Eine informationsethische Analyse des Umgangs mit "Musikpiraterie" in digitalen Räumen: Zerstört das Internet den Musikmarkt?


Diplomarbeit, 2005
80 Seiten, Note: 1,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffkennzeichnung
2.1 Ethik
2.2 Informationsethik
2.3 Musik als Informationsgut
2.4 Telemediatik
2.5 Digitalisierung

3. Die wirtschaftliche Situation der Musikindustrie
3.1 Das Spezifikum der Musikbranche
3.2 Die deutsche Phonowirtschaft in Zahlen
3.2.1 Nutzung von Musiktauschbörsen
3.2.1.1 Arten der Downloads, 2004
3.2.1.2 Anzahl der Downloads, 2000-2004
3.2.1.3 Anzahl der Musiktauschbörsennutzer, 2004
3.2.1.4 Altersstruktur der Musiktauschbörsennutzer, 2004
3.2.2 Umsatzverluste der Musikindustrie
3.2.2.1 Gesamtumsatz des Phonomarktes in Deutschland, 1995-2004
3.2.2.2 Wert von Downloads für die Musikindustrie,

4. Ethische und juristische Bedenken gegen Musiktauschbörsen
4.1 Verletzung des Urheberschutzes
4.2 Förderung einer "Gratismentalität"
4.3 Verbreitung krimineller Informationen

5. Napster & Co.
5.1 Napster: Aufstieg und Fall
5.2 Dezentrale P2P-Netzwerke
5.3 Kommerzielle Internet-Musikshops und "Digital Rights Management"

6. Urheberrecht
6.1 Begriffkennzeichnung
6.1.1 Urheberrecht und Copyright
6.1.2 Geistiges Eigentum
6.1.3 GEMA – als Verwerter urheberrechtlich geschützter Musik
6.2 Auswirkungen der EU-Richtlinie 2001/29/EG auf das Urheberrecht
6.2.1 1. Korb der Urheberrechtsnovelle
6.2.2 2. Korb der Urheberrechtsnovelle

7. Der informationsethische Diskurs
7.1 Motive für einen informationsethischen Diskurs über den Umgang mit Musik im Internet
7.2 Die "diskursive Methode" als Instrument der Informationsethik
7.3 Interessensgruppen

8. Wissensökologie: Nachhaltiger Umgang mit Musik im Internet
8.1 Wissensökologie als Ziel des informationsethischen Diskurses
8.2 Ökonomie des Wissens
8.3 Ethische Anforderungen - für einen nachhaltigen Musikmarkt
8.3.1 Informationsfreiheit
8.3.2 Einbeziehung normativer Verhaltensweisen
8.3.3 Recht auf Privatheit
8.3.4 Erweiterung der kulturellen Vielfalt

9. Ausblick: Zwischen ökonomischer und kultureller Verantwortung
9.1 Creative Commons – für mehr Autonomie von Musikschaffenden
9.2 User Rights Management – für mehr Rechte der Endverbraucher
9.3 Alternative Verkaufsmodelle – für eine innovative Musikwirtschaft

10. Fazit

11. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Dezentrale Computernetzwerke, Digitalisierungstechnik sowie die starke Verbreitung des Internet haben die Art und Weise, mit der Musik konsumiert wird, nachhaltig verändert. Die Entwicklung von dezentralen Internet-Musiktauschbörsen vor etwa 5 Jahren machte es möglich, dass Musik in großem Ausmaß und ohne jeglichen Qualitätsverlust kostenlos getauscht resp. kopiert werden kann: alle registrierten Nutzer können gleichzeitig auf die Festplatten der anderen zugreifen und zum Nulltarif die urheberrechtlich geschützte Musik downloaden. Aufgrund der dezentralen Netzstruktur können solche Tauschbörsen auch nicht einfach "abgeschaltet" werden, da es keinen zentralen Knotenpunkt gibt, von dem die vernetzten Rechner abhängig wären. Dezentrale Tauschbörsen sind Selbstläufer und stellen daher für die Verwertungsindustrie ein besonders hartnäckiges Problem dar.

Es entwickelte sich binnen kurzer Zeit ein regelrechter Tauschbörsen-Hype, von dem die Musikindustrie einen nicht geringen Schaden davongetragen hat. Neben dem Brennen von CDs haben auch die Tauschbörsen wesentlich dazu beigetragen, dass die deutsche Tonträgerindustrie im Jahr 2003 einen Umsatzverlust von beinah 20% zu verzeichnen hatte. Seitdem setzt die Musikindustrie alles daran, dieser Art von Urheberrechtsverletzung ein Ende zu setzen, um ihre Existenz zu retten. Zahllose Strafverfolgungen der von ihr so bezeichneten "Musikpiraten" sowie einschneidende Veränderungen des Urheberrechts zugunsten der Verwertungsindustrie haben zwar die Anzahl der Downloader zumindest stagnieren lassen, allerdings auf einem sehr hohen Level: In Deutschland sind es derzeit etwa 7 Mio. Nutzer, die sich auch weiterhin trotz geltender Gesetze nicht vom Tauschen abhalten lassen. Trotzdem hält die Musikindustrie an ihrem Konzept fest.

Kritiker sehen in den restriktiven Maßnahmen der Musikindustrie jedoch eine nicht akzeptable Beschneidung der Nutzerrechte und in der Urheberrechtsnovelle eine Privatisierung des Urheberrechts. Viele argumentieren für einen gänzlich freien Zugang zu Musik im Internet, da es dem Wesen des Internet und der Information nicht entspricht, es zu begrenzen oder zu kontrollieren. Andere vertreten einen nicht so absoluten Standpunkt, sehen jedoch in dem Verhalten der Musikindustrie ebenso den Versuch, "alte" marktwirtschaftliche Prinzipien auf digitale Räume zu übertragen, nur um bestehende Monopolstellungen zu sichern. Sie fordern daher eine Stärkung der Nutzerrechte und eine staatliche Regulierung der Wirtschaft hinsichtlich des Datenschutzes bei digitaler Rechteverwaltung.

Von den Tauschbörsennutzern selbst lassen sich, wie Studien belegen, nur wenige vom Downloaden abhalten. Zum Einen ist es für sie sicherlich zu einer Art Selbstverständlichkeit geworden, im Internet kostenlos Musik zu erhalten. Zum Anderen sehen viele Nutzer in den Regulierungsmaßnahmen der Musikindustrie eine ungerechtfertigte Reklamation von Urheberrechtsansprüchen, die keineswegs dem Schutz der Künstler und der Musikkultur als solche dient, sondern ausschließlich der Bereicherung der mächtigsten Musikkonzerne.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit das Internet mit seinen Tauschbörsen tatsächlich den Musikmarkt zerstört, wie es Vertreter der Musikindustrie befürchten, oder ob sich vielleicht der Musikmarkt infolge der Digitalisierung nur neu strukturieren muss. Der Fokus liegt hier auf dem deutschen Musikmarkt, da sich aufgrund der territorialen Unterschiede hinsichtlich des Urheberrechts resp. Copyrights eine tiefergehende Analyse als zu komplex für den Rahmen dieser Arbeit erweisen würde.

Für die wissenschaftliche Erarbeitung einer Stellungnahme zu dieser Fragestellung soll der Umgang mit "Musikpiraterie" unter einem "informationsethischen" Blickwinkel analysiert werden, da der bereits skizzierte Interessenskonflikt in unserer "Infosphäre" stattfindet, die in hohem Maße von Hyper- und Multimedia, Telekommunikation, Datenverarbeitung und Informatik durchdrungen ist. "Informationsethik" beinhaltet die Reflexion über die Moral in der "Infosphäre" und demnach auch über Normen und Werte, die sich im Umgang mit Musiktauschbörsen entwickeln. Sowohl juristische als auch wirtschaftliche und kulturelle Aspekte werden in die Betrachtung miteinbezogen.

Nachdem im 2. und 3. Kapitel zum Einen eine Definition der für diese Arbeit signifikanten Schlüsselbegriffe stattfindet und zum Anderen die wirtschaftliche Situation der deutschen Musikindustrie dargestellt wird, erfolgt im 4. Kapitel eine Erläuterung ethischer und juristischer Bedenken gegen Musiktauschbörsen. Im darauffolgenden Kapitel werden sowohl dezentrale Musiktauschbörsen als auch "legale" Internet-Musikshops und die damit einhergehenden informationsethischen Probleme von digitaler Lizenzvergabe erörtert. Das 6. Kapitel beinhaltet Begriffkennzeichnungen zum Thema Urheberrecht sowie eine detaillierte Darstellung der Urheberrechtsnovelle, die sich zu einem Teil noch in der Umsetzung befindet. Im 7. Kapitel wird das "Instrument" der Informationsethik, der "informationsethische Diskurs", und die für einen Diskurs relevanten Interessensgruppen näher vorgestellt. Das Thema von Kapitel 8 ist "Wissensökologie", ein Konzept des nachhaltigen Umgangs mit Wissensressourcen. Unter einem flachen Wissensbegriff ist hier ebenso Musik einzuordnen. Einen Ausblick für den zukünftigen Musikmarkt gibt es im 9. Kapitel.

2. Begriffkennzeichnung

2.1 Ethik

Ethik beruht auf dem menschlichen Wissen um Ungerechtigkeit. Aus diesem Wissen und aus der gesellschaftlich bestehenden Forderung nach normativen Gehalten heraus, wie z.B. Freiheit oder Gerechtigkeit als allgemeingültige Ideen, reflektiert sie das menschliche Handeln, um so den Menschen eine Orientierung für ein "gutes Leben"[1] zu geben.

Jedoch ist Ethik nicht gleichzusetzen mit Moral, obschon sie Moral zu ihrem Gegenstand macht. Während Moral die Werte einer Gruppe, Nation oder Kultur beschreibt, zielt Ethik auf die Reflexion über die Verbindlichkeit und des Sinns dieser gesellschaftlichen Werte ab. Mit der Frage nach den Maßstäben moralischen Handelns und nach einem Beurteilungskriterium für bestimmte Handlungsweisen sucht sie nach einem Verständnis für oder gegen die Anerkennung von gesellschaftlichen Normen und Werten.

[Prechtl / Burkhard 1996: 148]

In dieser Reflexion kommt das Wechselverhältnis zwischen Moral und Moralität zum Ausdruck: Moral stellt ein grundsätzliches Ordnungssystem für die Gesellschaft dar, welches die Bedürfnisbefriedigung innerhalb der Gemeinschaft regelt und ferner das eigene Verständnis von Freiheit nach außen hin zeigt. Moralität hingegen ist ein Prinzipienbegriff. Sie fasst nicht die Moral mit ihren einzelnen Handlungsempfehlungen zusammen, sondern ist als die menschliche Grundhaltung des Gutseinwollens, basierend auf dem Prinzip der Freiheit, zu verstehen. Moral entsteht also erst aus der Moralität, d.h. aus dem freien Willen der Menschen, gut sein zu wollen. Befolgt der Mensch eine gesellschaftliche Norm aus moralischen Gründen, so tut er dies nach seinem eigenen Willen. Ethik untersucht dieses Wechselverhältnis zwischen Moral und Moralität. [Pieper 2003: 41ff] Sie stellt die Frage: Wie sollen wir handeln? Die angewandte resp. praktische Ethik, auf die sich das Thema dieser Arbeit bezieht, zielt auf die sowohl problem- als auch lösungsorientierte Reflexion von Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, in denen öffentliche Organisationen und politische Entscheidungen häufig eine große Rolle spielen, wie z.B. in der Bioethik, der Informations- und Medienethik oder in der Wirtschaftsethik. [Prechtl / Burkhard 1996: 150]

2.2 Informationsethik

Die Grundlage für eine Informationsethik[2] liegt in der "Telemediatisierung" unserer heutigen Lebenswelten, d.h. unser Leben spielt sich zunehmend in der "Infosphäre" ab, da sowohl politische und wirtschaftliche als auch kulturelle und soziale Bereiche des Lebens in hohem Maße von Telekommunikation, Informatik, Datenverarbeitung, Multimedia sowie Hypermedia durchdrungen sind und werden. [Kuhlen 2004a: 121] Themen der Informationsethik, die aus der zunehmenden Telemediatisierung resultieren, sind z.B. der "digital divide" zwischen den Ländern des Südens und des Nordens, Urheberrecht im Internet, Datenschutz und Informationsfreiheit.

Auf den Begriff der Telemediatisierung gehe ich in Kap. 2.4 näher ein.

Wesentlich zu der Telemediatisierung unserer Lebenswelten beigetragen hat das Internet als ein globales Informationsnetz, zu dem mittlerweile etwa 700 Mio. Menschen weltweit Zugang haben.[3] Die "reale" Umgebung, in der wir leben, hat sich dadurch in den letzten Jahrzehnten um gänzlich neue Komponenten erweitert und demzufolge auch Einfluss auf unser Leben und unsere Verhaltensnormen genommen, nicht zuletzt auf unseren Umgang mit geistigen Eigentümern im Internet, wie z.B. der kostenlose Tausch von Musikdateien. Seit dem Aufkommen von Internet-Musiktauschbörsen konfligieren die Interessen der Musik-Majors (Sony, Universal, Warner, BMG / Bertelsmann, EMI Music), Künstler, Endverbraucher und der GEMA zum Teil sehr stark. Die Urheberrechtsnovelle, die sehr zugunsten der Verwertungsindustrie ausgefallen ist, lässt die benachteiligten Interessensparteien unzufrieden zurück und den Konflikt keineswegs abschwellen – mehr noch: vielfach wird bereits von einem "Informationskrieg" gesprochen, in dem Entscheidungen allein über Macht getroffen werden.

Die daraus resultierenden Konflikte spiegeln eine starke Uneindeutigkeit der verschiedenen Handlungsprinzipien wieder. An diesem Punkt stellt Informationsethik die Frage: Wie sollen wir handeln? Was sind die Motive der einzelnen Parteien? Haben gesellschaftliche Werte, z.B. das des "geistigen Eigentums", an Aktualität eingebüßt, da sie vielleicht nicht mehr den Anforderungen des digitalen Zeitalters entsprechen? Und nicht zuletzt stellt Informationsethik die Frage: Wie gestaltet sich eine Informationsgesellschaft, die ihren Namen zu Recht trägt, in der also die Menschen gleichberechtigt an der Information partizipieren können?

Die Antwort der Informationsethik auf diesen Interessenskonflikt ist somit die Reflexion über die Moral in der "Infosphäre" und demzufolge auch über Werte und Normen, die sich beim Umgang mit Musiktauschbörsen in elektronischen Räumen entwickeln.[4] Unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Einbeziehung der verschiedenen Interessen soll die Kompatibilität derzeitiger Umgangsformen mit "Musikpiraterie" mit allgemein geltenden ethischen Prinzipien, wie z.B. Gerechtigkeit oder Freiheit, im Diskurs reflektiert werden. Ferner wird untersucht, ob und inwieweit bereits existierende Normen unserer "realen" Welt der neuen medialen Umwelt des Internets entsprechen.[5]

Man kann annehmen, dass der informationsethische Diskurs über den Umgang mit kulturellen Gütern im Internet in absehbarer Zeit ein ähnlich hohes öffentliches Interesse wie die Bioethik erlangen wird. Der Schutz und die kommerzielle Vermarktung von geistigem Eigentum entsprach über Jahrhunderte einem allgemeinen Konsens innerhalb der Gesellschaft. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Verbreitung des Internet jedoch stellt sich für immer mehr Menschen die Frage, inwieweit die Verwertung von digitalen Inhalten in ihrer bisherigen Form noch gerechtfertigt und angemessen ist. Informationsethik hat die Aufgabe, den Umgang mit Information zu reflektieren und einen für alle Beteiligten annehmbaren Kompromiss herauszuarbeiten.

2.3 Musik als Informationsgut

In dieser Arbeit wird explizit ein breiter Informationsbegriff verwendet, anders als man es z.B. aus den Informationswissenschaften kennt. Musik ist ein intellektuelles Produkt des jeweiligen Künstlers, genauso wie z.B. Filme und Bücher. Demnach gelten Medienprodukte, wie z.B. Musik, für den Empfänger als Informationen, der diese wiederum konsumiert, verarbeitet und im Gedächtnis speichert.

Ein Informationsgut ist die Information selbst und demnach ein immaterielles Gut, das auf einer Dienstleistung, z.B. die des Künstlers, basiert. Wird dieses immaterielle Gut jedoch materialisiert, wird daraus ein Informationsprodukt. Musik ist demzufolge solange ein Informationsgut, bis sie an einen Tonträger gekoppelt und auf diesem Wege in ein Informationsprodukt umgewandelt wird. [Bauckhage 2002: 16]

Die zwei signifikantesten Eigenschaften von digitalen Informationsgütern, wie z.B. die in Internet-Musiktauschbörsen angebotenen MP3-Dateien, sind zum Einen die sehr geringen Transaktions- und Reproduktionskosten und zum Anderen die sogenannte "Nicht-Rivalität". Diese beiden Eigenschaften bedeuten starke Reibungspunkte zwischen den einzelnen Parteien des Diskurses um den Umgang mit Musikpiraterie in digitalen Räumen:

- Das Hauptargument der Musiktauschbörsennutzer liegt in der erstgenannten Eigenschaft von Informationsgütern, den im Zeitalter der Digitalisierung immer geringer werdenden Kosten für die Reproduktion und Verteilung. Gegenwärtig versucht die Musikindustrie, durch massive Verknappungsmaßnahmen auf dem Internet-Musikmarkt, wie z.B. Klagen gegen Tauschbörsennutzer, kapitalistisch-marktwirtschaftliche Geschäftsmodelle auf digitale Räume zu übertragen, obschon hier so gut wie keine Transaktions- und Reproduktionskosten mehr entstehen.[6] [Kuhlen 2002: 3]
- Der Begriff "Nicht-Rivalität" erklärt den maßgeblichen Unterschied von Informationsgütern zu Informationsprodukten: Informationsgüter als solche verbrauchen sich nicht im Gebrauch, da sie im Überfluss vorhanden sind. Benutzt also eine Person ein Informationsgut, wie z.B. einen digitalen Musiktitel, schließt das in keiner Weise unzählige andere Personen vom gleichzeitigen Gebrauch dieser einen Musikdatei aus. [Kuhlen 2003a: 3] Durch die Verknappungsmaßnahmen der Musikindustrie wird diese elementare Eigenschaft der "Nicht-Rivalität" jedoch umgangen: "Nicht-Rivalität" wird z.B. durch den Einsatz von Digital Rights Management[7] zur "Rivalität", da MP3-Dateien auf diese Weise künstlich verknappt werden und sich dementsprechend verbrauchen. Die Zugangskontrolle und Lizensierung vornehmlich durch die Wirtschaft wird stark kritisiert, da sich eine "Informationsgesellschaft" durch einen möglichst freizügigen Zugang zu Information auszeichnen sollte, und nicht allein durch eine Kommerzialisierung von Information.

Trotz dieser plausiblen Argumente der Tauschbörsen-Befürworter kann aufgrund der ökonomischen Bedeutung der Musikindustrie ein gänzlich kostenloser Zugang zu MP3-Dateien im Internet nicht die Lösung des Problems sein

2.4 Telemediatik

Der Begriff der Telemediatik knüpft an den der Informatisierung und der Telematik an. Unter Informatisierung versteht man die vollständige Durchdringung von definierten Lebenswelten mit Informationstechnik, z.B. Forschung. Die Telematik hingegen verbindet Informatik und Telekommunikation und ist der Auffassung, dass sich die Auswirkungen der Computertechnik erst vollständig mit den Telekommunikationstechnologien entfalten. [Kuhlen 1998: 119] Beide Begriff etablierten sich etwa Mitte der 80er Jahre.

Mit dem sich in den letzten 10 Jahren stark ausdehnenden Bereich des Hypermedia[8] sind die Beschreibungen Informatisierung und Telematik unzureichend geworden. Das Prinzip von Hypermedia ist die Verknüpfung von verschiedenen Medienelementen, wie z.B. Text, Ton, Bild etc.. Durch sie ist erstmals eine Darstellung und Organisation von multimedial dargestellten Objekten möglich geworden, die nicht mehr linear ist, sondern in einem vernetzten Raum existiert und in immer neue Zusammenhänge gebracht werden kann. Hypermedia hat mit diesem Verknüpfungsprinzip das World Wide Web möglich gemacht. Während also Informatisierung sich auf definierte Lebenswelten bezieht, kommt mit der Erfindung des Hypermedia eine globale Komponente hinzu. Der Grundgedanke von Telemediatik, in dem sich sowohl Telekommunikation, Hypermedia und Informatik vereinen, beschreibt nicht die vollständige Durchdringung von definierten Lebenswelten, sondern die aller Lebenswelten. [Kuhlen 1998: 119]

Trotz des digitalen Grabens zwischen den Ländern des Nordens und denen des Südens, wie z.B. Afrika mit einer Internetzugangsrate von derzeit 1,8 % der gesamten afrikanischen Bevölkerung[9], zieht die Telemediatisierung auf globaler Ebene eine umfassende Veränderung des normativen Verhaltens der Menschen nach sich. Denn Hypermedia ist nicht bloß eine neuartige Übertragungsform für digitale Informationen, sondern Hypermedia ist immer mehr die Information selbst. Gemeint ist hiermit, dass z.B. klassische Medienprodukte, die über das Internet angeboten werden, sich zunehmend durch hypermediale Eigenschaften auszeichnen, wie beispielsweise über Hypertext verbundene Text- oder Bildeinheiten.

Das erinnert an die populäre Aussage des Medientheoretikers Marshall McLuhan: "The Medium ist the Message." [McLuhan 1992: 18]. Sein Gedanke dabei war, dass die Botschaft eines Mediums nicht etwa der Inhalt sei, sondern das, was das Medium mit dem Rezipienten macht: "Denn die "Botschaft" jedes Mediums oder jeder Technik ist die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt." [McLuhan 1992: 18]

McLuhan sieht demzufolge Veränderungen von Medientechnologien als essentielle Ursache für soziale Veränderungen. Für ihn war es also irrelevant, was z.B. in einer Fernsehsendung dem Empfänger inhaltlich übertragen wird. Für ihn hat das Fernsehen selbst, unabhängig seiner Programminhalte, erhebliche Auswirkungen auf die Formen des Zusammenlebens der Menschen. Das Medium schafft demnach eine Umgebung, in der sich zwangsläufig neue Verhaltensformen entwickeln. Auf Musiktauschbörsen übertragen, bedeutet dies also eine zwangsläufig veränderte Einstellung zu einem bestimmten Lebensbereich, in diesem Fall der Umgang mit urheberrechtlich geschützter Musik in digitalen Räumen. Dies zeigt sich z.B. an dem massenhaften Tauschen von Musikdateien, das trotz einer Kriminalisierung durch das Gesetz von den meisten Tauschbörsennutzern nicht als unrechtmäßig empfunden wird, obwohl über die Einhaltung von Urheberrechten in der analogen Welt ein allgemeiner Konsens herrscht.

Des Weiteren hat die Telemediatisierung eine nahezu paradoxe Situation erzeugt. Diese äußert sich zum Einen in der unbegrenzten Mobilität hinsichtlich des Austauschs von Wissen und Information. Prinzipiell kann jede Person zu jeder Zeit und an jedem Ort Informationen bereitstellen und abrufen. Zeit und Raum werden somit zu einer relativen Größe. Zum Anderen jedoch wird Wissen und Information zunehmend privatisiert, kontrolliert sowie kommerzialisiert und verknappt, was sich gegenwärtig auch im Verhalten der Musikindustrie widerspiegelt. [Kuhlen, 2004a: 33] Es stellt sich die Frage, inwieweit z.B. künstliche Verknappungsmaßnahmen der Wirtschaft normative Verhaltensweisen überhaupt nachhaltig beeinflussen können oder auch sollten. Denn die Bereitschaft der Konsumenten scheint auch weiterhin sehr gering zu sein, für digitale Musikdateien einen durchschnittlichen Preis von 1 Euro zu zahlen, wie eine Studie der Universität Darmstadt belegt. [Buxmann / Pohl / Johnscher u.a. 2005: 13]

Die Telemediatisierung unserer Gesellschaft wirft somit vielerlei Konflikte und Widersprüche auf, für deren Auflösung es einer umfassenden informationsethischen Reflexion bedarf, z.B. über die Möglichkeit eines selbstbestimmten, gerechten, freizügigen und nachhaltigen Umgangs mit digitaler Musik.

2.5 Digitalisierung

Unter Digitalisierung versteht man die Umwandlung von analogen in digitale Daten. In der Regel geschieht dies durch eine schrittweise Zerlegung der analogen Daten in zweiwertige Zustände wie z.B. Null und Eins. In Verbindung mit Bit oder Pixel können diese binären Zustände größere Datenmengen dargestellt werden. Die Übertragung der analogen in digitale Daten ist stets abhängig von der Genauigkeit, z.B. der Auflösung des digitalen Prozesses.[10]

Der Vorteil digitalisierter Daten ist die Möglichkeit der Verarbeitung durch Computerprozessoren als auch die der Übertragung über große Entfernungen innerhalb von Netzwerken. Das beste Beispiel hierfür ist sicherlich der Transport von E-Mails im Internet. Neben Text kann ebenso z.B. Musik und Film digitalisiert und gespeichert, kopiert und verteilt werden. Das schnelle Wachstum des World Wide Web und der digitalen Netzwerke sowie die zunehmende Digitalisierung von Informationsgütern in der heutigen Zeit verändern das wirtschaftliche und gesellschaftspolitische System erheblich. [Bauckhage 2002: 14f] Der "National Research Council" bezeichnet das Internet hinsichtlich der ansteigenden Digitalisierung von Informationsgütern als

- ein Massenmedium zur Veröffentlichung,
- ein weltweit leistungsstarkes Distributionsnetz und als
- die größte Kopiermaschine der Welt.[11]

Digitalisierung auf breiter Ebene macht es prinzipiell jedem möglich, zu beliebiger Zeit und an jedem beliebigen Ort Informationen bereitstellen, abrufen, nutzen oder auch reproduzieren zu können. Letzteres geschieht mittlerweile ohne jedweden Qualitätsverlust, wie sich an der breiten Nutzung von Musiktauschbörsen zeigt. Mit jedem Download wird ein Musikstück reproduziert, ohne dass sich der Klang mit der Zeit verschlechtert. Dies kommt einer Vereinheitlichung von "Kopie" und "Original" gleich.

Die Aussage des "National Research Council" über das Internet als "die größte Kopiermaschine der Welt" bezieht sich in dieser Arbeit speziell auf das weltweite, nichtmonetäre Kopieren von Milliarden digitaler Musikdateien aus den "illegalen" Internet-Musiktauschbörsen, dem unterschiedlichste Interessengruppen zustimmend, ablehnend oder ambivalent-kritisch gegenüberstehen. Aus diesen unterschiedlichen Meinungs- und Stimmungsbildern sind ferner starke gesellschaftliche Kontroversen entstanden, für die es gilt, eine für alle Beteiligten akzeptable und gerechte Einigung herbeizuführen.

3. Die wirtschaftliche Situation der Musikindustrie

3.1 Das Spezifikum der Musikbranche

Die Musikbranche war bis vor einigen Jahren der einzige Medienbereich, der sich auf dem Markt aufgrund der Digitalisierung mit gänzlich neuen Marktstrukturen auseinandersetzen musste. In keinem anderen Mediensektor hat sich so früh und so klar herauskristallisiert, wie die Herausforderungen des digitalen Zeitalters für den Informationsmarkt aussehen werden. Verschiedene Ursachen haben die Musikwirtschaft zu einer Branche gemacht, die sich diesen neuen Bedingungen erstmalig stellen muss:

Schon immer sind die Endgeräte für die Musiknutzung früher entwickelt und vermarktet worden als ihre Äquivalente aus dem audiovisuellen Medienmarkt. Beispielsweise wurde das Grammophon bereits 1887 erfunden, während der Videorecorder erst in den 70er Jahren auf den Markt kam. Jahrzehnte vor der Erfindung des Fernsehens besaßen viele Haushalte bereits ein Radiogerät. Anfang der 80er Jahre sträubte sich die Musikindustrie noch gegen die beginnende Digitalisierung und das damit einhergehende neue Tonträgerformat der Compact Disc. Ein entsprechendes digitales Format für Videos, die DVD-Technologie, gab es jedoch erst Ende der 90er Jahre. [Flender / Lampson 2001: 85f]

Seit 1995 gibt es das vom Ilmenauer Fraunhofer Institut entwickelte digitale Audiocodierverfahren MP3. Dieses Format ist in der Lage, Musikdateien bis auf ein Zwölftel ihrer Größe zu komprimieren. Als die Wissenschaftler das neue Dateiformat ins Internet stellten, kam es binnen kurzer Zeit zu einem MP3-Hype. Primär in den USA nutzten viele Studenten das neue Format für den Musikaustausch via Internet.[12] Mit der Erfindung von MP3, dem etwa zeitgleichen Internethype sowie mit dem Aufkommen

dezentraler P2P-Musiktauschbörsen[13] einige Jahre später änderten sich die Bedingungen für den Musikmarkt in gravierender Weise, während der Filmmarkt noch nichts zu befürchten hatte:

Das Komprimierungsformat MP3 ermöglichte erstmals eine äußerst schnelle Erfassung und Verarbeitung von Musikdateien. Problemlos konnten nun infolge der Entwicklung der P2P-Netzwerke myriadenfach Musikdateien weltweit getauscht werden, und zwar kostenlos und gänzlich an der Musikwirtschaft vorbei. Dies betrifft, wie Studien belegen[14], vor allem diejenige Konsumentengruppe der Musikindustrie, deren Interesse an Musik außerordentlich hoch ist. Insbesondere junge Menschen bis etwa zum 30. Lebensjahr, bei denen die Musik- und Internetaffinität am stärksten ausgeprägt ist, nutzen die Musiktauschbörsen im Internet. Hinzu kommen Faktoren wie Zeit und Kosten. In der Regel verfügt diese Konsumentengruppe über ein entsprechendes Freizeitbudget, welches für das Suchen und Downloaden notwendig ist. Darüber hinaus ist insbesondere für Schüler, Auszubildende und Studenten als "Geringverdiener" das kostenlose Angebot der Tauschbörsen sehr attraktiv. Man benötigt für die Benutzung der Tauschbörsen weder eine kostenpflichtige Soft- oder Hardware noch einen Breitbandanschluss, der beispielsweise für Downloads von Filmmaterial erforderlich ist.[15]

3.2 Die deutsche Phonowirtschaft in Zahlen

Nachfolgend werden einige Auszüge aus der "Brennerstudie 2005" und dem "Jahreswirtschaftbericht 2004" der deutschen Phonoverbände vorgestellt, die die aktuelle wirtschaftliche Situation der deutschen Musikindustrie darstellen. Die "Brennerstudie 2005" ist vom Bundesverband der phonographischen Wirtschaft e.V. (IFPI), dem auch die sogenannten "Majors" Sony, Universal, Warner, EMI und BMG angehören, in Auftrag gegeben worden. Sie basiert auf einer schriftlichen Umfrage, die im Januar 2005 unter 10.000 Personen durchgeführt wurde. Die Gruppe der Befragten repräsentiert 63,7 Mio. Deutsche ab 10 Jahren.

Die Darstellungen lassen erkennen, dass zwar eine Stagnation der Umsatzverluste stattgefunden hat und die Talsohle erreicht ist, aber dies geschieht letztendlich auf einem extrem hohen Niveau. Mit dieser Stagnation gibt sich die Musikindustrie nicht zufrieden, stattdessen baut sie weiterhin vor allem auf Verknappungsmaßnahmen sowie auf "legale" Musik-Shops.

3.2.1 Nutzung von Musiktauschbörsen

3.2.1.1 Arten der Downloads, 2004

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.1.2 Anzahl der Downloads, 2000-2004

(in Mio. Stück)[16][17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Jahr 2004 wurden über 100 Mio. Musikstücke weniger als im Vorjahr gedownloadet. Dies schreibt die Musikindustrie zum Einen der Abschreckung durch Strafverfolgungen und zum Anderen den kommerziellen, "legalen" Musikportalen zu.

3.2.1.3 Anzahl der Musiktauschbörsennutzer, 2004

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Basis: 63,7 Mio. priv. Deutsche ab 10 Jahre * kostenpflichtig / kostenlos[18]

* 04/00 – 03/01

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Musiktauschbörsennutzer im Jahr 2004 nicht weiter erhöht und ist mit 7,3 Mio. konstant geblieben.

Eine Analyse der Kaufverhaltensänderungen hat gezeigt, dass im Jahr 2004 bei Downloadern und Brennern ein stärkerer Rückgang ihrer Ausgaben für Musik zu verzeichnen ist, als dies im Gesamtmarkt zu beobachten war.[19] Während es z.B. für Musik-Singles im Gesamtmarkt 23% weniger Ausgaben waren, konnte bei Brennern und Downloadern ein Rückgang von sogar 28% festgestellt werden. Etwa ein Fünftel der Befragten deckt seinen Musikbedarf ausschließlich über das Brennen und Herunterladen.[20]

3.2.1.4 Altersstruktur der Musiktauschbörsennutzer, 2004

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Basis: 63,7 Mio. priv. Deutsche ab 10 Jahre[21]

Wie auch in den Vorjahren, ist es 2004 primär wieder die Gruppe der 20-29jährigen, die als besonders musikaffin einzuordnen ist, die mit 26 % am häufigsten Musiktauschbörsen nutzt. Bei Frauen und bei den Personen, die älter als die Kernzielgruppe sind, ist ein leichter Zuwachs zu erkennen.

[...]


[1] Der Begriff des "guten Lebens", bei dem der tugendhafte Mensch wahres Glück erfährt, war der zentrale Aspekt der antiken Ethik wie z.B. von Aristoteles (384-322 v.Chr.), der die Ethik erstmalig als eigenständige Disziplin der praktischen Philosophie begründete. Vgl. hierzu [Mittelstraß / Wolters 1995: 592]

[2] Informationsethik ist keinesfalls gleichzusetzen mit Netzethik, Cyberethik oder Computerethik. Diese thematisieren nicht dasselbe wie die Informationsethik, z.B. geht es bei Cyberethik um "epers" (electronic persons). Vgl. hierzu [Kuhlen 2004d: 1] Computerethik hingegen befasst sich mit dem Wert und Stellung des Computers im Leben des Menschen oder der Gesellschaft und Netzethik vereinigt die zentralen Fragestellungen einer Internet- und Informationsethik. Oftmals werden diese Begriffe synonym verwendet, was jedoch nicht korrekt ist.

[3] Vgl. [http://www.tns infratest.com/06_BI/bmwa/Faktenbericht_4/main2002_abb_167_203.htm].

[4] Die Entwicklung von normativen Verhaltensweisen im Internet und speziell in Musiktausch-börsen wird in Kap. 8.3.2 eingehender beschrieben.

[5] Vgl. [www.nethics.net/nethics_neu/n3/themen/theorien_der_ie.htm].

[6] Vgl. hierzu auch Kap. 4.2.

[7] Vgl. hierzu auch Kap. 5.3.

[8] Hypermedia soll hier verstanden werden als Multimedia, also dem Zusammenspiel verschiedener Medien unter Anwendung von Hypertext.

[9] Vgl. [http://www.internetworldstats.com/stats1.htm].

[10] Vgl. [http://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung].

[11] Vgl. [http://www.nap.edu/openbook/0309064996/html/2.html].

[12] Vgl. [http://www.mp3werk.de/faq/history.php].

[13] "P2P" heißt "peer-to-peer" und steht für Kommunikation unter "Gleichen". Im Gegensatz zum Client-Server-Modell sieht ein P2P-Netzwerk eine gleichberechtigte Nutzung aller an diesem Netzwerk beteiligten Computer vor. Die Stabilität eines solchen Netzwerks liegt darin begründet, dass es keinerlei zentrale Instanz gibt, von der die Funktionsfähigkeit abhängt. Das heißt, dass ein P2P-Netzwerk faktisch nicht abzuschalten ist. Vgl. hierzu auch Kap. 5.2.

[14] z.B. die Brennerstudie des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft, die ich in Kap. 3.2 in Auszügen darstelle.

[15] Vgl. hierzu auch Kap. 3.2 und 8.3.4

[16] Vgl. [http://www.ifpi.de/wirtschaft/brennerstudie2005.pdf].

[17] Vgl. [http://www.ifpi.de/wirtschaft/wirtschaft-581.htm].

[18] Vgl. [http://www.ifpi.de/wirtschaft/brennerstudie2005.pdf].

[19] In der obigen Graphik wird nur die Anzahl der Downloader dargestellt, nicht die der Brenner. Die genannte Analyse der Kaufverhaltensänderungen bezieht sich jedoch sowohl auf die Brenner als auch auf die Downloader. Etwa jeder dritte Deutsche, d.h. über 21 Mio. Personen, hat im Jahr 2004 Musik gebrannt. Dies sei jedoch nur am Rande genannt, da im Fokus dieser Arbeit nicht die Brenner stehen, sondern die Downloader.

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. [http://www.ifpi.de/wirtschaft/brennerstudie2005.pdf].

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Details

Titel
Eine informationsethische Analyse des Umgangs mit "Musikpiraterie" in digitalen Räumen: Zerstört das Internet den Musikmarkt?
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,1
Autor
Jahr
2005
Seiten
80
Katalognummer
V60511
ISBN (eBook)
9783638541718
Dateigröße
831 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eine, Analyse, Umgangs, Musikpiraterie, Räumen, Zerstört, Internet, Musikmarkt
Arbeit zitieren
Birgit Becker (Autor), 2005, Eine informationsethische Analyse des Umgangs mit "Musikpiraterie" in digitalen Räumen: Zerstört das Internet den Musikmarkt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60511

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