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Die deutsche Landerziehungsheimbewegung

Título: Die deutsche Landerziehungsheimbewegung

Trabajo Escrito , 2002 , 17 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Thorsten Lemmer (Autor)

Pedagogía - Reformas pedagógicas
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Zweck dieser Arbeit ist es, basierend auf der Originalliteratur von Hermann Lietz die fundamentalen Erziehungsgrundsätze der deutschen Landerziehungsheim- bewegung darzustellen. Dabei sollen auch unterschiedliche Positionen innerhalb der Bewegung Berücksichtigung finden.
Die deutsche Landerziehungsheimbewegung entstand an der Wende zum 20. Jahrhundert. Der Begründer der modernen Landerziehungsheime war Hermann Lietz. Im Jahre 1898 gründete Hermann Lietz bei Ilsenburg im Harz sein erstes Landerziehungsheim. Es kam in der darauffolgenden Zeit zu weiteren Gründungen, zunächst wiederum durch Leitz, später durch Abspaltungen von Lietz vor allem durch Gustav Wyneken (Freie Schulgemeinde Wickersdorf) und Paul Geheeb (Odenwaldschule).
Bei einer Betrachtung der Landerziehungsheimidee auf der Grundlage ihrer verschiedenen Gründungen bleibt es nicht aus, auch die Unterschiede der Heime in pädagogischen Fragen deutlich zu machen. Man muß dabei aber feststellen, daß, obwohl in einigen Bereichen verschiedene pädagogische Akzente gesetzt wurden, alle Heimgründungen in ihren wesentlichen Erziehungsgrundsätzen von gleicher Gestalt waren.
Aufgrund der gemeinsamen und in den essentiellen Fragen der Erziehung einheitlichen Absicht kann man sie somit in ihrer Gesamtheit unter der Sammelbezeichnung "Landerziehungsheimbewegung" zusammenfassen. Als Land- erziehungsheime lassen sich generell all jene Heime bezeichnen, die die drei fundamentalen pädagogischen Leitgedanken, welche bereits in dem Wort enthalten sind, verwirklichen wollten: ländliche Umwelt, Familiencharakter und Vorrangstellung des Erzieherischen.
Grundlegend gilt für alle Heimtypen, daß sie einen aktiven, schöpferischen, gemeinschaftsverbundenen und selbstverantwortlichen Menschen erziehen wollten. Bei dieser Forderung stimmen die Landerziehungsheime mit anderen Reformbestrebungen überein, die in ihrer Gesamtheit auch als reformpädagogische Bewegung bezeichnet werden.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Reformpädagogische Bewegung und die Landerziehungsheime

3. Die Gründer

3.1. Hermann Lietz

3.2. Gustav Wyneken

3.3. Paul Geheeb

4. Die ländliche Umgebung

5. Der Familiencharakter der Heime

6. Die erzieherische Aufgabe

6.1. Naturgemäße Erziehung der Jugend

6.2. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis

6.3. Der Gemeinschaftsgedanke: Schulgemeinde und Schülermitwirkung

7. Besondere erzieherische Elemente

7.1. Die Koedukation

7.2. Die körperliche Arbeit

7.3. Die künstlerische Erziehung

7.4. Die religiös-sittliche Arbeit

8. Abschließende Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, auf Basis der Originalliteratur von Hermann Lietz die fundamentalen Erziehungsgrundsätze der deutschen Landerziehungsheimbewegung systematisch darzustellen und dabei verschiedene Positionen innerhalb dieser Reformbewegung zu beleuchten.

  • Die Entstehung der Landerziehungsheimbewegung im Kontext der Reformpädagogik.
  • Vergleich der pädagogischen Ansätze der Gründer Hermann Lietz, Gustav Wyneken und Paul Geheeb.
  • Die Bedeutung der ländlichen Umgebung und des Familiencharakters für die Erziehung.
  • Die praktische Umsetzung von Gemeinschaftsgedanken, Koedukation und körperlicher Arbeit.
  • Der Stellenwert künstlerischer und religiös-sittlicher Erziehung im Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

Die ländliche Umgebung

Die Erziehung der Jugend in einer ländlichen Umgebung ist einer der wesentlichen pädagogischen Leitgedanken der Landerziehungsheime. Fernab von den "zerstreuenden, zerstörenden, zu komplizierten und unkontrollierbaren" Einflüssen der Stadt sollte das Land mit seinen einfachen, natürlichen Lebensverhältnissen die Jugend vor den "Zivilisationsentartungen" der Großstadtkultur bewahren. So heißt es 1930 bei Andreesen, dem Nachfolger von Lietz in der Leitung der Heime: "Wer die Entstehungsgeschichte der Landerziehungsheime kennt, weiß, daß eine gesunde Reaktion gegen die Auswüchse und Schattenseiten der Großstadtkultur zu den Bewegründen dieser Gründungen gehörte."

Die Gründer der Landerziehungsheimbewegung waren der Auffassung, daß die Jugend die Verwurzelung mit dem Boden und damit dem Naturgemäßen benötigte, um sich gesund zu entwickeln. Dies bedeutete, der Jugend ein neues Lebensgefühl zu geben, welches die Frage nach dem Sinn des Lebens im positiven Sinne neu definiert. Dies sollte unter anderem durch das Leben und der Arbeit auf dem Lande erreicht werden. Die Abgeschiedenheit der ländlichen Umgebung sollte helfen, einen neuen Typus von jungen Menschen zu erziehen, welche "... an Leib und Seele gesund und stark, die körperlich, praktisch, wissenschaftlich und künstlerisch tüchtig sind, die klar und scharf denken, warm empfinden, mutig und stark wollen."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die fundamentalen Erziehungsgrundsätze der Landerziehungsheimbewegung anhand der Originalliteratur von Hermann Lietz darzustellen.

2. Die Reformpädagogische Bewegung und die Landerziehungsheime: Ordnet die Landerziehungsheimbewegung in den historischen Kontext der Kritik am Erziehungsstil des frühen 20. Jahrhunderts ein.

3. Die Gründer: Skizziert die Lebenswege und unterschiedlichen pädagogischen Auffassungen der Hauptvertreter Hermann Lietz, Gustav Wyneken und Paul Geheeb.

4. Die ländliche Umgebung: Analysiert die Ablehnung der großstädtischen Einflüsse und die Bedeutung des Landes als natürlichen Erziehungsraum.

5. Der Familiencharakter der Heime: Untersucht die Rolle der "Heimfamilie" als Erziehungsmodell und den Vergleich zur leiblichen Familie sowie die Kritik Wynekens daran.

6. Die erzieherische Aufgabe: Beschreibt das Ziel der "negativen Erziehung", den Aufbau eines kameradschaftlichen Lehrer-Schüler-Verhältnisses und das Konzept der Schülermitverwaltung.

7. Besondere erzieherische Elemente: Beleuchtet spezifische Konzepte wie Koedukation, körperliche Arbeit, Kunsterziehung und religiös-sittliche Andachten.

8. Abschließende Zusammenfassung: Fasst den Einfluss der Bewegung auf die Schulreformen zusammen und betont ihre Rolle als Umschlagstelle für pädagogische Reformgedanken.

Schlüsselwörter

Landerziehungsheime, Reformpädagogik, Hermann Lietz, Gustav Wyneken, Paul Geheeb, Erziehungsgrundsätze, Lebensstätte, Schülermitverwaltung, Koedukation, Körperliche Arbeit, Kunsterziehung, Reformbestrebungen, Schulreform, Erziehungsgemeinschaft, Lehrer-Schüler-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Analyse der fundamentalen Erziehungsgrundsätze der deutschen Landerziehungsheimbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abkehr von der klassischen Staatsschule, der Einfluss der ländlichen Umgebung, das Modell der Heimfamilie, das kameradschaftliche Miteinander sowie spezifische Ansätze zur Charakterformung durch Arbeit und Kultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, basierend auf den Schriften von Hermann Lietz und unter Berücksichtigung der Positionen von Wyneken und Geheeb, die pädagogische Philosophie dieser Reformbewegung transparent zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche, literaturbasierte Analyse, die die theoretischen Postulate der Gründer mit deren praktischer Umsetzung in den Heimen vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Aspekte der Erziehung: von der räumlichen Lage über die soziale Organisation (Familienprinzip, Schulgemeinde) bis hin zu inhaltlichen Schwerpunkten wie Koedukation und Kunsterziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Landerziehungsheime, Reformpädagogik, Schülermitverwaltung, Charakterbildung, Gemeinschaftsgedanke und Naturgemäße Erziehung charakterisiert.

Inwiefern unterschieden sich Lietz und Wyneken in ihrer Auffassung der "Familie"?

Während Lietz das patriarchalische Familienmodell in den Heimen bevorzugte und die leibliche Familie als Vorbild nutzte, kritisierte Wyneken die familiäre Erziehung als überholt und setzte auf gleichberechtigte "Kameradschaften".

Warum wurde die ländliche Umgebung als so entscheidend angesehen?

Man sah in ihr den notwendigen Gegenentwurf zur "Großstadtkultur", um die Jugend vor Zivilisationsschäden zu schützen und eine Verwurzelung mit natürlichen Lebensverhältnissen zu ermöglichen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die deutsche Landerziehungsheimbewegung
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Allgemeine Pädagogik)
Curso
Die deutsche Reformpädagogik
Calificación
2,3
Autor
Thorsten Lemmer (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
17
No. de catálogo
V6034
ISBN (Ebook)
9783638137263
Idioma
Alemán
Etiqueta
Landerziehungsheimbewegung Reformpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thorsten Lemmer (Autor), 2002, Die deutsche Landerziehungsheimbewegung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6034
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