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Rene Descartes: Die ersten beiden Meditationen

Title: Rene Descartes: Die ersten beiden Meditationen

Seminar Paper , 2006 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Michaela Lehr (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Thema dieser Arbeit sind die „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ von René Descartes. Die deutsche Übersetzung des Werkes stammt von Artur Buchenau1.
Es werden die ersten beiden von den insgesamt sechs Meditationen betrachtet, welche überschrieben sind mit „Erste Meditation: Woran man zweifeln kann.“ und „Zweite Meditation: Über die Natur des menschlichen Geistes; daß er leichter erkennbar als der Körper.“. Ziel der Arbeit ist das Herausarbeiten der Struktur und Argumente dieser Meditationen. Außerdem soll darauf geachtet werden, ob Descartes die Absichten seiner Meditationen, welche er in den jeweiligen Überschriften beschreibt, erfüllt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erste Meditation: Woran man zweifeln kann

2.1. Anlass und Methode der Meditation

2.2. Die Durchführung des Gedankenexperiments

2.2.1. Das „Wegzweifeln“ der Sinne

2.2.2. Ergebnis des „Wegzweifelns“ der Sinne

2.2.3. Die Annahme eines bösen Geistes und Folge dieser Annahme

2.3. „Woran man zweifeln kann“ – Das Resultat

3. Die zweite Meditation: Über die Natur des Menschlichen Geistes; daß er leichter erkennbar als der Körper

3.1. Wiedergabe der bisherigen Überlegungen

3.2. Das „Cogito-Sum-Argument“

3.3. ‚Wer oder was bin ich?’

3.4. Das Wahrnehmen und Erkennen der äußerlicher Dinge – Das Wachs-Beispiel

3.5. Das Erkennen des Inneren – Ist der Geist leichter erkennbar als der Körper?

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert die Struktur und Argumentationsweise der ersten beiden Meditationen von René Descartes, mit dem Ziel zu untersuchen, ob der Autor seine in den Titeln formulierten Absichten erfüllt und wie der „Meditierende“ zu einer sicheren Erkenntnisgrundlage gelangt.

  • Die systematische Anwendung der Methode des methodischen Zweifels.
  • Die Dekonstruktion von sinnlicher Wahrnehmung und Außenwelt.
  • Die Etablierung des „Cogito-Sum-Arguments“ als unerschütterliches Fundament.
  • Die Analyse des Wachs-Beispiels zur Erkenntnistheorie.
  • Die Untersuchung der Erkenntnis des eigenen Geistes im Vergleich zur Körperwelt.

Auszug aus dem Buch

3.2. Das „Cogito-Sum-Argument“

Der Meditierende beginnt nun ein Argument, welches er in mehreren Variationen durchspielt und welches im Folgenden das „Cogito-Sum-Argument“ genannt wird.

Er beginnt mit der Erinnerung an die vergangene Meditation, während welcher er angenommen hatte, dass es nichts auf der Welt gäbe. Hierauf stellt er sich die Frage, die ihn und sein Gedankenexperiment in eine neue Richtung führen soll: ‚Wenn nichts existiert, gibt es auch nicht mich selbst?’ Dies beantwortet der Meditierende mit „Nein“. Sein Argument ist:

Ich nehme etwas an.

Wenn es der Fall ist, dass ich etwas annehme,

dann ist es auch der Fall, dass ich existiere.

D.h. ich existiere.

Dieselbe Art von Argumentation spielt er hierauf noch einmal durch:

Es existiert ein böser Gott, der mich täuscht.

Wenn es der Fall ist, dass der böse Gott mich täuscht,

dann ist es auch der Fall, dass ich existiere.

D.h. ich existiere.

Mittels dieses Arguments erhält der Meditierende schließendlich eine Tatsache, die gegen jeglichen Zweifel immun und somit „notwendig wahr“ ist. Diese Wahrheit wird er in den folgenden Abschnitten untersuchen und versuchen auf ihr weitere Gewissheiten aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werkes und Erläuterung der Zielsetzung, die Struktur und Argumente der ersten beiden Meditationen des Meditierenden zu erarbeiten.

2. Erste Meditation: Woran man zweifeln kann: Darstellung des methodischen Zweifels, der zum Verwerfen bisherigen Wissens führt, inklusive des Traumarguments und der Hypothese eines bösen Geistes.

2.1. Anlass und Methode der Meditation: Einführung in das Bedürfnis des Meditierenden, ein festes Fundament in den Wissenschaften zu finden, indem alles Zweifelhafte verworfen wird.

2.2. Die Durchführung des Gedankenexperiments: Beschreibung des systematischen Vorgehens des Meditierenden, um die Grundlagen seines Wissens zu prüfen.

2.2.1. Das „Wegzweifeln“ der Sinne: Reflexion über die Täuschbarkeit der Sinne und die Einbeziehung des Schlafzustandes als Quelle der Unsicherheit.

2.2.2. Ergebnis des „Wegzweifelns“ der Sinne: Feststellung, dass zwar zusammengesetzte Erkenntnisse zweifelhaft sind, aber einfache mathematische Begriffe eine gewisse Stabilität behalten.

2.2.3. Die Annahme eines bösen Geistes und Folge dieser Annahme: Radikalisierung des Zweifels durch die Annahme eines täuschenden Gottes, was sogar mathematische Gewissheiten erschüttert.

2.3. „Woran man zweifeln kann“ – Das Resultat: Zusammenfassung des Resultats der ersten Meditation, das die Abwesenheit von Körper und Sinneseindrücken konstatiert.

3. Die zweite Meditation: Über die Natur des Menschlichen Geistes; daß er leichter erkennbar als der Körper: Untersuchung des Ichs nach dem radikalen Zweifel, die zur Einsicht in die eigene denkende Existenz führt.

3.1. Wiedergabe der bisherigen Überlegungen: Resümee der vorangegangenen Zweifel und Bestätigung des Strebens nach unerschütterlicher Gewissheit.

3.2. Das „Cogito-Sum-Argument“: Formulierung der ersten notwendigen Wahrheit der eigenen Existenz durch den Akt des Denkens selbst.

3.3. ‚Wer oder was bin ich?’: Definition des Ichs als „denkendes Ding“, das zweifelt, einsieht und empfindet, unabhängig vom Körper.

3.4. Das Wahrnehmen und Erkennen der äußerlicher Dinge – Das Wachs-Beispiel: Analyse der körperlichen Eigenschaften anhand von schmelzendem Wachs, um zu zeigen, dass körperliche Erkenntnis auf dem Verstand basiert.

3.5. Das Erkennen des Inneren – Ist der Geist leichter erkennbar als der Körper?: Fazit, dass die Erkenntnis des eigenen Geistes notwendiger und deutlicher ist als die Erkenntnis äußerer Körper.

Schlüsselwörter

René Descartes, Meditationen, Erkenntnistheorie, methodischer Zweifel, Cogito-Sum, denkendes Ding, Traumargument, böser Geist, Wachs-Beispiel, Verstand, Gewissheit, Philosophie, Subjektivität, Metaphysik, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ersten beiden Meditationen von René Descartes und untersucht, wie der Autor durch systematischen Zweifel versucht, ein unerschütterliches Fundament für wissenschaftliche Erkenntnisse zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt Themen wie den radikalen methodischen Zweifel, die Erkenntnistheorie, das Verhältnis von Geist und Körper sowie die Frage nach dem Wesen des menschlichen Ichs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Struktur und die Argumente der ersten beiden Meditationen herauszuarbeiten und zu prüfen, ob Descartes seine angekündigten Absichten in den jeweiligen Kapiteltiteln konsequent umsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer strukturierten Analyse der Originaltexte von Descartes und nutzt dessen „Methode des Zweifelns“ als zentrales Untersuchungsobjekt, um die argumentativen Etappen des Meditierenden nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess des „Wegzweifelns“ von Sinnesdaten und äußeren Dingen detailliert nachvollzogen, gefolgt von der Herleitung des „Cogito-Sum-Arguments“ und der Analyse der Erkenntnis des eigenen Geistes gegenüber der körperlichen Welt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen methodischer Zweifel, Cogito-Sum, das „denkendes Ding“, das Wachs-Beispiel und die Suche nach unerschütterlicher Gewissheit.

Wie unterscheidet der Meditierende in der ersten Meditation zwischen verschiedenen Arten von Wissen?

Er unterscheidet zwischen „Wahrheiten“ (wie Arithmetik), die zunächst zweifellos erscheinen, und Erkenntnissen, die auf zusammengesetzten Dingen beruhen, welche er aufgrund von Täuschungsgefahren (Träume, böser Geist) verwirft.

Warum ist das Wachs-Beispiel für den Argumentationsgang des Autors so wichtig?

Es dient dazu, zu beweisen, dass die Erkenntnis von körperlichen Objekten nicht primär über die Sinne oder die Einbildungskraft erfolgt, sondern eine Einsicht des Verstandes ist, was wiederum den Geist als erkennendes Subjekt betont.

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Details

Title
Rene Descartes: Die ersten beiden Meditationen
College
University of Heidelberg  (Philosophisches Institut)
Course
Einführung in die Philosophie
Grade
2,7
Author
Michaela Lehr (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V60050
ISBN (eBook)
9783638538145
ISBN (Book)
9783638752763
Language
German
Tags
Rene Descartes Meditationen Einführung Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Lehr (Author), 2006, Rene Descartes: Die ersten beiden Meditationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60050
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