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Die neue Arbeitsgesellschaft

Title: Die neue Arbeitsgesellschaft

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bernd Kirschmer (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Aufgrund steigender Arbeitslosigkeit und gleichzeitiger Häufung von Insolvenzanträgen steigen in Zeitungen, Fernsehen und anderen Massenmedien die Berichte über Forderungen nach neuen Arbeitsmodellen. Auch ist die Zukunft von jedem herkömmlichen Erwerbstätigen in der heutigen Zeit nicht mehr als sicher einzustufen. „Jedes Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter“. Aufgrund dieser These versuchen immer mehr Unternehmen die herkömmliche Erwerbsarbeit durch neue Arbeitsmodelle zu ersetzen um so ein Optimum an Leistung aus den Mitarbeitern und damit für das Unternehmen herauszuholen. Hierbei wird immer weniger auf das bisherige Modell des Normalarbeitsverhältnises eingegangen. Es entstanden neue Arbeitsformen und Arbeitstypen. Doch sind diese neuen Arbeitsmodelle in der Lage die traditionelle Erwerbsarbeit abzulösen? Hierzu möchte ich zuerst die Krise der traditionellen Erwerbsarbeit darstellen, daraufhin die jetzige Entwicklung zu neuen Erwerbsmodellen aufzeigen. Anschließend gehe ich auf mindergeschützte Beschäftigungsformen ein und nachfolgend wird die neue Arbeitsgesellschaft, die unweigerlich im Entstehen begriffen ist, charakterisiert. Insbesondere die humanere Arbeitsgesellschaft, wie sie von einigen Autoren dargestellt wird, fließt hierbei gesondert ein. Im Fazit werde ich dann noch einmal konkret die Eingangsfrage aufgreifen und ein Resümee ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition traditionelle und neue Erwerbsarbeit

3. Definition Normalarbeitsverhältnis

4. Die Krise der Erwerbsarbeit

4.1 Wie es zur Krise kam

5. Neue Beschäftigungsformen

6. Modelle der Neuorganisation von Fließbandarbeit

7. Neue Formen der Arbeit

8. Gründe für die Einführung von mindergeschützten Beschäftigten

9. Neue Arbeitstypen

9.1 Der virtuelle Unternehmer

9.2 Der Arbeitskraftunternehmer

9.3 Der Arbeitsgestalter

10. Die neue Arbeitsgesellschaft

10.1 Eine humanere Arbeitsgesellschaft

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den fundamentalen Wandel der Erwerbsarbeit und die Entstehung neuer Arbeitsmodelle, um zu klären, ob diese den herkömmlichen Normalarbeitsverhältnissen langfristig als Ersatz dienen können und welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft hat.

  • Krise der traditionellen Erwerbsarbeit und das Normalarbeitsverhältnis
  • Neue Formen und Typen der Beschäftigung (z.B. Leiharbeit, Arbeitskraftunternehmer)
  • Die Auswirkungen technischer Rationalisierung auf den Arbeitsmarkt
  • Soziokulturelle Konsequenzen des Entgrenzungsprozesses der Arbeit
  • Perspektiven für eine humanere Arbeitsgesellschaft

Auszug aus dem Buch

9.1 Der virtuelle Unternehmer

Der freiberufliche Unternehmensberater Peter Fischer stellt in seinem 1997 erschienenen Buch „Die Selbständigen von morgen – Unternehmer oder Tagelöhner?“ einen neuen Typus von Arbeiter vor. Dieser virtuelle Unternehmer bietet Leistungen via Internet, also im so genannten virtuellen Raum an. Hierdurch kann er ortsungebunden, mit Ausnahme der Abhängigkeit von einem Internetanschluss, überall und zu jeder Zeit seine Dienstleistung anbieten. Der klassische Arbeitsbereich, das Büro, befindet sich in der Auflösung. Höchstenfalls das so genannte „non-territorial-office“ könnte hierdurch entstehen. Die Folge ist, dass sich das Büro meist dort befindet, wo der Selbständige seiner jeweiligen Arbeit nachgeht und sich über sein Terminal ins virtuelle Netz einloggt. Diese neue Berufsform ist wie bereits erwähnt meist im Dienstleistungssektor anzutreffen, wo sie eine Vielzahl von Tätigkeiten gleichzeitig anbieten können. Sollte es für die Lösung eines Problems notwendig sein, schließen sich mehrere Ein-Mann-Unternehmen zusammen, um als „Virtual Corporation“ für die Zeit des Auftrags gemeinsam an der Problemlösung zu arbeiten. Nach Beendigung des Auftrags bricht auch dieses Netzwerk wieder auseinander.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Wandel der Erwerbsarbeit durch neue Arbeitsmodelle infolge steigender Arbeitslosigkeit und hinterfragt, ob das traditionelle Normalarbeitsverhältnis abgelöst wird.

2. Definition traditionelle und neue Erwerbsarbeit: Es erfolgt eine begriffliche Abgrenzung zwischen der traditionellen lebenslangen Erwerbstätigkeit und der modernen, flexibleren Arbeitswelt.

3. Definition Normalarbeitsverhältnis: Das Normalarbeitsverhältnis wird als stabile, tariflich geregelte und sozial abgesicherte Vollzeitbeschäftigung definiert.

4. Die Krise der Erwerbsarbeit: Dieses Kapitel erläutert den Strukturwandel weg von der lebenslangen Erwerbsbiographie und analysiert, warum die traditionellen Arbeitsverhältnisse unter Druck geraten.

5. Neue Beschäftigungsformen: Hier wird der Prozess der Abkehr vom Taylorismus hin zu flexibleren Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Wirtschaft betrachtet.

6. Modelle der Neuorganisation von Fließbandarbeit: Methoden wie Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment werden als Ansätze zur Humanisierung und Effizienzsteigerung der Arbeit vorgestellt.

7. Neue Formen der Arbeit: Es werden verschiedene Beschäftigungsarten wie Leiharbeit, Scheinselbständigkeit und Heimarbeit hinsichtlich ihrer rechtlichen und sozialen Bedingungen analysiert.

8. Gründe für die Einführung von mindergeschützten Beschäftigten: Der Fokus liegt auf der betriebswirtschaftlichen Kostenersparnis durch Outsourcing und der damit verbundenen Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse.

9. Neue Arbeitstypen: Die Konzepte des virtuellen Unternehmers, des Arbeitskraftunternehmers und des Arbeitsgestalters werden als neue Leittypen der modernen Arbeitswelt charakterisiert.

10. Die neue Arbeitsgesellschaft: Die Arbeit diskutiert die gesellschaftliche Bedeutung von Erwerbsarbeit und den notwendigen Wandel zu neuen, humaneren Modellen unter Einbeziehung von Bürgerarbeit.

11. Fazit: Das Resümee stellt fest, dass das traditionelle Normalarbeitsverhältnis zwar erodiert, aber ein vollständiges Ende der Erwerbsarbeit nicht absehbar ist, während die Pluralisierung der Arbeit neue Herausforderungen birgt.

Schlüsselwörter

Erwerbsarbeit, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitsgesellschaft, Flexibilisierung, Arbeitskraftunternehmer, Leiharbeit, Entgrenzung, Globalisierung, Outsourcing, Virtueller Unternehmer, Arbeitsgestalter, Bürgerarbeit, Rationalisierung, Sozialkapital, Beschäftigungskrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Erwerbsarbeit in der heutigen Gesellschaft und den Übergang von klassischen Normalarbeitsverhältnissen zu neuen, flexibleren Beschäftigungsformen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Arbeitsbegriffen, der Krise der traditionellen Arbeit, neuen Beschäftigungsformen, technischer Rationalisierung und den soziologischen Auswirkungen auf den Einzelnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandel der Arbeitswelt darzustellen und zu bewerten, ob die neu entstehenden Arbeitsmodelle das traditionelle Modell der Erwerbsarbeit dauerhaft ersetzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Fachliteratur und aktueller Berichterstattungen, um den aktuellen Strukturwandel in der Arbeitswelt zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Erwerbsarbeit, die Darstellung der Krise der Erwerbsarbeit, die Analyse neuer Arbeitsformen und -typen sowie die kritische Betrachtung der neuen Arbeitsgesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Erwerbsarbeit, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitskraftunternehmer, Flexibilisierung, Entgrenzung der Arbeit und Humanisierung der Arbeitswelt.

Was genau versteht man unter dem Begriff des "Arbeitskraftunternehmers"?

Der Arbeitskraftunternehmer ist ein Arbeitstyp, der nicht mehr nur seine Zeit verkauft, sondern unternehmerisch mit seiner eigenen Arbeitskraft umgeht, Ergebnisse liefern muss und zunehmend die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verliert.

Warum ist das "non-territorial-office" laut der Arbeit eine bedeutende Entwicklung?

Es symbolisiert die räumliche Loslösung von der Arbeit durch die Digitalisierung, bei der das klassische Büro aufgelöst wird und der Arbeitsplatz überall dort entsteht, wo der Selbständige Zugang zum Internet hat.

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Details

Title
Die neue Arbeitsgesellschaft
College
University of Augsburg  (Phil.-Soz.-Fakultät)
Course
Proseminar Soziologie der Arbeit und der Berufe
Grade
2
Author
Bernd Kirschmer (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V60203
ISBN (eBook)
9783638539401
ISBN (Book)
9783656788317
Language
German
Tags
Arbeitsgesellschaft Proseminar Soziologie Arbeit Berufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Kirschmer (Author), 2005, Die neue Arbeitsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60203
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