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Die Besteuerung der Grenzgänger im Verhältnis Deutschland - Schweiz

Title: Die Besteuerung der Grenzgänger im Verhältnis Deutschland - Schweiz

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Finanzwirt (FH) Andreas Pfuhl (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz spiegelt sich unter anderem in der speziellen Behandlung der Grenzgänger wider. Während täglich ca. 36.000 Grenzgänger von Deutschland in die Schweiz einpendeln, sind es umgekehrt lediglich ca. 1.000. Dies zeigt, dass die Schweiz - zu Recht - weithin als „Grenzgängerimportland“ gilt und in Europa zum größten Einpendelland zählt.

Gründe hierfür dürften vor allem wirtschaftlicher Natur sein: vorhandene Arbeitsplätze, höheres Lohnniveau oder auch großzügigere soziale Absicherung sind nur einige Beispiele. Selbst steuerliche Gründe können für die Wahl des Arbeitsortes entscheidend sein.

Trotz der Tatsache, dass der Produktionsfaktor Arbeit weit weniger mobil ist wie Kapital, findet ein reger Grenzverkehr der Arbeitnehmer zwischen beiden Staaten statt. Dies könnte nicht zuletzt auch daran liegen, dass am 1. Juni 2002 das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU in Kraft ge-treten ist. Die steuerliche Behandlung der Grenzgänger nimmt daher eine zentrale Stellung ein.

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser die steuerrechtliche Betrachtung der Grenzgänger sowohl aus deutscher, als auch aus schweizerischer Sicht näher zu erläutern. Im weiteren Verlauf wird einleitend in Kapitel 2 der Grenzgängerbegriff ausgeführt. Kapitel 3 behandelt die konkrete Verteilung der Besteue-rungsrechte. Eine abschließende Würdigung erfolgt in Kapitel 4.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grenzgängerbegriff

2.1. Betroffene Einkünfte

2.2. Ansässigkeit im Nicht-Tätigkeitsstaat

2.3. Arbeitseinsatz im anderen Vertragsstaat

2.4. Arbeitstägliche Rückkehr

2.5. Sonstiges

3. Verteilung der Besteuerungsrechte

3.1. Besteuerung im Ansässigkeitsstaat

3.2. Steuerabzug im Tätigkeitsstaat

3.3. Vermeidung der Doppelbesteuerung

3.3.1. Im Ansässigkeitsstaat Deutschland

3.3.2. Im Ansässigkeitsstaat Schweiz

3.4. Wegfall der Grenzgängereigenschaft

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erläutert die komplexe steuerrechtliche Situation von Grenzgängern im Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz. Das primäre Ziel ist es, die steuerliche Behandlung dieser Personengruppe zu analysieren, insbesondere die Verteilung der Besteuerungsrechte zwischen Ansässigkeits- und Tätigkeitsstaat sowie die Mechanismen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.

  • Definition des Grenzgängerbegriffs und der zugehörigen Voraussetzungen.
  • Analyse der Besteuerungsrechte und des Steuerabzugs im Tätigkeitsstaat.
  • Mechanismen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Deutschland und der Schweiz.
  • Konsequenzen und Voraussetzungen für den Wegfall der Grenzgängereigenschaft.
  • Bedeutung von Freizügigkeitsabkommen und aktuellen Rechtsentwicklungen.

Auszug aus dem Buch

2.4. Arbeitstägliche Rückkehr

Art. 15a Abs. 2 Satz 1 DBA D-CH verlangt, dass der Grenzgänger regelmäßig an seinen Wohnsitz zurückkehrt. Dabei stellt die regelmäßige Rückkehr zur Wohnung nicht auf den einzelnen Kalendertag, sondern auf den jeweiligen „Arbeitstag“ des Arbeitnehmers ab. „Regelmäßig“ ist daher im Sinne von „jeweils nach Arbeitsende“ zu sehen.

„Kehrt diese Person [der Grenzgänger] nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zurück, entfällt die Grenzgängereigenschaft nur dann, wenn die Person bei einer Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsausübung nicht an ihren Wohnsitz zurückkehrt.“ Die Tage der Nichtrückkehr bestimmen sich also nach der Anzahl der beruflich bedingten Übernachtungen bzw. der beruflich bedingten Nichtrückkehr. Privat veranlasste Übernachtungen im Tätigkeitsstaat bleiben daher unberücksichtigt.

Eine Überschreitung der 60 Unschädlichkeitstage kann namentlich dann möglich sein, wenn die Straßenentfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort mehr als 110 Kilometer beträgt, der einfache Arbeitsweg länger als 1,5 Stunden dauert, der Aufenthalt am Wohnort weniger als acht Stunden betragen würde, für den Arbeitnehmer eine Wohnsitzpflicht im Tätigkeitsstaat besteht oder wenn der Arbeitgeber die Wohn- und Übernachtungskosten des Arbeitnehmers trägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit beleuchtet das bedeutende Grenzgängeraufkommen zwischen Deutschland und der Schweiz sowie die steuerliche Relevanz dieses Verhältnisses.

2. Grenzgängerbegriff: Dieses Kapitel definiert die Anforderungen an den Grenzgängerstatus, inklusive der Kriterien zur Ansässigkeit, dem Arbeitseinsatz und der Rückkehrregelung.

3. Verteilung der Besteuerungsrechte: Hier wird die Aufteilung der Besteuerungsrechte, die Ausgestaltung der Quellensteuer im Tätigkeitsstaat und die Methoden zur Doppelbesteuerungsvermeidung in beiden Staaten detailliert analysiert.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet die geltende Grenzgängerregelung als praktikables Verfahren, weist jedoch auf die Problematik bei der Abgrenzung beruflicher und privater Nichtrückkehrtage hin.

Schlüsselwörter

Grenzgänger, DBA D-CH, Doppelbesteuerung, Ansässigkeit, Quellensteuer, Unschädlichkeitstage, Freizügigkeitsabkommen, Besteuerungsrecht, Einkommensteuer, Arbeitslohn, Pendler, Tätigkeitsstaat, Wohnsitzstaat, Grenzgängereigenschaft

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptthema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die steuerrechtliche Behandlung von Grenzgängern zwischen Deutschland und der Schweiz unter Berücksichtigung des Doppelbesteuerungsabkommens.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Grenzgängerbegriffs, der Verteilung der Besteuerungsrechte und der Vermeidung von Doppelbesteuerungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der steuerrechtlichen Situation für Grenzgänger aus sowohl deutscher als auch schweizerischer Sicht.

Welche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine juristisch-steuerrechtliche Analyse auf Basis von Abkommensrecht, nationalen Gesetzen und einschlägiger Rechtsprechung.

Was umfasst der Hauptteil des Dokuments?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Grenzgängerstatus, die Aufteilung der Besteuerungsrechte und die konkrete praktische Umsetzung der Steuerentlastung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Grenzgänger, DBA, Quellensteuer, Ansässigkeit und Doppelbesteuerung.

Wie werden die 60 sogenannten "Unschädlichkeitstage" definiert?

Es handelt sich um beruflich bedingte Tage, an denen ein Grenzgänger nicht an seinen Wohnsitz zurückkehren kann, ohne dass dies den Verlust des Grenzgängerstatus zur Folge hat.

Warum ist die Unterscheidung zwischen beruflicher und privater Nichtrückkehr so wichtig?

Da ausschließlich beruflich bedingte Nichtrückkehrtage bei der 60-Tage-Grenze unschädlich sind, ist diese Abgrenzung entscheidend für den Erhalt des steuerlich begünstigten Grenzgängerstatus.

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Details

Title
Die Besteuerung der Grenzgänger im Verhältnis Deutschland - Schweiz
College
University of Freiburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Course
Steuerrechtliche Fragen im Verhältnis Deutschland - Schweiz
Grade
1,0
Author
Dipl.-Finanzwirt (FH) Andreas Pfuhl (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V60051
ISBN (eBook)
9783638538152
ISBN (Book)
9783638666992
Language
German
Tags
Besteuerung Grenzgänger Verhältnis Deutschland Schweiz Steuerrechtliche Fragen Verhältnis Deutschland Schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Finanzwirt (FH) Andreas Pfuhl (Author), 2006, Die Besteuerung der Grenzgänger im Verhältnis Deutschland - Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60051
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