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Führungsdefinitionen - Darstellung und kritische Würdigung

Title: Führungsdefinitionen - Darstellung und kritische Würdigung

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nora Martin (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Führung ist nicht nur ein Aspekt menschlichen Miteinanders, sondern Grundvoraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft. Gerade die zunehmende Wettbewerbsintensität des 21. Jahrhunderts verlangt deutliche Führungsqualität in Unternehmen, um die notwendige Marktakzeptanz und Zukunftsfähigkeit zu sichern (vgl. Kotter 1999). Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist die Führung (vgl. Mohn 2001). Um diese verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen zu können ist eine klare Begriffs-definition unabdingbar (vgl. Birker 1997).
Die Führungsthematik zeigt sich in der Literatur sehr vielgestaltig. Wichtige Disziplinen der Erforschung sind neben der Betriebswirtschaft die Psychologie, Soziologie, Pädagogik und Politologie. Eine allgemeingültige Fest-legung von ,,Führung" existiert nicht. Die Klärung dazu ist dennoch wichtig, bestimmen doch Definitionen wesentliche Merkmale des Begriffs und stellen ein Prinzip der Erkenntnis dar. Gleichzeitig beruhen Definitionen auf den jeweiligen Annahmen, den Paradigmen der Wissenschaft. Die wissenschaftliche Anwendung und Erkenntnis einer Führungsdefinition kann nur dann sinnvoll erfolgen, wenn eine Einordnung oder Zuordnung zum jeweils herrschenden Paradigma möglich ist.
Ziel dieser Arbeit ist aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht Abgrenzungsmöglichkeiten für Führungsdefinitionen aufzuzeigen und durch die Ordnungsstruktur der Paradigmen eine weitere Diskussion anzuregen. Eine abschließende Behandlung der Thematik würde den Rahmen der Arbeit sprengen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Etymologischer Ursprung und allgemeinsprachlicher Führungsbegriff

2.2. Unterscheidung zu verwandten Begriffen

3. Darstellung und Abgrenzungsmöglichkeiten

3.1. Darstellung ausgewählter Führungsdefinitionen

3.2. Abgrenzung nach Führungsinhalt oder -verständnis

3.3. Analyse von Subjekt, Objekt und Prädikat

3.4. Betriebswirtschaftliche Sicht, Führung im weiten und engen Sinn

4. Führungsdefinitionen im Kontext aktueller Führungsparadigmen

4.1. Notwendigkeit eines konzeptionellen Bezugsrahmens

4.2. Direkte Führung, das Paradigma der linearen Kausalität

4.3. Kontrolliert autonome Führung, das Paradigma der zirkulären Kausalität

4.4. Interaktionell kooperierende Führung, das Paradigma der Selbstverantwortung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive verschiedene Abgrenzungsmöglichkeiten für Führungsdefinitionen aufzuzeigen. Durch die Einordnung in eine strukturierte Systematik von Führungsparadigmen soll ein Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion geleistet und die Vielgestaltigkeit des Führungsbegriffs verdeutlicht werden.

  • Etymologische Herleitung und begriffliche Abgrenzung von Führung
  • Analyse der inhaltlichen Komponenten (Subjekt, Objekt, Prädikat)
  • Systematisierung der Führung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien
  • Untersuchung von Führungsparadigmen (lineare Kausalität, zirkuläre Kausalität, Selbstverantwortung)
  • Bedeutung von Kontext und wissenschaftlicher Perspektive bei der Definition von Führung

Auszug aus dem Buch

3.3. Analyse von Subjekt, Objekt und Prädikat

Um bei der näheren Untersuchung von Führungsdefinitionen einen anderen Weg einzuschlagen, ist denkbar, Subjekt, Objekt und Prädikat im Sinne des Satzbaus zu unterscheiden und entsprechende Charakteristika herauszuarbeiten (vgl. auch NEUBERGER 1994).

Unter Subjekt wird allgemein der einer Aussage zugrunde liegende Begriff verstanden. Unter Objekt ist der Gegenstand zu verstehen, mit dem etwas geschieht. Das Prädikat ist der Kernpunkt einer Aussage.

Viele Führungsdefinitionen nennen kein Subjekt (vgl. v.a. NEUBERGER 2002 S.12ff.). Führung geschieht „irgendwie“. Von wem initiiert, beeinflusst oder gesteuert wird bleibt verborgen, obwohl klar scheint, dass der Handelnde die Führungskraft sein muss. „Gegenstand der Führung sind - so könnte man meinen - die Geführten“ (NEUBERGER 1994 S.6). Auch hier erweist sich bei näherer Betrachtung, dass die meisten Definitionen offen lassen was Objekt ist. Die Frage nach dem Prädikat, dem wichtigsten Definitionsbestandteil von Führung, ist nicht eindeutig zu beantworten. Typisch sind kennzeichnende Begriffe wie Einflussnahme, Steuerung und Willensdurchsetzung. Qualitativ werden die Tätigkeiten als zielbezogen, initiierend, absichtlich oder motivierend bestimmt (vgl. WALDMANN 1999 S.11).

Für eine klarere Abgrenzung ist daher die spezifische Wirkungsweise des maßgeblichen Definitionsbestandteils, dem Prädikat zu untersuchen. Auf das Subjekt wirkt das Prädikat in Form der Handlung des Führenden, auf das Objekt in Form von Beeinflussung des Geführten. Definitionen unter dem Aspekt der Handlung können somit explizite Darlegung der Handlungsmöglichkeiten des Führers sein. Sie besitzen Instrumentalcharakter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Führung als Erfolgsfaktor und betont die Notwendigkeit einer klaren Begriffsdefinition für eine fundierte wissenschaftliche Untersuchung.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel widmet sich dem etymologischen Ursprung des Wortes „führen“ und grenzt den Begriff von verwandten Termini wie Einfluss, Macht und Management ab.

3. Darstellung und Abgrenzungsmöglichkeiten: Hier werden ausgewählte Führungsdefinitionen vorgestellt und nach inhaltlichen sowie strukturellen Aspekten, wie der Analyse von Subjekt, Objekt und Prädikat, systematisiert.

4. Führungsdefinitionen im Kontext aktueller Führungsparadigmen: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit theoretischer Bezugsrahmen und untersucht Führung entlang der drei Paradigmen der linearen Kausalität, zirkulären Kausalität und Selbstverantwortung.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Führung ein multifaktorielles Geschehen ist, dessen Definition stark von der wissenschaftlichen Perspektive und dem gewählten Kontext abhängt.

Schlüsselwörter

Führung, Führungsparadigmen, Unternehmungsführung, Personalführung, lineare Kausalität, zirkuläre Kausalität, Selbstverantwortung, Management, soziale Interaktion, Einflussnahme, Führungsdefinition, Wissenschaftstheorie, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und Definition des Begriffs „Führung“ im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Abgrenzung, der Analyse von Führungskomponenten und der Einordnung in verschiedene Paradigmen der Führungsforschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, Möglichkeiten zur Abgrenzung von Führungsdefinitionen aufzuzeigen und durch eine Ordnungsstruktur mittels Paradigmen eine fundierte Diskussion über das Wesen von Führung anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung von Führungskonzepten sowie deren theoretische Einordnung in verschiedene wissenschaftliche Paradigmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Definitionen verglichen, Komponenten wie Subjekt und Prädikat analysiert und anschließend verschiedene Führungsparadigmen historisch und theoretisch hergeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Führungsparadigmen, Selbstverantwortung, direkte Führung und die Interaktion zwischen Führenden und Geführten.

Warum ist eine allgemeingültige Führungsdefinition schwierig zu finden?

Aufgrund der Vielgestaltigkeit des Phänomens Führung und der Abhängigkeit von den jeweils zugrunde liegenden wissenschaftlichen Paradigmen und Kontexten existiert keine einheitliche Definition.

Was bedeutet der Wandel zum Paradigma der Selbstverantwortung?

Es beschreibt einen historischen Prozess, bei dem der Mensch als Mitunternehmer und offenes Lernwesen betrachtet wird, was Führung zu einer kooperativen Dialogbeziehung auf Augenhöhe macht.

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Details

Title
Führungsdefinitionen - Darstellung und kritische Würdigung
College
University of Hagen  (Personalführung und Organisation (Prof. Weibler))
Grade
2,3
Author
Nora Martin (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V6037
ISBN (eBook)
9783638137294
Language
German
Tags
Führungsdefinitionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Martin (Author), 2002, Führungsdefinitionen - Darstellung und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6037
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