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Managementmoden. Eine Neo-Institutionalistische Perspektive.

Title: Managementmoden. Eine Neo-Institutionalistische Perspektive.

Diploma Thesis , 2006 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Martin Dresler (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Managementkonzepte wie beispielsweise Customer Relationship Management oder Business Process Reengineering tauchen häufig unvermittelt in der Managementlehre und –praxis auf. Sie entwickeln sich boomartig zu Konzepten, die als State-of-the-art stark diskutiert und von vielen Unternehmen verfolgt werden. Nach einer Hochphase ihrer Rezeption kommt es im Anschluss jedoch oftmals zu einem deutlichen Abschwung ihrer Popularität – sie stellen vergängliche Moden dar. Wurde zum Beispiel Ende der achtziger Jahre noch Total Quality Management als „Wunderwaffe“ der Unternehmensführung gepriesen, war bereits ab 1995 eine deutliche Abnahme des Interesses festzustellen. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits wieder mit dem nächsten Konzept – dem Business Process Reengineering – „Quantensprünge“ versprochen. Dabei bleibt unklar, weshalb einige Konzepte zu Moden werden, andere jedoch nicht.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung und den Verlauf von Managementmoden herauszuarbeiten. Dabei wird kritisch überprüft, inwieweit der Neo-Institutionalismus eine Erklärungsgrundlage für die Entstehung von Managementmoden liefert und an welchen Stellen ergänzende theoretische Perspektiven herangezogen werden müssen. Dazu werden zunächst Begriffe der Managementmode definiert, bevor ihre verschiedenen Arten und Merkmale, sowie ihr typischer Lebenszyklus dargestellt werden. Zusätzlich werden die Ursachen der Entstehung und die Funktionen von Managementmoden diskutiert.

Der soziologische Neo-Institutionalismus kann in dieser Diskussion wertvolle Argumente liefern. Daher werden zunächst die makro- und mikroinstitutionalistischen Meilensteine und einige wichtige theoretische Weiterentwicklungen vorgestellt, bevor die bereits diskutierten Aspekte der Managementmode aus neo-institutionalistischer Perspektive genauer untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei der Zusammenhang zwischen Effizienz, Rationalität und Legitimität, die verschiedenen Wirkungsweisen des institutionellen Isomorphismus, sowie der Prozess der (De-) Institutionalisierung von Managementtechniken. Dabei wird auf einige „blinde Flecken“ der neo-institutionalistischen Perspektive hingewiesen. Es wird gezeigt, dass sich die Perspektive um wichtige Aspekte der Strukturationstheorie von Giddens erweitern lässt, ohne dass hierbei den Kernaussagen des Neo-Institutionalismus widersprochen wird. Dadurch lassen sich weiterhehende Erkenntnisse zur Entstehung von Managementmoden gewinnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Managementmoden

2.1 Definition und Grundkonzept

2.2 Arten und Merkmale

2.3 Lebenszyklus von Managementmoden

2.4 Ursachen und Funktionen

3. Neo-Institutionalismus

3.1 Überblick

3.2 Makroinstitutionalistische Ansätze

3.3 Mikroinstitutionalistischer Ansatz

3.4 Weiterentwicklungen der neo-institutionalistischen Meilensteine

4. Managementmoden aus neo-institutionalistischer Perspektive

4.1 Effizienz, Rationalität und Legitimität

4.2 Verbreitung durch institutionellen Isomorphismus

4.3 Lebenszyklus und Institutionalisierungsprozess

4.4 Kritische Zusammenfassung

5. Strukturationstheoretische Erweiterung der Perspektive

5.1 Interessen und Macht in der Strukturationstheorie

5.2 Auswirkungen von Interessen und Macht auf Managementmoden

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entstehung und den Verlauf von Managementmoden und prüft kritisch, inwieweit der Neo-Institutionalismus als Erklärungsgrundlage dienen kann und an welchen Stellen ergänzende theoretische Perspektiven, insbesondere die Strukturationstheorie, erforderlich sind.

  • Definition, Arten und Merkmale von Managementmoden
  • Analyse des Lebenszyklus und der Ursachen von Managementmoden
  • Grundlagen des Neo-Institutionalismus und seiner Meilensteine
  • Die Rolle von Effizienz, Rationalität und Legitimität bei der Verbreitung von Moden
  • Integration machtpolitischer Aspekte durch die Strukturationstheorie

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Grundkonzept

Zunächst ist zu klären, was unter dem Begriff „Managementmode“ zu verstehen ist. Thema von Managementmoden sind Managementkonzepte oder – in der deutschsprachigen Literatur – Führungsmodelle. Führungsmodelle stellen „… Soll-Konzepte in Gestalt konditionaler normativer Denkmodelle dar, die etwas darüber aussagen, wie Führung in Unternehmungen vollzogen werden sollte“.

Der Begriff „Management“ ist üblicherweise weit gesteckt und beinhaltet die Bereiche Planung, Organisation, Führung und Kontrolle. In all diesen Bereichen kann es nun zu Entwicklungen kommen, die man als Mode bezeichnen kann. Eine genauere Differenzierung der Begriffe Managementkonzepte, Managementtechniken oder Führungsmodelle ist im Rahmen dieser Arbeit nicht notwendig. Im Mittelpunkt steht die Modeentwicklung, die in all diesen Bereichen beobachtet werden kann, sowie ihre Ursachen und Hintergründe.

Üblicherweise bringt man Mode mit Ästhetik in Verbindung. Nach der Definition von Abrahamson unterscheidet sich davon Managementmode in den Punkten Rationalität, Fortschrittlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Managementmoden werden von technischen und ökonomischen Einflüssen geformt und müssen rational und fortschrittlich erscheinen. Darauf aufbauend definiert Abrahamson eine Managementmode als „… relatively transitory collective belief, disseminated by management fashion setters, that a management technique leads rational management progress”. Zu dem Begriff „management fashion setter“ wird noch im weiteren Verlauf der Arbeit Stellung genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Phänomen der Managementmoden als kurzlebige Konzepte und formuliert das Ziel, deren Entstehung mithilfe des Neo-Institutionalismus und ergänzender Theorien zu analysieren.

2. Managementmoden: Dieses Kapitel definiert Managementmoden, beschreibt ihre Merkmale, ihren Lebenszyklus und diskutiert die Ursachen sowie Funktionen, die zu ihrer Entstehung führen.

3. Neo-Institutionalismus: Es werden die Grundlagen des Neo-Institutionalismus vorgestellt, wobei zwischen makro- und mikroinstitutionalistischen Ansätzen unterschieden wird, um die theoretische Basis zu legen.

4. Managementmoden aus neo-institutionalistischer Perspektive: Die vorangegangenen Theorien werden auf Managementmoden angewendet, wobei der Fokus auf Effizienz, Rationalität, Legitimität, Isomorphismus sowie Prozessen der Institutionalisierung liegt.

5. Strukturationstheoretische Erweiterung der Perspektive: Zur Schließung von Lücken im Neo-Institutionalismus bezüglich Macht und Interessen wird die Strukturationstheorie herangezogen und auf Managementmoden übertragen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die erweiterte neo-institutionalistische Perspektive wichtige Erklärungen für die Entstehung und den Wandel von Managementmoden liefert.

Schlüsselwörter

Managementmoden, Neo-Institutionalismus, Strukturationstheorie, Legitimität, Rationalität, Institutioneller Isomorphismus, Managementkonzepte, Lebenszyklus, Macht, Interessen, Effizienz, Rationalitätsmythen, Fashion Setters, Fashion Users, Organisationaler Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, Verbreitung und den Verlauf von Managementmoden aus der Perspektive des Neo-Institutionalismus und ergänzt diese um strukturationstheoretische Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Managementmoden, dem Verständnis des Neo-Institutionalismus (Makro- und Mikroansätze), der Rolle von Legitimität sowie der Bedeutung von Macht und Interessen in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum einige Konzepte zu Moden werden und andere nicht, indem die Erklärungsgrundlage des Neo-Institutionalismus kritisch geprüft und erweitert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Organisationstheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Neo-Institutionalismus, die Anwendung dieser Theorien auf Managementmoden und die anschließende strukturationstheoretische Erweiterung zur Einbeziehung mikropolitischer Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Managementmoden, Neo-Institutionalismus, Legitimität, Rationalität, institutionellen Isomorphismus und die Strukturationstheorie.

Warum spielt Legitimität eine so große Rolle bei Managementmoden?

Laut Neo-Institutionalismus übernehmen Organisationen Moden nicht unbedingt wegen ihrer technischen Effizienz, sondern um Legitimität zu erlangen und nach außen hin rational und modern zu wirken.

Wie ergänzt die Strukturationstheorie die Betrachtung?

Die Strukturationstheorie integriert die Aspekte von Macht, Interessen und politischem Handeln, die der klassische Neo-Institutionalismus weitgehend vernachlässigt, und ermöglicht ein besseres Verständnis der Akteure hinter den Moden.

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Details

Title
Managementmoden. Eine Neo-Institutionalistische Perspektive.
College
University of Hagen  (Institut für Wirtschaftswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Dipl. Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Martin Dresler (Author)
Publication Year
2006
Pages
41
Catalog Number
V60484
ISBN (eBook)
9783638541534
ISBN (Book)
9783638667449
Language
German
Tags
Managementmoden Eine Neo-Institutionalistische Perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Martin Dresler (Author), 2006, Managementmoden. Eine Neo-Institutionalistische Perspektive., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60484
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