„Das Leben der Kinder ist eng verflochten mit dem der Erwachsenen. Es ist kein idyllisches Paradies. Kinder bleiben von den großen Klassenkonflikten nicht unberührt. Sie müssen die tragischen Fehler der Erwachsenen büßen...“ Das Eingangszitat von WEDDING mag vielleicht im ersten Moment nicht an den Anfang eines Praktikumsberichtes passen, jedoch denke ich das dieses Zitat nicht nur auf unser Gesellschaftsbild im Allgemeinen bezogen werden kann, sondern auch auf das Lern- und Lehrverhalten der Schüler und Lehrer übertragbar ist. Gerade Lehrer haben Schülern gegenüber eine große Verantwortung zu tragen. Sie haben eine Vorbildfunktion, sie sollen Schüler auf die Gesellschaft vorbereiten, einen ansprechenden und leistungsorientierten Unterricht bieten und dabei sollen so wenige Fehler wie möglich auftreten. Schüler sind offen, lenkbar und auch im fortgeschrittenen Alter noch zu begeistern. Sie sind auch in gewisser Hinsicht auf ihre Lehrkörper angewiesen, genauso wie der Lehrer auf seine Schüler. Diese wechselseitige Beziehung erfordert ein gewisses Maß an Empathie und Respekt dem Anderen gegenüber. Zum einen verleiht es dem Schulleben ein gewisses Bewusstsein und zum anderen schafft es eine gesunde Lernbereitschaft. Die Einsicht der Kinder von früher kann somit den Kinder von heute eine große Stütze im Leben sein. Fehler werden nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft gemacht! Während meines Praktikums an der SCHULE durfte ich eine gute Beziehung zwischen Schülern und Lehrern erleben. Das Verhältnis zwischen Nähe und Distanz war sehr ausgeglichen. Eine nahe oder enge Beziehung beherrschte überwiegend den Schulalltag. Besonders die Nähe sowohl in den Klassenverbänden als auch unter den Lehrern sowie zwischen Schülern und Lehrern war bemerkenswert. Demzufolge wurde auch aufrichtig und ehrlich mit den Fehlern des anderen umgegangen. Gerade diese Art und Weise des „aufeinander zu Gehens“ erleichterte mir enorm den Einstieg in den Schulalltag und bereitete mir große Freude im Umgang mit den Schülern und Kollegen.
Inhaltsverzeichnis
1 VORWORT
2 VOR DER SCHULE
2.1 PERSÖNLICHE AUSGANGSBEDINGUNGEN
2.2 REFLEXION ZUR VORBEREITUNGSZEIT
2.3 AUFBAU DES PRAKTIKUMSBERICHTS
3 BESCHREIBUNG DER SCHULE
3.1 DIE SCHULFORMEN
3.1.1 Die Förderstufe der SCHULE
3.2 DAS SCHULPROGRAMM
3.3 ZUSAMMENSETZUNG DER LEHRERSCHAFT UND DER SCHÜLERSCHAFT
3.4 SCHULGEBÄUDE UND AUSSTATTUNG
3.5 MEIN STUNDENPLAN AN DER SCHULE
4 HOSPITATIONSPROTOKOLLE & REFLEXION
4.1 EIN SCHULALLTAG MIT DER KLASSE R7A
4.1.1 Zusammensetzung und soziales Klima der Klasse
4.2 EINE UNTERRICHTSSTUNDE UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER PHASEN, SOZIALFORMEN UND DER EINGESETZTEN METHODEN
4.3 EINE UNTERRICHTSSTUNDE UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER LEHRER-SCHÜLER INTERAKTION
4.4 EINE SCHULSTUNDE UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER „ZEHN MERKMALE GUTEN UNTERRICHTS“
5 AUSFÜHRLICHER UNTERRICHTSENTWURF
5.1 ANALYSE DES DIDAKTISCHEN BEDINGUNGSFELDES
5.1.1 Einordnung der Stunde in den curricularen Zusammenhang
5.1.2 Handlungsspielräume des Lehrenden
5.1.3 Zusammensetzung und soziales Klima der Klasse
5.2 FACHWISSENSCHAFTLICHE ANALYSE
5.3 FACHDIDAKTISCHE ANALYSE
5.4 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.5 VERLAUFSPLANUNG & LERNZIELE
5.6 REFLEXION
6 WEITERE UNTERRICHTSVERSUCHE
6.1 DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSEINHEIT „BETRIEBSPRAKTIKUM“ IN EINER 9. REALSCHULKLASSE
6.1.1 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Meine Erwartungen an das Betriebspraktikum“
6.1.2 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Erkundungsbogen“
6.1.3 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Arbeitsplatzbeschreibung I“
6.1.4 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Arbeitsplatzbeschreibung II“
6.1.5 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Vorgangsbeschreibung I“
6.1.6 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Vorgangsbeschreibung II“
6.1.7 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: „Berichten“
6.2 DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSEINHEIT ZUR LEKTÜRE „HAU AB, DU FLASCHE!“ IN EINER 8. HAUPTSCHULKLASSE
6.2.1 Verlaufsplanung der ersten Unterrichtsstunde zur Ganzheitsschrift: „Hau ab, du Flasche !“
6.2.2 Verlaufsplanung der zweiten Unterrichtsstunde zur Ganzheitsschrift „Hau ab, du Flasche !“
6.2.3 Verlaufsplanung der dritten Unterrichtsstunde zur Ganzheitsschrift „Hau ab, du Flasche!“
6.3 DOKUMENTATION ZUR KURZEINHEIT „ERÖRTERN, DISKUTIEREN UND FORMULIEREN“ IN DER 10. KLASSE
6.3.1 Verlaufsplanung: Erörterung
6.3.2 Verlaufsplanung: Erörterung
7 MIRKOSTUDIE UNTERRICHTSEINSTIEGE
7.1 HINFÜHRUNG
7.2 FUNKTIONEN VON UNTERRICHTSEINSTIEGEN
7.3 DIDAKTISCHE KRITERIEN FÜR UNTERRICHTSEINSTIEGE
7.4 VORSTELLUNG EINIGER EINSTIEGSFORMEN
7.4.1 Informierender Unterrichtseinstieg
7.4.2 Blitzlicht
7.4.3 Bluffen
7.4.4 Standbild
7.4.5 Kopfsalat
7.4.6 Expertenbefragung
7.5 FAZIT
8 GESAMTEINDRUCK DES PRAKTIKUMS
8.1 ERFAHRUNGEN WÄHREND DES PRAKTIKUMS
8.2 FOLGERUNGEN FÜR DAS WEITERE STUDIUM
8.3 EINE KLEINE ANEKDOTE ZUM ABSCHLUSS
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Praktikumsberichts ist die detaillierte Reflexion und Dokumentation der im Rahmen des Schulpraktikums gesammelten Erfahrungen im Fach Deutsch. Dabei steht die methodische Analyse der Unterrichtsvorbereitung und -durchführung sowie die Erprobung verschiedener Einstiegsformen in unterschiedlichen Schulformen und Altersstufen im Zentrum der Forschungsfrage.
- Reflexion des Lehrerberufs und pädagogische Selbsterfahrung.
- Strukturierung und Durchführung von Unterrichtseinheiten im Deutschunterricht.
- Analyse und Erprobung von Unterrichtseinstiegen (Mikrostudie).
- Förderung von Sozialkompetenz und kreativen Lernprozessen.
- Verknüpfung fachdidaktischer Theorie mit der praktischen Anwendung im Schulalltag.
Auszug aus dem Buch
7.4.1 Informierender Unterrichtseinstieg
Der Lehrer hat die Aufgabe den Schüler möglichst knapp und präzise über das Thema und die zu erreichenden Ziele der Stunde zu informieren. Das Konzept des Informierenden Einstiegs ist überwiegend kognitiv orientiert, welches zugleich seine Stärke und Schwäche darstellt. Aus diesem Grund bietet sich diese Einstiegsform eher bei älteren und leistungsorientierten Schülern an. Hierbei ist es wichtig einen Rahmen zu schaffen, in dem die Schüler zur Überprüfung und Kritik der Planungsvorgaben geradezu provoziert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 VORWORT: Die Autorin reflektiert die Verantwortung von Lehrkräften sowie die wechselseitige Beziehung zwischen Schülern und Lehrern im Schulalltag.
2 VOR DER SCHULE: Die persönlichen Ausgangsbedingungen und Erwartungen der Praktikantin an die vorbereitende Veranstaltung und den späteren Lehrerberuf werden dargelegt.
3 BESCHREIBUNG DER SCHULE: Das Kapitel bietet einen Überblick über das Schulprofil, das Einzugsgebiet, die Schulformen und das pädagogische Schulprogramm der Mittelpunktschule.
4 HOSPITATIONSPROTOKOLLE & REFLEXION: Es werden verschiedene Unterrichtsbeobachtungen dokumentiert, insbesondere im Hinblick auf Sozialformen, Methodenwahl und die „Zehn Merkmale guten Unterrichts“.
5 AUSFÜHRLICHER UNTERRICHTSENTWURF: Ein detaillierter Plan für eine Doppelstunde zum Thema Freundschaft, inklusive didaktischer Analyse und Verlaufsplanung, wird hier erarbeitet.
6 WEITERE UNTERRICHTSVERSUCHE: Umfangreiche Dokumentation von Unterrichtseinheiten zu verschiedenen Themen wie Betriebspraktikum, Ganzheitsschriften und Erörterung in unterschiedlichen Klassenstufen.
7 MIRKOSTUDIE UNTERRICHTSEINSTIEGE: Eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Bedeutung, den Funktionen und verschiedenen Formen von Unterrichtseinstiegen.
8 GESAMTEINDRUCK DES PRAKTIKUMS: Ein resümierender Blick auf die während des Praktikums gemachten Erfahrungen und die daraus resultierenden Konsequenzen für das weitere Studium.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Deutschunterricht, Unterrichtsplanung, Unterrichtseinstiege, Fachdidaktik, Förderstufe, Sozialkompetenz, Lehrer-Schüler-Interaktion, Methodenvielfalt, Ganzheitsschrift, Erörterung, Lehrerrolle, Unterrichtsreflexion, Teamfähigkeit, schülerorientierter Unterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht im Wesentlichen?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen einer Lehramtsstudentin während eines Schulpraktikums, wobei der Fokus auf dem Deutschunterricht und der Reflexion des Lehrerberufs liegt.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Zentrale Themen sind die Unterrichtsvorbereitung, die didaktische Planung, die Interaktion im Klassenverband sowie eine wissenschaftliche Mikrostudie zu Unterrichtseinstiegen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Theorie der didaktischen Planung mit der Praxis im Schulalltag zu verknüpfen und die eigene Professionalisierung als angehende Lehrerin zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Autorin kombiniert Hospitationsprotokolle, detaillierte Unterrichtsentwürfe und eine fachdidaktische Analyse mit einer Mikrostudie zu Unterrichtseinstiegen auf Basis aktueller pädagogischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Hospitationsberichte, einen ausführlichen schriftlichen Unterrichtsentwurf und die detaillierte Dokumentation weiterer Unterrichtsversuche in unterschiedlichen Klassen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Schulpraktikum, Deutschunterricht, Unterrichtsplanung, Unterrichtseinstiege, Didaktik und Lehrer-Schüler-Interaktion.
Wie wichtig ist die Rolle der „Förderstufe“ an der beschriebenen Schule?
Die Förderstufe spielt eine bedeutende Rolle als Bindeglied zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen, indem sie differenzierte Fördermaßnahmen und eine Orientierungshilfe für die Schullaufbahn bietet.
Was zeichnet die „Mikrostudie“ in diesem Bericht aus?
Die Mikrostudie kategorisiert verschiedene Einstiegsformen (wie Blitzlicht oder Standbild) und beleuchtet deren didaktische Kriterien, um Unterricht bereits in den ersten Minuten effizient und motivierend zu gestalten.
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- Stephanie Müller (Author), 2006, Praktikumsbericht Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60180