ist. Es gibt aber auch CBT-Angebote die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Benutzer abgestimmt sind und solange Wartestellen aufweisen, bis der Lernende mit den Übungen fortfährt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des eLearning ein, diskutiert die Begriffsdefinition und stellt den Aufbau der Arbeit dar.
2 Grundlagen des eLearning: Dieses Kapitel definiert den Begriff eLearning und erläutert die verschiedenen Formen, darunter CBT, WBT, Tele Learning und Blended Learning.
3 eLearning aus wirtschaftlicher Sicht: Hier werden die Kostenstrukturen von eLearning-Projekten analysiert und ein direkter Vergleich zu herkömmlichen Präsenzseminaren gezogen.
4 Erfahrungen mit eLearning: Das Kapitel präsentiert internationale Fallbeispiele und Umfrageergebnisse zur praktischen Anwendung und Akzeptanz von eLearning-Formaten.
5 Bewertung und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet die Chancen des eLearning und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung im Bildungswesen.
Schlüsselwörter
eLearning, Bildung, Computer Based Training, Web Based Training, Tele Learning, Blended Learning, Wirtschaftlichkeit, Digitalisierung, Online-Lernen, Fernstudium, Kostenanalyse, Weiterbildung, Wissensgesellschaft, Informatik, Medienkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob eLearning ein bloßes Schlagwort oder eine echte Chance für das moderne Bildungswesen und die Unternehmensweiterbildung darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die verschiedenen technischen Formen des eLearning, die wirtschaftliche Analyse der Kosten sowie praktische Erfahrungen aus der Implementierung in Schulen und Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine fundierte Kosten-Nutzen-Analyse und Erfahrungsberichte aufzuzeigen, wie eLearning effektiv in individuelle Lernprozesse integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, eine Kostenstruktur-Formel für den Vergleich von Lernmodellen sowie eine deskriptive Auswertung von internationalen Erfahrungsberichten und Fallstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Formen des eLearning), die ökonomische Betrachtung (Kostenvergleich) und die Darstellung von realen Implementierungserfahrungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Blended Learning, Kostenstruktur, Digitalisierung, WBT, CBT und Weiterbildung.
Welchen Vorteil bietet Blended Learning laut dieser Arbeit?
Blended Learning kombiniert die Vorteile des Präsenztrainings mit den Vorzügen von Online-Seminaren und stellt damit die Zukunft der Weiterbildung dar.
Warum sind die Kosten für CBT im Vergleich zu Seminaren oft geringer?
Trotz hoher initialer Entwicklungskosten sinken die Durchschnittskosten pro Teilnehmer bei einer hohen Nutzerzahl rapide, da variable Kosten wie Reise, Unterbringung und Traineraufwand minimiert werden.
- Quote paper
- Pervin Turhan (Author), 2005, "elearning" - Zauberwort oder eine Chance für die Bildung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60015