Management von Netzwerken mit Novell Z.E.N. works™


Studienarbeit, 1999

42 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

NetWare™ versus Windows™ NT Server
Microsoft’s Zero Administration Kit

Eine Einführung in Novell Z.E.N. works™

Registrieren einer Workstation

Deregistrieren einer Workstation

Policy Package Objekte
WinNT Workstation Package
NT Computer Printer
NT Computer System Policies
NT Novell Client Configuration
NT RAS Configuration
Restrict Login
WinNT User Package
Dynamic Local User
NT Desktop Preferences
NT User Printer
NT User System Policies
Workstation Import Policy

Softwareverteilung über das Netzwerk
Erstellen von Schedule-Aktionen
Novell Application Launcher™ (NAL)
Erstellen eines Application Object Templates (AOT)
Erstellen eines Application Objects (AO)
Konfiguration des Application Objects (AO)
Allgemeine Einstellungen
Festlegen der Mindestanforderungen der Arbeitsstation
Angaben über die Art der Verteilung und Boot - Optionen
Hinzufügen von Anwendern für die Softwareverteilung
Rechte an Dateien und Verzeichnissen vergeben
Mappen von Laufwerken
Festlegen von Zeitbeschränkungen
Nachrichten bei Programmbeendigung

Umsetzung im RZ Ilmenau
Analyse des Ist-Zustandes
Nachteile der bestehenden Konfiguration
Ziele einer Umstellung auf Z.E.N. works™
Vorschlag der Umstellung
Anforderungen des RZ
Realisierung
Vorbereitung
SW-Verteilung
Konfiguration der Policy Packages

Anhang
Benutzerverwaltung mit dem NetWare™ Administrator
Anlegen eines neuen Benutzers
Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse
Literaturquellen
Online - Quellen

NetWare™ versus Windows™ NT Server

Angesichts der Machtposition Microsoft‘s erscheint es sinnvoll, sich Gedanken über die zukünftige Entwicklung im LAN-OS[1] Markt zu machen. Neue Technologien in der Computerindustrie bedeuten hohe Investitionen für Organisationen in die Ausbildung bzw. Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter neben hohen Kosten für die Soft- und Hardware. Trends dieser Entwicklung müssen frühzeitig erkannt und in Strategien umgesetzt werden. Es steht also zu klären, ob Novell seine Führerschaft nicht in den nächsten Jahren an Microsoft verliert. Dies würde bedeuten, daß eine Mitarbeiterfortbildung und Umstellung auf Novell Z.E.N. works™ nicht lohnenswert ist.

Novell NetWare™, einst als schneller Druck- und Dateiserver konzipiert, weist heute hervorragende Eigenschaften zum Netzwerkmanagement auf. In dem vergangenen Jahrzehnt bildeten sich viele Unternehmen, die heute Software für Novell NetWare™ entwickeln. Techniker erlernten den Umgang mit NetWare™ LANs. Daraus bildete sich ein eigener Industriezweig, der heute präsent ist. Auch in Zukunft ist mit einen regen Support für NetWare™ zu rechnen.

Die Vorteile von Windows™ NT sind nicht von der Hand zu weisen. Windows™ NT Server wurde als „Application“ Server entwickelt. Der Griff zum Hersteller, der alles aus einer Hand bietet, liegt nahe. Es wäre leicht anzunehmen, Windows™ NT Arbeitsstationen würden mit NT Servern besser zusammenarbeiten. NetWare™ Server laufen aber sehr stabil und es spricht nichts gegen ein Modell mit NetWare™ Servern und NT Arbeitsstationen. Auch eine Integration bzw. Migration beider Systeme ist möglich[2].

Microsoft’s Zero Administration Kit

Dem LAN Administrationsproblem antwortete Microsoft mit der Zero Administration Initiative. Im folgenden werden kurz die wichtigsten Ziele vorgestellt[3].

- Automatische Installation
Betriebssystemupdates und Softwarepakete werden automatisch installiert.
- Zentralisierte Administration
Alle Administrationswerkzeuge sind in der Microsoft Management Console vereint.
- Sicherer Desktop
Durch die Einrichtung von Policies wird die Arbeitsoberfläche des Benutzers vorgegeben.
- Persistentes Puffern von Daten und Konfiguration
Der Zustand einer Arbeitsstation wird auf dem Server abgelegt. Dadurch finden Benutzer an jeder Arbeitsstation ihre persönliche Konfiguration vor. Daten können wieder hergestellt werden. Ein intelligentes Cache Management sorgt für eine hohe Verfügbarkeit von Daten.
- Flexible Anwendungen
Darin versteht Microsoft die Integration aller Anwendungen in den Internet Explorer. Dieser agiert als Standard Shell für das System.

Diese hochgesteckten Ziele sind im ZAK bisher nicht alle verwirklicht. Das Zero Administration Kit „führt lediglich bereits heute unter NT verfügbare Eigenschaften und Tools zusammen“[4].

Der Druck seitens des Marktes und der Konkurrenz[5] brachte Novell dazu, neue Kundenanforderungen an LAN-OS in NetWare™ umzusetzen. Novell bot Organisationen Feature an, die für NT Server nicht vorhanden waren, beispielsweise das Software Routing.[6] Die Directory Services sind umfangreicher als bei NT Servern[7]. NetWare™ V. 5 unterstützt nun auch „native IP“.

Zusammenfassend ist als Trend nicht zu erkennen, daß Novell in den nächsten Jahren Anteile an LAN-OS verlieren wird. Nicht zuletzt zeigt Z.E.N. works™ – als umfassendes Werkzeug für das Netzwerkmanagement, daß Novell selbst Trends der Entwicklung erkannt hat und diese auch in Zukunft erfolgreich in NetWare™ integrieren wird. Eine Auseinandersetzung und Umstellung auf Z.E.N works™ wird sich nach Ansicht des Autors als lohnenswert herausstellen.

Eine Einführung in Novell Z.E.N. works™

Z.E.N. works™ ist ein Hilfsmittel, das eine weitgehend automatische Anwendungsverwaltung, Softwareverteilung, Desktop-Verwaltung und Wartung von Arbeitsstationen erlaubt. Es gewährleistet Standortunabhängigkeit durch Erweiterung der „Digitalen Person“[8] der NDS. Dadurch kann sich der Benutzer an einer beliebigen Arbeitsstation anmelden und erhält überall dieselbe – vorher festgelegte – Konfiguration seines Profils, der Anwendungen und Drucker. Er arbeitet somit immer in seiner gewohnten Desktop-Umgebung. Mit Hilfe des Einrichtens von bestimmten Richtlinien für Benutzer oder auch Gruppen kann ein erhöhtes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet werden. Viele Unklarheiten seitens der Anwender werden hierdurch beseitigt. In Zusammenspiel mit dem Novell Application Launcher™ können Softwarepakete blitzschnell auf bestimmte Arbeitsstationen gleichzeitig installiert werden. Damit werden Anwendungs- und Betriebssystemupgrades effizient durchgeführt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, defekte Anwendungen durch die Softwareverteilung automatisch zu reparieren. Durch all diese Feature wird Z.E.N works™ dem Z ero E ffort N etworking, dem „Netzwerk ohne Arbeit“, durchaus gerecht.

Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf das Management von Windows™ NT Arbeitsstationen. Die Verwaltung von Windows™ 95/98 und 3.11 Rechnern ist dieser ähnlich. Intention der Arbeit ist es, das Verwalten von NT Arbeitsstationen effektiv zu ermöglichen. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Gesamtsystems soll bei sinkendem Aufwand gesteigert werden. Um dies zu ermöglichen wird der Leser vom Einbinden der Arbeitsstationen in die NDS über Richtlinien für Nutzer und Stationen (Policy Package Objekte) hin zur Softwareverteilung mit Z.E.N. works™ geführt. Im Anhang finden Sie zur Vertiefung Literatur- und Online- Quellen.

Dieses Papier wurde als Arbeitsgrundlage für das Rechenzentrum Ilmenau erstellt.

Ilmenau, im Mai 1999

Registrieren einer Workstation

Jede Arbeitsstation benötigt in der NDS™ ein Workstation Object, um sie zu verwalten[9]. Zum Anlegen eines Workstation Objects müssen folgende Schritte durchgeführt werden:

1. Vorbereiten des NDS™ Containers

Durch die Installation von Z.E.N. wird automatisch jeder vorhandene Container vorbereitet. Beim späteren Hinzufügen von Containern muß dies manuell geschehen. Dazu wählen Sie im NetWare™ Administrator[10] > Tools > Workstation Utilities > Prepare Workstation Registration auf (Abb. 1) bzw. starten das Programm WSRights[11]. Nun ist der Container zur Aufnahme der Arbeitsstationen vorbereitet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Vorbereiten der Registrierung einer Arbeitsstation

2. Anlegen und Zuordnen einer Workstation Import Policy zu Benutzern:

1. Starten Sie den NetWare™ Administrator und selektieren Sie mit der rechten Maustaste die Organization oder Organizational Unit, in der das Policy Package gespeichert werden soll.
2. Dann wählen Sie Create > Policy Packages > OK (Abb. 2).
3. Nun selektieren Sie das User Policy Package, welches mit Ihrem Betriebsystem übereinstimmt[12].
4. Jetzt wird ein Name für das Package vergeben und der Platz kann nochmals geändert werden.
5. Schalten Sie das Workstation Import Policy Feld ein und wählen Sie Details (Abb.3).
6. Unter Workstation Location können Sie den Platz festlegen, wo die Workstation Objects gespeichert werden sollen.
7. Unter Workstation Naming wird spezifiziert, aus welchen Teilen der Name einer registrierten Arbeitsstation zusammengesetzt wird.
8. In Workstation Groups wird eine Zuordnung der registrierten Arbeitsstationen zu Workstation Groups vorgenommen.
9. Zum Schluß müssen Sie dem Policy Package die Benutzer zuordnen, welche Arbeitsstationen registrieren dürfen. Dazu wählen Sie im Policy Package die Seite Associations aus und fügen einzelne Benutzer oder Gruppen hinzu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Auswahl des Policy Packages

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Einschalten der Workstation Import Policy

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Zuordnen von Nutzern im Policy Package

3. Registrieren der Arbeitsstation zum Import. Dies geschieht durch 3 verschiedene Möglichkeiten:

(a) Installieren des Z.E.N. works™ Client. Dadurch wird die Arbeitsstation automatisch registriert.
(b) Starten von WSReg[13]. Durch einbinden dieses Programms in ein Login Skript[14] wird das Workstation Object in der NDS ständig aktualisiert.
(c) Oder einbinden des Programms WSReg in den Novell Application Launcher™.

4. Das Importieren der Workstation ist auf folgende Weisen möglich:

(a) Manuelles Importieren einzelner Arbeitsstationen mit dem NetWare™ Administrator:

1. Selektieren Sie mit der rechten Maustaste den Container, in welchen die Arbeitsstation importiert werden soll, und wählen Sie Details.
2. Auf der Seite Workstation Registration markieren Sie die Arbeitsstation und wählen die Schaltfläche Import.

(b) Manuelles Importieren aller zum Import vorbereiteten Arbeitsstationen mit dem NetWare™ Administrator:

1. Selektieren Sie den Container, in welchen die Arbeitsstationen importiert werden sollen.
2. Wählen Sie das Menü Tools > Import Workstations.

(c) Importieren aller zum Import vorbereiteten Arbeitsstationen durch Starten des Programms WSImport[15] auf Kommandoebene. Es ist auch möglich, dieses Programm in den Scheduler einzubinden[16].

5. Im Falle von 3. (b) – manuelles Starten von WSReg – muß dieses Programm nochmals ausgeführt werden. Nun ist die Arbeitsstation an die NDS angebunden. Zum Aktualisieren des Workstation Objects wird wieder WSReg aufgerufen.

Deregistrieren einer Workstation

Auf 3 verschiedene Weisen kann eine zum Import vorbereitete Arbeitsstation deregistriert werden:

(a) Starten von Unreg32[17] auf der Arbeitsstation.
(b) Löschen des Workstation Objects aus dem Baum.

(c) Löschen des Registration Cookies:

1. Selektieren Sie dazu mit der rechten Maustaste den Container, in welchen die Arbeitsstation vorhanden ist, und wählen dann Details.

2. Auf der Seite Workstation Registration löschen Sie den Registration Cookie.

[...]


[1] LAN - Local Area Network, OS - Operating System.

[2] Siehe hierzu [2], S. 66 ff.

[3] Diese Merkmale wurden aus [7], S. 61 entnommen.

[4] Zitat aus [7], S. 57.

[5] Microsoft investiert natürlich auch in seine Zukunft. Mit Windows™ 2000 wird ein System auf den Markt gebracht, daß zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen enthält. Genannt seien hier nur DNA – Distributed Internet Application Architecture, Active Directory Services, eine verbesserte NTFS-Version, eine neue Prozeßverwaltung, Zero Administration Kit usw. Siehe dazu die Ausführungen in [6].

[6] Mittlerweile ist es natürlich möglich, mit NT-Servern Software Routing mit Hilfe zweier Netzwerkkarten durchzuführen.

[7] Vgl. Ausführungen „Chapter 1 – Executive Summary“ in [3], S. 5 ff..

[8] Die Digitale Person ist eine Abstraktion einer realen Person.

[9] Dazu zählen beispielsweise die automatische Softwareverteilung, ereignisgesteuerte Programmausführung oder das Ändern der Konfiguration des Clients.

[10] Nwadmn32.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC\WIN32 auf dem NetWare™ Server.

[11] Wsrights.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC\WIN32 auf dem NetWare™ Server.

[12] Im Falle von Windows™ NT Arbeitsstationen das WinNT User Package.

[13] Wsreg32.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC auf dem NetWare™ Server.

[14] Zur Benutzung von Login Scripts siehe [5], S. 518 ff.

[15] Wsimport.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC\WIN32 auf dem NetWare™ Server. Eine Liste der Parameter erhalten Sie durch Eingabe von Wsimport.exe /?.

[16] Siehe dazu das Kapitel „Erstellen von Schedule-Aktionen“.

[17] Unreg32.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC auf dem NetWare™ Server.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten

Details

Titel
Management von Netzwerken mit Novell Z.E.N. works™
Hochschule
Technische Universität Ilmenau  (Institut für Praktische Informatik und Medieninformatik)
Veranstaltung
Universitätsrechenzentrum
Note
1,0
Autor
Jahr
1999
Seiten
42
Katalognummer
V60085
ISBN (eBook)
9783638538442
ISBN (Buch)
9783638666947
Dateigröße
1248 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Z.E.N. works™ ist ein Hilfsmittel, das eine weitgehend automatische Anwendungsverwaltung, Softwareverteilung, Desktop-Verwaltung und Wartung von Arbeitsstationen erlaubt. Es gewährleistet Standortunabhängigkeit durch Erweiterung der 'Digitalen Person' der NDS. Dadurch kann sich der Benutzer an einer beliebigen Arbeitsstation anmelden und erhält überall dieselbe - vorher festgelegte - Konfiguration seines Profils, der Anwendungen und Drucker...
Schlagworte
Management, Novell, Universitätsrechenzentrum, Netzwerk, zenworks
Arbeit zitieren
Ricardo Büttner (Autor), 1999, Management von Netzwerken mit Novell Z.E.N. works™, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60085

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