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Ganztagsschulen

Title: Ganztagsschulen

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina Kläs (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Im März 2003 hat der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz (KMK) den Begriff „Ganztagsschule“ definiert:
Unter Ganztagsschulen werden Schulen verstanden, bei denen im Primar- oder Sekundarbereich 1
- über den vormittäglichen Unterricht hinaus an mindestens drei Tagen in der Woche ein
ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst,
- an allen Tagen des Ganztagsbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein
Mittagessen bereitgestellt wird,
- die nachmittäglichen Angebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung
organisiert sowie in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden und in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem Vormittagsunterricht stehen.

Es werden drei Formen der Ganztagsschule unterschieden:
- Voll gebundene Form:
die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule teilzunehmen.
- Teilweise gebundene Form:
Hier verpflichtet sich nur ein Teil der Schülerinnen und Schüler, an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule teilzunehmen.
- Offene Form:
Es ist in dieser Form der Ganztagsschule ein Aufenthalt verbunden mit einem Bildungs- und Betreuungsangebot in der Schule an mindestens drei Wochentagen von täglich mindestens sieben Zeitstunden für die Schülerinnen und Schüler möglich. Die Schülerinnen und Schüler oder die Erziehungsberechtigten müssen die Teilnahme an den ganztägigen Angeboten für mindestens ein Schulhalbjahr verbindlich erklären.


Diese Definition lässt auf Grund des Einstimmigkeitsprinzips der Kultusministerkonferenz vieles offen und bewegt sich auf niedrigem Kompromissniveau, so dass die Bundesländer ihr eigenes Konzept einer Ganztagsschule entwickeln können. Es ist bedenklich, dass sich die Konzepte der Bundesländer mehr an den leeren Kassen der Länder und Kommunen (als Träger der äußeren Schulverwaltung) als an pädagogischen Standards orientieren könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Definition der Ganztagschule nach der Kultusministerkonferenz

2 Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz

2.1 Ganztagsschule in neuer Form

2.2 Entwicklung und Zeugnis

2.3 Beraternetz an Ganztagsschulen

2.4 Finanzeinsatz des Landes und Personal

2.5 Kooperations-Rahmenvereinbarungen

3 Ganztagsschule im Saarland

3.1 Zielsetzung

3.2 Konzept

3.3 Personal

3.4 Landeszuschuss

3.5 Übergansregelung, In-Kraft-Treten

4 Modelle und Konzepte

4.1 Grundschule und Hort

4.2 Grundschule und Hort im räumlichen Verbund

4.3 Grundschule als „verlässliche“ Halbtagsschule

4.4 Grundschule als offene Ganztagsschule

4.5 Grundschule als gebundene Ganztagsschule

4.6 Grundschule als Tagesheimschule

5 Ziele und Inhalte der Ganztagsschule

6 Nutzung der Ganztagsschulen

7 Ganztagschule auf Grund von PISA?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur, Organisation und konzeptionelle Ausgestaltung von Ganztagsschulen in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklungen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland.

  • Definition und rechtliche Rahmenbedingungen der Ganztagsschule nach der Kultusministerkonferenz (KMK).
  • Vergleich organisatorischer Modelle (offene vs. gebundene Ganztagsschule) und ergänzender Betreuungsformen.
  • Analyse der Zielsetzungen, Finanzierungsmodelle und personellen Ausstattung.
  • Diskussion der Rolle von Ganztagsschulen im Kontext bildungspolitischer Herausforderungen (PISA).

Auszug aus dem Buch

Grundschule als gebundene Ganztagsschule (Tagesschule); integratives Modell

Auch hier gilt der Zeitrahmen von ca. 8.00 bis 16.15 Uhr, in dem den Schülerinnen und Schülern an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden ein ganztägiges Angebot gemacht wird.

Die Teilnahme an dieser Form der Ganztagsschule ist im Gegensatz zur offenen Ganztagsschule aus organisatorischen Gründen verpflichtend. Hier findet eine Verzahnung von Unterricht und Spiel- und Freizeitaktivitäten statt, die eine durchgehende Anwesenheit aller Schülerinnen und Schüler erfordert.

Die Leistungsschwankungen der Kinder werden im Stundenplan berücksichtigt, deshalb werden die Fächer, die höhere kognitive Leistungen erfordern, auf den Vormittag gelegt, während Kunst, Musik, … nachmittags stattfinden. Zu den Neigungskursen, Projekten und Arbeitsgemeinschaften, die ebenso primär am Nachmittag angeboten werden, werden häufig außerschulische Hilfskräfte (Museumspädagogen, Theaterlehrer, Experten etc.) hinzugezogen. Auch die Kooperation mit Vereinen, die sich für die verschiedenen Sport- und Freizeitaktivitäten anbieten, spielt eine große Rolle.

Die Verknüpfung von Unterricht und Ganztagsangeboten macht eine flexible Zeiteinteilung möglich, die es zulässt, größere Zeitblöcke von ca. 90 min. zu bilden, neu entwickelte oder modifizierte Fächer (Umweltkunde, Museumsunterricht, …) oder reformpädagogische Unterrichtsformen (offener Unterricht) anzubieten.

Auch hier bekommen die Kinder ein Mittagessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition der Ganztagschule nach der Kultusministerkonferenz: Es werden die offiziellen Kriterien der KMK zur Bestimmung einer Ganztagsschule sowie deren drei unterschiedliche Ausprägungsformen erläutert.

2 Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz: Das Kapitel beschreibt den konzeptionellen Aufbau, die Entwicklungszahlen, die Finanzierung sowie die Beratungsstrukturen für Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz.

3 Ganztagsschule im Saarland: Hier werden die spezifischen Ziele, organisatorischen Rahmenbedingungen, Personalauswahlkriterien und Förderprogramme für freiwillige Ganztagsschulen im Saarland dargestellt.

4 Modelle und Konzepte: Es erfolgt eine detaillierte Differenzierung verschiedener Betreuungsformen, von Horteinrichtungen bis hin zu voll gebundenen Ganztagsmodellen.

5 Ziele und Inhalte der Ganztagsschule: Dieses Kapitel fasst die pädagogischen Zielsetzungen zusammen, wie etwa die Förderung von Kompetenzen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

6 Nutzung der Ganztagsschulen: Es werden statistische Daten zur Nutzung von Ganztagsangeboten in Deutschland nach Schularten analysiert.

7 Ganztagschule auf Grund von PISA?: Die kritische Auseinandersetzung beleuchtet die politische Reaktion auf PISA und hinterfragt, ob Ganztagsschulen als "Allheilmittel" dienen können.

Schlüsselwörter

Ganztagsschule, Kultusministerkonferenz, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bildungsangebot, Betreuung, additive Modelle, integrative Modelle, PISA, Hausaufgabenbetreuung, pädagogische Standards, Schulpolitik, Schulleitung, Förderprogramm, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, der Organisation und der Verbreitung von Ganztagsschulen in Deutschland, insbesondere im Kontext aktueller bildungspolitischer Entwicklungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Ganztagsschule, die verschiedenen Modelle (offen vs. gebunden), Finanzierungsfragen und die Rolle externer Kooperationspartner.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Ganztagsschul-Konzepte und die Analyse, wie diese Schulen zur pädagogischen Förderung und zur gesellschaftlichen Entlastung von Familien beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung offizieller Dokumente und Internetquellen von Bildungsministerien und Fachverbänden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen allgemeinen Definitionsteil, regionale Fallbeispiele (Rheinland-Pfalz und Saarland), eine Klassifizierung der Modelle sowie eine Analyse der Zielsetzungen und PISA-Relevanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ganztagsschule, Bildungs- und Betreuungsangebot, KMK-Definition, additive und integrative Modelle sowie pädagogische Förderung geprägt.

Wie unterscheiden sich das "additive" und das "integrative" Modell?

Beim additiven Modell ergänzen freiwillige Angebote den regulären Unterricht am Nachmittag, während beim integrativen Modell Unterricht und außerunterrichtliche Aktivitäten den ganzen Tag über miteinander verzahnt sind.

Welche Rolle spielt das PISA-Ergebnis in diesem Dokument?

Die PISA-Ergebnisse werden als Auslöser für bildungspolitische Initiativen diskutiert, wobei die Autorin kritisch hinterfragt, ob die bloße Ausweitung der Betreuungszeit ohne qualitative Reformen ausreicht.

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Details

Title
Ganztagsschulen
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter)
Course
Berufsprofil Grundschullehrer
Grade
2,0
Author
Sabrina Kläs (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V60212
ISBN (eBook)
9783638539470
ISBN (Book)
9783656793779
Language
German
Tags
Ganztagsschulen Berufsprofil Grundschullehrer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Kläs (Author), 2005, Ganztagsschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60212
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