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Die Mathematikrallye

Title: Die Mathematikrallye

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nora Emanuelle Boehmer (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

In unserem Seminar “Mathematik im Freien” ging es darum, Möglichkeiten aufzutun, bei denen der herkömmliche Lernort Schule verlassen wird und im Freien gelehrt bzw. gelernt wird. Aus dem ‘verkopften’ Lernen soll außerhalb der Schule ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand (Pestalozzi) werden. Die Kinder verinnerlichen mit realen Gegenständen die Mathematik. Es wurden neue Ideen zur Unterrichtsgestaltung vorgestellt. Darunter waren sehr viele Mathematikrallyes, vor allem solche, die für den Mathematikunterricht in der Grundschule geeignet sind. Allerdings gab es hierbei sehr unterschiedliche Versionen. Ich werde die Version unserer Gruppe in dieser Hausarbeit erläutern und auch Begründungen liefern, warum die Rallye eine geeignete Unterrichtsmethode für den Grundschulbereich ist. Es werden auch Begründungen für das Verlassen des Klassenzimmers als Lernort gegeben. Es gibt ein vielzitiertes Standardwerk zu dem Themenbereich “Außerschulische Lernorte”, welches 1981 von Burk/Claussen verfasst wurde und “Lernorte außerhalb des Klassenzimmers“ betitelt ist. Von diesem Werk sind zwei Bände beim “Arbeitskreis Grundschule e.V.” erschienen. Auffallend ist, dass viele weitere Autoren sich dieses Themas annehmen. Es scheint mit der aktuellen Diskussion um ‘veränderte Kindheit’ Hand in Hand zu gehen. Neben dem Werken von Burk/Claussen gibt es kaum Literatur, welche neue Erkenntnisse hervorbringt. Alle Werke, die ich bei meiner Literaturrecherche gefunden habe, berufen sich auf die Aussagen von Burk/Claussen. Unsere Mathematikrallye ist ein Versuch dem ‘verkopften’ Lernen entgegenzuwirken. Sie soll der Schülern eine Möglichkeit aufzeigen, die Mathematik, wie sie im Klassenzimmer gelehrt wird, spielerisch in der realen Welt umzusetzen und anzuwenden. Schulisches und außerschulisches Lernen soll hierbei verknüpft werden, so dass den Kindern bewusst wird, dass das was sie lernen einen Realitätsbezug hat. Der Klassenraum muss in diesem Fall als Vorbereitungslernort gesehen werden, an dem die mathematischen Grundlagen erarbeitet werden. Diese Vorbereitungszeit ist in dem Fall dieser Matherallye wichtig, da die Rallye als Vertiefung der Arbeit im Klassenzimmer gesehen werden soll. Sie ist nicht so konzipiert, dass das Spiel Fragen aufwerfen soll, um den Einstieg in eine neue Thematik zu erleichtern.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Außerschulische Lernorte

2.1. Begriffsklärung

2.2. Begründung für außerschulische Lernorte

3. Spiel als Unterrichtsform

4. Matherallye

4.1. Vorstellung des Spiels

4.2. Ausgewählte Ziele des Rallye

4.3. Die Stationen der Rallye

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Mathematikrallye als innovative Unterrichtsmethode, um den Lernort Schule in den außerschulischen Bereich zu verlagern und so ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand zu ermöglichen. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch spielerische Aktivitäten die mathematischen Inhalte vertieft und ein direkter Realitätsbezug zur Lebenswelt der Schüler hergestellt werden kann.

  • Integration von außerschulischen Lernorten in den Mathematikunterricht.
  • Das Spiel als motivierende und ganzheitliche Unterrichtsform für Grundschüler.
  • Förderung personaler und sozialer Kompetenzen durch kooperatives Lernen.
  • Praktische Umsetzung mathematischer Konzepte in der natürlichen Umgebung (Wald/Umwelt).
  • Stärkung der Problemlösefähigkeit und mathematischer Fachkenntnisse durch direkte Anwendung.

Auszug aus dem Buch

4.1. Vorstellung des Spiels

Ich habe das Spiel für eine vierte Klasse konzipiert, dabei aber gehofft, dass es an einem Wandertag gespielt wird und dass je ein Kind aus der sechsten Klasse die Kleingruppen begleitet, sozusagen als Gruppenleiter. Es wäre allerdings auch möglich engagierte Eltern hinzuzuziehen oder die Strecke sehr einfach zu gestalten. Es wäre auch von Vorteil, wenn jede Station von einem Stationsposten betreut wird. Falls Fragen auftauchen, aber auch zur Punktevergabe.

Das Spiel wird wie folgt gespielt: Die Mitspieler werden in Kleingruppen aufgeteilt, ca. fünf Kinder sollten in einer Gruppe sein. Es gibt in meiner Version sechs ausgearbeitete Stationen, es können aber beliebig viele kreiert werden. Jede Gruppe startet an einer anderen Station und bekommt dort einen verschlüsselten Text, der sie zu der nächsten Station bringt. Es kann also sein, dass sich die Kinder verlaufen. In dem Fall haben die Gruppen immer einen sogenannten ‘Notanker’ mit sich, wenn sie diesen öffnen verlieren sie zwar ein paar Punkte, aber sie finden wieder den richtigen Weg. Die Wege zwischen den Stationen könnten mit Hilfe von Koordinaten angegeben werden, das setzt voraus, dass dies schon einmal im Unterricht behandelt worden ist. Sie könnten aber auch mit verschlüsselten Maßen beschrieben werden z.B. 50 Fuß oder ein Fußballfeld. Hierbei müssten die Maße auch besprochen worden sein. Es geht aber im Grunde genommen um den im Rahmenlehrplan als “die Schüler orientieren sich im Raum” benannten Unterpunkt. Es wäre auch möglich die Wegbeschreibungen mit Hilfe von Aufgaben und Himmelsrichtungen zu verschlüsseln, z.B. 9•9+3•9= ? Meter nach Nordwesten gehen. Dafür würden die Schüler einen Kompass benötigen und diesen auch schon im Klassenraum ausprobiert haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für den Kurs „Mathematik im Freien“ und verdeutlicht das Ziel, dem „verkopften“ Lernen durch den Transfer in die reale Welt entgegenzuwirken.

2. Außerschulische Lernorte: Dieses Kapitel definiert außerschulische Lernorte und begründet deren Nutzung als Antwort auf die veränderte Lebenswirklichkeit von Kindern und zur Förderung ganzheitlicher Lernerfahrungen.

3. Spiel als Unterrichtsform: Hier wird dargelegt, warum das angeleitete Spiel eine besonders geeignete Methode darstellt, um die Heterogenität von Klassen zu berücksichtigen und Lernprozesse nachhaltiger zu gestalten.

4. Matherallye: Dieses Kernkapitel bietet eine detaillierte Vorstellung der Mathematikrallye, inklusive der organisatorischen Durchführung, der pädagogischen Zielsetzungen sowie konkreter Stationsbeispiele für den Unterricht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Vorteile der Mathematikrallye zusammen und betont, dass der hohe Vorbereitungsaufwand durch die gesteigerte Motivation und den Lernerfolg der Kinder kompensiert wird.

Schlüsselwörter

Mathematikrallye, Außerschulische Lernorte, Grundschule, Ganzheitliches Lernen, Reformpädagogik, Kooperation, Geometrie, Schätzen und Messen, Handlungsorientierung, Lebensweltbezug, Kompetenzförderung, Spielpädagogik, Lerngruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und dem pädagogischen Wert einer Mathematikrallye als Methode des außerschulischen Lernens in der Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Einsatz außerschulischer Lernorte, das Spiel als Unterrichtsform, die Förderung von Teamarbeit und die Anwendung mathematischer Grundkenntnisse im realen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften ein Konzept an die Hand zu geben, mit dem sie mathematische Inhalte durch eine Rallye vertiefen und den Schülern einen realitätsnahen Bezug zur Mathematik vermitteln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Analyse, gestützt durch Literaturrecherche zu außerschulischen Lernorten und der theoretischen Begründung von Spielformen im Unterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung außerschulischer Lernorte, die Bedeutung des Spiels für den Lernerfolg sowie die konkrete, praxisorientierte Ausgestaltung einer Mathematikrallye.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mathematikrallye, Handlungsorientierung, Außerschulische Lernorte und Kompetenzförderung.

Wie gehen die Schüler bei Orientierungsproblemen während der Rallye vor?

Die Gruppen führen einen sogenannten „Notanker“ mit sich. Das Öffnen dieses Notankers führt zu einem Punktabzug, ermöglicht es der Gruppe jedoch, wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.

Welche Rolle spielen die Mitschüler bei den einzelnen Stationen?

Die Rallye ist als Gruppenspiel konzipiert. Die Schüler sollen sich gegenseitig unterstützen, im Team agieren und gemeinsam Lösungen finden, wobei teilweise sogar Extrapunkte für gute Teamarbeit vergeben werden.

Können auch fachfremde Themen in die Rallye integriert werden?

Ja, die Autorin weist darauf hin, dass eine fächerübergreifende Gestaltung, etwa durch die Integration von Inhalten aus dem Sachunterricht, durchaus möglich und sinnvoll ist.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Mathematikrallye
College
University of Potsdam
Course
Mathematik im Freien
Grade
1,3
Author
Nora Emanuelle Boehmer (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V60233
ISBN (eBook)
9783638539593
Language
German
Tags
Mathematikrallye Mathematik Freien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Emanuelle Boehmer (Author), 2005, Die Mathematikrallye, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60233
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