Die Darstellung der Struktur und Verwaltung des Sports über die „öffentliche Hand“ obliegt der Zielsetzung der vorliegenden Arbeit. Um in diesem Bereich eine gewisse Maßgabe des Umfangs nicht zu überschreiten, konzentriert sich die folgende Abhandlung auf wesentliche Punkte der öffentlichen Sportverwaltung, ohne die Wichtigkeit der Verwaltung und Förderung des Sports durch den Bund außer Acht zu lassen. Daher soll mit folgendem Zitat eingeleitet werden, um darzulegen, warum es vor dem Hintergrund der Selbstverwaltung des Sports überhaupt zu einer Sportverwaltung auf Bundesebene kommt: "Staatliche Sportpolitik ist in einem umfassenden Sinne Gesellschaftspolitik. Sie hat enge Bezüge zur Gesundheits-, Bildungs- und Jugendpolitik, aber auch zur Umwelt-, Sozial- und Strukturpolitik. Staatliche Förderung stellt keinen Akt bloßer Gefälligkeit dar. Sie ist vielmehr - nach Maßgabe der jeweiligen haushaltsmäßigen Gegebenheiten - eine selbstverständliche Aufgabe der öffentlichen Hand im Rahmen der Daseinsvorsorge."
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der öffentlichen Sportverwaltung in Deutschland
2.1. Exkurs in die Geschichte der öffentlichen Sportverwaltung
2.2. Das duale System in der Bundesrepublik Deutschland
2.3. Abriss in die internationale Sportpolitik
2.4. Die gesellschaftspolitische Bedeutung des Sports
3. Die Sportpolitik der Bundesregierung
3.1. Grundsätze der Sportförderung
3.1.1. Grundsatz der Autonomie des Sports
3.1.2. Grundsatz der Subsidiarität der Sportförderung
3.1.3. Grundsatz der Partnerschaftlichen Zusammenarbeit
3.2. Förderungsschwerpunkte der Bundesregierung
3.3. Wichtige Förderungsschwerpunkte im Einzelnen
3.3.1. Sportstättenbau
3.3.2. Behinderten – Leistungssport
3.3.3. Doping-Bekämpfung
3.4. Zusammenfassung
4. Die öffentliche Sportverwaltung auf den einzelnen Ebenen
4.1. Die öffentliche Sportverwaltung auf Länderebene
4.2. Die öffentliche Sportverwaltung auf kommunaler Ebene
4.3. Zusammenfassung
5. Exkurs: Fußball – WM 2006 in Deutschland
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe Struktur und Verwaltung des Sports durch die öffentliche Hand in Deutschland zu analysieren und deren Bedeutung in einem dualen System zu veranschaulichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen organisiert ist und welche sportpolitischen Grundsätze die Förderung prägen.
- Struktur des dualen Systems der Sportverwaltung in Deutschland.
- Sportpolitische Grundsätze und Förderungsschwerpunkte der Bundesregierung.
- Die öffentliche Sportverwaltung auf Länderebene und kommunaler Ebene.
- Besondere Fördermaßnahmen wie Sportstättenbau, Behindertensport und Dopingbekämpfung.
- Rolle des Sports als gesellschaftspolitischer Faktor.
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Grundsatz der Autonomie des Sports
Autonomie des Sports bedeutet die Unabhängigkeit und Selbstverwaltung des Sports in der Bundesrepublik. Den Menschen, welche sich in Vereinen und Verbänden organisiert haben, wird nach diesem Grundsatz der Autonomie ein „weiter, grundrechtlich abgesicherter Freiraum gewährt“, welcher lediglich seine Unerstützung durch den Staat erhält. Somit wird die Selbstorganisation und die eigenständige Regelung der Angelegenheiten in eigener Verantwortung als herausragende stärke des deutschen Sports begriffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die komplexe Aufgabenstellung der öffentlichen Sportverwaltung und Darlegung der Bedeutung staatlicher Sportpolitik als Gesellschaftspolitik.
2. Grundlagen der öffentlichen Sportverwaltung in Deutschland: Erläuterung der historischen Entwicklung und Beschreibung des dualen Systems, das zwischen öffentlicher Verwaltung und autonomer Selbstverwaltung unterscheidet.
3. Die Sportpolitik der Bundesregierung: Darstellung der staatlichen Grundsätze wie Autonomie, Subsidiarität und Partnerschaft sowie Analyse spezifischer Fördermaßnahmen des Bundes.
4. Die öffentliche Sportverwaltung auf den einzelnen Ebenen: Differenzierte Betrachtung der Aufgaben und Förderstrukturen auf Landes- und Kommunalebene in Abgrenzung zur Bundesebene.
5. Exkurs: Fußball – WM 2006 in Deutschland: Untersuchung des Zusammenspiels von Bund, Ländern und Organisationen bei der Bewältigung einer sportlichen Großveranstaltung.
Schlüsselwörter
Sportverwaltung, duales System, Sportförderung, Bundesregierung, Autonomie des Sports, Subsidiarität, Breitensport, Leistungssport, Sportstättenbau, Behindertensport, Dopingbekämpfung, Sportpolitik, Gesellschaftspolitik, Fußball-WM 2006, öffentliche Hand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und Verwaltung des Sports durch die öffentliche Hand in Deutschland sowie der Verteilung der sportpolitischen Kompetenzen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind das duale System der Sportverwaltung, die Grundsätze der staatlichen Sportförderung, der Breitensport, der Leistungssport sowie spezifische Förderbereiche.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Sportverwaltung organisiert ist, wie Aufgaben zwischen Bund, Land und Kommune verteilt sind und warum Sport als staatliche Aufgabe der Daseinsvorsorge gilt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine Auswertung existierender sportpolitischer Berichte und Dokumente zur Darstellung der Verwaltungsstrukturen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bundes-Sportpolitik, die Aufschlüsselung der Verwaltungsebenen (Bund, Land, Kommune) und einen Exkurs zur Organisation der Fußball-WM 2006.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Sportverwaltung, duales System, Sportförderung, Subsidiarität und Autonomie des Sports.
Wie unterscheidet sich die Förderung von Breitensport und Leistungssport?
Die Förderung des Breitensports liegt primär bei den Ländern und Kommunen, während der Hochleistungssport in den Verantwortungsbereich des Bundes fällt.
Welche Rolle spielt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BiSp)?
Das BiSp agiert als Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums und dient der Realisierung eines humanen Leistungssports durch Informations- und Innovationsarbeit.
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- B.A. Christian Gansen (Author), 2005, Die öffentliche Sportverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60151