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Koordination in Netzwerken

Title: Koordination in Netzwerken

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabine Schimmelpfennig (Author)

Business economics - Industrial Management
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Der Begriff Netzwerk ist zu einem „fashionable topic“ geworden, so dass nahezu alle Unternehmenszusammenschlüsse als Netzwerke bezeichnet werden.Unternehmen gründen Franchising-Systeme, sind Mitglieder in Konsortien, gehen Joint Ventures ein und bilden Netzwerke oder strategische Allianzen.Die Vorteile von Netzwerken hat auch die BMW Group erkannt und nutzt intelligente Kooperationen, um schneller und flexibler im internationalen Wettbewerb agieren zu können.
Unabhängig davon, in welcher Form die Kooperation erfolgt, besteht angesichts des Zusammenschlusses mehrerer Unternehmen immer ein Koordinationsbedarf, der in Netzwerken wesentlich komplexer strukturiert ist als innerhalb eines Unternehmens.


Die vorliegende Arbeit „Koordination in Netzwerken“ beschäftigt sich mit strategischen Netzwerken und im Speziellen mit deren Koordination. Da es sich bei strategischen Netzwerken um eine neue Form der vertikalen Kooperation handelt, ist eine Beschäftigung mit dieser Thematik erforderlich, wobei sich die Frage nach einer optimalen Abstimmung bzw. Koordination der beteiligten Unternehmen auf eine gemeinsame Zielsetzung stellt. Die praktische Nutzung eines strategischen Netzwerkes findet Anwendung beim Bau der 7er Reihe der BMW Group. Diese werden in Dingolfing endmontiert, beinhalten aber Teilprodukte von diversen Zulieferern, so z. B. das 6-Gang- Stufenautomatikgetriebe von ZF, die elektronische Getriebesteuerung von Bosch sowie das Gehäuse aus Ultramid von BASF.Obwohl der Produktionsschwerpunkt der BMW Group in Deutschland liegt, wird auch mit externen Partnern z. B. in Hanoi, Jakarta, Kuala Lumpur gefertigt. Eine wirtschaftliche Produktion erfordert daher die effektive und effiziente Koordination der Leistungserstellung für das Unternehmen.


Die Notwendigkeit einer Koordination in Netzwerken bzw. strategischen Netzwerken bedarf vorab einer Erläuterung der Grundlagen, die in Abschnitt 2 behandelt werden. Hier erfolgt sowohl eine Definition von Netzwerken, deren Merkmale und Motive als auch die Zielsetzung und Begriffserklärung von Koordination. Kapitel 3 beschäftigt sich ausschließlich mit der Koordination in strategischen Netzwerken. Ausgehend von der Koordinationsaufgabe, werden anschließend die Koordinationsinstrumente aufgezeigt und diese hinsichtlich ihrer relevanten Aufgaben beschrieben. Im Anschluss daran wird die Koordinationsproblematik erörtert während in Kapitel 4 eine Zusammenfassung und ein Ausblick folgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Wirtschaft vernetzt sich

2 Explikation: Netzwerk und Koordination

2.1 Definition, Merkmale und Formen von Netzwerken

2.2 Motive für Netzwerke

2.3 Definition und Ziele der Koordination

3 Koordination in Netzwerken

3.1 Koordinationsaufgaben in Netzwerken

3.2 Koordinationsinstrumente

3.2.1 Instrumente zur Allokation von Leistungsumfängen

3.2.2 Zielvorgabe– und Monitoringinstrumente

3.2.3 Instrumente zur Koordination der Leistungserstellung

3.2.4 Vertrauen und Selbstverpflichtung

3.2.5 Informationssysteme

3.3 Koordinationsproblematik in Netzwerken

4 Netzwerke heute und in der globalisierten Welt von morgen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gestaltung effektiver und effizienter Koordinationssysteme innerhalb strategischer Unternehmensnetzwerke, um die Herausforderungen komplexer, arbeitsteiliger Geschäftsprozesse unternehmensübergreifend zu bewältigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation geeigneter Instrumente zur Abstimmung der beteiligten Akteure, ohne deren Flexibilität zu stark einzuschränken.

  • Grundlagen, Merkmale und Motive von Unternehmensnetzwerken
  • Methoden und Instrumente der Koordination in strategischen Netzwerken
  • Rolle von Vertrauen, Selbstverpflichtung und Informationssystemen
  • Analyse von Koordinationsproblemen und Hemmnissen
  • Bedeutung der Koordination im Kontext globalisierter Wettbewerbsbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Vertrauen und Selbstverpflichtung

Verträge in strategischen Netzwerken sind i. d. R. relativ offen und flexibel,66 was zu opportunistischem Verhalten führen kann. Dies wiederum impliziert Verhaltensunsicherheiten, welche begrenzt werden müssen, um eine Koordination mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen. Doch zugleich soll die Flexibilität, die durch eine offene Vertragsgestaltung gewährleistet wird, nicht gemindert werden.

Um diese Verhaltensunsicherheiten zu reduzieren, eignet sich zum einen die Selbstverpflichtung. Selbstverpflichtung charakterisiert „eine stabile Selbstfestlegung auf die Nichtausnutzung nicht begrenzter kurzfristiger Opportunismusmöglichkeiten.“67 Beispiele für Selbstverpflichtung sind z. B. die eigene Standortverlagerung bei Abwanderung anderer Netzwerkpartner ins Ausland oder die Unterstützung der ausgewanderten Unternehmen bei der Reorganisation. Ceteris paribus ermöglicht die Selbstverpflichtung das Erzeugen von Vertrauen und induziert eine Reduktion des Koordinationsaufwandes, indem auf aufwändige Kontrollinstrumente verzichtet werden kann.

Ein weiteres Instrument zum Aufbau von Vertrauen stellen personell organisatorische Beziehungen zwischen den Netzwerkpartnern dar, die z. B. in Form von Personalaustausch oder von Teamarbeit bspw. im Rahmen von Simultaneous Engineering-Projekten oder in Auditierungsteams umgesetzt werden, zum Zweck unternehmensübergreifend zur Optimierung der Abläufe beizutragen.68 Im Bereich der Forschung und Entwicklung entstehen häufig personelle Verflechtungen zwischen Hersteller und System- und Modullieferanten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Wirtschaft vernetzt sich: Einführung in die Relevanz strategischer Netzwerke am Beispiel der BMW Group und Darstellung des komplexen Koordinationsbedarfs in solchen Strukturen.

2 Explikation: Netzwerk und Koordination: Definition der Netzwerkbegriffe, Differenzierung in horizontale, vertikale und laterale Netzwerke sowie theoretische Fundierung der Koordinationsziele.

3 Koordination in Netzwerken: Detaillierte Analyse der Koordinationsaufgaben, Vorstellung verschiedener Instrumente (z.B. Benchmarking, Service-Level-Agreements) sowie Erörterung der typischen Koordinationsproblematiken.

4 Netzwerke heute und in der globalisierten Welt von morgen: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Tendenzen, wie die zunehmende Dezentralisierung und die stärkere Rolle digitaler Informationssysteme im globalen Kontext.

Schlüsselwörter

Strategische Netzwerke, Koordination, BMW Group, Unternehmensnetzwerke, Koordinationsinstrumente, Benchmarking, Selbstverpflichtung, Vertrauen, Informationssysteme, Prozessoptimierung, Leistungserstellung, Wettbewerbsvorteile, Zulieferer, Supply Chain Management, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung einer effektiven Koordination innerhalb strategischer Unternehmensnetzwerke, um trotz arbeitsteiliger Strukturen Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition von Netzwerktypen, die Identifikation von Motiven für Kooperationen sowie die detaillierte Beschreibung praxisorientierter Instrumente zur Abstimmung von Leistungsumfängen und Prozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Koordinationsinstrumente aufzuzeigen, die sowohl die Effizienz innerhalb des Netzwerks sicherstellen als auch die notwendige Flexibilität und Autonomie der beteiligten Unternehmen wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der exemplifizierenden Anwendung der Konzepte auf Praxisbeispiele, insbesondere aus der Automobilbranche (BMW Group).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den konkreten Koordinationsaufgaben, der detaillierten Vorstellung von Instrumenten zur Allokation, Monitoring, Regelung der Beziehungen sowie dem Umgang mit Koordinationshemmnissen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind strategische Netzwerke, Koordination, Kooperationsmanagement, vertikale Integration, vertrauensbasierte Zusammenarbeit und Monitoringinstrumente.

Warum ist das Beispiel der BMW Group für die Arbeit so wichtig?

Die BMW Group dient als praktisches Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie komplexe Produktionsnetzwerke mit externen Partnern koordiniert werden und welche Rolle Instrumente wie Benchmarking oder Service-Level-Agreements spielen.

Welche Rolle spielt Vertrauen bei der Koordination in Netzwerken?

Vertrauen und Selbstverpflichtung fungieren als wichtige komplementäre Koordinationsinstrumente, um opportunistisches Verhalten zu minimieren und aufwändige Kontrollprozesse zu reduzieren.

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Details

Title
Koordination in Netzwerken
College
University of Bayreuth
Grade
1,7
Author
Sabine Schimmelpfennig (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V60567
ISBN (eBook)
9783638542104
ISBN (Book)
9783638824361
Language
German
Tags
Koordination Netzwerken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schimmelpfennig (Author), 2005, Koordination in Netzwerken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60567
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