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Sometime ago - Transkription und Analyse eines Solos von Michel Petrucciani

Title: Sometime ago - Transkription und Analyse eines Solos von Michel Petrucciani

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Kowollik (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Michel Petrucciani gehört zu den beliebtesten Pianisten des Modern Jazz. Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, dem Zauber seines virtuosen und erfrischenden Spiels ein Stückchen näher zu kommen. Der im Duo mit seinem Vater Tony gespielte Standard „Sometime Ago“ wird zuvor ausführlich analysiert, bevor Petruccianis Solo unter die Lupe genommen wird. Eine vollständige Transkription befindet sich im Anhang und eignet sich hervorragend als Inspirationsquelle für Jazzpianisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des Standards „Sometime Ago“

2.1 Tonart.

2.2 Form.

2.3 Melodik

2.4 Harmonik

3. Michel Petruccianis Klaviersolo

3.1 Analyse

3.1.1 Erster Chorus. 6

3.1.2 Zweiter Chorus

3.1.3 Dritter Chorus

3.2 Auswertung

4. Abschließende Bemerkungen.

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte musikalische Untersuchung des Jazz-Standards „Sometime Ago“ sowie die Analyse einer selbst erstellten Transkription des Klaviersolos von Michel Petrucciani. Es wird erforscht, wie formale, melodische und harmonische Aspekte des Stücks mit dem improvisatorischen Vorgehen des Künstlers korrespondieren.

  • Harmonische und formale Analyse des Jazz-Standards „Sometime Ago“
  • Strukturierung und musikalischer Aufbau des Klaviersolos von Michel Petrucciani
  • Untersuchung melodischer Entwicklungen und Spannungsverläufe innerhalb der drei Chorusse
  • Vergleich zwischen theoretischen Vorgaben und praktischer Umsetzung im Solo
  • Analyse von Sequenzierungen, Alterationen und Skalenwahl im improvisierten Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse

Petruccianis Solo umfasst drei Chorusse. Bei der Analyse soll ausschließlich die rechte Hand betrachtet werden, nicht die akkordische Begleitung der linken Hand. Die rechte Hand spielt in dem Solo einstimmig, keine Akkorde.

3.1.1 Erster Chorus

Der erste Chorus beginnt mit einer Umspielung des Tones g1. Die Phrasen sind anfangs recht kurz, es fallen, im Gegensatz zum weiteren Verlauf des Solos, verhältnismäßig viele Pausen auf. Die erste Phrase pendelt vom g1 zum Nachbarton a und zurück, die zweite hinauf zum c2 und zurück, die dritte kleine Phrase in Takt 5 bestätigt die Ankunft beim g1. Es wird, wie erwartet, Material der ionischen Skala von c verwendet. Ab Takt 6 kommt ein neues Motiv ins Spiel, bestehend aus einer Achtel und einer punktierten Viertelnote, die stets synkopisch auf einer Zählzeit „und“ liegt. Dieses Motiv erklingt fünf Mal, es wird tonal hinabsequenziert. Das Motiv passt sich den jeweiligen Tonleitern g mixolydisch, e-lokrisch, a-HTGT und d-dorisch an. Die Besonderheit hierbei ist, dass das Motiv insgesamt eine halbe Note umfasst. Im Dreivierteltakt ergeben sich somit rhythmische Verschiebungen, sodass das Motiv zunächst auf Zählzeit 3, dann auf 2, dann auf 1 etc. beginnt. Die hemiolische Struktur wiederholt sich nach zwei Dreivierteltakten bzw. nach einem übergeordneten Dreihalbetakt (vgl. Abb. 3). Die absteigende Bewegung drückt Ruhe und Zeitlosigkeit aus, allgemein hat das Solo bis Takt 9 eine eher entspannende Wirkung. Die Phrase endet in Takt 10 allerdings offen, mit einer Quarte nach oben. Das somit erreichte g1 hat somit eine völlig andere Bedeutung als am Anfang, es wird kurz gespielt und signalisiert, dass nun etwas Neues kommen wird: Die ruhige Einleitung ist abgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzert von Michel Petrucciani ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Standard sowie das Solo zu analysieren.

2. Analyse des Standards „Sometime Ago“: Das Kapitel untersucht die Tonart, die formale Struktur sowie die melodischen und harmonischen Charakteristika des Standards.

3. Michel Petruccianis Klaviersolo: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Analyse der drei Chorusse des Solos und schließt mit einer interpretatorischen Auswertung ab.

4. Abschließende Bemerkungen: Hier wird reflektiert, dass musikalische Analyse zwar interessante Einblicke liefert, jedoch Ästhetik und Intention der Improvisation nur bedingt erfassbar macht.

Schlüsselwörter

Michel Petrucciani, Jazz-Standard, Sometime Ago, Klaviersolo, Transkription, Jazz-Harmonielehre, Improvisation, Musiktheorie, Formanalyse, Melodik, Harmonik, Chorus, Sequenzierung, Modal Interchange, Modern Jazz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Jazz-Standard „Sometime Ago“ und analysiert ein spezifisches Klaviersolo von Michel Petrucciani aus dem Jahr 1992.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die harmonische Analyse des Standards sowie die formale und melodische Untersuchung der improvisierten Chorusse des Solisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Aufbau des Standards und Petruccianis improvisatorische Techniken zu entschlüsseln und deren Zusammenspiel zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor kombiniert formale, harmonische und melodische Analyse der Partitur mit einer detaillierten musiktheoretischen Untersuchung der transkribierten Improvisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Analyse des Standard-Aufbaus sowie eine schrittweise Analyse der drei Chorusse des Klaviersolos.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Jazz-Harmonielehre, Transkription, Formanalyse, Modal Interchange und improvisatorischer Spannungsaufbau sind zentral.

Warum wird die rechte Hand bei der Analyse des Solos isoliert betrachtet?

Der Autor fokussiert sich auf die melodische und improvisatorische Linie des Solisten, um die Komplexität der Phrasierung und Skalenwahl präzise analysieren zu können.

Welche Rolle spielt die Harmonik für den Spannungsaufbau im Solo?

Der Autor zeigt auf, wie Dominanten und Tritonussubstitutionen gezielt genutzt werden, um Spannung zu erzeugen, während andere Teile zur Entspannung beitragen.

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Details

Title
Sometime ago - Transkription und Analyse eines Solos von Michel Petrucciani
College
University of Osnabrück
Course
Jazz-Harmonielehre
Grade
1,0
Author
Christian Kowollik (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V60596
ISBN (eBook)
9783638542364
ISBN (Book)
9783638799485
Language
German
Tags
Sometime Transkription Analyse Solos Michel Petrucciani Jazz-Harmonielehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Kowollik (Author), 2005, Sometime ago - Transkription und Analyse eines Solos von Michel Petrucciani, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60596
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