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Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen. Eine Evaluationsstudie

Title: Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen. Eine Evaluationsstudie

Diploma Thesis , 2006 , 140 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Pflegewirt (FH) Matthias Dimpflmaier (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tief greifenden Strukturwandel. Damit verändern sich nicht nur wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen, sondern auch kulturelle Faktoren innerhalb der Organisationen und das Klima zwischen Mitarbeitern und Führungspersonen. Dieser Prozess kann für die Mitarbeiter positiv gestaltet werden. Voraussetzung dafür ist ein regelmäßiges Monitoring der wichtigsten Indikatoren der Unternehmenskultur und der Arbeitszufriedenheit. Mitarbeiterbefragungen werden dafür als Erhebungsinstrument in Sozialorganisationen immer häufiger eingesetzt; so werden sie im Rahmen von Qualitätsmanagement oder zur Zertifizierung einer Sozialorganisation benötigt. Zugleich bieten externe Forschungs- und Beratungsinstitute Mitarbeiterbefragungen für Unternehmen an. Ziel solcher Erhebungen ist meist, die Zufriedenheit der Mitarbeiter oder die Atmosphäre in einer Organisationen zu ermitteln. Als sozialwissenschaftliche Methoden werden in der Regel die schriftliche Befragung mit Fragebogen oder seltener Einzel- oder Gruppeninterviews angewendet.

Mitarbeiterbefragungen können für das Management von Sozialorganisationen wichtige Erhebungsinstrumente sein. Sie erfüllen nur bedingt wissenschaftliche Standards, weil sie meist unter Kosten- und Zeitdruck durchgeführt werden müssen. Sie können auch aus praktischen Gründen bei der Datenerhebung nur partiell den wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen. Außerdem dienen sie nicht der Verifizierung von Hypothesen, sondern sie sollen Indikatoren für Prozesse und Relationen im System einer Organisation aufzeigen. Wenn bei Mitarbeiterbefragungen aber versucht wird möglichst ein Höchstmaß an wissenschaftlicher Präzision zu erreichen, dann können die Ergebnisse dennoch als repräsentativ beurteilt werden. In der Regel wird eine anonyme schriftliche Befragung mit einem Standard-Fragebogen durchgeführt.

Durch eine Methodenkombination von schriftlicher Befragung und mündlichem Interview können mögliche Ergebnisverzerrungen aufgedeckt werden. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen der zahlreichen Anbieter für Mitarbeiterbefragungen machen es fraglich, ob ein solches Vorgehen wirklich das leisten kann, was erwartet wird. Damit stellt sich dem Autor die Frage, was Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen bewirken und v. a. unter welchen Bedingungen Verbesserungen in solchen Unternehmen dadurch erreicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aktualität des Themas

1.2 Forschungsfrage und methodisches Vorgehen

1.3 Gliederung der Arbeit

2. Organisationswissenschaftliche Aspekte zur Sozialorganisation

2.1 Begriffsabgrenzung zur Organisation

2.2 Organisationstheorien

2.3 Altenpflegeeinrichtung als soziales System

2.4 Charakteristika von Nonprofit-Organisationen

2.5 Lebenswelt versus Arbeitswelt in Sozialorganisationen

2.6 Zusammenfassung

3. Sozialwissenschaftliche Aspekte von Mitarbeiterbefragungen

3.1 Begriffsabgrenzung zur Mitarbeiterbefragung

3.2 Formen von Mitarbeiterbefragungen

3.3 Inhalte von Mitarbeiterbefragungen

3.4 Gütekriterien von Mitarbeiterbefragungen

3.5 Zusammenfassung

4. Methodologische Aspekte der Evaluationsforschung

4.1 Begriffsabgrenzung zur Evaluationsforschung

4.2 Formen von Evaluationen

4.2.1 Summative und formative Evaluation

4.2.2 Ergebnisevaluation

4.2.3 Prozessevalution

4.2.4 Wirkungsanalyse

4.2.5 Programmevaluation

4.3 Wirkung des Evaluationsprozesses

4.4 Zusammenfassung

5. Zum Forschungsprojekt: Wirkung von Mitarbeiterbefragungen

5.1 Ziel und Fragestellung

5.2 Forschungsraum und -gruppe

5.2.1 Forschungsraum und -gruppe von Erhebung A

5.2.2 Forschungsraum und –gruppe von Erhebung B

5.3 Erhebungsinstrumente

5.3.1 Erhebungsinstrumente von Erhebung A

5.3.2 Erhebungsinstrument von Erhebung B

5.4 Methodik

5.4.1 Methodik von Erhebung A

5.4.2 Methodik von Erhebung B

5.5 Rücklaufquote, Datenerfassung und –verarbeitung

5.5.1 Rücklaufquote, Datenerfassung und –verarbeitung von Erhebung A

5.5.2 Datenerfassung und –verarbeitung von Erhebung B

5.6 Zu erwartende Ergebnisse und Probleme der Erhebungen A und B

5.7 Ablauf der Erhebungen A und B

5.8 Kritische Würdigung des Ablaufs der Erhebungen A und B

6. Ergebnisse und Schlussfolgerungen

6.1 Darstellen der Einzelergebnisse

6.2 Zusammenfassen der Ergebnisse

6.2.1 Zusammenfassen der Ergebnisse von Erhebung A

6.2.2 Zusammenfassen der Ergebnisse von Erhebung B

6.3 Schlussfolgerungen

6.4 Beantworten der Forschungsfrage

7. Interpretation ausgewählter Ergebnisse

7.1 Interpretationsansatz

7.2 Mitarbeiterbeiterbefragungen durch externe Forschungsinstitute

7.3 Zielsetzungen und Interventionen bei Mitarbeiterbefragungen

7.4 Wirkung von Mitarbeiterbefragungen

7.5 Zusammenfassung

8. Systemorientiertes Management

8.1 Begriffsabgrenzung von System und Management

8.2 Aspekte des systemtheoretischen Ansatzes

8.3 Verständnis von Führung und Management

8.4 Systemorientiertes Management

8.5 Systemische Mitarbeiterbefragungen im Qualitätsmanagement

8.6 Zusammenfassung

9. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen, insbesondere in Altenpflegeeinrichtungen. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Evaluationsstudie zu klären, unter welchen Bedingungen solche Befragungen tatsächlich zu Verbesserungen in der Organisation führen, da eine einmalige Durchführung allein oft nicht ausreicht, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

  • Methodische Grundlagen der Evaluationsforschung
  • Organisationswissenschaftliche Aspekte von Sozialorganisationen
  • Wirkungsanalyse von Mitarbeiterbefragungen durch eine Vorstudie und ein Folgeinterview
  • Vergleich von schriftlichen Befragungen und qualitativen Interviews
  • Systemorientierte Managementansätze im Kontext von Mitarbeiterzufriedenheit

Auszug aus dem Buch

2.5 Lebenswelt versus Arbeitswelt in Sozialorganisationen

Anders als Krankenhäuser, die man nach Heilung der Krankheit wieder verlässt, sind Altenpflegeeinrichtungen Orte, an denen man bleibt, meist bis zum Lebensende. Eine Altenpflegeeinrichtung ist eine Lebenswelt, soziologisch eine vorgegebene alltägliche Wirklichkeit, in der der Mensch lebt, erlebt und handelt, die auch die Natur, die Sozial- und Kulturwelt, umfasst. Die Lebenswelt wird intersubjektiv geteilt und ist somit sozial (vgl. Düx 1997, S.4). Durch die Spezifika der Altenpflegeeinrichtungen ergibt sich, dass bei solchen Einrichtungen ein deutliches Abgrenzen zur sozialen Lebenswelt stattfindet. Altenpflegeeinrichtungen stellen somit Sonderwelten dar, die zeitlich, räumlich und inhaltlich abgrenzbar sind. Da sie nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Alltagsgeschehen darstellen, können sie nicht mit der intersubjektiv geteilten Sozialwelt gleichgesetzt werden. „Die Lebenswelt des Alten- und/oder Pflegeheimes als konkrete Sonderwelt markiert nun ihrerseits den gesamten intersubjektiven Erfahrungsraum [n.] von Individuen, der sich aus Personen und Dingen, Erlebnissen, Ereignissen und Entwicklungen sowie formellen und informellen Strukturelementen konstituiert, denen die Individuen im Vollzug ihres alltäglichen Daseins entgegentreten oder mit denen sie (unfreiwillig) konfrontiert werden“ (Düx 1997, S.5).

Altenpflegeeinrichtungen sind oftmals unfreiwillig gewählte Lebenswelten, da der Grund für den Eintritt in eine Pflegeeinrichtung meist in einem plötzlichen Verschlechtern des Gesundheitszustandes einer Person liegt. Dadurch kommt es zu einem Bruch in der bisherigen Lebensführung und einem Verlagern des individuellen Lebensmittelpunktes aus der eigenen Wohnung in das Zimmer des Altenpflegeheims (vgl. Düx 1997, S.19 f.). Darunder leidet die Identität der Person in unterschiedlichem Ausmaß. Dieses Leiden kann sich zu einem Gefühl „relativer Deprivation“ (Düx 1997, S.22) verdichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Strukturwandel im Gesundheitswesen und die zunehmende Bedeutung von Mitarbeiterbefragungen zur Messung von Unternehmenskultur und Arbeitszufriedenheit.

2. Organisationswissenschaftliche Aspekte zur Sozialorganisation: Theoretische Einordnung von Sozialorganisationen, insbesondere Altenpflegeeinrichtungen, als soziale Systeme und Nonprofit-Organisationen.

3. Sozialwissenschaftliche Aspekte von Mitarbeiterbefragungen: Definition, Formen, Inhalte und Gütekriterien von Mitarbeiterbefragungen als personalpolitisches Instrument.

4. Methodologische Aspekte der Evaluationsforschung: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Evaluation, deren verschiedene Formen (summativ/formativ) und deren Wirkung auf Organisationen.

5. Zum Forschungsprojekt: Wirkung von Mitarbeiterbefragungen: Detaillierte Beschreibung der eigenen Evaluationsstudie (Erhebung A und B) in einem sozialen Dienstleistungsunternehmen.

6. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Darstellung und Analyse der gewonnenen Daten aus den beiden Erhebungen sowie die Beantwortung der Forschungsfrage.

7. Interpretation ausgewählter Ergebnisse: Diskussion der Durchführung, Zielsetzungen und Wirkungen von Mitarbeiterbefragungen durch externe Institute.

8. Systemorientiertes Management: Vorstellung eines systemtheoretischen Ansatzes für Führungskräfte zur effektiven Nutzung von Mitarbeiterbefragungen.

9. Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschung im Bereich der Sozialorganisationen.

Schlüsselwörter

Mitarbeiterbefragung, Sozialorganisation, Evaluation, Altenpflege, Arbeitszufriedenheit, Qualitätsmanagement, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, Führung, Evaluationsforschung, Betriebsklima, Nonprofit-Organisation, Veränderungsmanagement, Survey-Feedback-Methode, Triangulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit und den Einfluss von Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen unter besonderer Berücksichtigung des systemorientierten Managements.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft organisationswissenschaftliche Aspekte von Sozialorganisationen mit sozialwissenschaftlichen Methoden der Mitarbeiterbefragung und der Evaluationsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen Mitarbeiterbefragungen tatsächlich positive Veränderungen in einer Sozialorganisation bewirken und ob sie als Instrument der Unternehmensführung dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine Evaluationsstudie durch, bestehend aus einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung (Erhebung A) und ergänzenden mündlichen Experteninterviews mit Führungspersonen ein Jahr später (Erhebung B).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die detaillierte Beschreibung des Forschungsdesigns, die Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine systemtheoretische Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterbefragung, Evaluation, Sozialorganisation, Arbeitszufriedenheit, Qualitätsmanagement und systemorientiertes Management.

Welche Rolle spielt die externe Durchführung der Befragung für die Ergebnisse?

Die Mitarbeiter empfinden externe Institute tendenziell als neutraler, was die Validität der Ergebnisse und die Akzeptanz der Befragung erhöht, solange die Anonymität gewahrt bleibt.

Welche Kernschlussfolgerung zieht der Autor zur Wirksamkeit von Befragungen?

Mitarbeiterbefragungen führen ohne ein anschließendes, umfassendes Veränderungsmanagement und einen echten Dialog zwischen Führung und Mitarbeitern kaum zu nennenswerten Verbesserungen.

Excerpt out of 140 pages  - scroll top

Details

Title
Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen. Eine Evaluationsstudie
College
Protestant University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1,0
Author
Diplom-Pflegewirt (FH) Matthias Dimpflmaier (Author)
Publication Year
2006
Pages
140
Catalog Number
V60146
ISBN (eBook)
9783638538978
ISBN (Book)
9783638731928
Language
German
Tags
Mitarbeiterbefragungen Sozialorganisationen Evaluationsstudie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pflegewirt (FH) Matthias Dimpflmaier (Author), 2006, Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen. Eine Evaluationsstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60146
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