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Motive der Geldhaltung

Title: Motive der Geldhaltung

Scientific Essay , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Chris Muszalik (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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1 Grundlagen

1.1 Geldfunktion

Im Laufe der Geschichte wurden verschiedene Güter als Geld verwendet (Muscheln, Salz, Gold, Bier u.v.m.). Diese Güter sollten mindesten vier Eigenschaften besitzen: Knappheit, Teilbarkeit, Gleichwertigkeit und Haltbarkeit. (Herdes H.-D; S.420) Als die Menschen sesshaft wurde begann der Übergang vom Naturaltausch zur Geldwirtschaft, mit der Entwicklung des Handelsverkehrs und der Arbeitsteilung entstand das Medium Geld und zwar in Form von Münzen, private und staatliche Banknoten sowie Giralgeld (D). Zahlungsmittel sind ausschließlich Münzen und Banknoten die von der Europäischen Zentralbank (EZB) emittiert werden. (Arentzen U; S.387) Geld hat drei ökonomische Funktionen zu erfüllen:

als Zahlungsmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrung. (Herdes H.-D; S.420) Als heutiges Geld kennen wir: Bargeld (BG) (Münzen und Banknoten), Buch- oder Giralgeld (D) (Sichteinlagen), Quasigeld; sind Vermögensgegenstände, die sich leicht in Bargeld transformieren lassen und die Tendenz geht zu „electronic money“ wie z.B. EC, VISA und MASTER-Card.

1.2 Geldmengen im Euro-Währungsgebiet

„Geld übt bestimmte Funktionen aus und Geld hat bestimmte Wirkungen. In diesem Sinn ist die Geldmenge (M) ein analytisches Konzept, ein Konzept, welches zur Erklärung der Wirkung des Geldes und als Zielgröße der Geldpolitik herangezogen wird.“ Diese Geldmenge (M) genau abzugrenzen ist, ist eine Frage der analytischen und geldpolitischen Zweckmäßigkeit, die bislang nicht gültig geklärt ist. (Baßeler U.; S.456) In der Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) werden drei Geldmengenkonzepte abgegrenzt (vgl. Abb.1; S.17), die nach dem Liquiditätsgrad unterschieden werden:
• eine eng gefasste Geldmenge M1 (= Bargeld BG + Giralgeld D)
• eine mittlere Geldmenge M2 (= M1 + Termineinlagen TE)
• eine weit gefasste Geldmenge M3 (= M2 + SE)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLAGEN

1.1 GELDFUNKTION

1.2 GELDMENGEN IM EURO-WÄHRUNGSGEBIET

1.3 EUROPÄISCHE ZENTRALBANK

1.4 BUTTOINLANDSPRODUKT

2 DIE GELDNACHFRAGE

2.1 GELDNACHFRAGE ZU TRANSAKTIONSZWECKEN

2.2 GELDNACHFRAGE NACH VORSICHTKASSE

2.3 GELDNACHFRAGE ZU SPEKULATIONSZWECKEN

3 VERÄNDERUNG DER GELDNACHFRAGE DURCH …

3.1 … ÄNDERUNG DES ZINSSATZES

3.2 … ÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDPRODUKTS

3.3 … ÄNDERUNG DES PREISNIVEAUS

3.4 DIE LM-KURVE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Motive der Geldhaltung – unterteilt in Transaktions-, Vorsichts- und Spekulationskasse – theoretisch zu erläutern und die Auswirkungen von Änderungen des Volkseinkommens, des Preisniveaus sowie des Zinssatzes auf die Geldnachfrage im Raum der Europäischen Währungsunion darzustellen.

  • Grundlagen der Geldfunktionen und Geldmengenkonzepte im Euro-Währungsgebiet.
  • Differenzierung der Geldnachfrage nach Keynes (Transaktions-, Vorsichts- und Spekulationsmotiv).
  • Analyse der Zinsabhängigkeit der Geldnachfrage bei spekulativen Anlagen.
  • Einfluss von Bruttoinlandsprodukt und Preisniveau auf die Geldnachfrage zu Transaktionszwecken.
  • Herleitung und Bedeutung der LM-Kurve als Geldgleichgewichtsfunktion.

Auszug aus dem Buch

2.3 Geldnachfrage zu Spekulationszwecken

Geld dient nicht nur als Zahlungsmittel, es hat noch die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel und erbringt somit Ihrem Besitzer einen Ertrag wie z.B. langlebige Konsumgüter wie Grundstücke, Gebäude und Maschinen die zu Erträgen aus Vermietung führen, Anleihen und Pfandbriefe führen zu Zinserträgen und Aktienbesitz zu Dividenden.

Statt zinsloser Geldhaltung können die Haushalte und Unternehmen andere Ertragbringenden Anlagen vorziehen.(Herdes H.-D.; S.445ff)

Dementsprechend ist die Wertbeständigkeit des Geldes notwendige Bedingung dafür, dass es als Geld akzeptiert wird.(Baßeler U.; S.489)

Unterstellen wir, dass es in der Zukunft nur zwei Möglichkeiten der Vermögensanlage gibt: die Haltung von Geld oder Erwerbung von festverzinslichen Wertpapieren mit unendlich langer Laufzeit. Die Haltung von Geld ist zinslos und somit risikolos, Wertpapiere erbringen Zinserträge (r) jedoch muss mit Verlusten gerechnet werden, weil der Wertpapierkurs sinken kann.

Für ein festverzinsliches Wertpapier erhält man einen festen jährlichen Zins (r). Relevant ist der effektive Zinssatz, welcher die Höhe der Zinsen in Relation zum Wertpapier angibt, der zum Zeitpunkt des Kaufes zu zahlen ist.(Herdes H.-D.; S.445ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1 GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Geldfunktionen, die Abgrenzung der Geldmengenkonzepte (M1-M3) im Euro-Währungsgebiet sowie die Rolle der EZB und des Bruttoinlandsprodukts.

2 DIE GELDNACHFRAGE: Hier werden die drei klassischen Motive der Geldhaltung nach Keynes – Transaktionsmotiv, Vorsichtsmotiv und Spekulationsmotiv – detailliert analysiert und mathematisch begründet.

3 VERÄNDERUNG DER GELDNACHFRAGE DURCH …: Dieser Teil untersucht, wie sich die Geldnachfrage bei Variationen des Zinssatzes, des Bruttoinlandsprodukts sowie des Preisniveaus verändert und führt die LM-Kurve als Gleichgewichtsmodell ein.

Schlüsselwörter

Geldnachfrage, Transaktionskasse, Vorsichtskasse, Spekulationskasse, Geldmenge, EZB, Zinssatz, Bruttoinlandsprodukt, LM-Kurve, Volkseinkommen, Geldumlaufgeschwindigkeit, Preisniveau, Liquiditätsfalle, Wertaufbewahrung, Euro-Währungsgebiet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Motiven, warum Wirtschaftssubjekte Geld halten, und wie diese Nachfrage von ökonomischen Variablen beeinflusst wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geldnachfrage nach Keynes, die Geldmengenkonzepte im Euro-Raum und die Wirkungsweisen von Zins- und Einkommensänderungen auf den Geldmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung der Geldnachfragetypen sowie die theoretische Herleitung der Reaktion der Geldnachfrage auf Änderungen des Inlandsprodukts und des Zinssatzes.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deduktive Herleitung basierend auf volkswirtschaftlichen Standardtheorien und mathematischen Modellen (Quantitätsgleichung, LM-Funktion) vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Transaktions-, Vorsichts- und Spekulationskasse sowie die geldpolitischen Implikationen bei Schwankungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geldnachfrage, Transaktionskasse, Spekulationskasse, Zinssatz und LM-Kurve.

Wie unterscheidet sich die Transaktionskasse von der Spekulationskasse?

Die Transaktionskasse dient zur Abwicklung täglicher Käufe und hängt primär vom Einkommen ab, während die Spekulationskasse der Vermögensanlage dient und entscheidend vom Zinssatz beeinflusst wird.

Was bedeutet die "Liquiditätsfalle" im Kontext der LM-Kurve?

Die Liquiditätsfalle beschreibt einen Bereich, in dem der Zinssatz so niedrig ist, dass Wirtschaftssubjekte Geld bevorzugt halten, statt in Wertpapiere zu investieren, was die Geldnachfrage unendlich zinselastisch macht.

Welchen Einfluss hat das Bruttoinlandsprodukt auf die Geldnachfrage?

Ein höheres Bruttoinlandsprodukt führt zu einem höheren Transaktionsvolumen und damit zu einer proportional steigenden Nachfrage nach Geld in der Transaktionskasse.

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Details

Title
Motive der Geldhaltung
College
Stralsund University of Applied Sciences
Course
Volkswirtschaftslehre
Grade
1,3
Author
Chris Muszalik (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V60353
ISBN (eBook)
9783638540544
ISBN (Book)
9783638752824
Language
German
Tags
Motive Geldhaltung Volkswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chris Muszalik (Author), 2004, Motive der Geldhaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60353
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