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Erziehungstheorie und Pragmatismus nach John Dewey

Title: Erziehungstheorie und Pragmatismus nach John Dewey

Intermediate Examination Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Geogr. Elena Haupt (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In dieser Arbeit wird John Dewey, der amerikanische Philosoph aus dem Ende des 19. Jh. und dem Beginn des 20. Jh. behandelt. In Deutschland wird seine Philosophie deutlich weniger beachtet als seine Reformpädagogik und Erziehungstheorie. Erst in den letzten Jahren sind einige Schriften über seine Philosophie publiziert worden. Doch diese Zahl steht in keinem Verhältnis zu der Anzahl an Deweys eigenen Veröffentlichungen zu Philosophie, Psychologie und Pädagogik, die in seinen gesammelten Werken 37 Bände („The Collected Works of John Dewey, 1882-1953“) umfassen und die teilweise aus einzelnen Monografien aber auch aus zusammengestellten Essays und Briefen bestehen.

Das Hauptaugenmerk bei der Betrachtung von Deweys Werk in dieser Arbeit liegt zunächst auf der Philosophie – insbesondere dem von Dewey beeinflussten Pragmatismus – und hauptsächlich (durch den Rahmen dieser Arbeit) auf seiner Erziehungstheorie. Über die Erziehung hat Dewey zahlreiche Werke publiziert, die in Deutschland – wenn überhaupt – im Grundschulunterricht berücksichtigt werden. In der Grundschule findet sich der Einfluss vor allem im Sachunterricht, da sich Dewey ausgiebig mit der Vermittlung von Sachthemen in der Schule in Abhängigkeit von Entwicklungsphasen von Kindern befasst hat. Bei dieser entwicklungspsychologischen Betrachtung sind also nicht das Stoffpensum, sondern die Interessen und Fähigkeiten der Kinder für die Gestaltung des Unterrichts und die Auswahl der Themen maßgeblich.

Diese Arbeit wurde an der Universität Bremen als Zwischenprüfung im Fach Sachunterricht geschrieben und mit "sehr gut" benotet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografie

3 Thesen

3.1 Philosophische Konzepte

3.2 Erziehungstheorie

3.2.1 Grundlagen und Definition von Erziehung

3.2.2 Ziele der Erziehung

3.2.3 Schulkonzept

4 Wirken

4.1 Laborschule Chicago

4.2 Dewey in Deutschland

4.2.1 Einflüsse auf deutsche Reformpädagogen

4.2.2 Laborschule Bielefeld

5 Abschlussbetrachtung

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das pädagogische und philosophische Werk von John Dewey, mit einem besonderen Fokus auf die Relevanz seiner Erziehungstheorie für den heutigen Sachunterricht und moderne Schulmodelle.

  • Biografischer Werdegang und philosophische Grundlagen Deweys
  • Die enge Verknüpfung von Demokratie und Erziehung
  • Das Konzept des "Learning by doing" und die Bedeutung von Erfahrungen
  • Praktische Umsetzung in der Laborschule Chicago
  • Rezeption von Deweys Ansätzen in Deutschland am Beispiel der Laborschule Bielefeld

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Grundlagen und Definition von Erziehung

Deweys Erziehungstheorie ist nicht isoliert von seinem Begriff des experience (s. Kap. 3.1) zu betrachten, da jede Situation in der Schule und im alltäglichen Leben neue Problemlösungen hervorbringt. „Erkenntnis und Lernfortschritt gehen in das weitere Handeln (habit) ein und machen eine sinnvollere Steuerung des zukünftigen ‚experience’ möglich“ (BOHNSACK, 2003b: 25). Dabei ist für Dewey jedes experience einzigartig und sollte seiner Meinung nach von jedem Menschen selbst „gemacht“ werden.

Bei der Erziehung unterscheidet Dewey zwischen der Erziehung in der Schule – bezeichnet als formal education – und der Erziehung durch Hineinwachsen in Alltagssituationen – informal education. Dabei ist eindeutig, dass die informelle Erziehung im Alltag durch das Zusammenleben mit anderen Menschen viel früher beginnt als die schulische Erziehung und durch ihren meistens gegebenen praktischen Nutzen bei dem Kind auch viel länger anhält (BOHNSACK, 2003a). Dementsprechend sollte die schulische Erziehung und Bildung so wenig schulisch wie möglich stattfinden, sondern ebenfalls mit praktischen Erfahrungen und sinnvollen Aufgaben verbunden sein. Denn vor allem sich selbst gestellte Aufgaben und Probleme, die dann in einer Gruppe durchdacht und gelöst werden, hinterlassen einen nachhaltigen Bildungseffekt. Die Bedeutung des Handelns in Deweys Erziehungstheorie zeigt der bekannt gewordene Ausspruch: learning by doing (BOHNSACK, 2003b).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz von John Deweys Werk für die deutsche Schulpädagogik und den Sachunterricht sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.

2 Biografie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Deweys nach, von seiner Kindheit in den USA bis hin zu seinen beruflichen Stationen an verschiedenen Universitäten und seinem internationalen Wirken.

3 Thesen: Hier werden die philosophischen Grundlagen, insbesondere der Pragmatismus und Instrumentalismus, sowie die daraus abgeleitete Erziehungstheorie und das Schulkonzept detailliert erörtert.

4 Wirken: Dieses Kapitel beleuchtet die praktische Umsetzung der Theorien in der Laborschule Chicago und analysiert die Rezeptionsgeschichte von Deweys Ideen in Deutschland, inklusive der Laborschule Bielefeld.

5 Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung von Deweys reformpädagogischen Konzepten für aktuelle Bildungsdebatten zusammen.

6 Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur zur Erstellung der Arbeit.

Schlüsselwörter

John Dewey, Erziehungstheorie, Pragmatismus, Reformpädagogik, Sachunterricht, Learning by doing, Laborschule Chicago, Laborschule Bielefeld, Demokratie, Erfahrung, Instrumentalismus, Projektarbeit, Pädagogik, Bildung, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt John Dewey als amerikanischen Philosophen und Reformpädagogen und untersucht, wie sein Denken die Erziehungstheorie und moderne Schulmodelle beeinflusst hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Philosophie des Pragmatismus, die Erziehungstheorie, das Verhältnis von Demokratie und Schule sowie die konkrete Umsetzung in Laborschulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Deweys theoretische Ansätze verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie diese insbesondere im Sachunterricht und bei modernen Schulreformen wie der Laborschule Bielefeld Anwendung finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der Deweys eigene Werke sowie die Forschungsliteratur zu seiner Biografie, seinem Wirken und seiner pädagogischen Bedeutung ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die philosophischen Konzepte (wie der Instrumentalismus) und die Erziehungstheorie (wie "Learning by doing") erläutert. Zudem wird das Wirken Deweys an der Laborschule Chicago und die spätere Rezeption in Deutschland analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Pragmatismus, Reformpädagogik, Erziehungstheorie, Demokratie, Erfahrung und Projektunterricht.

Inwiefern unterscheidet sich die Laborschule Bielefeld von Deweys Ansatz in Chicago?

Während Deweys Laborschule in Chicago eine private Initiative war, ist die Laborschule Bielefeld staatlich finanziert und weist durch die Zusammensetzung des Kollegiums eine andere inhaltliche Schwerpunktsetzung auf.

Warum ist Dewey für den Sachunterricht in der Grundschule besonders wichtig?

Weil Dewey sich intensiv mit der kindgerechten Vermittlung von Sachthemen in Abhängigkeit von den Interessen und Fähigkeiten der Kinder auseinandergesetzt hat, was den modernen Sachunterricht maßgeblich prägt.

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Details

Title
Erziehungstheorie und Pragmatismus nach John Dewey
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Dipl.-Geogr. Elena Haupt (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V60131
ISBN (eBook)
9783638538848
ISBN (Book)
9783656798491
Language
German
Tags
John Dewey Erziehungstheorie Pragmatismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Geogr. Elena Haupt (Author), 2005, Erziehungstheorie und Pragmatismus nach John Dewey, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60131
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